Maik Rehse Posted September 1, 2007 Posted September 1, 2007 Hallo, Hier mal eine der -wie ich finde- schönsten kleinblättrigen utricularien. Habe sie ende märz ausgesät, vier monate später zeigte sich schon eine blüte. Sie steht in einem geschlossenen terrarium sehr warm und hell zusammen mit einigen petiolaris-drosera. Den topf habe ich in ein kleines glas gestellt, so dass ich das wasser bis auf substrathöhe anheben kann. Viel spaß beim ansehen, Maik.
Eike Matthias Wacker Posted September 1, 2007 Posted September 1, 2007 Hi, sieht echt komisch aus, als währen dort 2 Blühtenstiele! Aber dennoch schön, würde ich auch gerne haben... Gruß Eike
Roman.P Posted September 1, 2007 Posted September 1, 2007 Hallo ! Wenn man ein bisschen Fantasie hat glaubt man die Blüte wäre ein Schmetterling oder so etwas der gleichen. Die Blüten sind toll finde ich, sind wirklich meiner Meinung nach einer der schönsten Blüten. ;-)
Bernd Adam Posted September 1, 2007 Posted September 1, 2007 Toll! Die Art kannte ich noch gar nicht. Gefällt mir ausnehmend gut! Viele Grüße, Bernd
Guest Sebastian Epp Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 Hi wow die sieht ja mal echt gut aus. Ich kenne diese Art garnicht. @maik_rehse:kannst du uns näheres über diese Art berichten? mfg sebastian
Dieter Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 (edited) :shock: Hallo Maik, ich bin sehr beeindruckt! Da hast Du doch ein ganz besonderes Prachtstück! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg. Allzu vielen ist das bisher noch nicht geglückt! Ich hoffe, Du kannst diese beeindruckende Art eine Weile in Kultur halten und uns noch mit weiteren Bildern versorgen... Viele Grüße Dieter Edited September 2, 2007 by Guest
Alexander Fisch Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 Hallo Maik Sehr schöne Bilder.Kannst du uns mal ein paar Bilder der Blätter und evtl der Fangblasen posten? Grüße Alexander
Nicole Rebbert Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 Hallo, eine wunderschöne Blüte! :shock: Mich würde mal wieder interessieren wie groß die Blüten sind... :-) Ich habe übrigens ein wenig nachgeforscht und gelesen, dass diese Art mehrjährig ist, doch stimmt das wirklich? Viele Grüße, Nicole
Andreas Fleischmann Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 Hallo, Ja, alle drei Arten der Sektion Nelipus (U. biloba, U. leptoplectra und U. limosa) sind ausdauernd. Die Blüten von U. leptoplectra gleichen den Blüten einiger nordaustralischer Stylidien in Farbe und Form, ich vermute hier ein Blütenmimikry. Was auch noch auffallend bei vielen Blüten nordaustralischer Pflanzen ist: die Kombination aus violetter Oberseite und einer gelben oder weißen Unterseite, sieht man sehr schön auf einem deiner Bilder, Maik! Findet sich bei Utricularia, Stylidium, Byblis, einigen Asteraceen, Liliaceen und Orchidaceen. Ich habe darüber schon mit Allen Lowrie diskutiert, hier zwei unterschiedliche Interpretationen des Phänomens, vielleicht fällt euch ja noch etwas dazu ein: Die Blüten sollen von unten für Fraßfeinde nicht sichtbar sein, so Allens Hypothese ("weißer-Hai-Taktik" ). Meine Gegenargumente dazu: warum sind dann die Blüten von unten nicht himmelblau? Außerdem halte ich es für unwahrscheinlich, dass krabbelnde Blütenfresser "zu Fuß" an Byblis oder Stylidium-Blüten herankommen, der Weg dorthin erscheint mir doch zu unbequem und drüsig . Aber es könnte tatsächlich sein, dass diese Farbgebung Blüten in Knospe vor fliegenden Nektarräuber o.ä. schützt, weil diese vielleicht auf violette Blüten "geeicht" sind, und helle Knospen nicht sehen. Dann müssten aber die offenen, violetten Blüten stark zerfressen sein. Meine Hypothese: Ein "Grundierungseffekt". Die violette Farbe wirkt satter (und kommt damit für den Bestäuber vielleicht besser zur Geltung), wenn sie auf heller Grundierung "aufgetragen" wird. Kann man übrigens auch in Kultur sehr schön beobachten, wenn man Blüten von Byblis liniflora (ohne helle Unterseite) mit denen von B. filifolia oder B. rorida in vollem Sonnenlicht vergleicht. Letztere haben dann viel leuchtendere, kräftigere Farben, als die "matte" B. liniflora. Und das mag zwischen hohem Gras in den nordaustralischen Feuchtsavannen durchaus von Vorteil sein. Alles Gute, Andreas
Sonja Schweitzer Posted September 2, 2007 Posted September 2, 2007 Hallo Maik, ein dickes Lob für diesen Kulturerfolg!Ich warte ja noch darauf...;-) Sei doch nicht immer so bescheiden und zeig´uns auch ´mal Andere Deiner Pflanzen oder gar Deine ganze "Anlage".Soweit ich weiß,hast Du doch Deine Utris sehr gut im Griff und was die Blüteninduktion angeht,könnten wir bestimmt noch Einiges von Dir lernen!
Martin Hingst Posted September 3, 2007 Posted September 3, 2007 Hallo Maik, schöne Bilder und gut ausgefärbte Blüten! Glückwunsch zu deinem Kulturerfolg - Martin
Maik Rehse Posted September 3, 2007 Author Posted September 3, 2007 hallo, danke für das viele lob :-) Wenn die pflanze weiterhin so gut wächst kann ich sicher demnächst einige teilstücke abgeben. Im moment wächst sie garnicht mehr, ich gehe aber davon aus, dass das an den mitlerweile acht geöffneten blüten liegt und die pflanze keine kraft mehr für vegetatives wachstum hat. Die blüten sind übrigens mit ca. 2 cm durchmesser recht groß, zumal die blätter winzig sind (etwa wie bei U. lateriflora) Der blütenstiel dürfte auch schon gut 40 cm länge haben (habe die Terrarienabdeckung vor einiger zeit etwas beiseite schieben müssen ;-)) Laut Taylor sollen die blätter geteilt sein, ähnlich wie bei U. biloba. Bei mir jedenfalls zeigen sich fast nie geteilte blätter, möglicherweise liegen die verzweigungen aber auch unter dem substrat, hab mich noch nicht getraut nachzusehen... @ Alexander: Um die fallen zu fotografieren wird meine kamera wohl leider nicht ausreichen :roll: Viele Grüße, Maik.
Torsten T. Posted September 3, 2007 Posted September 3, 2007 Hallo, @Andreas Fleischmann: Haben Du und Mr. Lowrie das in Richtung UV abweichende Spektrum in der Farbwahrnehmung von Insekten berücksichtigt? @maik: WOW! Du weckst Begehrlichkeiten beim Betrachter! Die Blüte ist wirklich eine Pracht. Ich melde mich freiwillig für einen der von Dir erwähnten Starter ;-).
Andreas Fleischmann Posted September 3, 2007 Posted September 3, 2007 Hallo Torsten, Blütenbesuchende Insekten reagieren gar nicht so stark auf die Farbe der Blüte an sich, als auf den Farbkonstrast der Blüte zur Umgebung (macht auch Sinn, wenn man Komplexaugen hat, und dadurch alles extrem pixelig sieht ). Dies gilt auch für den UV-Bereicht der Farbskala, oft sind die Blüten entweder UV-reflektierend (macht Sinn auf UV-absorbierendem Hintergrund, die Blüte sieht dann für Insekten hell aus) oder UV-absorbierend (dunkel für das Insektenauge, gut auf hellem Hintergrund, z.B. Quarzsandflächen), oder es treten kontrastreiche UV-Markierungen (sog. Saftmale) auf der Blüte auf. Ich denke, es spielt bei einem "Grundierungseffekt" keine Rolle welche Wellenlänge das Licht hat, das dadurch verstärkt wird, oder? Trotzdem wären Aufnahmen im UV-Spektrum von Blüten dieser nordaustralischen Pflanzen hoch interessant. Alles Gute, Andreas
Torsten T. Posted September 3, 2007 Posted September 3, 2007 (edited) Hallo Andreas, bezüglich der resultierenden Effekte wäre ich mir da nicht so sicher. Wenn die roten und rot-nahen Bereiche des Strahlungsspektrums nicht gesehen werden können, dann verändern sich doch auch die Wahrnehmung der Blüte vollständig. Irre ich oder sind die meisten Farben von Blüten das Resultat der Rückstrahlung von Pigmentgemischen? Wenn für uns eine Blüte klar eine strahlend gelb-orange Farbe hat und damit im Licht sehr hell erscheint, so müsste sie doch für ein Tier mit fehlender oder schwacher Wahrnehmungsfähigkeit in diesem Bereich ganz anders erscheinen, vermutlich blass gefärbt oder gar grau-schwarz. Oder es tritt eine Komponente in den Vordergrund, die wir nicht wahrnehmen, da sie für uns durch die Rückstrahlung anderer Pigmente überlagert wird. Ich habe vor kurzem noch gelesen, dass das sog. `Bienenpurpur´ uns deutlich gelb erscheint. Die Rückseite der U. leptoplectra ist gelb, oder? Damit müsste sie (vorausgesetzt die sichtbaren Lichtbereiche für die bestäubenden australischen Brummer weichen nicht zu stark von denen unserer europäischen Honigbiene ab) für die Insekten als purpurn oder zumindest von ähnlicher Farbe erscheinen, für mich ein recht deutlicher Kontrast vor einem hellen Himmel in blau oder weiß. Ähnlich mag sich die Farbe der Vorderseite wandeln und dann einen exzellenten Kontrast vor dem Untergrund bilden. Vielleicht ist Bienenpurpur aber auch nur ein Name und sie nehmen es ebenfalls als helle Farbe war, dann wäre meine Theorie hinfällig. Soweit meine Gedankenspiele, jetzt summe ich mal los und suche etwas Nektar auf meiner Pizza. Edited September 4, 2007 by Guest
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