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Markus Welge

02. Welche Verantwortung trage ich als Kultivator von fleischfressenden Pflanzen?

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Markus Welge

02. Welche Verantwortung trage ich als Kultivator von fleischfressenden Pflanzen?

Viele karnivore Pflanzen sind in ihrem Bestand bedroht, sei es durch direkte Angriffe des Menschen, sei es durch Verlust

der Lebensräume. Einige Arten sind daher durch internationale und/oder nationale Gesetze geschützt. Dies bringt

gewisse Einschränkungen im Handel mit sich, die auch Privatsammler betreffen!!

Um welche Arten es sich hierbei handelt und was man dabei zu beachten hat, erfragt man am besten bei der zuständigen

Unteren Landschaftsschutzbehörde.

Daneben geht man mit dem Kauf eines Lebewesen, und das sind Pflanzen nun einmal, auch immer die Verpflichtung ein,

dieses so gut zu behandeln wie es nur geht. Fahrlässigkeiten kann man sich im Umgang mit Gegenständen leisten, nicht

jedoch im Umgang mit Lebewesen. Wer sich nicht um die Moral schert, möge folgendes bedenken: Schon in einer mittleren

Sammlung steckt einiges an Zeit und Geld, die beide zusammen mit den Pflanzen auf dem Kompost landen, wenn diese

mangels Interesse eingehen.

Zu Recht verlangen die meisten Gesetze, die sich mit der privaten Haltung geschützter Arten befassen, dass diese artgerecht,

das heißt so nahe wie möglich den natürlichen Bedingungen entsprechend, gehalten werden. Zuwiderhandlungen werden

zumindest bei Pflanzen zumeist mit der Beschlagnahmung der Arten und einer saftigen Geldbuße geahndet.

Für sehr bedenklich hält der Autor auch die Praxis einiger Händler, ungeschützte Arten in der Wildnis zu sammeln und diese

dann als "Zuchtpflanzen" zu verkaufen. Besonders australische Arten, wie Pygmae- und Knollendrosera sind davon betroffen.

Da etliche Arten dieser Gruppen nur sehr kleine Verbreitungsgebiete haben, sind sie durch das Absammlen akut in ihrem

Bestand gefährdet. Jeder Liebhaber dieser Pflanzen muss hierbei für sich

selbst entscheiden, ob er Pflanzen aus Wildsammlungen kaufen will oder nicht. Bedenken sollte man außerdem, dass die

Umstellung auf den gegenläufigen Rhythmus der Jahreszeiten der Nordhalbkugel nicht ohne Verluste zu bewerkstelligen ist.

Viele dieser Arten sind auch über europäische Nachzuchten verfügbar, wenn auch zu einem höheren Preis, da die meisten

nicht gerade dankbar in der Kultur sind.

Hier sollte der Naturschutzgedanke über der Sammelwut stehen.

Edited by Guest
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