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Gewerblich, geschäftlich, privat, schwarz??


Thomas Carow

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Ich darf noch mal, wie versprochen (sorry für die verspätete Antwort), auf die ursprüngliche Frage von Thomas zurück kommen, in der es darum ging, was wir bzw. der Vorstand unter "kommerziellen" Anbietern verstehen, die den Pflanzenvermittlungsdienst grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen können.

In der Tat ist es, das hat die Diskussion hier gezeigt, müßig, darüber zu diskutieren, wer als kommerzieller Anbieter zu gelten hat und wer nicht. Die Abgrenzung ist einfach nicht scharf genug zu treffen, um hier eine eindeutige Grenze zu ziehen und zu entscheiden, wer ausgegrenzt werden soll und wer nicht, auch wenn es in unseren Köpfen klar zu sein scheint.

Die Regelung selbst geht auf die Zeit zurück, als es noch keine Online-Vermittlung und keine leicht und für jedermann zugängliches Internet gab. Noch vor etwa 10 Jahren mussten die Angebote jeweils von Hand eingegeben und vervielfältigt werden, im prähistorischen Zeitalter noch mit der Schreibmaschine, später etwas komfotabler mit dem PC. Natürlich hatte der Leiter der Samenzentrale kein Interesse daran, dass die Angebotslisten ins Unendliche wuchsen. Wahrscheinlich aus diesem Grunde hatte man dann die "kommerziellen" Anbieter von dieser Leistung der Vereines ausgeschlossen, ohne genau zu definieren, wer in diese Rubrik fällt, in dem Vertrauen, dass die Betroffenen dies von sich selbst heraus respektierten bzw. für ihre Unkosten (z.B. Flyer oder Anzeigen) selbst aufkamen.

Die Frage ist, ob heute, im Internetzeitalter, wo für die Pflege der Datenbank die Informationsmenge keine Rolle mehr spielt und das Einpflegen der Daten dem Benutzer überlassen ist und nicht mehr den Verantwortlichen belastet, noch aufrecht erhalten werden kann.

Ich meine, dass wir aus diesem Grund die Einschränkung heutzutage durchaus fallen lassen könnten. Für die Online-Version könnte dann in Zukunft _jeder_ unbegrenzt Angebote einstellen. Für die Printversion gilt prinzipiell dasselbe, allerdings mit der Einschränkung, dass dort der verfügbare Platz pro Anbieter und für das Angebot der Pflanzenvermittlung insgesamt im vernünftigen Rahmen bleiben muss. Schon jetzt nimmt die Pflanzenvermittlung fast die Hälfte des Rundbriefes ein. Hier wäre auch die Begrenzung des Angebotes auf eine Gültigkeitsfrist von drei bis maximal sechs Monaten (ich befürworte drei Monate) eine Hilfe, das Angebot sowohl in Grenzen als auch möglichst aktuell zu halten. Ob die Dreimonatsfrist auch für die Online-Version gelten soll, müsste man nochmal diskutieren, aber für den Abdruck im Rundbrief wäre es meiner Meinung nach dringend erforderlich und auch von den Anbietern nicht zuviel verlangt.

Gut wäre es, wenn man das Angebot "kommerzieller" Anbieter in Analogie zu Anzeigen in Tageszeitungen kennzeichnen würde. Als Abgrenzung kommerziell - nicht kommerziell könnte dann die im Jahrbuch aufgeführte Liste der Karnivorenanbieter dienen. (Ließe sich so eine zusätzliche Rubrik einrichten, Georg?)

Eine grundsätzliche Einschränkung möchte ich noch machen: Geklärt werden muss vorher noch, ob dadurch, dass alle Anbieter kostenlos im Internet und im Rundbrief ihre Angebote einstellen können, unser Vereinsstatus als gemeinnütziger Verein in Frage gestellt wird. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, denn alle Anbieter sind ja Vereinsmitglieder, und der Verein kann die Leistungen, die er gegenüber seinen Mitgliedern erbringt in gewisem Rahmen selbst festlegen, aber es geht eben genau darum, wo dieser Rahmen evtl. überschritten werden könnte. Falls mir  jemand dazu eine kompetente Auskunft erteilen kann bzw. jemanden kennt, der sich im Vereinsrecht auskennt, wäre ich sehr dankbar.

Soweit also momentan mein Vorschlag, der sicherlich noch nicht ganz ausgereift ist.

Alfred

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Hallo Alfred,

danke für Deine Ausführungen. Dann sehe ich es so, dass man zumindest online auch mal was anbieten kann.

Die endlos langen Verkaufsanzeigen im Rundbrief werden sicher irgendwann mal zum Problem werden. Eigentlich war der Rundbrief ja mal als reines Mitteilungsorgan konzipiert worden. Aber solange es so läuft und die Verkäufer entsprechend Umsätze machen ist es ja ok.

Der gemeinützige Verein würde dadurch sicher nicht in Frage gestellt werden. Denn wie hier schon ausführlich diskutiert, gibt es steuerlich keinen Unterschied zwischen einem 'privaten' und einem 'gewerblichen' Verkäufer.

Gruß

Thomas

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  • 10 Monate später...

Also ich denke, dass ein "Handel" im kleinen bzw. privaten Rahmen nicht ausgeschlossen werden sollte. Schließlich gibt es genug Hobbyzüchter, denen die Pflanzen einfach über den Kopf wachsen und die nicht daran interessiert sind den Überschuss gegen einen anderen Überschuss einzutauschen. So sollte man für seine Pflanzen auch Kleinbeträge im angemessenen Rahmen erhalten dürfen.

Mich wundern allerdings immer Listen von Leuten die "eine Kleinigkeit abzugeben" haben und dann mit einem Artenreichtum glänzen, der sogar manche privaten Bestände übersteigt.

Da würde ich vielleicht eher mal ein Auge drauf werfen.

Meiner Meinung nach sollte die ganze Sache nicht zum Konkurrenzkampf ausarten. Hier sollte jeder die Möglichkeit haben Überbestände loszuwerden, zu tauschen oder mal ein Schnäppchen zu machen. Leute, die ihre Pflanzen im großen Stil verkaufen wollen sollten auf die Pflanzenvermittlung verwiesen werden.

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  • 6 Monate später...
Franz Svoboda

Als kleiner "User" eine Anregung:

Habe mich schon öfters über lange "private" Angebotslisten im Rundbrief gewundert, aber - kann ja sein, dass jemand viel abzugeben hat. Ich denke, da schon jetzt die Pflanzenvermittlung den Hauptteil des Rundbriefs ausmacht, ist die Frage, ob dafür soviel Seiten (Kosten) des Vereins zur Verfügung stehen sollen sowieso anstehend.

In unserer Angebotsliste sollte kein Unterschied zwischen gewerblich und privat sein, auch nicht im Umfang. Ich meine die Unterscheidung macht der Markt. Wenn mein privates Glashaus platzt bin ich nicht interessiert den besten Preis für einen Ableger zu erzielen, und da kann kein "gewerblicher Anbieter" mit. Wenn ich damit mein Hobby finanzieren oder unterstützen will, ist mein Interesse kommerziell und ich muss mich eben mit den Großen messen und kann nicht auf die Unterstützung der GFP bauen. Schließlich ist der Verein ja gemeinnützig. Klingt nur hart, die Grenze verschwimmt dann sowieso.

Viele Grüße

Franz

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