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Urin als Dünger


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Danke Michael!

Ich habe jetzt ausgerechnet das im Urin etwa 1,5 g/l Phosphat sind. Wenn ich etwas mehr Zeit habe werde ich das und die restlichen Bestandteile mit herkömmlichen Düngern vergleichen,

Edit: Sorry die Umrechnung war falsch. Muss mich da mal in Ruhe mit beschäftigen.

Gruß Marc

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Torsten T.

Hi Marc,

nach meiner groben Rechnung müsste die Phosphatmenge pro Liter Urin für einen Mann zwischen 1,14 mg/l (bei 21 mmol/l und 1,8 l Urin) und 10,4 mg/l (bei 85 mmol/l und 0,8 l Urin) liegen. Aber vielleicht macht sich einer unserer Chemiker mal die Mühe und rechnet nach, wie wärs Jan W.? Wenn Du den Urin deiner Freundin verwenden wolltest (wegen des gesünderen Lebenswandels ;-) ) musst Du eh neu rechnen. Da diese Werte um eine schlappe 10-Potenz auseinander liegen, kann man damit wohl wenig anfangen.

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Michael Migas

Hi Marc & Torsten,

sicherlich ist es schwierig mit den Zahlen konkret zu arbeiten. Allerdings handelt es sich bei Urin auch um ein "Naturprodukt", das entsprechenden Schwankungen in seiner Zusammensetzung unterworfen ist. Diese Schwankungen sind von etlichen Faktoren abhängig (Ernährung, Flüssigkeitsbilanz, Hormonhaushalt, etc...) und nie exakt vorhersehbar. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich mit obigen Zahlen eine empirische Versuchsreihe zur Blattdüngung von Karnivoren mit Urin unternehmen lässt.

1. Nachtrag zum Harnstoff:

Harnstoff-Ausscheidung 10 - 35 g/24h

darin enth. Stickstoff 4,67 - 16,33 g/24h

2. Molmassen jeweils in g/mol

a) N: 14

b) O: 16

c) Na: 23

d) Mg: 24,3

e) Cl: 35,5

f) K: 39,1

g) Ca: 40,1

h) Harnstoff: 60 [enth. N: 28]

i) Phosphat: 95

Die oben genannten Werte sind medizinische Referenzwerte, d.h. bei gesunden werden im Durchschnitt die eigenen Werte irgendwo in der Mitte dieser Spannen liegen.

3. Daher - weitergerechnet mit den mol. Mittelwerten - ergeben sich folgende Stoffausscheidungen in g/24h (in Klammer max/min Abweichung vom Mittelwert zu den Grenzen der Referenzspanne):

a) Cl: 6,4 (+/- 2,9)

b) Na 3,8 (+/- 3,11)

c) K 2,9 (+/- 1,96)

d) Mg 0,13 (+/- 0,07)

e) Ca 0,21 (+/- 0,11)

f) Phosphat 5 (+/- 3)

g) Harnstoff 22,5 (+/- 12,5)

enth. N 10,5 (+/- 5,80)

4. Errechnung von Konzentrationen (bezogen auf durchschnittlich 1,3l Urin) [in g/l]

a) Cl: 4,9

b) Na 2,9

c) K 2,2

d) Mg 0,1

e) Ca 0,16

f) Phosphat 3,8

g) Harnstoff 17,3

enth. N 8,1

5. Vergleich Dünger auf Guano-Basis. 1000 g enthalten in g:

a) N: 90

b) Phosphat: 40

c) K: 116

d) Mg: 12

6. Vorschlag zur Versuchsreihe:

Warum verwendest Du nicht U. sandersonii/livida als Testobjekt? Ein größeren Topf könntest Du mit dem Messer leicht in mehrere gleich große Teile zertrennen und diese dann einzeln verpflanzen. Dann hättest Du genetisch identische und ziemlich genau gleich große Testpflanzen. Zudem wäre die Auswertung der Ergebnisse statistisch einfacher, da Du nur die jeweilig bedeckte Substratfläche ermitteln müsstest.

Die einzelnen Pflanzen könnte man z.B. wöchentlich mit einem definierten Volumen (Tropfen, ml, wie auch immer) einer Urinverdünnungsreihe düngen, z.B. folgendermaßen:

1. Pfl.: keine Düngung = Kontrolle

2. Pfl.: reiner Urin

3. Pfl.: Urin:H20 dest. = 1:1

4. Pfl.: Urin:H20 dest. = 1:3

5. Pfl.: Urin:H20 dest. = 1:7

6. Pfl.: Urin:H20 dest. = 1:15

7. Pfl.: Urin:H20 dest. = 1:31

Auf jeden Fall bin ich auf Deine Ergebnisse gespannt.

Grüße

Michael

Bearbeitet von Gast
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Hallo

@Michael:

Erstmal vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast!

Die Idee mit der sandersonii ist wirklich sehr gut.

Für einen korrekten Vergleich müssen die einzelnen Gruppen jedoch etwas grösser ausfallen.

Sascha stellt mir freundlicherweise capensis Samen zur Verfügung.Ja es gibt wirklich jmd der keine capensis hat:-D

An einer weiteren Art werde ich die Düngung ab morgen testen. Erstmal nur zwei Gruppen ( 1x ohne Düngung , die andere Düngung 1:4) Da die Pflanzen aber genetisch nicht identisch sind, zumindestens vermute ich das, ist der erste Versuch nicht unbedingt brauchbar. Naja, bin halt ungeduldig..

Wenn Du den Urin deiner Freundin verwenden wolltest (wegen des gesünderen Lebenswandels Wink ) musst Du eh neu rechnen.

Na wenn Du wüsstest wie die Christina zecht..:-D

Gruß Marc

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  • 11 Jahre später...
Hermann Wistuba

Wie langweilig muss den Leuten sein, daß sie jetzt schon darüber nachdenken auf die Pflanzen zu pinkeln.

 

Gruß  Hermann Wistuba

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Manuel Reimansteiner

Hallo Kenny,

 

zum Glück gibt's synthetisch erzeugten Harnstoff der ausgezeichnet als Blattdünger funktioniert. Müsste ich eine stinkende Brühe im Gewächshaus versprühen, würde mir aber schnell die Freude an dem Hobby vergehen.

 

Viele Grüße

Manuel

Bearbeitet von Manuel Reimansteiner
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vor 6 Minuten schrieb Manuel Reimansteiner:

Hallo Kenny,

 

zum Glück gibt's synthetisch erzeugten Harnstoff der ausgezeichnet als Blattdünger funktioniert. Müsste ich eine stinkende Brühe im Gewächshaus versprühen, würde mir aber schnell die Freude an dem Hobby vergehen.

 

Viele Grüße

Manuel

 

Hallo,

natürlich kann man ein Stück Natur zerstören um darauf eine Fabrik zu bauen, die synthetisch aus atmosphärischen Stickstoff über mehrere Zwischenprodukte Harnstoff erzeugt, und dazu noch ein Kraftwerk, was die nötige Energie dafür liefert. Oder man nutzt die Ressourcen, die schon vorhanden sind. Nur so zum nachdenken.

Allerdings wäre mir Urin auch nichts für meine Karnivoren. Es gibt genug wandelnde Stickstoffquellen da draußen.

 

Grüße

Ronny

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Manuel Reimansteiner
vor 20 Minuten schrieb Kenny An:

Mit was genau düngst du denn? Ich habe ja nicht gesagt, dass ich damit düngen will, bin halt einfach darauf gestoßen beim Suchen nach Dünger 

 

Mit Wuxal Universal habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht.

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Manuel Reimansteiner

Kommt ganz darauf an welche Pflanzen du düngen willst. Andreas hat dazu einen tollen Beitrag verfasst: 

 

Ich dünge ausschließlich Nepenthes und Heliamphora alle ein bis 2 Wochen als Blattdüngung mit einer 250 Mikrosiemens Wuxal-Lösung. Am nächsten Tag spüle ich die Pflanzen mit RO-Wasser ordentlich durch.

 

Viele Grüße

Manuel

Bearbeitet von Manuel Reimansteiner
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partisanengärtner

Jch habe schon als 6 Jähriger meine kleinen Pflaumensämlinge mit Urin gekillt. Das Zeug enthält leider auch jede Menge Kochsalz.

Allerdings kann man mit etwas Wasser verdünnt damit Martagonlilien im zeitigen Knospenstadium im Wald besprühen. Dann lassen die Rehe sie in Ruhe, allerdings darf es nicht regnen, dann muß man gleich wieder sprühen :crazy:

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irgendwie erinnert mich das ganze an einen Beitrag in dem jemand seine Pflanzen mit eigenem Blut, Fingernägeln und Haaren gefüttert hat oder es wollte ...

 

:)

 

 

Bearbeitet von Thomas R
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partisanengärtner

Danach ist der aber sicher tot. Wenn das nichts ausmacht das anschließend das Rhizom auch teilweise schlapp macht, nur zu

 Der ganze Mörtelkübel wird schon nicht umkippen.

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Natürlich würde eine Pflanze dadurch (zumindest fast) absterben, das sollte jedem klar sein. Aber wie soll man auf so einen Thread auch nur halbwegs vernünftig antworten? Als nächstes kommt die Frage, ob man seine Pflanzen auch mit Eigenkot düngen sollte (was im Übrigen wirklich noch mehr Sinn machen würde als die Düngung mit Urin).

Bearbeitet von Thomas M.
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Christian Voss

Hallo Lydia, 

 

ich antworte mal für Manuel, da ich auch mit Wuxal dünge:

 

In ml ist das schwer anzugeben, da das Zeug wirklich sehr hoch konzentriert ist. Ich geh' immer auf ca. 300 µS und dafür brauchts etwa 3-4 Tropfen auf 500 ml RO- oder Regenwasser. 

Da ich mir einbilde damit dem fehlenden Magnesium (siehe Beitrag von Andreas) etwas entgegenwirken zu können, mische ich allerdings mit 400 ml RO- und 100 ml Leitungswasser, was auch nochmal ein paar µS ausmacht. 

 

Die Literflasche Wuxal dürfte mich also auf jeden Fall überleben. :biggrin:

 

Viele Grüße, 

Christian 

 

Bearbeitet von Christian Voss
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Thomas Adam

Hi,

 

Also so ne Sauerei würde ich jetzt auch nicht im Gewächshaus machen. Wäre ja schäbig wenn es da nach Bahnhofsklo stinkt.

 

Ich Dosiere meinen Dünger immer recht einfach. Hups Schlückchen rein in die Spritzflasche und gut ist die Laube.

Hab das Messgerät da liegen aber peng. Nutze nen anderen Dünger aber auch bei Wuxal hab ich das so gemacht. 

Mache das jetzt schon so seit fast 2 jahren, keine Lust auf große Wissenschaft. Das höchste was ich mal hatte waren so 600yS. Hatte dann aus interesse mal nachgemessen.

Aber das Messgerät verstaubt so langsam ;)

 

Genau kann man das eh nicht sagen, da die werte des Wassers ja auch schwanken. Da hast du dann immer mal mehr mal weniger yS

 

Gruß Thomas

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:wtf:

 

Nach knappen 12 Jahren aus dem Verlies geholt :ph34r:

 

 

...  da reicht die "goldene Schaufel" wirklich nicht mehr -

das ist mir dann doch mal nen symbolischen "goldenen Bagger" wert ...

 

5a6a0efcd6ebf_goldenerBagger.jpg.a19c15fb171d38519763af65ac4bdb64.jpg

 

Viel Spaß beim spielen ;)

 

... und entschuldige, dass ich keine Erfahrungswerte liefern kann :whistling:

 

Bearbeitet von Redstav
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Hallo Zusammen

 

 

bei Urin und Karnivoren  musste ich an diese Doku denken, wo ab der 05:00 Minute beschrieben wird, wie Charles Darwin die Karnivorie bei Pflanzen ausgetestet hat.

 

 

Unter anderem mit einem Tropfen Urin ;-)

 

Schöne Zeitraffer:-)

 

Beste Grüsse

Daniel

 

 

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Beautytube

Charles Darvin hatte damals wohl einen anderen Kenntnisstand und keinen Zugriff auf andere Dünger, daher verstehe ich seinen Ansatz.

Auch hatten Metallurgen früher ihre Proben mit Urin angeätzt ebenfalls in Ermangelung geeigneter und kostengünstiger Mittel.

 

Heute finde ich so einen Ansatz einfach nur grauslich und ich verstehe nicht wie man über so ein Thema solange diskutieren kann.

 

Es gibt doch so viele gute Dünger (auch natürliche, die weniger stinken!).

 

Peter.

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Hallo,

Harnstoff ist geruchslos. Erst beim Abbau unter aneroben Bedingungen entsteht stinkendes Ammoniak. Das passiert aber mit jedem anderen Dünger auch. Man sollte nur nicht zuviel Spargel vor dem Düngen essen.

 

Grüße

Ronny

 

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