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Dionea durchkultivieren - da erst gekauft...


Guest Ulrich21

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Guest Ulrich21

Hallo,

ich hab mir vor ca. 2 Monaten eine Venusfliegenfalle zugelegt. Leider wusste ich da noch nichts davon das sie eine Winterpause braucht. Daher stand sie hier so rum die ganze Zeit. Jetzt beginnt sie eine Blüte zu bekommen und die Blätter fangen an zu "verdorren".

Was kann ich jetzt noch tun? Würde es sich noch rentieren sie in den Kühlschrank zu verfrachten?

Da hät ich dann noch eine Frage: wenn sie das übersteht wann soll ich meine Venusfliegenfalle am besten umtopfen? Kann ich als Substrat Kokohum (PH 4 bis 5) verwenden?

Gruss

Ulrich

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Christian Rudat

Hallo Ulrich,

viele Pflanzen fangen im März mit den ersten wärmeren Tagen bereits wieder an, neu auszutreiben. Ich würde jetzt keine künstliche Winterruhe mehr herbeiführen.

Die Blätter halten nicht ewig und es sterben sowieso immer mal wieder welche ab. Allerdings schwächt die Blüte die Pflanze, gerade bei der VFF. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie wesentlich kräftiger wächst, wenn man die Blüte einfach dicht über dem Boden abschneidet. Solltest Du also nicht darauf aus sein, Samen zu gewinnen oder Dich an der Blüte zu erfreuen, dann würde ich sie entfernen.

Im übrigen zeigt Deine Pflanze einen vergeilten Wuchs (lange Petiolen und kleine Fallen), was auf Lichtmangel schließen lässt. Auch erkennbar an den quietschgrünen Fallen. Als Du sie gekauft hast, waren sie knallrot, richtig? ;-)

Stell sie so hell wie möglich, Südfenster ist Pflicht. Bei hohen Temperaturen (damit meine ich auch schon Zimmertemp.) solltest Du außerdem über eine Zusatzbeleuchtung nachdenken. Der Stoffwechsel der Pflanze läuft bei warmer Umgebung viel schneller als bei winterlicher Kälte und verbraucht mehr Nährstoffe. Durch die geringe Tagelichtdauer und -intensität kommt die Pflanze aber mit dem Produzieren nicht hinterher. Auch das könnte ein Grund für die absterbenden Fallen sein.

Zu Kokohum als Substrat habe ich keine Erfahrungen, aber reiner ungedüngter Hochmoortorf klappt prima.

Viele Grüße,

Christian

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Guest Ulrich21

Hallo Christian,

ich habe die Pflanze in einer Gärtnerei in einem Supermarkt (Globus) gekauft. Als ich sie gekauft habe sah sie ziehmlich hinüber aus (hab sie für 2 Euro bekommen). Sie stand in einem dunklen Regal und wurde (anscheinend) mit Kalkhaltigen Wasser gegossen. Bei mir steht sie auf einem Tischchen ca. 35 cm unter einer 36 Watt Kunstlich Leuchtstoffröhre (mit rot und blau anteil). - Könnte sein das es zuwenig Licht ist den meine Drosera, die direkt nebenan steht (hab sie auch in diesem Supermarkt gekauft) verdorht auch schön langsam.

Danke für deine hilfe!

Gruss

Ulrich

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Giovanni Schober

Hi,

Du scheinst eine D. aliciae mit ziemlich starkem (!) Lichtmangel zu haben.

Probier mal die Lampe wesentlich näher (ca. 10cm)an die Pflanzen zu stellen. 36W sollten auf jedenfall ausreichen, damit die Pflanzen weitaus besser aussehen als momentan.

Falls die Leute im Geschäft wirklich viel mit kalkhaltigem Wasser gegossen haben sollten, solltest du das Substrat unbedingt austauschen. Mit dem von dir vorgeschlagenen Substrat habe ich keinerlei Erfahrungen.

Viele Grüße,

Giovanni

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Christian Rudat

Falls sich die Situation nicht deutlich bessert, eventuell auch mal die Leuchtstoffröhre austauschen. Nach einem Jahr täglichem Betrieb verliert sie schon deutlich an Leuchtintensität, wenn auch nicht immer für das menschliche Auge wahrnehmbar.

Viele Grüße,

Christian

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Jens Hottenrott

Nabend,

wo ich grade die Dr.aliciae sehe,eine Frage:

Eigentlich hatte ich ein paar schöne Blüten erwartet,jetzt sehe ich jedoch das an 2 Stengelenden etwas ( die Blüten?) abgefallen ist :-(

Es wachsen jetzt also nur noch die Stengel ohne das dort irgendwas dran ist...

Wie kommt sowas?Wächst da noch etwas nach?

Und sollte man die Stengel dann ggf abschneiden um der Pflanze Kraft zu sparen?

Viele Grüße

jens

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Die Blütenstiele ohne Blüte hatte ich in der Vergangenheit auch bei meinen Drosera aliciae. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es daran ligt, dass aliciae kein so guter Fliegenfänger ist und dadurch bei der Blütenbildung dann des öfteren schwächelt. Versuch es doch einmal mit der Milchdüngung.

Du nimmst einfach etwas Milch und verdünnst sie mit Regen- oder destilliertem Wasser (kein Leitungswasser!). Ich nehme eine sehr hohe Verdünnung, da sonst eine recht hohe Schimmelgefahr da ist.

In der Vergangenheit habe ich nur etwa 1:10 verdünnt und hatte dann vorallem bei rosettenbildenden Karnivoren Probleme mit Schimmel.

Wenn ich aber mindestens 1:30 verdünne habe ich selbst im Terrarium keine Probleme mit Schimmel.

C.Weinberger

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Guest Ulrich21

Hallo Christian,

Falls sich die Situation nicht deutlich bessert, eventuell auch mal die Leuchtstoffröhre austauschen. Nach einem Jahr täglichem Betrieb verliert sie schon deutlich an Leuchtintensität, wenn auch nicht immer für das menschliche Auge wahrnehmbar.

ich habe die Leuchtstoffröhre seit etwa 2 Monaten im Betrieb. Könnte es sein das eine einfach nicht ausreicht? Ist ne 1,20 m mit 36 Watt Leistung. Aus Platzgründen bekommen meine Karnivorien nur Kunstlicht.

Nochetwas: ich benutze zum Wässern der Pflanzen (weil es sehr praktisch ist) eine alte Flüssigcremeflasche die ich an die 20 mal (inkl Pumpsystem) durchgespült habe. Kann es sein das Rückstände der Seife meine Karnivorien schädigen? Ansonsten: natürlich Regenwasser bzw. zur Zeit Schnee. Den Schnee erwärme ich (in der Regel) in der Mikrowelle.

Gruss

Ulrich

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Giovanni Schober

Hallo,

Ich denke der Abstand ist das Problem, nicht die Leistung der Röhre an sich.

Sofern in der Flasche nicht all zu basische Rückstände geblieben sind, dürfte das ganze nicht schaden.

Um aber auf Nummer sicher zu gehen, würde ich dennoch einfach eine andere Flasche verwenden.

Viele Grüße,

Giovanni

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Guest Ulrich21

Hallo Giovanni,

Ich denke der Abstand ist das Problem, nicht die Leistung der Röhre an sich.

Kurz folgendes: ich hab mir gerade ein "Luxometer" improvisiert. Und zwar hab ich eine 450mA Solarzelle an ein Ampermeter gehängt und dann den Strom gemessen welches die Solarzelle produziert. In ca. 5 cm abstand von der Leuchtstoffröhre waren das 0,4 mA. Dort wo meine Blumentöpfe stehen messe ich noch 0,12 mA in 10 cm entfernung von der Leuchtstoffröhre sind es 0,25 mA. Während es am Fenster, selbst jetzt wo es schon fast dunkel ist, immer noch 0,3 mA sind. Bei einer 450 mA Solarzelle sind Werte unter 1 mA schon entsetzlich wenig. Bei Sonnenlicht bringt sie etwa 300 bis 280 mA.

Gruss

Ulrich

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