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gläserner Wurm mit schwarzem Kopf im Aussaattopf


Markus E.

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Hallo Carnivorenfans,

gerade betrachte ich mit der Lupe meinen Aussaattopf, auf dem ich vor 5 Wochen die D. spatulata-Samen ausgesäht hatte, da winden sich da drei gläserner Würmchen im Torf. Es scheint denen da gut zu gehen. Wahrscheinlich sind es auch viel mehr als nur drei Stück.

Aber ist das schädlich für die Pflanzen? Nicht, dass sie die fressen?!

Danke für Eure Hilfe!!

Viele Grüße

Markus

PS.: Ich hoffe, Ihr könnt das Foto sehen. Schärfer ging es nicht. Vielleicht kennt Ihr die Tiere aber schon.

2431_thumb.JPG

2432_thumb.JPG

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Nicole Rebbert

Hallo,

herzlichen Glückwunsch! Du hast offiziell Trauermücken!

Das auf dem Foto ist eindeutig eine Trauermückenlarve.

Von denen habe ich schon insgesamt 134 aus dem Substrat meiner quelchii geholt... alle von nur einer Mücke... (Eine Mücke legt bis zu 200, die Larven werden dann innerhalb von 5 Wochen zu den Mücken, leben dann 5 Tage und legen wieder je 200 Eier!!! Ich hasse diese Viecher :evil: )

Wenn du Pech hast, schädigen sie die Wurzeln deiner Pflanzen durch Frass so sehr, dass sie absterben. Mit Gelbstickern, Drosera und Pings kannst du die Mückenplage ein wenig eindämmen! Nematoden sollen endgültig helfen, doch sie sind sehr teuer... (Absammeln geht natürlich auch, doch hilft nicht wirklich...)

Viele Grüße,

Nicole

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Hallo Nicole!

Oh je, was mache ich denn jetzt am besten? Diese Sticker nutzen doch nur was für die Fliegen selbst, nicht aber für die Larven, oder?

Viele Grüße

Markus

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Nicole Rebbert
Oh je, was mache ich denn jetzt am besten?

Genau das frage ich mich auch! :-(

Ich werde im Frühjahr versuchen alle meine Pflanzen umzutopfen :shock: .

Sind bei dir bis jetzt nur in dem Aussaattopf Larven oder auch woanders bzw. fliegen schon Mücken herum? Bei mir ist bis jetzt nämlich noch nichts geschlüpft und so könnte ich mein Hochlandterrarium durch umtopfen retten.

Hast du "Ersatzsamen"? Wenn ja, dann würde ich den Topf wegschmeißen... aus Erfahrung weiß ich, dass sie Sämlinge mögen.

Gerate nicht gleich in Panik. Die Viecher hat so gut wie jeder. Bei Plantarara gibt's die kostenlos dazu. ;-)

Viele Grüße,

Nicole

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Mechthild Hans

Hallo zusammen,

ich würde den Topf erstmal nicht wegwerfen, sondern einfach eine mehrere mm dicke Schicht Sand auf den Torf streuen.

Durch die Sandschicht kommen die Trauermücken nicht an den feuchten Torf und können ihre Eier nicht ablegen. Und ohne Eier entwickeln sich keine Larven.

Eine andere Möglichkeit wäre das Trockenhalten der oberen Substratschicht; das ist aber bei Karnivoren kaum möglich. Denn die Trauermücken brauchen für die Larvenentwicklung feuchten Torf!

Die Fliegen kann man auch noch mit den Gelbtafeln wegfangen.

Erst wenn die Sämlinge abgestorben sind, würde ich über eine Entsorgung nachdenken. Denn derzeit ist noch nichts verloren.

Und um in Zukunft die Mücken zu vermeiden, kann man gleich nach dem Keimen etwas Sand auf das Substrat streuen. So hält man sich einfach und ohne Chemie die Viecher vom Hals.

Viele Grüße

Mechthild

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Hallo,

ich habe bisher in dieser Situation 3 Methoden versucht:

-Absammeln

-Umtopfen

-Sand übers Substrat

Bei frischen Sämlingen ist aber sowieso alles riskant, denke ich, und Sand hilft auch gegen die Mücken selbst am meisten. Auf jeden Fall solltest du den Topf von den anderen Pflanzen isolieren und das Substrat der anderen Pflanzen in nächster Zeit gründlich beobachten.

Wenn die Samen nun noch gar nicht gekeimt sind (vorsicht, feine Wurzeln sieht man teils kaum) oder die Sämlinge nicht mehr ganz klein sind, würde ich sie vorsichtig aus dem Topf nehmen, kurz in ein Wasserglas halten und dann in/auf ein frisches Substrat, auf dessen Oberfläche etwas Sand ist.

Wie gesagt, alles ist etwas riskant bei Sämlingen.

Hoffe etwas geholfen zu haben.

Gruß,

Jan

EDIT: Da war Mechthild wohl schneller. Um es nochmal allgemein zu sagen, ich kann auch nur empfehlen, bei neuen Töpfen vorsichtshalber eine dünne Sandschickt aufs Substrat zu streuchen, besonders bei Stecklingen und Sämlingen!

Dazu aber auch noch eine Frage: Kann man statt Sand eigentlich genauso gut Aquarienkies nehmen? Müßte doch eigentlich die gleiche Wirkung haben, oder?

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Nicole Rebbert

Auch eine Möglichkeit!

Sind die Samen überhaupt schon gekeimt? Denn sonst dürften die unter einer Sandschicht nicht mehr wirklich keimen (Lichtkeimer)... oder etwa doch?

würde ich sie vorsichtig aus dem Topf nehmen

Viel Spaß beim Suchen! Die Samen findet man nach 5 Wochen nie wieder...

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Stimmt, ich hatte vergessen, dass es sich um Droserasamen handelt. Da entfällt natürlich das absammeln der Samen...

Evtl. könnte man die obere Torfschicht vorsichtig abtragen und auf ein frisches Substrat tun, aber so nimmt man auch leicht Trauermückenlarven mit. Ich würde als warten, bis die Sämlinge 0,5-1cm groß sind. Ansonsten hab ich damals täglich eine "Sammelaktion" gemacht(=die Larven gesammelt und draußen irgendwo auf die Erde gelegt).

Gruß,

Jan

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Nicole Rebbert
=die Larven gesammelt und draußen irgendwo auf die Erde gelegt
Du lässt diese Mistviecher am Leben?! :shock:

Ich merke z.Z. übrigens, dass das Absammeln nichts bringt... wenn nur eine Mücke mehr als 134 Eier legt... Na ja... immerhin ein paar Mücken weniger. ;-)

Viele Grüße,

Nicole

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Stefan Kuhlmann

Hallo zusammen!

Also mit der Sandschicht ist gar nicht schlecht, wenn es sich um Sämlinge oder ganze Pflanzen handelt, aber was macht man bitte bei Utricularien???

Das ist nämlich mein Hauptproblem.

Dadurch, das diese ja so gut wie immer feucht stehen, mögen die Viecher diese am liebsten!

Und Sand drauf ist doch bei Utricularien irgendwie blöd oder?

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Hallo,

zusätzlich zu den VErfahren die Mechthild genannt hat gibt es noch die Möglichkeit Nematoden einzusetzen. Diese infiltrieren die Larven und töten sie, wenn ich mich nicht irre.

@Stefan

sollte es sich bei deinen Utricularien um die "üblichen" Verdächtigen handeln, sprich die Standards sandersonii, livida, subulata etc dann kannst du sie ruhig auch mal richtig trocken werden lassen. MAch ich im Winter genauso und hat bis jetzt niemanden (außer den Trauermücken) geschadet.

Es ist sowieso ohne den Einsatz von Chemie fast unmöglich seine Pflanzen komplett schädlingsfrei zu bekommen. Ist ja auch garnicht nötig, solange diese Trauermücken keinen Schaden anrichten macht es ja nichts. Ich habe bis jetzt noch keinen Verlust auf Grund der Trauermücken und ihrer Larven verzeichnenüßen, lediglich die Nervern leiden darunter dass mir ständig was vor dem Gesicht rumfliegt. Könnte aber auch die Drosophilazucht für die Geckos sein ;)

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Denis Barthel
Hallo,

zusätzlich zu den VErfahren die Mechthild genannt hat gibt es noch die Möglichkeit Nematoden einzusetzen. Diese infiltrieren die Larven und töten sie, wenn ich mich nicht irre.

Als Nützlinge lassen sich sowohl Nematoden wie auch spezielle Raubmilben zur Bekämpfung einsetzen, dies allerdings nur unter zwei Bedingungen, die es etwas schwer machen.

Zum einen brauchen sie eine Temperatur zwischen 15 und 25 Grad. Zumindest in Gewächshäusern ist das um diese Zeit schwer zu machen.

Schlimmer noch ist allerdings, dass beide keine Staunässe vertragen. Damit hat sich der sinnvolle Einsatz bei Karnivoren leider erledigt. Ich habe es trotzdem versucht, zwar hat es kurzfristig geholfen, aber irgendwann musste ich dann halt mal wieder giessen und da waren sie dann wieder ...

Als nächstes ziehe ich Gift in Betracht.

Gruß,

Denis

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Nicole Rebbert
Als nächstes ziehe ich Gift in Betracht.
Welches Gift? Krieg! Funktioniert das denn auch 100%ig? Ist es für den Menschen oder die Pflanzen schädlich (Vorsichtsmaßnahmen etc.)? Nur raus damit! Ich habe noch nie von einer anderen, als von den oben genannten Methoden, gehört...

Viele Grüße,

Nicole

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Hallo, Ihr Lieben,

gar nicht damit gerechnet, dass sich so viele zu Wort melden! :-) Ich bin mit Pinzette und Lupe hingegangen und habe umgetopft...habe einen kleinen Erdklumpen drangelassen(aber ohne Larven drin). Es waren auch nur 6 Samen von etwa 10 gekeimt. Soweit ich weiß, saß mal so eine kleine schwarze "Fliege" auf dem Topf, wahrscheinlich hat sie da die Eier abgelegt.

Ich hoffe, dass die jungen Pflanzen jetzt durchhalten. Vielleicht setze ich nochmal ein Bild später rein und halte Euch auf dem Laufenden.

@Nicole: Ich hoffe auch, dass Du es in den Griff bekommst!!

Liebe Grüße und nochmals vielen Dank!

Markus

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Wogegen hilft Sand? Gegen die Mücken? Warum? Legen sie da keine Eier drauf?

Zu dicht darf die Sandschicht aber bestimmt nicht sein, sonst keimt vielleicht nichts?!

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Nicole Rebbert
@Nicole: Ich hoffe auch, dass Du es in den Griff bekommst!!
Schön, dass du so zuversichtlich bist, aber ich bin von Natur aus Pessimist... Viel Erfolg! Krieg den Schädlingen! ;-)

Viele Grüße,

Nicole

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Also, ich werd jetzt auch sagen, wie ich es "gemeistert" habe. Bei mir waren vor allem kleine, frisch gekeimte Pflänzchen betroffen.

Am besten hilft meines Erachtens absammeln in Verbindung mit Gelbtafeln. Meiner Erfahrung nach, hat man sie dann schnell ausgerottet.

Zum absammeln habe ich immer eine Stecknadel genommen. (od. Zahnstocher...)

Ich hab auch mal was von selbstgebastelten Gelbstickern gelesen... hab dann aber doch im Baumaxx welche gekauft. Sind aber nicht unbedingt billig.

Ich habe bis jetzt noch keine Pflanze umtopfen müssen. Aber mehrmals am Tag Trauermücken suchen und finden ist halt auch mühsam...

Viel Glück an alle, lg Sarah

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=die Larven gesammelt und draußen irgendwo auf die Erde gelegt
Du lässt diese Mistviecher am Leben?! :shock:

Das entspricht eben nicht meiner Ethik.

Die Trauermücken legen ihre Larven ja schließlich auch nicht aufs Substrat um mich zu ärgern und ob ich die Larven jetzt rausbringe oder nicht ist ja zumindest aufwandsmäßig auch keinen großer Unterschied. Ich habe übrigens seit dem Umtopfen/Sandbestreuen nur noch einmal Trauermückenlarven bei Sämlingen gehabt und da hab ich dann einfach gleich pikiert (und vorsichtig abgewaschen) und das alte Substrat ebenfalls rausgebracht. :-)

Wie siehts den mit meiner Frage von weiter oben aus' date=' kann man Aquarienkies genauso wie Sand auf die Oberfläche streuen, um zu verhindern das die Trauermücken ihre Larven ablegen? Ist ja im Prinzip genauso anorganisch wie Sand?

Wogegen hilft Sand? Gegen die Mücken? Warum? Legen sie da keine Eier drauf?

Genau! Die Mücken können ihre Eier fast nur auf nasses verrotendes Substrat legen und wenn auf der Oberfläche eine Sandschicht ist, legen sie einfach keine Eier mehr ab.

Zu dicht darf die Sandschicht aber bestimmt nicht sein, sonst keimt vielleicht nichts?!

Ich mach meistens einfach soviel, dass man das Substrat nicht mehr sieht und dann noch nen bisschen mehr. Drosera peltata ist so zumindest schon bei mir gekeimt und nen Cephalotus Steckling ist auch gewachsen.

Gruß,

Jan

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Das entspricht eben nicht meiner Ethik.

Du bist lustig, bei den Temperarturen die sich hier solangsam breit machen erfrieren die "armen Viecher" draußen ;)

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Thomas Straubmüller

Noch mal was anderes!

Habe letztens das Thema "weißer Flaum" eröffnet mit der Frage von was das denn kommen könnte.

Es stellte sich heraus das der Flaum wie ein Netz über das Substrat gespannt wurde.

Heute hab ich zufällig auch diese Larven entdeckt, zumindest trifft die Beschreibung zu! Kleine Fliegen hab ich auch im Terrarium, dachte aber das sei der 2. Frühling den auch Schnaken im Moment erleben.

OK, so wie es aussieht hab ich also Trauermücken im Terra. Spannen die Mistviecher kleine Netze?

Was mach ich aber wenn ein Gelbsticker nicht hilft? Trocken halten im Tieflandterra geht ja auch nicht. Ebenso die Sandmethode seh ich als ziemlich schwierig im Terra an!Es muß doch ne chemische Keule dafür geben, oder?

Glücklicherweise sind die Viecher nur auf dem Substrat und noch nicht in den Töpfen (ich hab ein bepflanztes Terra aber jede Pflanze ist einzeln getopft).

Wäre mal wieder über viele Tipps sehr dankbar!

Gruß Thomas

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Die kleinen "Netze" hab ich auch bemerkt. So kann man die Larven aber relativ gut orten. Den Pflänzchen hat es aber nie schlecht bekommen. (die Netzte, die Trauermücken natürlich schon...:-()

lg Sarah

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Thomas Straubmüller

Über Lösungen zum Problem wäre ich immernoch dankbar! Vor allem wäre interssant ob noch jemand das mit den "Netzen" bemerkt hat!

Gruß Thomas

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Stefan Kuhlmann
Hallo,

ich denke diese Fäden kommen von der Verpuppung der Larven.

Das denke ich auch. Immer wenn man diese sieht, weiß man sofort: Da sind ja immer noch welche von den Viechern.

Naja, es gibt einige Möglichkeiten, sich die Viecher einigermaßen vom Hals zu halten, aber wie irgendeiner schon sagte, solange es nicht zu viele sind und den Pflanzen nicht schaden, macht es ja auch nix.

Drosera und Pinguicula topfe ich auch um, wenn es grade geht, wenn ich Trauermückenlarven entdecke.

Aber bei den Utricularia ist das schlecht.

@Sascha: Nein, es handelt sich nicht nur um die einfachen Arten, deshalb kann ich es nicht machen. Naja, irgendwie werde ich die Biester los!

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