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  1. Past hour
  2. Hi alle, Ja, dann füge ich mich doch gleich hier an für alle, die noch nicht genug haben! Hier eine Aufnahme des Glacis oder auch Inselberg Standorts von N. pervillei mit vegetationstypischem Pandanus multispicatus und Costularia hornei: Dann einige Aufnahmen von N. pervillei: Sie sucht sich ihren Weg über die Granitbrocken... Viele Pflanzen sind extrem gross, buschig und breiten sich über Ausläufer über mehrere Quadratmeter aus: Krabbenspinnen findet man auch - Vivi hatte ein gutes Auge! Auch nennenswert und frisst ja auch Insekten... Dies ist einer der vier endemischen Sooglossid Fröschen: Sooglossus gardineri. Der drittkleinste Frosch der Welt, etwas kleiner als einen Zentimeter wenn ausgewachsen. Pipst wie ein kleiner Vogel und man findet ihn nur per Zufall wenn man an den richtigen Ort am Boden guckt. Fast am Gipfel des einen Bruders der Trois Frère... Hier Gipfelvegetation auf dem Mont Jasmin - einer der am besten erhaltenen Gipfel des Nationalparks mit einigen sehr, sehr seltenen Arten. Das spannende hier finde ich, dass unter dem was aussieht wie Buschvegetation von hier eine komplett neue Welt liegt - siehe nächstes Bild. Der dominierende Baum hier ist Northea hornei mit zwischendrin etwas Zimt, der es leider auch auf diesen ansonsten von exotischen Arten praktisch ungestörten Gipfel geschafft hat. Unter des Kronendachs der Northea hornei findet man das: Viele endemische Palmen, Moose, Farne, Sträucher und Kräuter. Kann man sich fast nicht vorstellen was da alles wächst wenn man nur das obrige Bild anschaut! Hier eine der seltenen Arten, Hypoxidia maheensis: Mehr Bilder der einheimischen Flora poste ich ein anders mal unter einem anderen Thema. Liebe Grüsse aus den Seychellen, Michi
  3. Today
  4. Karnivorengärtner

    • Karnivorengärtner
    •   
    • Christian T.

    Vielleicht hilft dir das etwas weiter 

    Gruß

    bro

     

     

     

  5. Yesterday
  6. @Joachim Danz Danke für die Tipps, ich habe zwei Heizlüfter da, leider aber nur einen Stromkreis. Deshalb bin ich momentan auf der Suche nach Frostwächtern mit Thermostat, die mit Gas betrieben werden, falls der Strom oder mal beide Lüfter ausfallen. Da findet man zwar einiges im Internet, einige sollen sich aber aufgrund der Sauerstoffmangelsicherung nicht in komplett geschlossenen Gewächshäusern nutzen lassen. Hat jemand da Erfahrung und kann gute, gasbetriebene Frostwächter fürs Gewächshaus empfehlen? LG Nico
  7. Karnivorengärtner

    Eine weitere ziemlich ausgefallene Heliamphora - Heliamphora "Peter Pan"

    Manche Helis können ja echt potthässlich sein.Aber hat trotzdem was
  8. Karnivorengärtner

    Heliamphora im Terrarium

    Seramis würde ich auch nur in ganz geringen mengen als Perlit- Ersatz sehen . Ansonsten nur als Drainage im Terrarium.
  9. FlorianO

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Das macht durchaus Sinn, wird der Haupttrieb gekappt setzt die Pflanze Auxine frei die Apikaldominanz fördern, das kommt natürlich auch bei der gepropften Pflanze an. Tolles Ergebnis!
  10. Nico-zockt

    Hatt wer nepenthes günstig ab zugeben

    Hallo ich suche jemanden der nepenthes günstig abzugeben hatt gerne melden unter der Email: nico-b-5@web.de Private Nachricht
  11. Nico-zockt

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Wirklich sehr interessant wenn ich mal nepenthes haben werde werde ich es auch versu
  12. Lavicola

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Wirklich genial, was du da ausprobiert hast, vielen Dank fürs teilen. Sicherlich einer der interessantesten Threads des Jahres!
  13. Denny H.

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Hey, super Thread! Werde ich in Zukunft wohl auch mal versuchen. Sollte meiner Meinung nach unbedingt angepinnt und den lesenswerten Beiträgen beigefügt werden! LG Denny
  14. Christian List

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Dem kann ich mich nur anschließen! Sehr interessant, hätte ich so nicht erwartet. Bin gespannt wie das so weiter geht! Vllt mach ich auch mal einen Versuch, Dankeschön
  15. Johannes K

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Hallo Jeremia, Klasse versuch und besten Dank für das teilen im Forum. Ich denke da hast du jetzt ein paar Leute angefixt das auch zu probieren. Werde ich bestimmt auch einmal versuchen. Halte uns bitte auf dem laufenden wie es bei dir weitergeht. Klasse Sache Grüße Johannes
  16. Leo H.

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Hi, ich finde das ja richtig spannend! Wenn deine Hypothese stimmt und es wirklich nur die Wurzeln und ihre Zuckerproduktionrate (ich frag mich was passiert wenn man das Wort beim Google Übersetzer eingibt) geht, dann wäre das schon echt cool... Wobei, in den Baumarkt schaffen es solche 'Mutanten' dann wohl leider nicht. Zu viel Aufwand für zu wenig Geld. lg Leo
  17. Andreas Wistuba

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Hallo Jeremiah, echt klasse - vielen Dank!!!! Ich hab' das Veredeln von Nepenthes im Frühjahr auch mal probiert - leider ohne großen Erfolg. Allerdings habe ich versucht, zu okulieren - offenbar die falsche Technik für Nepenthes. Deine Spaltpfropfung scheint ja super funktioniert zu haben. Ich weiss schon, was ich demnächst nochmal versuchen werde Ich würde schon behaupten, dass Deine Pflanze sehr gut wächst. Könnte Die Lösung sein, solche Zicken wie N. villosa schneller groß zu bekommen. Viele Grüße Andreas
  18. Icarus

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Sehr interessant! Vielen Dank für die Infos. Gesendet von meinem ONEPLUS A5000 mit Tapatalk
  19. Roman.P

    CPN-Artikel: Dionaea Fallen lassen kleine Tiere gezielt entkommen

    Hallo Siggi, Ohne dir oder deinen Co Autoren jetzt etwas zu unterstellen möchte ich schon anmerken das Peer Reviews alleine absolut kein Garant für 'gute Papers' sein müssen wie ich leider selbst feststellen musste. Diese Reviews werden vielfach leider nicht sehr ernstgenommen, vorallem wenn andere bereits drübergesehen haben und ihr Okey gegeben haben. Viel zu oft findet man nicht zu Ende Gedachte Conclusios oder Daten die nicht reproduzierbar sind obwohl große Namen der Wissenschaft ihr okey gegeben haben. Das ist natürlich absoluter Blödsinn, hier muss natürlich zwischen der Energieerzeugung (Fotosynthese) und dem Nährstoffbedarf(zu Brot durch Fänge) deutlich getrennt werden da kann man nicht Kraut mir Rüben mischen, das haben Rony oder podnuk aber bereits ausreichend behandelt. Gruß Roman
  20. Berni Toller

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Na dann muss man ab jetzt die Nepenthes als "wurzelecht" verkaufen Ich hab das vor 6 Jahren schonmal gehört, hab aber nie ein Experiment dazu gesehen. Vielleicht probier ich es mal mit macrophylla, rajah oder lowii. Grüße
  21. Beautytube

    Nepenthes veredelt/ grafted

    @Gilbolad Lieber Jeremiah, super interessanter Beitrag! Danke. Nur eine Frage bleibt offen: Kann ich da auf Nepenthes auch Marillen veredeln? Hochlandmarillen!!! Das wäre mal was. Oder vielleicht bilden die Marillen dann gleich Schnapskannen? Spaß beiseite ein wirklich toller Beitrag! BT
  22. Jo_Schmidt

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Danke für den Beitrag, die Bilder und Ergebnisse sind ja wirklich top, das Wachstum scheint auch zu passen Muss man nur mal drauf kommen, das könnte für die Zukunft echt richtigungsweisend sein. Dann sollte jetzt mal getestet werden, wie sich empfindliche / identische Pflanzen unter identischen Bedingungen verhalten. Gepfropft und ungepfropft. Wer spendet ein paar N. villosa? Grüße
  23. digimakro

    Mein bescheidener Bestand

    Hallo Helmut, also Pinguiculas sind leider nicht so meine Favoriten. Die P. spec. war halt bei meinen ersten Fleischis aus dem Baumarkt dabei. Mich faszinierend dann doch eher Heliamphora, Cephalotus, Nepenthes und tropische Drosera.
  24. Gilbolad

    Nepenthes veredelt/ grafted

    Ich habe mich gefragt ob man Nepenthes veredeln kann -wie es z.B bei Obstbäumen möglich ist. Theoretisch könnte man eine Art, die ein empfindliches Wurzelwerk hat auf eine Art mit einem sehr robustem Wurzelsystem setzten. Oder man könnte empfindliche Ultra Hochland Nepenthes auf eine Tiefland/intermediate Unterlage graften, so dass die Zuckerversorgung in der Nacht gewährleistet ist und die Haltung bei höheren Nachttemperaturen möglich wird -Fensterbank Villosa here we come-. (Hypothese warum Hochlandnepenthes eine Nachtabsenkung brauchen, siehe anderer Thread von mir) Bei mir war die Beschleunigung des Wachstums von einer kleinen Pflanze, die man auf eine große Unterlage pfropft die Hauptidee. Habe mich ein bisschen eingelesen, -wenige haben es probiert -doch es gibt eine Hand voll Bilder im Internet von erfolgreich veredelten Nepenthes. Also bin ich losgezogen und habe im Baumarkt eine kräftige/robuste Nepenthes besorgt, die als Unterlage herhalten sollte. Der Plan war eine Ventrata -hatten sie aber nicht da. Eine N. sanguinea (?) ist es dann geworden. Nun musste eine Nepenthes auserwählt werden, die für das Experiment geopfert werden konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine N. muluensis x lowii (ab jetzt m x l genannt), die nach mehreren Monaten kaum ein Stück gewachsen war. -eine Kreuzung die ich sehr mag und schwer zu bekommen war. Allerdings- wenn es glücken sollte, wäre eine (schneller) wachsende m x l doch etwas feines. Kein Risiko -Kein Spaß m x l vor dem veredeln: Wie ich vorgegangen bin: Ich habe ein scharfes Messer desinfiziert und bei der N. sanguinea den Kopftrieb direkt unter dem obersten Blatt abgeschnitten. Das nun oberste Blatt abgeschnitten, damit es nicht beim Arbeiten stört. Das Messer in der Mitte der Schnittfläche angesetzt und den Stamm ca. 1,5 -2 cm tief eingeschnitten. Die m x l habe ich Keilförmig "geschnitzt" ,da der untere Teil der Pflanze schon verholzt war. Dabei habe ich versucht eine möglichst glatte, ebene Fläche hinzubekommen. Den Spalt in der N.sanguinea habe etwas geöffnet um den m x l Keil vorsichtig so tief wie möglich einzuführen. dazu diese Skizze mit der genauen Postition: Hier ist auch der Unterschied im Durchmesser der Stämme dargestellt. Anschließend habe ich den Stamm auf der ganzen Schnittlänge mit Graftigtape (dünne Plastikfolie) mit wenig Druck umwickelt. Dann einen Plastikbeutel mit zwei kleinen Luftlöchern über die m x l gestülpt, damit sie nicht vertrocknet bis sie anwächst. (bis dahin hat sie ja keine möglichkeit Flüssigkeit aufzunehmen). Die Pflanzen wurden dann in mein Zelt mit der normalen LED Beleuchtung gestellt. (Temperatur um die 25C) Die N. sanguinea hat wenig Osmocote auf/in das Substrat und in ein paar Kannen bekommen. Dann hieß es warten und hoffen. Nach ca. 1-2 Wochen fingen die Blätter der m x l an ledrig auszusehen. Die ältesten Blätter wurden ganz braun und etwas weißer Schimmel war auf den meisten Blättern zu sehen. Also Plastikbeutel ab und den Schimmel abgewischt. Plastikbeutel wieder drauf. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Hoffnung schon verloren und wollte das Experiment abbrechen und mich ärgern, dass ich meine mühsam ergatterte m x l für das Experiment verwendet habe. Zum Glück war ich zu faul um die Pflanze wieder zu entedeln. Nach 3 Wochen verloren die Blätter ihren ledrigen Charakter und der Neutrieb zeigte erstes Wachstum -Nice. Den Plastikbeutel habe ich bis zur Fertigstellung des ersten neuen Blatts draufgelassen. Gesamtansicht nach 4 Monaten: Die sanguinea Unterlage fing nun an fleißig Seitentriebe zu bilden. Diese habe ich alle abgebrochen um keine Kraft zu verschwenden. Interessanterweise fing die m x l auch mit dem Seitentreiben an. Jede Internodie bildet seit dem einen Seitentrieb. Diese entferne ich so bald es geht. Nur einen habe ich gelassen -Den möchte ich irgendwann entfernen und eintopfen. Seitentrieb m x l : Kannen bildet sie auch fleißig: Veredelungs-Stelle Detail: Man beachte den Durchmesserunterschied von der Unterlage zur m x l. Außerdem die Zunahme des Durchmessers. Gesamtansicht nach 5 Monaten: Von oben: Abschließed kann man sagen, dass es auf jedenfall möglich ist Nepenthes zu veredeln. Das Wachstum scheint auch sehr ordentlich zu sein. Ich kann die Größenzunahme in dem 5 Monats Zeitraum leider nicht mit einer nicht-gegrafteten normalo m x l vergleichen. Was mir noch aufgefallen ist: Die muluensis x lowii bildet keine Hochkannen obwohl die Größe (Länge) der Grundlage zumindest für Intermediate Kannen reichen sollte. Da stellt sich dann die Frage wie die Einleitung der Hochkannen vonstatten geht... ich wäre ja von der Haupttrieblänge ausgegangen- alter kann es nicht sein, da ein Kopfsteckling von einer Ranke doch wieder Tiefkannen bildet. Mag auch an der Unterlagen Art liegen... Soweit einen schönen Tag noch. Grüße, Jeremiah
  25. Stefan Bergrath

    Red Hairy Hamata

    Hallo Zusammen, ich bin schon lange auf der suche nach Nepenthes RHH wenn einer eine Pflanze oder mehrere abzugeben hat bitte melden. Ich habe durchaus auch interessante Sachen zum Tauschen. Viele Grüße Stefan
  26. Last week
  27. Feldenberg

    CPN-Artikel: Dionaea Fallen lassen kleine Tiere gezielt entkommen

    Ich fasse mal zusammen: Wir bräuchten - ergänzend zu Siggis Beobachtungsdaten - unbedingt eine computermodellierte (skalierbare) 3D-Simulation der Fallenmechanik der VFF um ein theoretisches Modell zu haben, gegen das wir die empirischen Daten testen können ;-). Ich denke mal die wesentlichen Parameter für so ein Modell sind bekannt oder ohne Probleme messbar. Vielleicht fühlt sich einer der hier Mitlesenden aus dem Tech-Bereich aufgefordert? Fänd ich witzig! viele Grüße Feldi
  28. Aktuell kann ich Pflanzen folgender Fettkrautarten zum Verkauf anbieten: P. calderoniae "Cerro de Conejo, San Luis Potosì" P. crassifolia "El Chico Gebirge, Hidalgo" ausverkauft P. cyclosecta "Dulces Nombres, Nuevo León" P. ehlersiae "Potréro Santa Gertrudis, San Luis Potosí" P. ehlersiae "white flower" P. elizabethiae "Arroyo Tolimán-Schlucht, Hidalgo" P. emarginata P. esseriana "El Cielo Gebirge, Tamaulipas" P. esseriana "Parador El Tepozán, Querétaro" P. esseriana "Ciudad Victoria, Tamaulipas" (fast weiße oder violette Blüte) P. gracilis "Sierra de las Mitras, Nuevo León" P. heterophylla "Concepción Papalo, Oaxaca" P. kondoi "Matehuala, San Luis Potosí" (rötliche Blätter) P. laueana, Klon "orange" P. laxifolia "El Cielo Gebirge, Tamaulipas" P. martinezii "Llano del Conejo, San Luis Potosí" P. moctezumae "Moctezuma-Schlucht, Querétaro" P. nivalis "General Zaragoza, Nuevo León" P. rotundiflora P. spec. "El Mirador" P. 'Florian' P. 'Niklas' Da ich nur wenige Pflanzen pro Art abgeben kann, gilt das Motto "wer zuerst bestellt, erhält den Zuschlag". Der Versand erfolgt nur bei frostfreiem Wetter.
  29. podunk

    CPN-Artikel: Dionaea Fallen lassen kleine Tiere gezielt entkommen

    Naja, so schroff darf man Ronny's Argument, sauber zwischen Energieaufwand und Nährstoffbedarf zu unterscheiden, auch nicht vom Tisch wischen. Natürlich wachsen gedüngte/gefütterte Pflanzen besser. Es ist wohl jedem klar, dass Karnivoren vor allem hinter NPK und anderen Mineralien und nicht hinter den Kalorien her sind, die in der Beute stecken. Bei Tieren ist das anders herum, aber das eine schließt das andere nicht aus. Bau und Betrieb der Fallen müssen sich natürlich auch energetisch rechnen. Dazu gibt es genug Literatur. Wo die Grenze ist, was Nährstoffe angeht ist bei weitem nicht so gut belegt und abhängig vom Fallentyp. Nicht verkehrt wäre es z.B. auch Ellison und Gotelli (2009) zu zitieren, die zu einigen Fragen eine gute Übersicht zusammengetragen haben, z.B. welche Insekten bevorzugt gefangen werden und auch die immer wieder gestelle Frage "Do fly-traps really catch only large prey?". Dabei ist mit "large" die Hypothese "halb so groß, wie eine durchschnittliche Fallenlänge (13.5 mm)" gemeint. Bevor ich auch noch ein paar kritische Worte zu dem paper verliere, möchte ich sagen, dass ich es immer gut finde, wenn sich einer die Arbeit macht, offene Fragen experimentell zu untersuchen. Die VFF fasziniert mich auch noch nach vielen Jahren und es ist immer spannend etwas Neues zu lernen. Die Idee einmal zu zählen, was alles nicht gefangen wird, obwohl es sich durch die Gefahrenzone bewegt, ist nicht schlecht. Ich finde andererseits ja, der Artikel pokert ganz schön hoch. Der statistische Vergleich mit tödlichen Behandlungsfehlern in deutschen Krankenhäusern ist wirklich nicht seriös und, ich nehme an, auch nicht ernst gemeint, sondern dient wahrscheinlich als Clickbait. Die "statistisch akzeptable Zahlen ... (in vier Wochen: 15'000 : 6)" stellen sich als insgesamt 4 Stunden Beobachtungen von 158 nicht fatalen Ameisenbesuchen heraus. Das ganze wurde dann auf 4 Wochen hochgerechnet. Wenn ich nicht zu schnell und ungenau gelesen habe, wurde kein Fangvorgang beobachtet. Das Nichtauslösen der Fallen ist natürlich nicht gleichzusetzen mit dem selektiven Entwischenlassen von Beute aus einer sich schließenden Falle. Es wurde festgestellt, dass während dieses Zeitraums insgesamt 3 Ameisen gefangen wurden. 3 weitere Ameisen unter Umständen, die nicht der Fragestellung entsprechen: Entweder weil sie größeres Nistmaterial transportierten oder als Beifang mit einem größerem Tier. Warum die 3 anderen Wegameisen ausnahmsweise gefangen wurden, kann nicht geklärt werden. Bei so wenigen Eintrittsfällen, ist es schwer eine sinnvolle Binomialverteilung aufzustellen. Daraus könnte man aber vielleicht schließen, dass diese Ameisenart mit 3.5 mm zu groß ist, um durch die (Rand-)Borsten zu entkommen, aber zu klein um die Fallen normalerweise auszulösen. Das zu überprüfen, wäre nicht so schwer: Eine Falle künstlich mit einer Ameise drinnen auslösen und gucken, ob sie rausmarschiert, hängen bleibt oder ob sie weiter nascht, bis die Falle sich (zu weit) geschlossen hat. Ich hatte vor der Lektüre auf weitere Antworten gehofft, deren Fragen gar nicht gestellt wurden. Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn die irgendwo in der Literatur schon diskutiert worden wären. Das habe ich nicht recherchiert. Aber wenn nicht, kann das ja noch werden. Zum Beispiel, was ist klein; genauer, was ist zu klein, um gefangen zu werden? Natürlich ist für eine ausgewachsene VFF eine Spinnmilbe zu klein und eine Kuh zu groß. Aber ähnlich wie Feldi denke ich, eine Wegameise ist auch zu groß als Beute für eine voll funktionale Falle einer Sämlings-VFF. Wenn man zufällig bei einer Ameisenart bleiben möchte, könnte man also eine Antwort darin suchen, verschieden alte/große VFF als Minenfeld auf eine Ameisenstrasse zu setzen. Dass Fallengröße und gefangene Insektengröße korrellieren, wurde seit Darwin mehrfach gezeigt, z.b. Gibson (2009). Nützlich wäre es die Geometrie der Falle (und den Zeitablauf) genauer darzustellen. Die Frage, die immer noch unter den Nägeln brennt, ist doch: Wie groß sind die Zwischenräume der Borsten, durch die ein Insekt entkommen kann (oden eben nicht). Das könnten selbst überzeugte Veganer vorab mit einem Drahtgeflecht verschiedener Maschenweite nach Darwins Fischernetzanalogie leicht mit einer oder verschiedenen Insektenarten testen. Zuerst wäre es aber gut, einmal eine Korrelation zwischen Fallenlänge und Fangborstenabstand aufzustellen. Die Größe der Öffnung zwischen den verschränkten Borsten könnte man daraus ableiten oder einfach auch so messen. Und wenn man die Schieblehre schon mal in der Hand hat, könnte man auch den Mindestabstand zwischen der Nektarzone am Fallenrand und den Auslösehaaren in der Fallenmitte mit der Fallenlänge auftragen. Das könnte man (in Sinne von Jones 1923) mit der Länge der potentiellen Beute vergleichen. Im Artikel wird zwar festgestellt, dass für die kultivierten Pflanzen das Verhältnis zwischen dem Median dieses Abstands und der Länge der Wegameisen je nach Fallengröße zwischen 0.7 und 1.17 liegt. Verschiedene Größen sollten lieber getrennt betrachtet werden. Demnach wären die (gleich großen) Arbeiterinnen für die kleineren Fallen groß genug, den Auslöser zu betätigen. Wobei allerdings beobachtet wurde, dass die Ameisen ihren Hintern meist parallel zum Rand und nicht in Richtung Fühlborsten strecken. Offenbar spielt also nicht nur die Größe der Falle sondern auch das Verhalten der Beute eine große Rolle. Für das Auslösen der Falle wahrscheinlich sogar die größere. Was den vorgeschlagenen "Selektionsmechanismus 2" angeht, also, dass Ameisen zu gut sehen, um blind gegen die Triggerhaare zu rennen, würde ich eher denken, dass andere Faktoren den Ausschlag geben: Nämlich wiederum das Verhalten (Bewegungsmuster) und ausserdem einfache Hebelgesetze. Dazu muss man sich fragen, welche Kraft ist nötig, um an einer Fühlborste ein Auslösesignal zu betätigen. Das dürfte von der Kraft des Insekts abhängen, mit der das Insekt zufällig oder absichtlich an die Fühlborste stößt und auch von der Höhe des Insekts. Also sollte man auch noch die Länge der Fühlerborsten messen und mit der Fallengröße korrellieren. Ein Insekt, das kleiner als die Fühlborste lang ist, bräuchte mehr Kraft, da der Hebel kürzer ist. Ein Betasten mit den Fühlern der Ameise dürfte folgenlos bleiben, ein Bearbeiten mit den Mandibeln wahrscheinlich nicht, wenn einer Arbeiterin denn danach zumute wäre. Was Kraft und Ausdauer von ähnlich großen Insekten angeht, sind die Unterschiede riesig. Bei Klebefallen wie Drosera können sich Ameisen, Schlupfwespen, Spinnen und Käfer erstaunlich oft freikämpfen, während viel größere Insekten wie Mücken, Florfliegen, Fliegen und selbst Libellen nicht selten hilflos kleben bleiben. Auch bei Dionaea können sich z.B. kräftige Wespen manchmal noch rechtzeitig herausquetschen. Dabei ist die Schnappfallentechnik von Dionaea natürlich viel geeigneter große Beute festzuhalten als Klebefallen. Letztlich bleibt es vielleicht doch das interessanteste und relevanteste, nachzuzählen, welche Tiere welcher Größe am Naturstandort gefangen werden, so wie Hutchens und Luken (2009) das getan haben. Das Risiko gefangen zu werden, besteht natürlich nur für das, was vor Ort kreucht und fleucht, auch wenn die Gefahr die eine VFF für unterschiedlich (große) Insektenarten darstellt, verschieden ist.
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