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Knollensaison 2006/07


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Olivier Tschuy
Posted

Lieber Freunde der Knollendrosera

Ich finde, es war eine miese Saison für Knollendroseras. Jedenfalls bei mir – ob’s wohl an den Wetterkapriolen lag, an der Blattlausplage bei mir oder anderem - jedenfalls ist bei mir bei vielen Arten schon bald mal Feierabend. Erzählt mir von euch!

Trotzdem habe ich ein paar Bilder gemacht, welche ich euch gerne zeigen möchte und bei dieser Gelegenheit eine Diskussion über das eine oder andere vom Zaune reissen:

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Zum Beginn eine wahrhaft prächtige D. auriculata

Es war eine der ersten von mir ausgesäten Knollendroseras. Die Aussaht erfolgte im Oktober 2003. Über den Sommer 2006 ist sie nicht eingezogen und hat den ganzen heissen Sommer lang an der wärmsten Stelle auf dem Balkon gestanden, ist gewachsen und hat mehrmals geblüht und Samen angesetzt (welche auch schon zahlreich gekeimt sind). Ich liess sie natürlich nie ganz austrocknen, weshalb die Knollen ein wenig einen unregelmässigen Rhythmus haben.

Auf jeden Fall ist sie recht gross (ca. 35 cm) und hat mehrere Verzweigungen.

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Dann der Evergrow Drosera menziesii. Dies war glaublich meine erste Knolle, ebenfalls 2003. Die gibt’s immer noch und sie hat sich wacker vermehrt. Mittlerweilen sind sicher Knollen aus 4 verschiedenen Sammlungen darin, und ich hoffe stark, dass es heuer (Saison 2006/07) endlich mal Samen gibt. Die beiden Blüten sind nämlich nicht am selben Trieb...

die Bilder: 1, 2, 3

1002505.jpg1, 2

D. platypoda, „the fan-leaves sundew“ war lange Zeit ein Wunsch von mir, welcher ich mir im Herbst 2006 erfüllen konnte. Die roten ovalen Knollen sind lange nicht ausgetrieben und ich hatte schon Angst, sie zu verlieren. Standen sie doch mit allen anderen Töpfen bereits im leichten Anstau. Doch dann ca. im Dezember 2006 zeigten sich die Triebe und sind innerhalb kurzer Zeit so ausgewachsen.

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D. tubastylus, wie er gleich nach dem Austreiben aussah 1, 2. Mittlerweilen sind noch weitere Triebe hervorgekommen, wobei die ersten schon langsam verwelken.

D. tubeastylus ist der einzige rosettenbildende Sonnentau der mit ohne Probleme gedeiht. Und um so mehr Freude habe ich natürlich, dass er sich auch stetig über Tochterknollen vermehrt.

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Diese prächtige D. whittakerii ssp whittakerii "Chain of Ponds" habe ich aus einem Tausch mit einem Australier.

Die Akklimatisierung erweiste sich als schwieriger als erwartet: Dass die Knollen mitten im Sommer hervorkommen hatte ich erwartet. Im Keller standen sie unter Kunstlicht bei ca. 20 C Temp. Doch dann schleppte ich von irgendwo Blattläuse ein und habe sie sträflich spät bemerkt. In der Saison 2006/07 sind alle wieder ausgetrieben, sich aber sehr klein und wirken schwächlich, wohl als Spätfolge der Läuse...

Aus demselben Tausch habe ich auch australische D. menziesii Knollen bekommen, welche ich teilweise auch getauscht habe. Vielleicht können hier deren neuen Besitzer ihre Erfahrungen kundtun. Meine sind ausgetrieben, haben aber eben ziemlich schnell diese Laus bekommen. Mittlerweilen sind sie aber über den Berg (dank Sprühgift 2x monatlich).

Auch diese D. whittakerii ssp whittakerii sind vom "Chain of Ponds" . Einmal grün und einmal mit Rotstich. Interessant ist auch, dass die Knollen der selben Pflanze unterschiedlich aussehen, je nach Beschaffenheit des Topfes. Obwohl es sich doch eigentlich um dieselbe Pflanzenart handelt (oder?).

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Eine D. erythrorhiza ssp. erythrorhiza aus einem Tausch. Mit rosettenbildenen Knollensonnentaue habe ich irgendwie meine Mühe. Diese zeigte bei mit nämlich ein ganz und gar komisches Verhalten. Im Frühjahr trieb sie aus und zog über den Sommer ein, wo ich sie im Spätsommer als lange Wurzel ohne Knolle im Topf ausbuddelte. Im Herbst ist sie schnell ausgetrieben, aber klein und schwach geblieben und ist auch rasch wieder eingezogen und blieb den ganzen Wintern unter der Erde.

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Gruppenbild von einigen Knollentöpfen mit D. whittakerii, D. tubastylus, D. menziesii und D. erythrorhiza.

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Übersicht uber meine Knollensammlung im Frühjahr 2006, resp. was noch ausgetrieben war. Das rote vorne dürfte D. andersoniana sein! Yeah!.

Aufgefallen ist mir, dass die Knollendroseras am besten in diesen IKEA Tontöpfen wachsen, zweifellos aufgrund des grösseren Topfvolumens, der besseren Temperaturverteilung – diese Töpfe bleiben schön kühl dadurch, dass sie aussen immer ein wenig feucht sind – und dadurch, dass sie nicht so schnell austrocknen im Sommer.

Über den Sommer 2006 habe ich mir aus verschiedenen Ecken diverse Samen von Knolledroseras zugetan. Daneben habe ich mir meine sog. "Tuberous Files" zusammengesammelt, wo ich allerlei Kulturinformationen und Informationen zu Keimung, Behandlung, Stratifizierung, Sandpapierbehandlung etc. von Knollendroserasamen aufgeschrieben habe.

Das ist meine erste Anwendung:

Aufteilung der Samen nach Behandlungsart, Bad in Javelwasser, spülen mit dest. Wasser und aussaht auf 20 min. dampfgekochtem Torf um endlich dieses vermaledeite Moos und die andere Schlacke zu vermeiden. Von den 11 ausgesäten Sorten, darunter D. andersoniana, verschiedene D. auriculatas/peltatas, D. gigantea, D. stolonifera, D. ramelosa, D. rupicola, und D. whittakerii - sind bisher 4 gekeimt. Mässiger Erfolg also.

Mittlerweilen versuche ich mich an einer echten IV-Aussaht in einem Labor der Landwirtschaftlichen Hochschule - erste Resultate mit Nepenthessamen sehen vielversprechend aus!

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Ein D. whittakerii Sämling, von sicher 30 Samen, einer gekeimt! - ich kann’s immer noch kaum glauben!

Trick (oder eben auch nicht): vor dem Aussähen in Smokewater baden, ein paar Wochen in der bratenden Sonne stehen lassen, langsam befeuchten, den Winter über im Anstau halten, eintrocknen lassen, den Sommer lang braten lassen. In Herbst habe ich mal mit einer Gasflamme das trockene Moos abgesengt und den Topf wieder in den Anstau gesetzt. Gekeimt ist der Kerl etwa im Januar 2007. Dauer: ca. 2 Jahre. Auf etwa 20 weitere Töpfe warte ich noch...

Soviel von mir. Ich hoffe, dass der eine oder andere seine Erfahrungen dieser Saison mit uns tauscht.

Lieber Gruss aus Bern

Olivier

Stefan Kuhlmann
Posted

Hallo Olivier!

Erfahrungen kann ich nicht viele mit dir tauschen, da ich bisher nur D. peltata besitze aber wollte dir nur sagen, dass du wirklich ganz tolle Droser hast, die sehr gut gepflegt ausssehen.

Weiter so!

Posted

Hallo Olivier,

erst einmal stimme ich Stefan zu, dass die Bilder sehr gut aussehen.

Meine Erfahrung erstreckt sich in etwa auf den gleichen zeitlichen Rahmen wie bei Dir, wobei ich in der vergangenen Saison meine Sammlung recht stark erweitert hatte. Da die Pflanzen in meinem Kellerregal stehen, sind einige relativ aktuelle Bilder hier zu finden.

Ich kultiviere eine relativ große Anzahl verschiedener D. peltata, D. auriculata und D. macrantha (die meisten aus Samen gezogen) sowie noch so manche weitere, meist aufrecht wachsende Art.

Es ist die erste komplette Saison im Keller, weil das Regal vor ziemlich genau einem Jahr in Betrieb ging. Insofern ist ein Vergleich zum Vorjahr nur bedingt möglich. Die relativ leicht zu kontrollierenden Bedingungen führen jedoch weitgehend zu einem normalen Wachstum. Eine einzige Art (wobei ich nachsehen müsste, welche es war) hat sich schon so weit zurückgezogen, dass ich sie aus dem Regal genommen habe. Alle anderen wachsen derzeit recht gut, wobei sich einzelne Pflanzen zurückziehen können, aber gleich wieder austreiben.

Ähnlich wie bei Dir sind bei mir auch einige Arten trotz sonnigem Platz auf einem Südbalkon und entsprechenden Temperaturen munter den Sommer über weiter gewachsen (zum Beispiel D. platypoda und D. whittakeri ssp. aberrans). Letztere habe ich letzten Winter aus Samen gezogen, die schnell und recht üppig gekeimt waren (5 von 6, wenn ich mich nicht irre, Vorbehandlung mit Rauchwasser, aber mangels Samen keine Kontrolle ohne Rauch). Die meisten Arten aber haben den Sommer als Knolle überdauert und befinden sich im Wachstum. D. zonaria ist eine der unrühmlichen Ausnahmen, weil die Knolle anscheinend direkt eine neue Knolle bildet ohne zwischendurch an der Oberfläche zu erscheinen.

Generell begann diese Saison bei mir wesentlich früher als die vorherige begonnen. Die ersten Samen sind mittlerweile geerntet, aber noch erwecken die meisten Pflanzen nicht den Eindruck, dass sie sich auf eine Ruhephase vorbereiten.

Die beiden Knollen, die ich von Dir bekommen habe, gehören bei mir zu den ganz späten und sind erst vor kurzem ausgetrieben.

Folgendes kann ich aus meinen Erfahrungen bezüglich der Aussaat beitragen:

(a) Keimt sehr leicht, keine Vorbehandlung nötig:

D. peltata, D. auriculta, D. macrantha Subspezies und D. menziesii ssp. basifolia (vermutlich die anderen D. menziesii ssp. ebenfalls)

(B) Keimt bei mir ebenfalls (relativ) gut, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob eine Vorbehandlung nötig ist:

D. platypoda (1 von 3 Samen, ausgesäht im frühen Herbst bei noch sehr hohen Temperaturen im Wintergarten)

D. whittakeri ssp. aberrans (5 von 6 Samen, vorbehandelt mit Rauchwasser, aber nicht mir sommerlichen Temperaturen)

© Keimte bei mir bisher nur mit Vorbehandlung (Rauch oder Hitze):

D. porrecta (nur Samen im Topf der Mutterpflanze gekeimt, die den Sommer auf dem Südbalkon verbrachte, heißer gehts kaum noch) Rauchvorbehandlung sowie alternativ Aussaat im frühen Herbst zeigen bisher keine Sämlinge

D. stolonifera (keimte gut im zweiten Winter, nach teilweiser Rauchbehandlung vor der Aussaat - offensichtlich unwirksam - und einem Sommer im Wintergarten bei um die 40 °C).

(d) noch kein Keimerfolg trotz frischer (eigener) Samen:

D. purpurascens (Behandlung identisch mit D. porrecta; vielleicht habe ich die Samen geerntet bevor sie sich im Topf der Mutterpflanze aussäen konnten;-)).

Aktuell laufen nun auch Versuche mit D. menziesii ssp. menziesii.

Im kommenden Sommer werde ich meine Samen, die nicht in die Kategorie A passen, schon recht früh (Juni/Juli) aussäen und dann im Wintergarten braten lassen. Vielleicht klappt es dann von vorneherein besser.

Viele Grüße

Dieter

Sonja Schweitzer
Posted

Hallo Dieter,

wie stellst Du denn das Rauchwasser her?Ich wollte mir nach einem Hinweis ein paar smoke discs bei der Samenzentrale bestellen,aber dort gibt´s irgendwie keine mehr (zumindest finde ich auf der Seite nichts).

Olivier Tschuy
Posted

Hallo Begeisterte

Ich habe meine Knollendroseras zur Zeit an zwei verschiedenen Standorten:

Im Keller habe ich ein "Überwinterungsbecken“ für allerlei Zeugs, wo auch Töpfe mit Knollendroseras stehen. Das grosse Problem dort ist die ungenügende Belüftung/ Luftbewegung. Das Klima im Keller ist schlecht, ich hab’s schon bei anderen Arten gemerkt, als ich z.B. meine Hochlandnepenthes dort einquartieren wollte. Da hast du ja den besseren Keller erwischt ;-)

In der Küche habe ich ein zweites Terrarium für Knollis, wo es super geht. Nachts ist die Tür offen für die Katze. Lange hatte ich es auch auf dem Balkon um die milden Temperaturen auszunützen.

Deine Erfahrungen bezüglich Aussaat kann ich grösstenteils bestätigen.

Im Herbst habe wollte ich eine grössere Anzahl Sorten aussähen, doch hatte ich immer das Problem von „versiffung*“ der Topfe. Das wollte ich diesmal vermeiden und sterilisierte das Substrat im Dampfkocher (20 min unter Druck), desinfizierte die Aussaatschalen mit 70% Alkohol und legte die Samen, in einem Kaffeefilter eingepackt, in Javelwasser. Dann spülte ich die Samen ab und säte sie aus.

Tönt super, war eine Arbeit von sicher 4 Stunden und verdammt kniffelig. Vor allem die feinen Samen aus dem Wasser nehmen und aussähen – ich hab sie mit einer Pipette aufgesogen und in einem Tropf aufs Substrat fallen lassen, so verteilen sie sich.

Leider (..?) sind wir dann im November einen Monat auf Reise. Derzeit wurden die verschlossenen Boxen halt nicht belüftet und haben ein bisschen geschimmelt. Bakterienherde gab’s auch ein paar, sowie Algen, aber deutlich weniger als sonst und das habe ich auch in den Griff bekommen.

Trotzdem werde ich es wohl kaum mehr so machen. Anzuchttöpfe tief im Wasser lassen, so dass die Oberfläche gut durchnässt ist, hilft sehr gut gegen Verschlackung (Torf ist sauer), ebenso sauberes Wasser (Lichfrei lagern). Neu habe ich auch die Chance in einem Labor richtig steril auszusäen, gerade seltene Spezies.

Folgende Samen habe ich behandelt:

D. gigantea: ohne Behandlung, mit feinem Sandpapier abgeschliffen, Smokewater, Kombination von allem – keine Keimung seit Jahren, Hoffnung noch nicht aufgegeben.

D. erythrorhiza, D. graniticola, D. aff. macrantha "rock outcrop form" und D. m. ssp. planchonii alle ohne Behandlung ausgesät, aber mit Smokewater übergossen und vermooste Töpfe nach dem Sommer abgebrannt. Keine Keimung bisher, kaum mehr Hoffnung.

D. porrecta, D. ramellosa (soll Jahre haben bis zur Keimung), D. rupicola, D. stolonifera (Sandpapier) und D. whittakeri sind bisher noch am Hoffnungsvollsten, von einigen sind kleine Sämlinge sichtbar.

Die Kombination von Hitze im Sommer, dann langsam anfeuchten, eine Kälteperiode knapp über dem Nullpunkt durchmachen, dann subito unter gutes Licht mit viel Wasser hat bei mit vieles zur Keimung gebracht.

Zu meinen grössten erstaunen hat genau bei mir so (wie es ja sollte) D. glanduligera super gekeimt (ich behandle sie wie Knollendroseras), eben nach so einer Kälteperiode.

Allerdings stehen immer noch ca. 20 Töpfer herum, wo ich vergeblich warte. Zurzeit stehen sie angefeuchtet auf dem Balkon und kommen demnächst unters Licht.

@Sonja: Smokewater hat, wer sich einen Vorrat angelegt hat. Oder Selbermachen:

Trockenes Laub z.B. Eiche, mit kleinen Ästchen verbrennen. Asche und Kohle mit sauberem Wasser vermischen und richtig schütteln. Alles zusammen, mitsamt Kohlenstückchen über die Töpfe giessen. Am besten vor der Aussaht oder lange Zeit nachher, wenn die Oberfläche schon fest ist und es nicht mehr alles wegschwemmt.

Nütz bei sog. Feuerkeimer. Wirkstoff ist eine Verbindung von Stoffen wie sie bei Buschbränden an die Samen kommen. Hitze an dem Samen direkt kann evt. auch eine Rolle spielen. Ich fand’s aber immer schwierig, ein Feuer auf dem kleinen Topf zu machen ohne dass alles verbrennt. Besser ist mit der Gasflamme alles anzusengen finde ich.

Gruss aus Bern

Olivier

* Schweizerausdruck, meint hier verschleimen mit Algen und Bakterien.

Sonja Schweitzer
Posted

Hallo Olivier,

danke für Deine Tips bzgl.des Rauchwassers.Leider bringt mir auch das irgendwie keine befriedigende Lösung,denn ich hatte in der Vergangenheit immer das Problem,das die Reste der verbrannten Blätter,Äste,Gras etc.,die ich nicht komplett von der Substratoberfläche entfernen konnte,nach einer Weile anfingen zu schimmeln.Ich habe bisher immer nur Roridula durch Rauch zum Keimen gebracht,dies aber durch ein Feuerchen direkt auf dem Topf,wobei ich dann eben nicht alle Rückstände entfernen konnte.Wenn ich dann jetzt an die feinen Drosera-Samen denke,die ja schnell mit weggespült werden,wenn man die Substratoberfläche reinigt... (ganz gleich,ob nach direktem Feuer oder Rauchwasser,das ja auch Asche u.s.w.enthält.Na ja,´mal sehen,wie ich´s mache.

Olivier Tschuy
Posted

Dann giesse doch das Wasser durch ein Sieb und nimm dann das. Besser als nichts.

Können wir nicht vom Verein aus (Samenbank) wieder neue Smokedisks organisieren?

Sonja Schweitzer
Posted

Ach so,ich dachte,das sei zu wenig "smoke";-).Aber mit den discs wär´s natürlich optimal.

Matthias Jauernig
Posted

Hallo.

Schön dass ihr hier eure Erfahrungen kund tut.

Ich bin ziemlicher Neuling auf dem Gebiet der Knollendrosera, vor ca. einem Jahr habe ich meine ersten Knollen erhalten und gut über den Sommer bringen können. Jetzt scheint es allerdings so, dass sie viel lieber erstmal in die Breite wachsen wollen als in die Höhe. D. peltata und D. mensziesii haben beide mittlerweile recht große Bodenrosetten gebildet, in die Höhe wollten sie aber erstmal nicht gehen. Allerdings bin ich mir sicher, dass die Knollen dadurch ein gutes Stück größer ausfallen werden als letztes Jahr...

D. auriculata macht mir da mehr Freude. Erst im Sommer 2006 aus Samen gezogen haben die Pflanzen jetzt schon eine Höhe von ca. 30 cm erreicht und wachsen immer weiter.

Was ich eigentlich fragen wollte: was kann ich machen wenn Samen jetzt erst im Februar keimen? Ich habe so einen Kandidaten, die Pflanze dürfte dann doch zu klein sein um eine Knolle zu bilden und in Sommerruhe gehen zu können oder? Kann man die einfach durchkultivieren?

Gruß, Matthias

Olivier Tschuy
Posted (edited)

@ Matthias:

Ich habe schon D. auriculata ohne Pause durch den Sommer gebracht. Wenn die Samen jetzt im Frühjahr keimen, klappt das schon. Du stellst sie einfach nach Draussen, wo sie viel Licht bekommen und bis im Sommer hats ja auch deutlich Nachtabsenkung. Das klappt schon - bei mir hat es jedenfalls.

Edited by Guest
Matthias Jauernig
Posted

Hm, bei D. auriculata würde ich mir da auch wenig Sorgen machen. Bei mir handelt es sich um eine D. erythrorhiza ssp. squamosa, die da vielleicht anspruchsvoller ist (?). Naja, mehr als hoffen kann ich da wohl nicht. Ich halte den Sämling während des Sommers einfach weiter im Anstau, schaue was er macht und hoffe, dass er durch den Sommer kommt.

Viele Grüße,

Matthias

Posted

Hallo Matthias,

bei D. erythrorhyiza kann ich nichts zu Sämlingen beitragen, aber meine Sämlinge der letzten Saison haben ab Frühjahr im Wintergarten und später auf dem Balkon davor (Südausrichtung, bis auf abends nicht schattiert) gestanden. Die D. whittakeri ssp. aberrans-Sämlinge sind munter weiter gewachsen - soll heißen, sie haben mehrere Generationen Rosetten gebildet, ohne sich zwischendrin in eine Knolle zurückzuziehen. Im frühen Winter gab es dann auch eine einzelne Blüte - und danach endlich auch mal etwas größere Rosetten.

Einen Rückzug in Knollen habe ich bei meinen Pflanzen nicht erzwingen können.

Viele Grüße

Dieter

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