Guest unreal-mip Posted October 9, 2007 Posted October 9, 2007 i schreib grad an meinem spezialgebiet und bin auf die frage gestossen ob die fangmethode bei allen fallengruben gleich ist oder muss man da wieder unterscheiden? und wie funktionieren sie wenn sie ziemlich alle gleich sind? vielen dank ... schon mal im vorraus!!! mfg
Roman.P Posted October 9, 2007 Posted October 9, 2007 Hallo! Ich darf bitten dieser Beitrag gehört wirklich woanders hin ! :-o
Marcel B. Posted October 9, 2007 Posted October 9, 2007 Hallo, Wieso sollte er woanders hin,hier sind wir im Cephalotus Thread und dieser besitz Fallgruben... Dass sich die Leute immer so aufspielen müssen:roll::roll: Also: Im Prinzip funktionieren alle Fangruben gleich: Am Deckel(ausnahme: D.californica besitzt keinen deckel) sitzen Nektardrüsen,welche Insekten anlocken.Von dort aus verläuft eine Nektarspur immer weiter in den Krug hinein.Irgendwo beginnt dann meistens eine glatte Zone(meines Wissens nach,mit Wax o.ä beschichtet,bitte um Verbesserung falls es falsch ist) gefolgt von einer Zone die mit feinen nach unten gerichteten Haaren besetzt ist.Auf einer dieser Zonen verliert das Insekt nun den Halt und fällt in den Krug und in die dortige Verdauungsflüssigkeit,wo es auch verdaut wird.
Guest unreal-mip Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 vielen dank Marcel Brys hast mia wirklich weiter geholfen thx
Andreas Fleischmann Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 Hallo, Ja, im Prinzip funktionieren alle passiven Grubenfallen gleich (Anlocken - Reinfallen - Verdauen), allerdings gibt es da je nach Art erhebliche Abwandlungen. Aber das ist in jedem besseren Karnivorenbuch genau nachzulesen (z.B. für Anfänger Slack, Carow oder zur Not auch Braem), wenn man sich mal die Mühe machen möchte. Aus Internetforen lässt es sich auch so schlecht zitieren ausnahme: D.californica besitzt keinen deckel Doch, nur dass hier der Deckel der anderen Sarraceniaceen zur "Zunge" wurde. Und dort sitzten bei Darlingtonia auch noch zahlreiche Nektarien. Heliamphora sarracenioides besitzt adult keinen Deckel (mehr)! Dafür hat Cephalotus keine Nektarien an der Deckelunterseite, die anderen Karnivoren mit Fallgruben aber schon. Was Anatomie, Ontogenese und Enzymausstattung angeht, so könnten die Fallgruben der unterschiedlichen Gattungen (und z.T. auch innerhalb der Gattungen!) kaum unterschiedlicher sein! Aber funktionieren tun sie alle gleich. Wobei man genauso gut auch fragen könnte, ob denn alle Autos gleich funktionieren. Im Prinzip eben schon, aber es kommt halt wie so oft auf's Detail an Alles Gute, Andreas
Marcel B. Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 Hi, Das wusst ich ja natürlich alles,nur so genau wollt ichs net machen Andreas :-P Ne danke für die Ausführung,wie immer interessant :-) Grüße Marcel
Julia Rohlfing Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 Hi Marcel, das wusstest Du alles? Dann kannst DU mir sicherlich erklären, was Ontogenese ist. Ich weiß das nämlich nicht... Julia
Darian-Wolz Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 @ Julia ich glaube da war beim Marcel Ironie im Spiel=) Könnt ich mir vorstellen^^ aber was ontogenese is würd ich auch gerne mal wissne:-D Schönen Abnend euch allen noch!!
Marcel B. Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 (edited) @Julia,natürlich war da Ironie im Spiel,man beachte doch mein Zungensmilie... Ich würde nie von mir behaupten,dass ich nur annähernd soviel weiß wie Andreas oder manch anderer hier im Forum... Ich wollte mich mit dem obrigen Post nur bei Andreas für seine Ausführung bedanken. Mfg MArcel Edited October 10, 2007 by Guest
Andreas Fleischmann Posted October 10, 2007 Posted October 10, 2007 Hallo Julia und Darian, Ontogenese (oder ~genie) ist die Individualentwicklung (eines Lebewesens oder Organs). Ich hätte einfacher auch nur "Entwicklung" schreiben können. (wobei man mit "Entwicklung" auch Phylogenie, also die stammesgeschichtliche Entwicklung, meinen könnte. Aber hier besteht wohl nur für Biologen Verwechslungsgefahr ). Anschaulich: Die ontogenetische Entwicklung eines Menschen läuft in etwa so ab: befruchtete Eizelle -> diverse embryonale Stadien -> Fötus -> kleiner Andreas Die phylogenetische Entwicklung des Menschen war wahrscheinlich: Einzeller -> Vielzeller -> [...] primitive Wirbeltiere -> Fische -> Amphibia -> Reptilia -> Säugetiere -> Primaten -> gemeinsamer, menschenaffenähnlicher Vorfahre -> Mensch (oder alternativ: Lehmklumpen -> Mann -> Rippe -> Frau ) Konkret auf die Entwicklung der unterschiedlichen Grubenfallen: Bei Nepenthes z.B. wird die Kanne vom Oberblatt (genauer: der Blattspreite, Lamina) gebildet, bei Heliamphora und Sarracenia ist das gesamte Blatt an der Bildung der Kanne beteiligt. Die Flügelleisten bei Heliamphora sind Blattränder, bei Nepenthes (wahrscheinlich) epidermale Auswüchse. Etc. Die ähnlich aussehenden Strukturen sind also nicht immer unbedingt die gleichen Organe, ihre (ontogenetische) Entwicklung ist unterschiedlich. Alles Gute, Andreas
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