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Heliamphora nutans eingegangen - Krankheit?


Julia Rohlfing

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Philipp B.

Ich halte meine Heliamphora in einem stark anorganischen Substrat. Nur ein Drittel aus totem Sphagnum, der Rest besteht u. a. aus Perlite. So kommt sehr viel Luft an die Wurzeln und in Verbindung mit Tontöpfen hat sich im Untersetzer angesammeltes Wasser zügig von selbst geklärt. Die Tontöpfe halten im Sommer auch schön kühl.

 

Von irgendwelchen schmandigen Torfmischungen bin ich bei dieser Gattung schon lange weg.

 

 

Hier ist ein guter Link zur Heli-Kultur.

https://cpn.carnivorousplants.org/articles/CPNv42n4p137_144.pdf

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Christoph Hübner

Hallo Christoph,

 

das ist in der Tat seltsam. Deine Kulturbedingungen klingen absolut okay und die Pflanzen werden ja noch nicht allzu lang in ihrem Substrat stehen, wenn du erst vor einem Jahr damit angefangen hast Karnivoren zu sammeln. Auch in meinem Terrarium ist es jetzt im Winter sehr feucht. Solange die Temperaturen stimmen, kommt es meiner Meinung nach nicht so schnell zur Herzfäule. Auch gießt du sie ja per Hand, so dass die Krüge genügend Zeit haben sollten um wieder abzutrocknen.

 

Gab es in den letzten Tagen irgendeine Veränderung?

 

Viele Grüße

Christoph

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Christoph R.

Hallo Christoph,

 

die einzige Veränderung lag vor etwa 6 Wochen darin, dass ich eine Leuchte mehr im Terrarium installiert habe, da mir manche Pflanzen noch etwas zu grün vorkamen. Ansonsten sind alle Bedingungen von Anfang an gleich geblieben. Gerade deshalb bin ich so ratlos, was mit den Pflanzen plötzlich passiert ist.

 

Bislang sind übrigens alle Pflanzen in einem lockeren Torf-Perlite-Substrat gepflanzt außer H. parva, die ich damals testweise in einem lockeren Sphagnum-Perlite-Mix gepflanzt hatte. Aber auch die hat es ja erwischt...

 

In dem (übrigens sehr interessanten!) Artikel von Philipp wird ein Substrat-Mix aus totem, langfasrigem Sphagnum, Perlite und vulkanischem Aquarium-Bodengrund im Verhältnis 1:1:1 empfohlen. Ich werde diesen Mix mal ausprobieren.

 

Der Autor hat im Zusammenhang mit diesem plötzlichem Umkippen übrigens die Verwendung von Trichoderma-Pilzen empfohlen. Hat jemand positive Erfahrungen hiermit gemacht?

Liebe Grüße,

Christoph

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Christoph R.
vor 4 Minuten schrieb PhilR:

Die stehen aber nicht mehr in dem Substrat in welchem Du sie erworben hast? 

 Hallo Phil,

 

nur die Exemplare, die ich von Thomas Carow erworben habe, stehen noch im Originalsubstrat.

Den Rest habe ich ungetopft erhalten und nach Erhalt selbst in frisches Substrat (lockeres Torf-Perlite-Gemisch bzw. H. parva in Sphagnum-Perlite) gepflanzt.

 

Gruß,

Christoph

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PhilR

Hmm,

also kann man dieses zumindest als direkte Ursache ausschließen. 

 

Wäre aber mein Tipp gewesen, da diese Substrate meist ja nicht mehr die frischesten sind. 

 

Lg Philipp 

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Christoph Hübner

Hallo,

 

meiner Meinung nach ist das Substrat nicht ausschlaggebend. Klar, ein jahrzentealter Torfmatsch (Übertreibung) ist sicher kein geeignetes Substrat, aber als Hobbyist topft man seine Sammlung in der Regel aller Jahre mal neu, allein schon, um die Pflanzen zu teilen oder weil sie zu groß werden. Aber ich muss auch gestehen, dass ich generell nicht viel von Spezialmischungen mit genauen Verhältnissen und ausgefallenen Zuschlagstoffen halte.

 

Wie genau sieht dein Becken aus, ist es komplett geschlossen und der erwähnte Lüfter wälzt tatsächlich nur die Luft im Terrarium um? Ich würde bei kleinen Terrarien auf jeden Fall empfehlen ab und zu Raumluft zuzuführen. Wenn es an einer Seite offen ist, wäre das aber auch sichergestellt.

 

Ich fürchte, so dumm wie es klingt, dass du einfach auch Pech gehabt hast. 😔 Mich wurmt allerdings, dass es gleich mehrere Pflanzen betroffen hat.

 

Viele Grüße

Christoph

 

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Christoph R.
vor 15 Minuten schrieb Christoph Hübner:

Wie genau sieht dein Becken aus, ist es komplett geschlossen und der erwähnte Lüfter wälzt tatsächlich nur die Luft im Terrarium um? Ich würde bei kleinen Terrarien auf jeden Fall empfehlen ab und zu Raumluft zuzuführen. Wenn es an einer Seite offen ist, wäre das aber auch sichergestellt.


Hallo,

 

das Terrarium hat auf der Vorder- und Oberseite langgezogene Lüftungsgitter. Der besagte Lüfter hängt im Inneren kurz unterhalb des Gitters, sodass bei der Umwälzung stets etwas Frischluft mit angesogen wird.

Wie gesagt, das Ganze hat jetzt etwa ein Jahr wunderbar funktioniert...

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Ronny K.

Hallo, 

schau dir doch mal die Wurzeln an. Wenn es nur die Wurzeln sind, ist vielleicht noch was zu retten. Bekommt das Terrarium direktes Sonnenlicht?

 

Grüße 

Ronny

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partisanengärtner

Weil die Blätter von unten her braun werden, glaube ich nicht an irgendwelche Teile die noch zu retten wären. Da hat eine Pilz-(womöglich auch Bakterien-) Infektion ganze Arbeit gleistet. Das ist einfach Pech.
Hast Du in den letzten Wochen neue Pflanzen bekommen oder Kontakt mit Pflanzen außerhalb gehabt die womöglich infiziert waren? In letzter Zeit Fungizide angewendet? Dein Werkzeug immer desinfiziert?

Erreger sind nun mal weit verbreitet. Solange jede Pflanze optimale Bedingungen hat und eine "gesunde" Bakterien und Pilzpopulation eventuellen Erregern wenig Speilraum lässt wird meist nichts pasieren. Ist das Gleichgewicht erst mal gestört kann es ziemlich rasch gehen.  (Gottseidank ist das nicht immer der Fall)

 

Wir haben ja in Kultur eine relativ artenarme Besiedelung mit nicht schädlichen Platzhaltern, das ist nicht wie am natürlichen Standort. Häufige Eingriffe. künstliche Substratmischungen und ein begrenzter Lebensraum lassen keine komplexen Systeme enstehen.

Dadurch haben eben Schadorganismen immer wieder mal eine Chance. Die Alternative der sterilen Kultur ist ja nur invitro zeitweilig möglich.

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partisanengärtner

Es ist ja nicht so das "positive" Bakterien und Pilze immer so bleiben. Viele "Symbionten" können bei relativ winzig erscheinenden Änderungen zu "Raubtieren" werden. Selbst viele Mycorrhiza Pilze können die pflanzlichen Partner unter bestimmtn Bedingungen angreifen und zerstören. Eine Symbiose ist kein Dauerzustand unter allen Bedingungen.

Wer sich mal für die neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet interessiert kann sich mal das Buch von Ed Young  "Winzige Gefährten" reinziehen.

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Jo_Schmidt

Generell sind Pflanzen natürlich am robustesten, wenn die Kulturbedingungen passen.

Die Luftfeuchte ist tatsächlich etwas hoch, ich hatte jahrelang Helis im komplett oben offenen Becken stehen,

die waren super ausgefärbt und sehr robust. Das Substrat sollte auf jeden Fall locker sein, weil es sonst zu Wurzelfäule kommen kann.

Quarzsand als Zugabe sorgt angeblich dafür, dass die Pflanzen auch paar Mineralstoffe abkriegen.

Tontöpfe kühlen zwar etwas, geben aber evtl. auch Stoffe ab, die du nicht an den Wurzeln haben willst.

Das Substrat sollte nicht zu feucht sein, aber auch nicht komplett austrocknen. Wenn du vor 6 Wochen eine neue Lampe installiert hast

und dann die Schäden kamen, würde ich mal behaupten, dass die Lampe zu viel Wärme produziert.

Dies in Verbindung mit anderen Kleinigkeiten bringt dann das Fass zum Überlaufen.

 

Grüße

 

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Philipp B.
vor 6 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Quarzsand als Zugabe sorgt angeblich dafür, dass die Pflanzen auch paar Mineralstoffe abkriegen.

Das würde bedeuten, dass der verwendete Quarzsand verunreinigt und minderwertig ist. 

 

vor 6 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Tontöpfe kühlen zwar etwas, geben aber evtl. auch Stoffe ab, die du nicht an den Wurzeln haben willst.

Tontöpfe geben nichts ab, was sich nicht vorher über das Gießwasser angereichert hat. Bei für die Karnivorenkultur geeignetem Gießwasser (destilliertes Wasser, reines Regenwasser, Wasser aus der Umkehrosmoseanlage) hält sich diese Gefahr sehr in Grenzen. Die Kühlwirkung von Tontöpfen kann ich für die Heliamphora-Kultur in Verbindung mit offenen bzw. gut belüfteten Terrarien sehr empfehlen. 

 

 

LG
Philipp

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Beautytube

... also ich verstehe die zu "hohe Luftfeuchtigkeit" Beiträge nicht.

Irgendwie habe ich den Beitrag von @Andreas Wistuba noch im Kopf (letzter Beitrag in diesem Thread).

 

 

Da wird doch von einer hohen Luftfeuchte gesprochen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass an den Tepuis die Luftfeuchte gering ist. Die Pflanzen stehen doch auch dort sehr nass, also verstehe ich die Anstau Themen auch nicht??? Ich denke der Unterschied ist das frische Wasser. Dort hat man dauernd Regen von oben und das Substrat wird ständig  gespült. Daher stehen meine Helis auch schon mal im Anstau.

 

Ich habe (nach vielen Fehlversuchen!) meine Helis in geschlossenen Terrarien stehen. Die Temperatur ist nie zu hoch, eher zu gering (jetzt gerade etwas über 10°C am Tag, nun wachsen die kaum noch, dafür starten die dann im Frühjahr wieder durch). Ich sprühe täglich, aber nur am Morgen, wenn ich keine Zeit habe, lass ich es. Das überschüssige Wasser wird immer abgesaugt. Einmal pro Woche (wenn die Helis wachsen) wird gedüngt. Ca. 250µs. Das ist es.

 

Schadbilder wie oben vorgestellt hatte ich bei trockener warmer Luft (bei Versuchen im Freiland) oder bei zu hohen Temperaturen. Seit ich dies vermeide entstehen solche Schäden nicht mehr.

 

vor 22 Stunden schrieb Christoph R.:

die einzige Veränderung lag vor etwa 6 Wochen darin, dass ich eine Leuchte mehr im Terrarium installiert habe

Kann es da zu einer erhöhten Temperatur gekommen sein?

Kann es da zu einem Schock gekommen sein (Luftfeuchte, Temperatur,..., Licht eher nicht, ich habe nun so viel Licht im Terra, dass sich alle Pflanzen innerhalb kürzester Zeit rot färben)?

 

Sonst habe ich auch leider keine Idee.

 

Tut mir echt Leid für Dich!

 

BT

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Christoph R.

Hallo zusammen,

 

zunächst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

 

vor 13 Stunden schrieb Ronny K.:

Hallo, 

schau dir doch mal die Wurzeln an. Wenn es nur die Wurzeln sind, ist vielleicht noch was zu retten. Bekommt das Terrarium direktes Sonnenlicht?

 

Die Wurzeln der befallenen Pflanzen sind (mittlerweile?) zum Großteil abgestorben. Auch die Rhizome sind komplett braun. Sonnenlicht bekommt das Terrarium keins.

 

vor 22 Minuten schrieb Beautytube:

Kann es da zu einer erhöhten Temperatur gekommen sein?

Kann es da zu einem Schock gekommen sein (Luftfeuchte, Temperatur,..., Licht eher nicht, ich habe nun so viel Licht im Terra, dass sich alle Pflanzen innerhalb kürzester Zeit rot färben)?

 

Durch die zusätzliche Lampe habe ich im Terrarium im Schnitt etwa 1 grad mehr als zuvor. An große Ausreißer bei der Temperatur oder Luftfeuchte kann ich mich zumindest nicht erinnern. 

Unter der Lampe "brennt" es natürlich etwas mehr, allerdings sind auch die großen Pflanzen an der Spitze mindestens 20cm von der Lampe entfernt gewesen.

 

vor 9 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Dies in Verbindung mit anderen Kleinigkeiten bringt dann das Fass zum Überlaufen.

 

Vielleicht war es in diesem Fall wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände, die den gefürchteten Welkepilz zum Explodieren gebracht haben. Hätte er bloß mal lieber die Hybriden anstatt die reinen Arten erwischt, aber die Dinger sind einfach robuster 😀

 

Ich werde die Kultur jedenfalls nicht aufgeben und testweise ein paar Pflanzen in das Substrat aus Philipps verlinkten Beitrag pflanzen. Vielleicht habe ich damit ja etwas mehr "Glück".

 

Falls jemand von den verlorenen Pflanzen zufälligerweise gerade Ableger/Jungpflanzen/Teilungen übrig hat: Ich freue mich über eine PN 🙂

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Beautytube
vor einer Stunde schrieb Christoph R.:

Ich werde die Kultur jedenfalls nicht aufgeben und testweise ein paar Pflanzen in das Substrat aus Philipps verlinkten Beitrag pflanzen. Vielleicht habe ich damit ja etwas mehr "Glück".

 

Bitte nicht aufgeben. Es ist die Pflege von Heliamphora nicht einfach. Man muss halt mal probieren. Irgendwann klappt es dann. Ich hatte wie gesagt auch lange Pflanzen geschlachtet. Nun läuft es ganz gut und ich kann mich auch wieder ans Experimentieren wagen. Letztes Jahr hatte ich H. ionasii das erste Mal im Freiland zum Blühen gebracht. 

 

BT

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Nicky Westphal
vor 14 Stunden schrieb Philipp B.:
vor 21 Stunden schrieb Jo_Schmidt:

Quarzsand als Zugabe sorgt angeblich dafür, dass die Pflanzen auch paar Mineralstoffe abkriegen.

Das würde bedeuten, dass der verwendete Quarzsand verunreinigt und minderwertig ist. 

Ich denke du hast da was missverstanden. Mineralien, in gewissen Mengen, sind für die Pflanzen wichtig! Salze sind schädlich! 

 

Grüße Nicky

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Jo_Schmidt

Danke Nicky.

Die Info bzgl. Quarzsand hab ich aus einem Video von Matze.

Denke auch der weiß was er tut 😉

 

Genau Christoph, auf jeden Fall weiter machen! Ich hab auch schon einige Pflanzen verloren, aber immer etwas daraus gelernt.

Hier ein bisschen was verändert, da ein bisschen was gemacht. Man lernt immer dazu!

Ich musste z.B. auf die harte Tour lernen, dass mein Substrat im Terrarium super funktioniert, aber im GWH super schnell verklumpt und mit Moos zuwächst.

Jetzt gestalte ich alles noch luftiger und hab wieder Erfolge.

 

Und wie gesagt, je mehr Faktoren passen, desto geringer ist die Anfälligkeit für Schädlinge bzw. Krankheiten.

 

Licht scheinst du ja genug zu haben, ein lockeres Substrat und vllt. etwas mehr Frischluft sollten vermutlich schon helfen.

Mir ist noch was eingefallen: Wässern am Besten morgens, damit die Basis der Pflanze nicht über Nacht nass ist, das mögen Helis nicht so. Ebenfalls sollte da kein Sphagnum rein ragen (wo das neue Blatt entsteht). Muss schön abtrocknen können.

Bei mir hat sich als Substrat grober Torf mit Quarzsand bewährt, im GWH wie im Terrarium.

Ich mache teilweise auch Testpflanzungen mit verschiedenen Substraten (wenn ich eine Pflanze teile) und beobachte dann, welche nach 6-12 Monaten am Besten aussieht.

Dann entscheiden quasi die Pflanzen, worin sie zukünftig wachsen wollen. Ein Patentrezept gibt's meiner Meinung nach nicht, weil zu viele Faktoren unterschiedlich sind.

Beleuchtung, Belüftung, Wasser, Art des Wässerns sowie der Zeitpunkt, Algen, Moose, Temperaturkonstanten bzw. Schwankungen in Luft und Substrat, Mikroorganismen im "Biotop" usw usw

 

Grüße

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Beautytube
vor einer Stunde schrieb Jo_Schmidt:

Mir ist noch was eingefallen: Wässern am Besten morgens, damit die Basis der Pflanze nicht über Nacht nass ist, das mögen Helis nicht so. Ebenfalls sollte da kein Sphagnum rein ragen (wo das neue Blatt entsteht). Muss schön abtrocknen können.

Deto, ich habe exakt die gleiche Erfahrung gemacht.

 

BT

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Ronny K.
vor 8 Stunden schrieb Nicky Westphal:

Ich denke du hast da was missverstanden. Mineralien, in gewissen Mengen, sind für die Pflanzen wichtig! Salze sind schädlich! 

 

Grüße Nicky

 

Hallo,

ihr haut die Begriffe etwas durcheinander.

Siliciumdioxid, woraus Quarzsand hauptsächlich besteht, ist ein Salz. Es ist relativ schwer in Wasser löslich, aber es löst sich zu Kieselsäure.

Ein Mineral ist dagegen eine struktuell homogene chemische Verbindung oder ein Element. Quarz ist ein Mineral, welches hauptsächlich aus Siliciumdioxid besteht.

Jede Pflanze braucht Mineralstoffe. Wenn Sand keine Mineralstoffe enthalten würde, könnten dort keine Pflanzen wachsen.

 

Ich halte meine Heliamphora übrigens in reinem Spielsand und gieße abends  😉

 

Grüße

Ronny

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Philipp B.

Was soll Quarzsand (im habe immer im Kopf die Packung für die Aquaristik) bitte abgeben? In der Gärtnerei wird er doch für die verbesserte Dränung eingesetzt. Kalium kommt doch von Tonmineralen und Phosphor muss durch Wurzelexsudate und/oder Mikroorganismen erst aus den schwerlöslichen Phosphaten für die Pflanze verfügbar gemacht werden.

 

Grüße

Philipp

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partisanengärtner

Die Quarzsandqualitäten liegen so gut wie nie absolut rein vor. Außer Eisen und vielen anderen Metallen

können Spuren von vielen Elementen vorhanden sein. Es wäre eher interessant was da nicht wenigstens in Spuren vorhanden sein kann.

Ab 96 % SiO2 sricht man von Quarzsand.

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Ronny K.

Hallo,

Ton und Sand beschreiben erstmal nur Korngrößen. Die Tonminerale bestehen aus Schichtsilikaten, die sich durch Bodenbildungsprozesse aus Quarzkristallen (Sand) bilden. Da gibt es Zwei- und Dreischichtsilikate. Die Zweischichtsilikate sind sehr stark verwittert und binden kaum noch Mineralstoffe und Wasser, das sind dann z.B. die Lateritböden, auf denen viele Karnivoren wachsen. Die Dreischichtsilikate können dagegen gut Kationen und Wasser binden. Aber die Kationen können Pflanzen oder Mikroorganismen auch aus größeren Korngrößen über chemische Reaktionen lösen. Moose können das z.B. auf blankem Fels. Aber egal ob Fels, Sand oder Ton, Mineralstoffe sind immer verhanden, wenn auch nicht immer auf gleicherweise für die Pflanzen verfügbar.

 

Grüße

Ronny

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