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Bau meines Moorkübels


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Guest Sebastian R.
Posted

Hallo!

Da ich mir nun einen eigenen Moorkübel zulegen möchte habe ich ein paar Fragen an Euch.

Der gekaufte Kübel fasst 90l und hat eine Höhe von 30cm. Da die Eimer eine Höhe von 18cm aufweisen werde ich diese wohl noch etwas zurechtschneiden. Die Frage ist nun, wie hoch sie circa sein sollten. Ich denke ist es okay, wenn ich die Höhe um 5cm kürze, sodass die Pflanzen bis in eine Tiefe von circa 15cm wurzeln können - wer stimmt mir zu?;)

Ich habe gelesen, dass man unter die umgedrehten Eimer eine Torfschicht von circa 3-5cm einbringen soll, jedoch habe ich noch keine Ahnung wofur das gut sein soll. Kann es mir jmd. erklären?

Oberhalb der umgedrehten und mit Löcher versehenen Eimer wollte ich ein Torf-Sand-Gemisch anwenden. Dieses sollte bis 2cm unter den Rand gehen, damit bei starkem Regen kein Substrat ausgespült wird.

Als Pflanzen hatte ich mir eine S. purpurea sowie vier S. Hybryden (hier zu finden: http://forum.carnivoren.org/topic.php?id=12246&) vorstellt.

Ausserdem vorerst eine Dionaea und D. Rotundifolia.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Einen schönen Abend wünsche ich noch, adios!

Werner Gerber
Posted (edited)

Hallo Sebastian,

ich denke Du hast da Ähnliches vor, wie ich es letztes Jahr im Garten gebaut habe. Vielleicht findest Du HIER ein paar Antworten.

Gruss Werner

Edited by Guest
Guest Sebastian R.
Posted

Danke für deine Antwort, Werner.

Ich habe ganz vergessen von meiner Idee eines Wasserstandanzeigers zu schreiben.

In einer Ecke möchte ich ein Drainagerohr anbringen und dort eine Art Schwimmer einsetzen, damit ich den Wasserstand im Auge habe.

Damit der Kübel bei starkem Regen nicht vollläuft möchte ich ausserdem in einer Höhe von 20(?)cm ein paar Löcher in den Kübel bohren. Ist das überhaupt nötig?

adios, Sebastian

Posted (edited)

Hallo, ich habe auch solch einen 90l-Kübel vor 2 Jahren angelegt, so langsam siehts auch nach was aus.

Ist 35cm hoch und darin sind 3 recht große Eimer vom Bäcker (etwa 20cm Höhe) versenkt, seitlich recht viel weggeschnitzt damit sie passen. Ohne Torfschicht darunter, sehe auch nicht den Sinn darin.

Beim Umsetzen der Pflanzen in letzter Zeit hat sich die Substrathöhe von ca. 12-13cm als ausreichend erwiesen, selbst wenn eine Wurzel mal auf den Eimer stoßen sollte, kann mir nicht vorstellen daß das die Pflanze ernsthaft stört.

Abflusslöcher auf jeden Fall machen, jedoch nicht gleich so tief, ich habe sie nur 2-3cm unter Oberfläche was wiederum sehr hoch ist, jedoch schnell nochmal reinbohren kann man später immer noch.

Das mit dem Schwimmwer wollte ich eigentlich auch umsetzen, mit so einem gelben Überraschungs(inner)ei an einem Stab, welcher durch ein Loch im Deckel geführt wird. Hab es bislang gelassen, da wenn ich regelmäßig bei den Pflanzen bin auch gleich einen Blick ins Rohr werfen kann, zudem hat man nach einer Weile im Gespür wann Zeit zum Nachfüllen ist. Was sich übrigens trotz der knappen Höhe nur auf Hitzeperioden konzentriert, da kann es dann aber schonmal nach 2-3 Tagen nötig sein.

Edited by Guest
Guest Sebastian R.
Posted

Hi!

Anfags erstmal danke für deine Antwort, manne.

Ich habe den Kübel nun aufgestellt.

Leider haben nur drei 5l Eimer hineingepasst, jedoch sollte giessen nicht so das Problem sein. Der Wassertank hält ausreichend Wasser bereit und in Hitzeperioden stehen meine Eltern eh jeden Abend im Garten und versorgen die Pflanzen mit Wasser.

In einer Ecke des Kübels befindet sich ein 35cm langes Rohr, dort kann man eg schon recht gut sehen, wie hoch das Wasser steht. Ob ich mir noch einen Schwimmer dafür bastel weiß ich noch nicht.

Nachdem das Substrat einige Tage stand habe ich heute bereits die Pflanzen eingesetzt.

Natürlich sieht das Ganze jetzt noch sehr steril aus. Etwas Moos würde der Optik sicher gut tun - mal schaun, was sich da machen lässt. Hauptsache die Pflanzen machen sich gut.

Die Abflussbohrungen werde ich demnächst hinzufügen. Im Notfall könnte ich das Wasser ja auch aus dem "Steigrohr" absaugen. Dank meiner Aquarien habe ich mit sowas bereits Erfahrung.

Ein ruhiges Wochenende wünsche ich, adios!

Posted

Hi Leute

Muss so ein Abfluss wirklich sein? Oder ist des eher unwichtig? Wo gibts denn sonst son Abfluss in einem Moorbeet mit Folie? Macht man des denn normalerweise so ode rlässt man solch Abflüsse weg?

Viele Grüße

Stefan

Werner Gerber
Posted

Hallo Stefan,

Muss so ein Abfluss wirklich sein? Oder ist des eher unwichtig?

Die Frage ist wohl falsch gestellt, es hätte heißen müssen: "Warum ist solch ein Abfluss wichtig?", obwohl man beim Nachdenken eigentlich auch zur Lösung kommen muss. Wo liegt denn der Unterschied, wenn ich 60 Liter Wasser in einen 90-Liter-Mörtelkübel gieße, oder schütte sie in eine Badewanne? So ähnlich verhält sich der Unterschied zwischen einem Mörtelkübel und einem Folienmoorbeet. Gehen wir von einem richtig heftigen Unwetter aus, so lässt sich das Szenario recht einfach nachvollziehen. Das Folienmoorbeet steckt eine Niederschlagsmenge von 60 Liter je Quadratmeter wohl locker weg, im Kübel dürfte da schon alles geflutet sein; Substrat und Sämlinge sind weggeschwemmt. Das Folienbeet hat zudem meistens den Vorteil, dass es ebenerdig angelegt ist, bietet dem Wasser also die Chance sich auf Substrathöhe im restlichen Land zu verteilen. Im Kübel liegt das Bodenniveau meist deutlich unter dem Kübelrand; nach einem Unwetter mutet er deshalb eher wie ein Teich an. Bei Verwendung von Überläufen im richtigen Verhältnis zur Substrathöhe erledigt sich das alles ganz von selbst. Bei Regengüssen kann man sehr schön beobachten wie das Wasser aus den Überläufen dringt; von Überschwemmung keine Spur.

Macht man des denn normalerweise so ode rlässt man solch Abflüsse weg?
...der Mensch erledigt eigentlich von Natur aus selten etwas, wovon er sich keinen Nutzen verspricht...

Gruss Werner

Posted (edited)

Hi Werner

Danke für deine recht umfassende Antwort! :-) Nun denn, werde ich mal die Löcher reinmachen, dürfte ja auch keine negativen Auswirkungen aufs Beet haben. Oder doch? Spontan fallen mir auslaufendes Substrat bei Starkregen, austrockendes Substrat von dieser Stelle an und reinwachsendes Unkraut (und eindringende Erde) als Negativfaktoren ein. Das erste kann man jedoch ausschließen, wenn man das Loch so klein wie möglich hält und dafür mehrere Löcher in den Kübel bohrt. Was für eine Lochgröße und Lochanzahl haltet ihr denn für sinnvoll, denn bei einem Starkregen muss ja das überschüssige Wasser auch sehr schnell aus dem Topf geführt werden ohne das eigenes Substrat rausgespühlt wird und fremdsubstrat eintreten kann (Unkraut auch nicht).

Über die Lochhöhe wurden hier ja auch schon Wörter verloren. Ich denke so 2-3cm unter Substrathöhe müsste passen, doch wird dann auch schnell genug das Wasser bei Starkregen abgeführt? Oder wäre es nicht auch sinnvol, das ganze etwas über Substrathöhe (also oberhalb des Substrates, und damit knapp unterhalb der Kübeloberkante) zu verlegen, da könnte das Wasser dann relativ schnell entweichen, doch zurück bleibt immenroch eine braune Soße. Ev wird sogar das Substrat rausgespühlt? Oder empfiehlt es sich eines unter Substrat- und eines über Substrathöhe reinzubohren? Ich will ja auch keine braune Soße im Kübel haben. Frage mich jedoch im Ernst, ob es das denn wird (bzw. ob sowas passieren kann), wenn alles mit Sphagnum überwuchert ist?! Stehendes Wasser für ein paar Stunden finde ich persönlich nicht so tragisch...wenn es dann aber kleiner Pflanzen und Sämlinge ausspühlt siehts dann schon anders aus...mal auf die Antworten hierauf warten 8-)

MfG

Stefan

Edited by Guest

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