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Spinne


Thomas Carow

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Thomas Carow

Hallo,

diese Spinne habe ich dieses Jahr das erste mal an Sarracenia in den USA gesehen.

Spinne.jpg

Gruß

Thomas

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Markus Welge

Hallo Thomas,

super Bild und eine sehr interessante Spinne. Besser konnte sie das Netz nicht plazieren. Da bleibt für die Pflanze wohl kein Insekt mehr übrig.

Viele Grüße

Markus

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Das ist schon interessant.

Bei mir konnte ich die Woche eine veränderliche Krabbenspinne der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) entdenken.

Sie lauerte auf dem höchsten Schlauch meiner Sarracenia flava auf ihre Beute.

Das interessante war für mich eben, dass sie einen ähnlichen Grünton hatte wie betreffende Pflanze.

Sah wie gemalt aus :)

gruß sven

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Thomas Carow

Hallo,

ja, die Thomidiae gibt es recht häufig an den Sarracenien. Es ist faszinierend wie sie den Farbton der Schläuche treffen.

Vielleicht komme ich dazu heute nochmal ein oder zwei Bilder einzustellen.

Gruß

Thomas

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Thomas Carow

Hallo,

hier die Bilder von zwei relativ unterschiedlich gefärbten Thomisidae. Es dürfte sich bei beiden Bildern um die gleiche Art handeln - Misumena vatia

Misumena_vatia_gruen.jpg

Misumena_vatia_rot.jpg

Die am Anfang gepostete Spinne gehört wohl zu den Jagdspinnen. Dieses Weibchen hat bestimmt eine Größe von 6 cm (mit Beinen) gehabt. Kann mir eigentlich jemand bei der Bestimmung weiterhelfen oder kennt jemand ein gutes Spinnenforum?

Gruß

Thomas

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Hallo Thomas,

die Bilder sind wirklich erste Klasse!

Die Spinne auf dem ersten Bild dürfte wohl die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes) sein, aber welche Art es genau ist, weis ich leider nicht.

Gruß

Robert

Edited by Guest
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Guest Hans Breuer

Ja, wo denn doch grad mal die Spinnenspezis hier versammelt sind, frag ich mal ganz unbedaft, ob dieses Spezimen, das sich hier auf meinem Ärmel tummelt, denn wohl auch zu der Sippe der Farbveränderlichen aus der Familie der Krabbenspinnen gehören mag?

DatunFarm060611_15Large.jpg

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Thomas Carow

Hans,

es handelt sich definitiv nicht um eine Krabbenspinne (Kennzeichen die zum Fang weit ausgebreiteten Vorderbeine - wie bei einer Krabbe)

Es handelt sich um eine Luchsspinne (Lyssomanes), die auch häufig an Sarracenien zu sehen ist und auch auf Roridula vorkommt.

Gruß

Thomas

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Magdalena Schaaf

Hallo,

mal ganz kurz einen Exkurs, als Warnung ;)

die auch häufig an Sarracenien zu sehen ist und auch auf Roridula vorkommt.

Spinnen auf Roridula sind gefährlich, jedenfalls für den glücklichen Wanzen-Halter...

Ich hatte letzten Herbst eine Krabbenspinne auf meiner Rori und war davon eigentlich auch angetan, da ich die Krabbenspinnen den Sommer über mti Begeisterung beobachtet habe, außerdem gab es genug Beute für Spinne und Wanzen. Die Begeisterung lies aber schnell nach, als das Tierchen innerhalb von 2-3 Tagen meine komplette Wanzen - Familie gefuttert hatte.... Thomas sagte mir dann, dass die Spinnen ihre dünnen Netze bilden, um üebrhaupt auf der Roridula laufen zu können und nicht selbst fest kleben. Faszinierend - aber ärgerlich, wenn man von den kleinen Wanzen begeistert ist.

So, zurück zum Thema. Das Bild ist wirklich toll :)

In meinem Moorbeet leben auch ungezählte Spinnen (und Grillen, Kröten, Schlangen...), nur leider weiß ich nicht welche, wenn jemand im Spinnen bestimmen fit ist, dann darf er/sie sich gerne bei mir melden.

Obwohl wir schon mehrere Jahre Krabbenspinnen im Garten haben, habe ich heute Morgen zum ersten Mal eine auf meiner Sarracenia entdeckt. Die Spinnen im Moorbeet wissen die Nahrungsquelle aber auch zu nutzen...vielleicht stelle ich irgendwann mal noch Bilder ein, auch wenn sie mit Thomas nicht mithalten können ;)

Grüße,

Magdalena

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Moin Leute

Ich bin nicht nur G.F.P Fan und Halter, sondern interessiere und beschäftige mich schon seit langen mit allen nur erdenklichen Lebewesen. Dabei fällt mein Interesse immer wieder auf exotische und bei den meisten Menschen ungeliebte Spezien. Somit freue ich mich über die schönen Bilder:-D

Wenn jemand fragen über verschiedene Spinnen,Schlangen oder weiss der Himmel was für Tiere hat kann er sich bei mir ruhig melden.Besonders über Spinnen und Skorpione kann ich Infos und Adressen geben.

Also schützt die Spinnen;-)

Ansonsten noch fröhliches Fliegenfangen

Peace Flow :-D lycos@florianscheuss.de

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Guest Hans Breuer

Ja, lieber Flow - das ist doch mal ein Angebot! Da sag ich nicht Nein und frag dich gleich, was das hier wohl fürn Viech sein mag, das mich da gestern morgen im GWH begrüßte:

SpideronNepenthesleaf_resize.jpg

Interessantes Detail: Sind diese beiden orangefarbenen Teile am Ende ihrer "Greifzangen" wohl Teile der Spinne oder Teile von Beute?

Danke und schönen Gruß!

Hans

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Thomas Carow

Hans,

diese beiden 'Teile' sind die Mandibeln. Damit überträgt das Männchen die Spermien in die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Also das Unterscheidungsmerkmal der Spinnenmännchen von den Weibchen. Meist erst nach der letzten Häutung sind die Mandibeln richtig ausgebildet.

Da die Begattung der Spinnen meist sehr schnell vonstatten geht (oft nur Bruchteile von Sekunden) verliert das Männchen auch manchmal einen Mandibel dabei - aber es hat ja zwei.....neidisch...;-)

Gruß

Thomas

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Benny Junglas

Hi Thomas!

Kleine Berichtigung: Soweit ich das noch in Erinnerung hab, bezeichnet der Begriff Mandibeln lediglich die Kauladen der Mandibulata (Insekten, Krebse, usw.). Die oben zu sehenden 'Teile' sind Pedipalpen (sing. Pedipalpus), die zwar an sich auf dem vergleichbaren (gleichen?) 4. Segment sitzen, aber eine andere Aufgabe besitzen, ebenso wie die "Scheren" eines Skorpions (ebenfalls Pedipalpen).

Hoffe mal, das ist noch keine veraltete Lehrmeinung, Grundstudium ist doch schon etwas her ;-)

Viele Grüße,

Benny

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Guest Hans Breuer

In der Tat hochinteressant, Leute - vielen Dank für die ausführlichen Antworten!!

Hans

Edited by Guest
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Thomas Carow

Hi Benny,

hast vollkommen recht!

Die Details vergisst man halt doch recht schnell wieder.

Gruß

Thomas

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Benny kann ich nur Zustimmen, sonst wär dieses systematische Merkmal kein Merkmal im Sinne der Pedipalpen.

Wenn ich nun nicht irre oder mich in der Skizze von Cheliceraten verguckt habe, sind die Pedipalpen im Ophistosoma und zwar als zweite Extremitätenpaare.

Und ich kann dir bestätigen, dass dies keine veraltete Lehrmeinung ist, sondern noch so ist.

Auch wenn in der Systematik viel Dynamik steckt.

Kam erst vorletzte Woche in einer Vorlesung dran.

Genug davon, ist auch zu ausführlich für eine kurze Erklärung :oops:

gruß sven

fazit: Spinnen sind fasziniernd

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Andreas Fleischmann

Hallo zusammen!

Ob die Pedipalpen bei den Chelicerata nun am dritten Segment (alte Lehrmeinung, wenn man davon ausgeht, dass alle Arthropoden mal mindestens ein Antennenpaar am Kopf hatten) oder am 2. Segment (neuerer Stand der Wissenschaft: hatten wohl nie Antennae, Labrum und Cheliceren setzen am Segment 1 an, Pedipalpen am 2. Segment) ansetzen, da streiten sich selbst die Gelehrten.

Jedenfalls dienen die blasig angeschollenen Enden der Pedipalpen bei männlichen Spinnen als Begattungsorgane.(nicht bei allen Chelicerata (Spinnentieren)! Männliche Skorpione produzieren Spermatophoren, die am Boden angeklebt werden, Weberknechte, Milben und Co. paaren sich "herkömmlich" in der Missionarsstellung ;-)) Die Pedipalpenenden bei Spinnen werden mit Sperma gefüllt und in die Geschlechtsöffnung des Weibchens eingeklinkt. Sollbruchstellen am den Pedipalpen sorgen theoretisch dafür, dass männliche Spinnen nach der Paarung zwar Beine, aber nicht das Leben lassen. Ist den meisten Spinnenweibchen aber egal, und welchen Zweck (außer als Proteinquelle für die bevorstehende Eiablage) hat denn ein Männchen ohne Paarungsorgane noch? ;-)

Morphologiekurs von Invertebraten ist bei mir zwar auch schon etwas länger her, aber solch interessant Details, die behält man doch gerne, oder? ;-)

Dritte Spinne an Sarracenia (und vielen anderen Pflanzen) wäre aus der Gruppe der Salticidae (Springspinnen) übrigens Lyssomanes viridis. Wurden davon schon Fotos hier im Forum gezeigt?

Alles Gute,

Andreas

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Danke für die weiteren Details Andreas :)

Die Springspinnen find ich besonders toll.

Ja, viele Detailfragen sind umstrittig, dass ist auch wiederum wahr.

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Moin Leute

Bei der Spinne auf dem Foto von Hans handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Streckerspinne (Tetragnathidae).

Ich sage höchstwahrscheinlich da es sich auch um eine Unterfamilie handeln kann namens Pachygnathinae, die in der jugend ähnlich aussehen.

Es ist keine seltene Spinne aber eine äußerst interresante da sie aufgrund ihres Körpers sich sehr schmal machen kann und so auf einem dünnen Blatt kaum aufällt.

Besser kann man Spinnen übrigens bestimmen wenn man ein Bild ihres Netzes hat ( Pachygnathinae spinnen im adulten Stadium nämlich nicht mehr Feste Netze).

Bei den orange Farbenen Teilen handelt es sich um den Palpus

dieser dient als Tastorgan und bei vielen Arten als männliches Geschlechtsorgan.Die "Greifzangen" genannt Chelizeren liegen zwischen dem Palpus und sind bei dieser Art, im verhältnis zum Körper, so gross weil sie so die Chelizeren der Weibchen während der Paarung festhalten um nicht gefressen zu werden.Es handelt sich also bei deiner Spinne um ein Männchen.

Fröhliches Fliegenfangen noch:-D

Peace Flow

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Guest Hans Breuer

My Dear Mister Singing Club!! Klasse! Wo kann man sowas nachlesen - kannst du Literatur für Anfänger empfehlen?

Hans

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  • 3 weeks later...
My Dear Mister Singing Club!! Klasse! Wo kann man sowas nachlesen - kannst du Literatur für Anfänger empfehlen?

Hans

Ja klar ,hier ein paar gute Bücher

Welche Spinne ist das? / Kosmosnaturführer

ISBN 3-440-09210-0

Spinnen / Stefan Heimer

ISBN 3-7842-0543-7

Peace Flow :-D

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