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RAFFLESIA!!!


Guest Moritz Lònyay

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Guest Moritz Lònyay

Hallo,

ich habe mir die Fotos von Philip angesehen und sa da ein Bild von Amophphallus Ablegern, da ich diese interessant fand, höhrte ich mich noch etwas wegen der um.Doch dann fand ich die Rafflesia, die mir ehlichgesagt besser gefallen ;).Da diese aber etwas zu groß werden, schaute ich mich noch wegen kleineren Arten um.Und jetzt meine Frage, verkauft irgentwer irgenteine Rafflesia?

Mfg, Moritz

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Hallo,

soweit ich weiß, gibt es keine Rafflesia in Kultur, da diese Gattung eine symbiontische Lebensweise mit Lianen hat.

Gruß

Thomas

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Ich habe ne page gefunden auf der steht das man sie nirgends kaufen kann :cry:

Is echt verdammt schade , würd sich bestimmt gut im Vorgarten zwischen den Rosen machen :-D

Aber mal im Ernst , sieht ja echt super aus die Rafflesia , hätt ich auch gern:)

Edited by Guest
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Schade:cry: aber das mit der Symbiose hab ich glaub auch schon gehört/gelesen. Aber wenn sichmanche Leute Löwen oderso zu Hause halten, oder Meerwasseraquarien mit Korallenbesatz um die 40 000€, dann wird es sicher auch irgendeine Lösung geben. So schnell geb ich nicht auf:-D

Also ich geh heute auch auf ne Terraristikbörse, dort hör ich mich mal bei den ganzenFreaks um.

MfG Benedict Bürkle

p.s. Wie soll denn diese Symbiose eigentlich ablaufen?

Kann ich mirgarnichtvorstellen.

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Hallo,

Soweit ich weis, wächst Rafflesia mit einer Pflanze zusammen(Ist ja auch klar -Schmarotzer) und diese beiden Pflanzen erfolgreich in Kultur geht nach meinem wissensstad nicht.

Mfg

Marc

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Andreas Wistuba

Hallo,

Rafflesia lebt als unorganisierter Zellfaden innerhalb des Wirts, einer Liane. Nur zur Blüte tritt sie überhaupt in Erscheinung und organisiert sich zu einem höheren Level. Ich halte eine Kultur für völlig unmöglich, höchstens vielleicht in Vitro. Was man dann von einem kaum differenzierten Gewebe hätte, ist mir nicht so klar. Im botanischen Garten Bogor (Indonesien) ist wohl mal die Ansiedlung geglückt.

Viele Grüße

Andreas

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Guest -Mitgliedschaft geändert-

Hallo,

leider ist das Blühvergnügen einer Rafflesia ausgesprochen kurzlebig! Ich habe zwar keine Ahnung, wie oft so eine Rafflesia im Jahr blüht, aber die Blüte hält - je nach Art - nur ein bis drei Tage (habe ich in einem GEO-Magazin gelesen [GEO SPECIAL über Malaysia ?]). Davon abgesehen verströmt die Blüte einen penetranten Aasgeruch - bei Betreten eines Gewächshauses oder Öffnen eines Terrariums, in dem eine Rafflesia blüht - nur mal so daher gesponnen! ;-) - besteht möglicherweise Ohnmachts- oder Erstickungsgefahr!! :-D

Schönes Wochenende!

Andreas

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Guest Moritz Lònyay

Hallo,

wenn man mal so ein Thema anspricht findet man ja sehr viel Gleichgesinnte ;).Naja ich habe auch schon im Internet gesucht, nur wiegesagt nix gefunden.Schade eigentlich, weil ich sie für eine sehr interessante Pflanze halte (jetzt mal abgesehen vom Aasgeruch :-D).

Naja kann man nichts machen, aber eine Frage hätte ich noch, bringt nan die Amphorphallus in Kultur zum blühen (wäre eine Alternative zur Rafflesia)?

Mfg, Moritz

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Guest Martin Rümmler

Hi Moritz,

off-topic zwar...aber immerhin botanisch ;-)

Einfache Arten von Armorphophallus kann man in Kultur leicht zum Blühen bekommen. Nur musst du unter Umständen ein paar Jahre warten, bist die Knolle die erste Blüte schiebt. Eine leicht zu haltende Art ist A. konjac (oder wie sie auch oft genannt wird A. rivieri), die selbst ohne Blüte wunderschön ist. Es sind auch Knollen in blühfahiger Größe erhältlich, die dann allerdings entsprechend mehr kosten. Ich würde aber sowieso empfehlen, eine kleinere Knolle zu erwerben. Sie ist zum einen billiger und zum anderen kannst du mit Freude beobachten wie jedes Frühjahr ein immer größeres Blatt austreibt!

Also, probiers mal aus!

Grüße,

Martin

P.S. Die Blüte von A. konjac sieht umwerfend aus, stinkt aber in der Tat bestialisch!!!

Edited by Guest
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Andreas Fleischmann

Hallo zusammen!

Jetzt muss ich doch mal mitmischen, bevor hier noch mehr Unsinn über Rafflesia geschrieben wird! ;-) Schon alleine deswegen, weil parasitische Blütenpflanzen einer meiner Interessensschwerpunkte sind ;-)

1. Rafflesia ist ein Holoparasit ("Vollschmarotzer", d.h. eine heterotrophe Pflanze, sie betreibt keinerlei Photosynthese mehr und ist ernährungstechnisch völlig von einer Wirtspflanze abhängig) in einer Liane, so wie Andreas schon geschrieben hat. Mit Symbiose hat das wenig zu tun (außer, dass es sich auch bei einer Symbiose um einen "ausgeglichenen Parasitismus" handelt, aber das ist ein anderes Thema ;-))

Die Pflanzen (es gibt etwa 17 Arten der Gattung Rafflesia, die Blütendurchmesser reichen von 20cm bis zu über 1m bei der größten Art, Rafflesia arnoldii) leben als "Zellfaden" (gar nicht einmal so unorganisiert) innerhalb tropischer Lianen, und sind ungeheuer wirtsspezifisch: Es werden nur Vitaceen (Weinrebengewächse) befallen, genauer nur Arten der Gattungen Tetrastigma und Cissus. Und die Wirtsspezifität ist sogar noch viel höher: Jede Rafflesia-Art befällt i.d.R. nur eine einzige Wirtsart, oder nur wenige nahe verwandte Wirtsarten!!!

2.Die Kultur einer Rafflesia ist, außerhalb von Borneo, wo die meisten Arten auch natürlich vorkommen, noch nie geglückt!!!! Ist aber auch nicht verwunderlich, da ein ausgewachsener Wirt eine etwa 40-50 m lange Liane ist, mit einem gehörigen Stammdurchmesser ("Durchmesser" kann man bei Tetrastigma kaum sagen, da der Stamm dieser Lianen rechteckig ist! Und bei Tetrastigma papillosa, dem Wirt von Rafflesia kerrii so etwa 1 m (!) mal 20cm misst!). Und sowas kann man kaum in einem Gewächshaus kultivieren!

3. Eine Rafflesia-Blüte hält sich mehrere Wochen (wer hat den schon wieder so einen Müll in der GEO geschrieben?), die Entwicklung von der ersten sichtbaren Knospe, die durch den basalen Wirtsstamm nach außen dringt bis zur völlig entfalteten Blüte (bei R. arnoldii übrigens die größte im Pflanzenreich überhaupt!) dauert je nach Art bis zu 2 Jahre! Selbst wenn man die Pflanze also kultivieren könnte, wäre sie wohl nichts für so ungeduldige "Knollenausgrab und- nachseher" wie euch! ;-))

4. Das mit dem Aasgeruch bei Rafflesien wird auch häufig zitiert. Die Rafflesia kerrii, an der ich gerochen habe, roch so gar nicht nach Aas, eher nach überreifen Früchten! Ein Amorphophallus ("unförmiger Penis", ein sehr schöner Gattungsname, vor allem freut sich Mr. J.F. Maxwell noch heute über den nach ihm benannten Amorphophallus maxwellii! ;-)) stinkt dagegen bestialisch! Aber Geruchsempfindung ist ja bekanntlich subjektiv!

5.Ich hab im Internet Bilder von einem Blauwal gesehen, den find ich ja echt super! Weiß jemand von euch, wo man sich so einen bestellen kann? Und wie hält man den eigentlich??

Alles Gute,

Andreas

Rafflesia gehört übrigens zur Familie der Rafflesiaceen (Schmarotzerblumengewächse), wie auch Rhizanthes ("Wurzelblüte") und Sapria. Von Sapria himalayana konnte ich im Oktober in Thailand einige Fotos machen, hier 3 davon, damit ihr euch eine Vorstellung über diese interessante Pflanzengruppe machen könnt. Eine Verwandte der riesigen Rafflesia, der "Zistrosenwürger" Cytinus (Fam. Cytinaceae) kommt mit 2 Arten auch bei uns im Mittelmeergebiet vor, und diese Pflanzen lassen sich mit etwas Geschick und v.a. Geduld auch kultivieren. Aber wer will schon Parasiten kultivieren? ;-)

http://www.geocities.com/a_s_fleischmann/Sapria1.jpg

Sapria himalayana am Naturstandort im Doi Suthep NP, Nord-Thailand. Die voll geöffnete Blüte hat einen Durchmesser von etwa 25 cm. Links und rechts (unter einem Blatt versteckt) 2 etwa Tennisball-große Knospen.

http://www.geocities.com/a_s_fleischmann/Sapria2.jpg

Eine sich gerade entfaltende Blüte. Der Pfeil deutet die Tetrastigma-Wurzel an, aus der die Knospe hervorgebrochen ist.

http://www.geocities.com/a_s_fleischmann/Sapria3.jpg

Wie Perlen an einer Schnur brechen die Knospen entlang der Wirtswurzel hervor.

Es ist schon paradox: Die am meisten reduzierten Pflanzen im ganzen Pflanzenreich bringen die größten Blüten hervor! ;-)

Hallo Andreas,

Ich habe mal die Links repariert, es war immer ein "http://" zu viel ;-)

Gruß

Robert

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Guest Martin Rümmler

Hey Andreas,

hast du all die Infos zu Rafflesia aus dem gleichnamigen Buch der Natural History Publications Borneo? Wenn ja, was ist deine Meinung: Lohnt sich der Aufwand der Bestellung dieses Buches? Also, von meiner Seite besteht als Pflanzenenthusiast definitv Interesse! Aber gibt das Buch selbst auch was her?

Viele Grüße,

Martin

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Matthias Bruhn

Für einen Blauwal braucht man einen Transporter und für zwei Blauwale zwei!;-)

Also nix mit Porto sparen!:cry:

Matthias8-)

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Und hier noch ein 2 Tage alter Zeitungs-Artikel ueber die neuste Rafflesia, die vielleicht mal R. magnifica heissen wird:

Rare flower found

Der philippinische Botaniker Madulid findet sie stinken wie tote Ratten, aber vielleicht variert das von Art zu Art oder Nase zu Nase ;-)

Als Bluehdauer wird in diesem Artikel

Haribon

3-5 Tage angegeben, was ich dieser Quelle auch glauben wuerde. Vielleicht sind hier auch Unterschiede zwischen den Arten zu beobachten? Oder es wird manchmal von Einzelblueten und manchmal von der Bluehphase der Pflanze geschrieben?

Volker

PS: 'Ne Tetrastigma hatten wir damals in Freising in der WG in der Kueche stehen und sie wucherte wie bloed. Wuerde die WG noch bestehen und die Kueche weiterhin im Chaos sein, waeren das bestimmt beste Bedingungen fuer ne Raffbluete :-D

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Guest Moritz Lònyay

Hallo,

na da gibt es ja viele Verwandte, der Rafflesia ;).

Aber gibt es eine ähnlich aussehende Pflanze wie Raffleia, die im Handel irgentwo zu kaufen ist (die Pflanze muss kein Schmarotzer sein)?

Mfg, Moritz

PS: wenn es keine gibt versuchs ich halt mit der Riesenblume, Aaronstab.

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@ momo

Da bin ich dir schon einen Schritt voraus, ich hab mir heute morgen 2 verschiedene Amorphophallus (Aronstabgewächse) arten bestellt (Tochterknollen)

A. konjac und noch eine (namen vergessen)

aber ich würde auf keinen Fall mit der A. titanum anfangen. Ersten ist diese nicht so leicht zu pflegen, 2. kostet eine minipflanze (ca. 5 cm hoch schon 50€ und 3. kann sie bis zu 5meter hohe Blätter bekommen und die knollen wiegen bis zu 200 kg, wie willst du die umtopfen, mit einem Kranwagen?;-)

Fang doch auch mit A. konjac an.

Silvio Schäfer aus dem Forum bietet gerade Tochterknollen an.

MfG Benedict Bürkle

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Guest Moritz Lònyay

Hallo,

ich habe mich jetzt noch etwas mit den "Schmarotzern" beschäftigt.Eigentlich finde ich die Rafflesia nur so interessant, weil ich ihre Blüten so schön finde ;).

So und jetzt meine Frage: gibt es eine Pflanze (irgenteine, außer Schmarotzern ;)), die in der Blütenform und Farbe der Rafflesia, oder der Sapria sehr ähnlich ist?

Mfg, Moritz

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Guest -Mitgliedschaft geändert-

Hallo miteinand´!

3. Eine Rafflesia-Blüte hält sich mehrere Wochen (wer hat den schon wieder so einen Müll in der GEO geschrieben?), die Entwicklung von der ersten sichtbaren Knospe, die durch den basalen Wirtsstamm nach außen dringt bis zur völlig entfalteten Blüte (bei R. arnoldii übrigens die größte im Pflanzenreich überhaupt!) dauert je nach Art bis zu 2 Jahre! Selbst wenn man die Pflanze also kultivieren könnte, wäre sie wohl nichts für so ungeduldige "Knollenausgrab und- nachseher" wie euch! ;-))

Okay, okay, okay, dass eine Rafflesiana-Knospe so elend lange braucht sich zu entwickeln, habe ich auch gelesen. Nachdem aber sich die Knospe vollständig geöffnet hat, soll sie nur noch je nach Art ein bis drei Tage halten, bevor die Blüte wieder abstirbt.

In den beiden GEO-SPECIAL-Heften über Indonesien und Malaysia (inkl. Sarawak und Sabah) steht´s schon mal nicht drin (habe ich gerade durchgewühlt) - dafür aber jeweils ein hübsches Foto einer Rafflesia pricei. Irgendwo in einem GEO-Magazin habe ich ganz sicher etwas über Rafflesia gelesen (aber alle Hefte jetzt danach zu durchsuchen :-?). Aber nicht nur dort, auch in verschiedenen Büchern über tropische Regenwälder Südostasiens (meistens aus der Bücherei ausgeliehen). Überall steht hinsichtlich der Haltbarkeit das Gleiche. Dass sich eine vollendete Rafflesia-Blüte mehrere Wochen halten soll, bevor sie verblüht, habe ich noch nirgends gelesen.

Zumindest die GEO-Reporter recherchieren ja sehr gründlich. Ob sie aber immer die Wahrheit schreiben, ist fragwürdig. Noch dazu, ob ihnen vor Ort immer die Wahrheit erzählt wird. Bei Maßangaben zu Tieren und Pflanzen wird ja gerne schon mal etwas übertrieben, damit es für den Leser interessanter und aufregender ist!

Na ja, wie dem auch sei. Vielen Dank an Andreas Fleischmann für die aufschlussreichen Zusatzinformationen.

Andreas

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Guest Moritz Lònyay

Hallo,

ich wollte fragen wo man denn eine Cytinus kaufen könnte???

Aja und dann wollte ich noch fragen, wenn man ein riesen Gewächshaus hätte, eine dieser bestimmten Riesenlianen und Samen einer Rafflesia, könnte man dann diese kultivieren?

Mfg, Moritz

PS: ich warte noch auf eine Antwort (wegen der ähnlich aussehenden Pflanze wie Rafflesia oder Sapria) ;););).

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Andreas Fleischmann

Hallo!

ich wollte fragen wo man denn eine Cytinus kaufen könnte???

Nirgends! Aber du könnstest dir einen ausgewachsenen Cistrosenstrauch zulegen (im Topf, ist als mediterrane Pflanze nicht winterhart), so etwa 4-5 jährig, dann ist er als Wirt kräftig genug. Auf weiß blühenden Cistus-Arten kannst du Cytinus hypocistis aussähen (Samen gibt's gelegentlich bei B&T, oder in ein paar Jahren wieder bei mir; die staubfeinen Samen einfach auf den Wurzelballen streuen, am besten vor dem Umtopfen), auf rosablühenden Arten C. ruber. Und schon nach 5- 15 Jahren erscheinen dann im Frühjahr die ersten Blüten aus dem Wurzelbereich der Cistrose! Man braucht einiges an Geduld für die Kultur von parasitischen Blütenpflanzen! Kein Mensch kann übrigens bisher sagen, wie lange eigentlich eine Rafflesia von Samen bis zur blühreifen Pflanze benötigt.

Aja und dann wollte ich noch fragen, wenn man ein riesen Gewächshaus hätte, eine dieser bestimmten Riesenlianen und Samen einer Rafflesia, könnte man dann diese kultivieren?

Ja, solange die Heizung nicht ausfällt. (Dementsprechend könntest du übrigens auch einen Blauwal in einem riesen Aquarium halten, wenn du genügend Krill und eine Bezugsquelle für Blauwale hast....)

PS: ich warte noch auf eine Antwort (wegen der ähnlich aussehenden Pflanze wie Rafflesia oder Sapria

Rhizanthes sieht noch so ähnlich aus, das ist die dritte Gattung der Rafflesiaceen.

Wenn du's aber mit was nicht parasitischem versuchen willst (realistischer!!): Stapelien zeigen, wie Rafflesien, ein Aasblumen-Bestäubungssyndrom und sehen (Botaniker jetzt weghören! ;-)) mit viel Fantasie aus wie eine Rafflesia. Wenn du aber die Blüte einer Rafflesia so toll findest, warum kaufst du dir dann nicht das wunderbare Buch von J. Nais, oder drucke dir doch einfach ein Foto einer Rafflesia aus!

Andreas

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Martin Reiner

vielleicht kann man sich die "Nicht-Kultivierbarkeit" ja auch zum Anlass nehmen, so etwas wie ein bißchen Erfurcht vor der Natur zu empfinden.

Ich persönlich finde es ganz gut, dass nicht alles und jedes für 2 Euro 95 auf dem Wühltisch beim Aldi zu bekommen ist.

Die Blüten sind sicherlich beeindruckend und man sollte sie vielleicht (u.a.) zum Anlass dazu nehmen, dass man zumindest versucht, die kärglichen Urwaldreste auf Borneo zu bewahren.

Denn dort gehört die Rafflesia halt hin...

Martin

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Guest -Mitgliedschaft geändert-

Hallo,

vielleicht kann man sich die "Nicht-Kultivierbarkeit" ja auch zum Anlass nehmen, so etwas wie ein bißchen Erfurcht vor der Natur zu empfinden.

Ich persönlich finde es ganz gut, dass nicht alles und jedes für 2 Euro 95 auf dem Wühltisch beim Aldi zu bekommen ist.

Die Blüten sind sicherlich beeindruckend und man sollte sie vielleicht (u.a.) zum Anlass dazu nehmen, dass man zumindest versucht, die kärglichen Urwaldreste auf Borneo zu bewahren.

Denn dort gehört die Rafflesia halt hin...

Martin

Ich bin ganz deiner Meining, Martin, jedoch werden die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen und Strukturen Indonesiens ganz sicher dazu führen, dass es eines mittlerweile schon recht nahen Tages auf ganz Kalimantan keinen ursprünglichen Regenwald mehr geben wird und damit fast alle einheimischen Arten aussterben werden. Ich sehe selbst für den Nationalpark Kinabalu und die anderen Schutzgebiete des malaysischen Staatsgebiets auf Borneo schwarz!

Keine Frage: Das Überleben vieler "exotischer" Pflanzen und sogar Tiere wird nur noch in Gefangenschaft von Liebhabern - der Begriff ist schon paradox (wie können "Liebhaber" anderer Lebewesen diese in Gefangenschaft halten?! :shock: ) - möglich sein! Alle Lebewesen, die so stark spezialisiert sind wie bspw. eine Rafflesia und deshalb möglicherweise unter keinen noch so großen Anstrengungen kultiviert werden können, werden in absehbarer Zeit für immer von diesem Planeten verschwunden sein!

Abgesehen von ein paar - wirklich gefährlich lebenden! -Enthusiasten lachen doch die Indonesier - und nicht nur die - über uns westliche Industriestaatler mit unseren Bewahrungsambitionen von (vermeintlich) nutzlosem Getier und Gewächs! Und das noch auf fremdem Territorium!

Lebt eigentlich Bruno Manser, der schweizer Menschenrechtler der Penan auf Sarawak, noch? Vor einigen Jahren hieß es, er sei verschollen!

Hrgs, jetzt habe ich ganz im Eifer schon einen Übergang in einen neuen Thread erzeugt! ;-)

Was werden wohl die Moderatoren wieder dazu sagen???? :-D

Schönen Gruß von

Andreas (in Endzeitstimmung) :evil:

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Olivier Tschuy

Bruno Manser ist tot. Die haben ihn um die Ecke gebracht als er im Dschungel den falschen Leuten über den Weg gelaufen ist, denke ich. Er war erklärter Staatsfeind von Indonesien und Malaysia..

Die Verschollenserklärung in der Schweiz ist eh nur möglich, wenn "vom Schiff aus klar ist" das jemand Tod ist oder unter todesvermutenden Umstände verschwand (zb Schiffsuntergang, Lawine) und man nie eine Leiche fand.. (fertig off-topic..sorry)

Ich sehe es auch so wie Andreas, dass wir nicht mehr lange haben, bis wir die ganze Pracht der tropischen Regenwälder nur noch aus dem Bilderbuch bestaunen können.

Borneo ist kein Urwald mehr, es ist eine einzige Palmölplantage!

Olivier

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