Jump to content

Lernleistung für Abitur


Tim Kleylein-Klein

Recommended Posts

Tim Kleylein-Klein

Hallo,

ich habe mich entschlossen vielleicht eine besondere Lernleitung zu machen, um dies in meine Abiturnote einzubringen.

Nun hab ich etwas größeres Problem – mir fehlt noch das Thema!

Also es sollte schon was mit Karnivoren sein.

Es müsste ein Thema sein, dass man über eine relativ kurze Zeit (nicht mehr als 1 Jahr) ein gutes Ergebnis erziehlen kann. Also müsste man für ggf. Tests mit Pflanzen schnellwüchsigere und einfacher zu haltende Arten benutzen (Dr. capensis, aliciae, Dionaea...).

Hat jemand von euch Erfahrung mit solch einer Lernleitung gemacht oder überhaupt eine Idee bezüglich des Themas? Alle Ideen, auch kleinste Denkanstöße, sind mehr als willkommen.

Also bitte schreibt wenn euch etwas einfällt.

Gruß Tim

Link to comment
Share on other sites

Giovanni Schober

Hi,

Ich mache so etwas (Besondere Lernleistung heißt es hier) auch gerade. Die meisten führen vermutlich (so wie auch ich) Versuche mit Nepentehs durch, da diese am praktischsten sind - Enzyme die sich in halbgeschlossenen Gefäßen lange halten und in entsprechender Menge produziert werden.

Ich selbst versuche gerade qualitative udn quantitative Untersuchungen der Proteasen (speziell der Aspartatproteasen Nepenthesin I und II) bei unterschiedlichen chemischen Reizen der Kannen vorzunehmen.

Da gibts eigentlich so viele Themen die man abhandeln könnte. Am besten man sucht sich eins raus (auch wenn es nicht so interessant ist) und fängt an zu forschen. Prolemstellungen werden sich schon zu Gemnüge ergeben, die dann auch Interesse wecken.

ich denke es ist am einfachsten wenn man z.B. Enzymuntersuchungen anstrebt, da sie zum einen in der Schule viel Wirkung haben, und weil die Methoden aufgrund der Wichtigkeit des Themas ausreichend erforscht und mittlerweile billig zur Verfügung stehen.

Nimm dir mal folgendes Buch vor:

Juniper, B.E. Robins, R.J. Joel, D.M.: The carnivorous plants Academic press, London (1989)

Da werden haufenweise Fragen aufgeworfen.

Viele Grüße und Erfolg!

Giovanni

Link to comment
Share on other sites

Tim Kleylein-Klein

Mir ist auch gerade aufgefallen, dass ich es falsch geschrieben habe. Keine Ahnung wie mir das passiert ist.

Also es geht um besondere Lernleistung.

Danke für den Tipp. Ich werde mal schauen ob ich da was schönes finde. Aber trotzdem freue ich mich über weitere Anregungen für das Thema.

Link to comment
Share on other sites

Guest Volker_Morath

Besondere Lernleistungen lohnen sich unter dem Aspekt der "Notenaufbesserung" eigentlich nie.

Im mündlichen Abitur bekommt man die Noten eh geschenkt, und ein Wahlfach kriegt man schriftlich auch sehr gut hin.

Allerdings ist es sehr interessant ein solches Projekt zu starten und durchzuziehen, man bekommt ne Orientierung für Studium und lernt auch viel, aber man muss sehr viel einbringen und mit einem besseren Abi wird man nicht belohnt (weil man die 15 Punkte auch in anderen Fächern holen kann).

@giovanni: das mit dem Buch ist ein guter Tip, aber man sollte wohl zufügen dass es nicht ganz so leicht zu bekommen ist.

Edited by Guest
Link to comment
Share on other sites

C.Weinberger
Besondere Lernleistungen lohnen sich unter dem Aspekt der "Notenaufbesserung" eigentlich nie.

Im mündlichen Abitur bekommt man die Noten eh geschenkt, und ein Wahlfach kriegt man schriftlich auch sehr gut hin.

Das mit der geschenkten Note glaube ich nun wahrlich nicht!

Naja bei uns in NRW heißt das ganze Facharbeit und wir sind dazu verpflichtet das anzulegen. Leider wurden wir mit 12 Seite so stark eingeschränkt, dass eine intensive Beschäfitgung leider kaum stattfinden kann.

Link to comment
Share on other sites

Giovanni Schober

Hi,

Zum Notenaufbessern lohnt es sich in Sachsen schon. Senkt immerhin die Wertigkeit der schriftlichen Prüfungen mit, und Deutsch ist sowieso Unsinn ;-)

Das Buch ist schon zu bekommen, zum Beispiel in Bibliotheken (oder dt. Staatsbüchereien).

Grüße,

Giovanni

Link to comment
Share on other sites

Nabend,

@ C.Weinberger

Das war "damals" bei mir aus so. Aber ich hab da nicht drauf gegeben und gute 60 Seiten abgegeben. Aber wirklich intensiv kannst du gewisse Sachen in der Schule leider nicht abhandeln. Damals hab ich 200,- DM für Chemikalien gezahlt und 6 Monate war mein Bad nen provisorisches Labor :-D

@ Volker Morath

Ich finde solche Arbeiten gut! Egal wie es sich auf die Note auswirkt. Man ist selbst gefordert und muss was tun. Vielleicht wird man mit Wissen konfrontiert, von dem der Lehrer auch keine Ahnung hat, dann ist Eigenständigkeit gefragt. Das ist mal was anderes und hat mich z.B. fürs Studium motiviert.

@ Tim

Gibts irgendeine Frage die du dir immer wieder stellst bzgl. Karnivoren?

Warum soll man nicht länger als x h am Tag beleuchten? Was passiert wenn man über Wochen 24h/7T durchgehend beleuchtet? Passiert überhaupt was? Warum?

Beleuchtung mit starkem UV-Anteil von z.B. aquatischen Utricularien. Hat das Auswirkungen?

Längerer "Abusus" von (kalkhaltigem) Leitungswasser. Auswirkungen auf den Torf. Jeder sagt, dass es schlecht ist. Aber was passiert genau?

Torfersatz?! Was könnte ein brauchbarer Ansatz sein?

Mal was ganz anderes! Hast du bei dir in der Nähe eine Uni/FH? Kürzlich war an einem der Lehrstühle mit denen ich zu tun hab, ein Schüler zum Praktikum. Der hatte die Gelegenheit mal 3 Wochen in nem GenTech-Bereich zu arbeiten (11 od. 12. Klasse). Teilweise mit richtig teuren Gerätschaften...

Vielleicht ergibt sich dort was!?

mfg Björn

Link to comment
Share on other sites

Tim Kleylein-Klein

Hallo,

an eine Uni o.ä. komm ich nur schwer ran. Die nächste Uni ist in Magdeburg, aber da ist Biologie und Botanik kein so großes Thema.

@ Nestor: Deine Ideen sind auch ziemlich gut. Ich werde auch nochmal drüber nachdenken.

Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt das Verhalten der Pflanzen durch verschiedene Dünger und verschiedene Konzentrationen zu erforschen. Darüber ist ja auch nicht so viel bekannt. Ich hab auch schonmal etwas angetestet und habe herausgefunden, dass es bei kleineren Mengen hilfreich sein kann Dünger zu verwenden.

Was meint ihr dazu?

Gruß Tim

Link to comment
Share on other sites

Giovanni Schober

Hallo,

Für die Besondere Lernelesitung (Bell) ist uns vorgeschrieben worden, dass wir einen Betreuer außerhalb der Schule zu finden haben. Da bietet sich eine Uni an, auch wenn sie nicht auf Biologie spezialisiert ist. Viele Geräte und vor allem Chemikalien (falls nötig) sind dort auch so zu Genüge vorhanden.

Was meint ihr dazu?

Wieso nicht? Das wichtigste dabei ist nur, dass du andere Parameter wie Luftfeuchtigkeit, Lichteinfluss, Wassermenge, aber auch Art und Alter usw. bei allen verwendeten Pflanzen auf einem Niveau hälst, man also wirklich (so gut es geht) nur die Düngerwirkung festhält.

Die 12 Seiten werden auch hier regelmäßig überschritten. 20-40 Seiten sind wohl angemessen für eine wissenschaftliche Bell. (Die Soziologie schreiben auch gern mal über 200...)

Vollkommen bis ins kleinste Detail kann man sicher nicht forschen, aber man wirft ständig neue Fragen auf, denen man gerne nachgehen will, aber aufgrund zeitmangel nicht kann.

Insgesamt finde ich das eine sehr gute Idee, um Grundmethodiken in der Forschung zu erlernen, und vor allem um das eigenständige Denken, was einem in der Schule nicht mehr vermittelt wird, zu erlernen bzw. auszuprägen.

Viele Grüße,

Giovanni

Link to comment
Share on other sites

Morgen!

Ich schließe mich hier dann auch mal an, da ich jetzt auch vor dem Thema Facharbeit stehe. Meine Idee war es, die verschiedenen Fallentypen ein bisschen zu untersuchen. Da ich beim besten Willen nicht mehr als 15 Seiten schreiben darf, weil sonst die Arbeit als 6 gewertet wird, wird das denke ich eine mittelgroße Katastrophe:-?

Was haltet ihr denn von diesem Thema?

@Tim: Ich weiß nicht, ob du auf der EEE warst, aber da hat Hr. Barthlott einen interessanten Vortrag gehalten, da wären sicherlich auch einige Aufhänger zu bestimmten Dingen, die er angesprochen hat, hilfreich...

Du könntest dir ja mal sein Buch vornehmen http://www.amazon.de/Karnivoren-Biologie-Kultur-Fleischfressender-Pflanzen/dp/3800141442

Also wenn das die glecihen Sachen wie in seinem Vortrag drin erwähnt werden, dann hätte man sicher eine große Auswahl, Sachen zu hinterfragen und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Liebe Grüße Liz

Link to comment
Share on other sites

Tim Kleylein-Klein

Das Buch hab ich schon. Ich werde es nochmal genauer durchforsten. Den Vortrag von Herrn Barthlott konnte ich leider nicht mehr sehen.

Bei der Größe der Arbeit bin ich zum Glück nicht eingeschränkt. Es soll nur so sein, dass man im Schnitt ca. 2Stunden / Woche dran arbeitet, da es ja ins Abitur mit einfließen kann. Ich mach es auch freiwillig und zur Not kann ich es immer abbrechen, wenn ich will.

Ich denke ich werde schon etwas finden worüber ich die Arbeit schreiben kann. Für weiter Ideen bin ich trotzdem offen.

Gruß Tim

Link to comment
Share on other sites

Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt das Verhalten der Pflanzen durch verschiedene Dünger und verschiedene Konzentrationen zu erforschen. Darüber ist ja auch nicht so viel bekannt. Ich hab auch schonmal etwas angetestet und habe herausgefunden, dass es bei kleineren Mengen hilfreich sein kann Dünger zu verwenden.

Was meint ihr dazu?

Hi,

wenn es dich interessiert, dann mach dich dran! Wichtig ist nur, dass du motiviert bist der Frage nachzugehen, auch wenn das 100. Experiment nicht so verläuft wie du denkst!

Wie würdest du an deine Problemstellung herangehen wollen? Hast du schon ein grobes (Experimentier-)Protokoll vor Augen? Ich würde mich bei Düngern dann aber auf eine Stoffklasse/Spurenelement beschränken, sonst wird das richtig viel!

Grüße Björn

Link to comment
Share on other sites

@ Tim

Gibts irgendeine Frage die du dir immer wieder stellst bzgl. Karnivoren?

Warum soll man nicht länger als x h am Tag beleuchten? Was passiert wenn man über Wochen 24h/7T durchgehend beleuchtet? Passiert überhaupt was? Warum?

mfg Björn

Zumindest auf diese Fragen gibt es in der allgemein-botanischen Literatur bereits hinreichende Antworten. Eine Eigenleistung über entsprechende Versuchsreihen wäre natürlich trotzdem denkbar. Allerdings haben solche Versuche den Nachteil eines hohen Zeitbedarfes, denn so schnell stellen sich messbare Wuchsunterschiede nicht ein.

Gruß

Torsten

Hi, habe nur den Board-Code aktiviert, damit die Zitatformatierung stimmt. Giovanni

Edited by Guest
Link to comment
Share on other sites

Hi,

Zumindest auf diese Fragen gibt es in der allgemein-botanischen Literatur bereits hinreichende Antworten. Eine Eigenleistung über entsprechende Versuchsreihen wäre natürlich trotzdem denkbar. Allerdings haben solche Versuche den Nachteil eines hohen Zeitbedarfes, denn so schnell stellen sich messbare Wuchsunterschiede nicht ein.

Also eingentlich sollte für alle Vorschläge irgendwelche Antworten oder zumindest Hinweise geben. Völlig neue Entdeckungen sind in einer Facharbeit meiner Meinung nach nicht realistisch. Daher verstehe ich den Einwand - falls es einer ist - nicht wirklich. Oder steht in der einschlägigen Literatur bis ins Detail, was mit einer Pflanze der Gattung X Art Y passiert? Ein Nachempfinden der Literatur am Beispiel von D. aliciae ist doch ok, oder nicht?! :-)

Ich dachte der Zeitraum ist 1 Jahr? Na egal, waren eh nur spontane Einfälle.

mfg Björn

Link to comment
Share on other sites

C.Weinberger

wenn es dich interessiert, dann mach dich dran! Wichtig ist nur, dass du motiviert bist der Frage nachzugehen, auch wenn das 100. Experiment nicht so verläuft wie du denkst!

Dazu hätte ich vielleicht noch eine kleine Anmerkung:

Auch wenn du einen Versuch machst und der scheitert (in dem Sinne, dass er nicht den Erwartungen entspricht), ist das kein Grund ihn in der späteren Arbeit nicht zu erwähnen im Gegenteil. Eigenes Scheitern kann bei solch einer Arbeit sehr wichtig sein, bzw macht die Arbeit interessanter und greifbarer (aus meiner Sicht).

Ich hatte in meiner Facharbeit (Chemie) mir ein Ziel bei einem Versuch gesetzt, das Ergebniss überraschte mich dann allerdings schon, weil es den Erwartungen nicht entsprach. Dann sollte man jedoch auch Vermutungen äußern, warum das Experiment anders ausgefallen sein könnte (und wenn genügen Zeit ist, kann man diese Vermutungen nochmal genauer unter die Lupe nehmen).

Meine Antwort weicht sicherlich von der ursprünglichen Fragestellung ab, in diesem Moment habe ich jedoch gedacht, das dies für die betreffenden Personen hilfreich sein könnte, da es ja nun auch mehrere betrifft.

Gruß Christian

Link to comment
Share on other sites

Guest Volker_Morath

Ja, wenn man ein anderes aber trotzdem ein signifikantes Ergebnis bekommt dann ist alles gut.

Dumm ist es wenn man einfach gar kein Ergebnis bekommt, ist mir auch schon passiert dass mein Versuchsaufbau gar nicht funktioniert hat, ich also zu blauäugig geglaubt habe dass alles funktioniert.

So was ist gefährlich weil man sehr viel Zeit verliert.

Mit meinem letzten Kommentar wollte ich nicht im geringsten von der Aktion abraten, ich wollte nur sagen dass man es als Projekt betrachten muss das man sowieso machen möchte, und es nicht unter dem Aspekt der Notenaufbesserung betreiben sollte.

Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.