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Glas + Carnivoren = Sehen nicht gut aus


Guest Metty

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Guest Metty

Hallo alle zusammen,

ich habe schon verschiedene Beiträge hier im Forum gelesen und auch die FAQ zu Rate gefragt. Leider weiß ich immer noch nicht so 100% was genau mit meinen Carnivoren los ist.

Ich habe diese in voller Pracht im Blumencenter erstanden und mit nach Hause genommen. Da ich in den ersten Tagen nicht die entsprechenden Gefäße hatte, habe ich meine Pflanzen mit der Staunässemethode kultiviert. Vorgestern war dann der große Umzugstag und ich habe jede einzelne Pfanze in eine Glaskugel gebettet. Aufbau. Unten ca. 2 bis 3 cm Seramis und drauf Torf (ph: 2,5 bis 3,5 und Zersetzungsgrad H3 bis H5, ungedüngt ;-) ). So stehen sie jetzt mit destilliertem Wasser gegossen auf meinem Schreibtisch unter einem Dachfenster mit Südlage. Dort ist es schon gut warm, aber da meine Lieblinge ja die Wärme mögen sollte es kein Problem sein. Ich vermute trotzdem, dass genau das das Problem ist.

Bei der Venusfliegenfalle sind zwei, drei Blätter verbrannt bzw. braun.

Bei den Sonntentauarten bilden sich keine Fangtröpfchen

und beim Fettkraut ist die Oberfläche ebenfalls nicht klebrig.

Also meine Fragen:

Was mache ich falsch?

Soll ich noch etwas warten?

Soll ich die Pflanzen vom Fenster besser wegstellen?

Soll ich die Glasgefäße oben zu 2/3 verschließen?

Habe ich etwas mit dem Boden falsch gemacht?

Fragen über Fragen. Ich hoffe auf eure Hilfe und das ich mit meinem Thema hier richtig bin. Klärt mich bitte auf, wenn das hier nicht her gehört und ich euch damit auf den Schlips trete. Danke schon mal im Voraus.

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Sascha Rupp

Hallo Metty,

auf den ersten Blick sieht eigentlich alles gut aus. Gib deinen Pflanzen noch ein wenig Zeit, wenn ich meine umgetopft habe dann brauchen die auch eine Weile bis sie sich davon erholt haben und normal weiter wachsen. Solange alle Pflanzen neue Blätter bilden sollte alles Ok sein. Es ist völlig normal dass alte Blätter bzw. Fallen schwarz werden und absterben.

Du solltest allerdings ein Auge darauf haben ob die Glaskugeln nicht eventuell einen ähnlichen Effekt wie eine Lupe haben und die Sonne somit verstärken und die Blätter verbrennen.

Noch was zu den Gefäßen; du wirst bald merken dass diese wohl zu klein werden und die Pflanzen somit einengen. Sieht zwar schick aus, ist aber meiner Meinung nicht das ideale Kulturgefäß.

Edited by Guest
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Sascha Rupp
Hallo

Die Erde sieht etwas trocken aus oder irre ich mich?

Gruß Marc

Nein du irrst dich nicht, sieht wirklich so aus.

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Guest Sebastian Hess

Hi Metty,

die Gefäße sehen sehr ästhetisch aus und meines Erchatens kann man die Pflanzen darin eine lange Zeit gut kultivieren.

Mein Rat: Stelle die Gefäße eine Weile schattiger und lass die Pflanzen ohne Hitzestress anwachsen. Nach ein bis zwei Wochen sind die sicherlich bereit, ihre volle Assimilationsleistung zu bringen.

Anscheind können sie noch etwas mehr Wasser vertragen.

Und zudem würde ich diese Gefäße nur an gut belüfteten Orten aufstellen oder ggf. das Fenster etwas öffnen. Hitzestau ist für die Pflanzen schädigend bis tödlich.

Gruß, S.H.

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Guest Olaf-P
... So stehen sie jetzt mit destilliertem Wasser gegossen auf meinem Schreibtisch unter einem Dachfenster mit Südlage...

Hallo zusammen,

ich bin Laie, was diese Pflanzenart angeht. Allerdings sollten meinem Wissen (lasse mich gern eines besseren belehren) die Pflanzen nicht mit reinem destilliertem Wasser gegossen werden. Bei jedem Pflegehinweis, den ich bisher gelesen haben (Orchideen und Karnivoren), sollte nie mit reinem destillierten Wasser gegossen werden, sondern mindestens 10% Leitungswasser zugemischt werden. Als Erklärung gab es Hinweise, das die Pflanzen sonst geschädigt werden können, da dadurch irgendwelche Stoffe (Salze oder so - habe ich mir nicht gemerkt) entzogen werden. Liege ich da richtig, oder trifft das auf Karnivoren nicht zu??

Liebe Grüße Olaf

Edited by Guest
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Carsten Paul

...da dadurch irgendwelche Stoffe (Salze oder so - habe ich mir nicht gemerkt) entzogen werden. Liege ich da richtig, oder trifft das auf Karnivoren nicht zu??

Liebe Grüße Olaf

Du liegst da richtig.

destiliertes Wasser enthält keine eigenen gelösten Salze mehr und versucht sich mit aller gewalt wieder welche anzueignen.

deswegen sollte man dest. Wasser auch nicht trinken (in größeren Mengen), da es den Körperzellen Salz entzieht und diese dadurch zum platzen bringt.

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C.Weinberger
sollte nie mit reinem destillierten Wasser gegossen werden, sondern mindestens 10% Leitungswasser zugemischt werden.

Nein das ist so nicht richtig. Natürlich sind in destilliertem Wasser keine Salze enthalten aber halt im Torf.

Man braucht auf keinen Fall anzufangen destilliertes Wasser und Leitungswasser zu mischen das ist auf keinen Fall nötig!

Christian Weinberger

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Guest Olaf-P

Hallo zusammen,

danke für die Antworten, was aber bitte ist nun richtig a015.gif , wenn destilliertes Wasser den Pflanzen Salze entzieht, dann kann das doch eigentlich auch hier passieren. Könnte das im obigen Fall eventuell passiert sein? Die Pflanzen sind ja frisch eingesetzt worden, dann plötzlich viel destilliertes Wasser, das unter Umständen sofort aufgenommen wird, noch bevor es aus dem Substrat die Salze lösen konnte... War eben so mein Gedanke. Ich werde auf Nummer sicher gehen und weiterhin das Wasser mischen, geschadet hat es zumindest meinen Orchideen bisher nicht.

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Guest Metty

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für eure nette und schnelle Hilfe. Ich weiß das sehr zu schätzen und versuche die neuen Erkenntnisse und Tips direkt umzusetzen.

Ein schönes sonniges Wochenende alles und vielen Dank

Metty

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C.Weinberger
Hallo zusammen,

danke für die Antworten, was aber bitte ist nun richtig a015.gif , wenn destilliertes Wasser den Pflanzen Salze entzieht, dann kann das doch eigentlich auch hier passieren. Könnte das im obigen Fall eventuell passiert sein? Die Pflanzen sind ja frisch eingesetzt worden, dann plötzlich viel destilliertes Wasser, das unter Umständen sofort aufgenommen wird, noch bevor es aus dem Substrat die Salze lösen konnte... War eben so mein Gedanke. Ich werde auf Nummer sicher gehen und weiterhin das Wasser mischen, geschadet hat es zumindest meinen Orchideen bisher nicht.

Also destilliertes Wasser ist fast reines Wasser, also nur H20. Wenn man dann davon zu viel trinkt platzen die Zellen(weil die Salzkonzentration in den Zellen höher ist, in der Natur ist es aber so dass sich so etwas immer ausgleichen will, also in der Zelle soll genauso eine hohe Salzkonzentration sein, wie außerhalb; weil es für das Salz schwer wäre die Zelle zu verlassen nimmt die Zelle halt Wasser von außen auf um die Konzentrationsunterschiede auszugleichen; Stichwort Osmose).

Bei den Pflanzen ist das allerdings nicht dramatisch. Also keine Sorge! Es giebt Leute die gießen ihre Pflanzen seit Jahren mit destilliertem Wasser und die überstehen das Problemlos. Ach ja ich weiß ncith ob das oben nun genau beschrieben ist...habe schon lange kein BIO mehr ;-)

Übrigens kann man ruhig ein paar Schlücke dest Wasser trinken...es schmeckt ein bischen fad.

Christian Weinberger

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Michael Migas

Hallo Metty,

zunächst einmal zu Deinem Problemchen. Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ich denke, dass das Substrat u.U. ein klein wenig zu trocken ist. Daher dürfte etwas nachgießen nicht schaden. Ansonsten brauchen die Pflanzen einfach ein paar Tage um den "Umzugsstress" zu verdauen. In dieser Zeit würde ich die Pflanzen an ein helles Ost- oder Westfenster verfrachten, damit die starke Sonneneinstrahlung durch Dein Dachflächenfenster nicht noch zusätzlichen Stress erzeugt. Daneben ist ein Gießen mit dest. Wasser völlig unschädlich. Im Substrat sind immer etwas Salze gelöst, mit welchen sich das Wasser dann vermischt. Zudem sind Karnivoren evolutionstechnisch hervorragend an extrem salzarme Standorte angepasst. Viel eher könntest Du Deine Pflanzen mit zu salzigem als mit zu salzarmen Wasser umbringen!

Im Übrigen entzieht dest. Wasser Zellen keine Salze. Eine Zelle (pflanzliche, tierische, menschliche) ist zunächst einmal als geschlossener Raum anzusehen. Dieser Raum wird von einer semipermeablen Zellwand umschlossen. D.h. die Wand lässt nur bestimmte Moleküle passieren und andere wieder nicht. Konkreter: Größere Moleküle sowie geladene Moleküle/Ionen sind in der Zelle gefangen, wohingegen Wasser relativ einfach die Zellwand überwinden kann. Dadurch entstehen innerhalb und außerhalb der Zelle unterschiedliche Verteilungen von Molekülen/Ionen, sprich deren Konzentrationen sind verschieden. In der Natur besteht generell die Bestrebung, Konzentrationsunterschiede gegeneinander auszugleichen. Wenn Du nun Deine Pflanze mit dest. Wasser gießt, entstehen derartige Konzentrationsgefälle. D.h. in der Wurzelzelle sind mehr Ionen (also Salze) gelöst als außen im Wasser. Da die Salze die Zellwand nicht überwinden kann, strömt nun Wasser von außen in die Zelle ein; dadurch wird die "Salzlösung" in der Zelle verdünnt - die Salzkonzentration innen und außen werden ähnlicher. Hierdurch verliert also eine Zelle nicht Salze, wie meine Vorredner behauptet haben, sondern behält eben ihre Salze und nimmt zusätzlich Wasser auf (wofür Wurzeln eben zuständig sind). Würdest Du Deine Pflanzen mit salzigem Wasser (also Leitungswasser) gießen, so wären außerhalb der Wurzelzellen mehr Salze gelöst als innerhalb. Dann würde Wasser aus der Zelle hinausströmen, um dort die Salzlösung zu verdünnen. Die Pflanze würde trotz Gießens vertrocknen! Menschliche Zellen könnten theoretisch beim Trinken größerer Mengen dest. Wasser ebenso wie Reife Kirschen im Regen platzen, da dort so wie oben geschildert Wasser in die Zellen einströmt. Dies passiert bei Karnivoren jedoch nicht, da sie von jeher in ihren geringere Mengen Ionen (Salze) enthalten als die Zellen anderer Lebewesen und somit beim Aussetzen gegenüber dest. Wasser auch weniger von diesem aufnehmen.

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und konnte Dir helfen.

MfG

Michael

P.S.: Leider hat Christian in der Zeit, in der ich dies geschrieben habe, schon eine ähnlich Antwort gegeben, so dass ich es bedauere, falls ich hier einen Sachverhalt nochmals wiederholt haben sollte. Sorry Christian

Edited by Guest
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