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Bitte um Hilfe bei Bestimmung einer Utricularia Art


Guest Tobias Krais

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Alexander Fisch
Hallo Tobias,

sieht mir verdammt nach U. exoleta aus.

Gruß

Thomas

Hallo Thomas

U.exoleta wäre dann U.gibba nach der "Rechtssprechung" von Herrn Schlauer und Herrn Taylor ;-),aber für mich sieht es eher nach U.floridana aus.Da die Antillen ja zwischen Karibik und Atlantik nordöstlich von Venezuela liegen könnte es meiner Meinung nach sein das diese Art so weit Südlich vorkommt.

Grüße Alexander

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Thomas Carow

Hallo Alexander,

ja klar U. gibba, man ist irgendwie doch noch oft den alten Bezeichnungen 'verfallen'.

Ich hatte U. gibba gerade in den USA gesehen und da kam mir spontan der Gedanke weil ich auf den Bildern von Tobias auch nicht so ausgeprägte Unterwassertriebe entdeckt habe.

U. floridana ist auch gut möglich.

U.gibba.jpg

Gruß

Thomas

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Guest Tobias Krais

Hallo zusammen,

erst mal Danke für die schnelle Antwort. Das scheint ein wirklich schwieriges Thema zu sein... Also von der Blüte her finde ich keinen markanten Unterschied zwischen U. floridana und U. gibba.

Aber wenn ich mir die Wuchsform anschaue, dann finde ich im Netz doch sehr unterschiedliche Formen. Wenn ihr auf die Bilder von mir klickt und dann nochmals auf die Vergrößerung klickt könnt ihr die Bilder in Originalgröße sehen.

Im Netz habe ich Bilder von U. floridana gefunden, die mich mehr an die Wuchsform von U. vulgaris erinnern. Wieder andere Bilder sehen sehr ähnlich der Art am Pitch Lake, wachsen aber senkrecht aus dem Boden.

Dazu sei noch zu sagen, dass das Wasser im Pitch Lake sehr warm ist.

All das läßt mich dann doch eher zu U. gibba tendieren. Was denkt ihr?

Grüßle, Tobias

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Christian Dietz

Hallo,

kommt U. floridana überhaupt in Trinidad vor? Ich bin bisher davon ausgegangen, daß die Verbreitung dieser Art auf die USA beschränkt sei. Ich auch zu U. gibba tendieren.

Christian

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Guest Tobias Krais

Hi Christian,

im Netz ist dazu kein Hinweis zu finden. Hat jemand noch einen Kommentar zur Wuchsform der Utricularia im Pitch Lake?

Grüßle, Tobias

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Alexander Fisch
Hallo,

kommt U. floridana überhaupt in Trinidad vor? Ich bin bisher davon ausgegangen, daß die Verbreitung dieser Art auf die USA beschränkt sei. Ich auch zu U. gibba tendieren.

Christian

Hallo Christian

Trinidad liegt ganz in der Nähe des Vorkommens von U.floridana.In sofern halte ich es für durchaus Möglich.Für mich ist die Pflanze auf den Bildern zu groß für U.gibba und auch die dunkeln Fangblasen habe ich bei U.floridana beobachtet aber nicht bei U.gibba.

Aquatische Utris (vorsicht Verniedlichung) sind immer schwierig zu bestimmen.

Grüße Alexander

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Guest Martin Rümmler

Hi,

also laut TAYLOR kommt U. floridana nur in den USA vor. U. gibba gibt er dagegen auch für Trinidad an.

Auch wenn ich bei weitem kein Utricularia-Experte bin, aber der Habitus der Pflanzen auf Tobias' Bildern sieht trotzdem nicht nach U. gibba aus, oder? Ich weiß ja nicht, ob es biogeographisch überhaupt möglich ist, dass U. floridana auf Trinidad vorkommt!? Wenn dem so wäre, müsste sie ja auch auf den anderen Antilleninseln zu finden sein, oder!?

Grüße,

Martin

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Guest Tobias Krais

Hallo zusammen,

Auch wenn ich bei weitem kein Utricularia-Experte bin, aber der Habitus der Pflanzen auf Tobias' Bildern sieht trotzdem nicht nach U. gibba aus, oder?

Martin, ist das ein Gefühl oder hast du auch Gründe für deine Aussage?

Ich weiß ja nicht, ob es biogeographisch überhaupt möglich ist, dass U. floridana auf Trinidad vorkommt!? Wenn dem so wäre, müsste sie ja auch auf den anderen Antilleninseln zu finden sein, oder!?

Zumindest auf den West Indischen Inseln wird das sehr schwer sein, da es dort nahezu keine ganzjährig gefüllten Teiche gibt. Geographisch gesehen ist Trinidad eine Abspaltung vom Venezulanischen Festland. Es wurde sozusagen vom Orinoco-Delta "weggespült". Damit besteht mehr Verbundenheit zu Südamerika als zu Nordamerika.

Schaut euch mal bitte http://www.design-to-use.de/files/utricularia_unbekannt_06.jpg an. Dort sind nicht nur dunkle Fangblasen zu finden. Dieses Bild zeigt auch sehr gut, dass die anderen Bilder nur Ansammlungen vieler kleineren Pflanzen sind. Die Stränge der einzelnen Pflanzen sind meiner Erinnerung maximal eine Hand lang gewesen.

Grüßle, Tobias

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Guest Martin Rümmler

Hi Tobias,

zugegebenermaßen, bei genauerer Betrachtung der Bilder entsprechen die Blattmerkmale doch eher U. gibba :)

(aus TAYLOR 1994)

"Leaves:... +/- uniform, the primary segments 2 (or sometimes reduced to 1), sparsely dichotomously branched into up to 8 (but usually not more than 4) ultimate segments, or sometimes 1 branch of each dichotomy replaced by a trap..."

und für U. floridana:

"Leaves: dimorphic, very numerous, divided into capillary segments; subterranean leaves up to 2 cm long [...]; non-subterranean leaves up to 3 cm long, primary segments 2, unequally repeatedly didvided with numerous [...] ultimate segments..."

Also, die "Fiederblätter" von U. floridana sind offensichtlich sehr viel reicher verzweigt.

Martin

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Thomas Carow

Hallo,

also U. floridana ist schon eine sehr stattliche und relativ seltene Art.

Der Blütenstiel mit 5-20! Blüten ist bis zu einem Meter! lang.

Die dunklen, meist mit Algen gefüllten, Fangblasen habe ich eigentlich bei allen Aquaten beobachtet.

Ende der Woche ist Andreas Fleischmann wieder im Lande. Der wird unser 'heiteres Utricularia Raten' schnell beenden und kurz den Taylor im Geiste durchblättern (hat er meistens aber nicht nötig) und uns dann die Antwort 'ausspucken'. Vielleicht ist es ja dann auch U. striata oder ... oder ...

Gruß

Thomas

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Guest Tobias Krais

Hi zusammen,

Vielleicht ist es ja dann auch U. striata oder ... oder ...

Och Thomas... U. striata ist es definitiv nicht.

also U. floridana ist schon eine sehr stattliche und relativ seltene Art.

Der Blütenstiel mit 5-20! Blüten ist bis zu einem Meter! lang.

Damit ist die floridana aus dem rennen. Die Blüten waren mehr am absaufen als so über dem Wasser zu thronen.

Bin mal gespannt, was Andreas Fleischmann sagen wird. Bis dahin bleibt mein Favorit die U. gibba.

Grüßle und auch ein Dankeschön für eure regen Kommentare. Das Forum hier ist echt gut... ;-)

Tobias

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Thomas Carow

Hallo Tobias,

Och Thomas... U. striata ist es definitiv nicht.

Schade, ich dachte da kann ich noch etwas Verwirrung stiften ;-)

Gruß

Thomas

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Andreas Fleischmann

Hallo zusammen!

Ich bin wieder da! ;) Danke, dass ihr auf mich "gewartet" habt, es freut mich sehr! ;)

Es ist in der Tat U. gibba, und zwar die "typische" U. gibba, wie sie z.B. auch im südlichen Florida oder in Venezuela vorkommt.

Mit "U. gibba ssp. exoleta" werden sehr kleinblütige Exemplare bezeichnet, wie sie z.B. in Asien vorkommen. "U. biflora" ist ein weiteres Synonym zu U. gibba, und zwar für extrem großblütige Pflanzen, wie ich sie etwa im nördlichen Florida dieses Jahr mit Thomas bewundern konnte.

Dunkle Fangblasen sind bei schön ausgefärbten Pflanzen von U. gibba unter voller Sonne übrigens sehr charakteristisch, nur im Schwachlicht unter Kultur bleiben sie grasgrün.

Nachdem ich mich jetzt im tropischen Afrika näher mit einigen Utricularia-Artkomplexen beschäftigt habe, muss ich (für mich persönlich) Peter Taylor den Status des "Utricularien-Papstes" leider aberkennen. Wenn man seine "Bibel" mal durchliest, dann merkt man schnell, dass Taylor recht viele neue Arten beschrieben hat, und zwar meist aus Artkomplexen. Komischerweise hat er viele davon zuerst als Unterarten oder Varietäten veröffentlicht (z.B. in Taylor 1964, für die Flora of Tropical Africa), sich dann aber später doch entschieden, eigenständige Arten daraus zu machen (für seine Monographie). Allerdings taugen U. microcalyx, U. odontosepala etc. meiner Meinung nach nichts, sie sind "nur" Randextrema der überaus variablen U. welwitschii (und zudem nur sehr "schwammig" umschrieben). Auf der anderen Seite hat Herr Taylor aber dann schon bearbeitete Artkomplexe wieder zu einer Art zusammengeworfen (z.B. für U. amethystina, U. gibba, U. pubescens). Ist schon seltsam, auf der einen Seite zusammenfassen, was andere aufgetrennt haben, auf der anderen Seite aufspalten, was ein natürliches Kontinuum ist. Es scheint, als brauche man doch deutlich mehr als 41 Jahre, um einen Überblick über die Gattung Utricularia zu bekommen.... ;)

Alles Gute,

Andreas

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