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Überwinterung von Karnivoren???


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Hallo!

Ich besitze derzeit 2 Venusfliegenfallen, 1 Drosera capensis, 1 Drosera rotundifolia, 1 Sarracenia-Hybride und eine Sarracenia purpurea.

Da ich mir alle diese Pflanzen bis auf eine Venusfliegenfalle heuer im Sommer gekauft habe, bin ich etwas unsicher bei der Überwinterung.

Die eine VFF die ich schon seit etwa 2 Jahren besitze, habe ich bisher immer im Keller überwintert. Normalerweise stehen meine Pflanzen im Sommer draußen am Balkon.

Da es im Keller aber nicht so hell ist, und die neugekaufte VFF schon von Schädlingen befallen war, habe ich mir überlegt, ob ich nicht vielleicht meine Pflanzen (außer D. capensis) draußen am Balkon überwintern lassen soll.

Da sie ja alle in Töpfen sind, würden sie mir aber ja draußen abfrieren.

Deshalb habe ich mir überlegt, ob ich sie nicht ein bisschen schütze.

Jetzt kommt meine Frage:

Ich habe vor einen großen, länglichen Tontopf zu nehmen, in diesen alle Karnivoren mit Töpfen zu geben, und bis zum Rand mit Laub zu füllen (soll ja auch isolieren), sodass nur mehr die Pflanze selber rausguckt und kein Topf mehr. Diesen Tontopf stelle ich nochmal an einen geschützten Ort auf dem Balkon, wo aber viel Licht ist.

Jetzt wollte ich fragen, ob ich das (gefahrlos) machen kann?

Danke für eure Antworten und MfG,

Christian

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Hallo Christian!

Jetzt wollte ich fragen, ob ich das (gefahrlos) machen kann?

Nun, keiner hier im Forum kann Dir da eine Garantie drauf geben. Du kannst es einfach mal ausprobieren. Problematisch wird es nur, wenn deine Laubisolierung nicht ausreichend ist, und das Substrat anfängt komplett durchzufrieren. Pflanzen, die das nicht gewöhnt sind, könnten damit ein Problem haben.

Gruß

Olli

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Hallo Oli und danke für die Antwort!

Aber grundsätzlich wäre es schon möglich? Denn auch wenn man winterharte Arten im Moorbeet hat, kann es ja auch passieren, wenn man Pech hat, dass sie abfrieren oder?

Nochmals: Aber es könnte klappen oder ist es unmöglich?

Notfalls kann ich ja versuchen noch weitere "Isolationstechniken" zu finden.

Noch eine frage: Wenn ich sie jetzt draußen habe, wie verhält sich es dann mit dem Gießen. Muss ich dann überhaupt noch?

MfG

Christian

Posted

Wenn sie draußen sind nur noch ab und zu gießen, sodass das Subtrat leicht feucht ist.;-)

Posted

Hallo Christian

Denn auch wenn man winterharte Arten im Moorbeet hat, kann es ja auch passieren, wenn man Pech hat, dass sie abfrieren oder?

Pflanzen, die schon lange Jahre im Moorbeet kultiviert werden, haben ein ausgeprägtes Wurzelsystem, die schon tief ins Substrat reichen. Das ist natürlich ein Vorteil. Kritisch sind immer lange Barfröste (Frost ohne Schneedecke).

Nochmals: Aber es könnte klappen oder ist es unmöglich?

Ja, klappen könnte das.

Noch eine frage: Wenn ich sie jetzt draußen habe, wie verhält sich es dann mit dem Gießen. Muss ich dann überhaupt noch?
Wenn sie draußen sind nur noch ab und zu gießen, sodass das Substrat leicht feucht ist

Da scheiden sich die Geister. Hier von ein Zitat von Thomas Carow aus einem älteren Thread:

es ist mir unbereiflich, woher das Märchen kommt, Carnivoren im Freiland im Winter trockener zu halten??!! Ist von Euch schon einmal einer im Winter an den Naturstandorten von Sarracenia und winterharten Drosera gewesen?? Ohne Gummistiefel kommt Ihr da keinen Meter voran - im Gegensatz zum Sommer. Die Pflanzen stehen fast ausnahmslos im oder unter Wasser. Macht man sich einmal das Zusammenspiel von Niederschlagsmengen und Verdunstung klar sollte es eigentlich jedem dämmern.Die Hibernakel der Drosera sind besonders empfindlich auf Trockenheit. Sie haben keine Wurzeln, trocknen bei Sonneneinstrahlung aus und werden dann weich und schnell anfällig für Pilzinfektionen. Januar/Februar sind dabei sehr gefährliche Monate wenn kein Schnee liegt. Also flutet Euer Moorbeet zum Winter bis zum Rand damit die Pflanzen im Wasser/Eis stehen!

Gruß

Olli

Posted

Hallo!

Wie ich schon am Anfang meines Beitrages erwähnt habe, war eine meiner Venufliegenfallen von schädlingen befallen, und deshalb habe ich die VFF mit einem Mittel dagegen eingesprüht.

Heute ist sind immer noch Schädlinge oben, nur weiß ich erstens nicht welche und zweitens ob, die die oben sind überhaupt noch leben oder schon tot sind.-Ist ja nicht so wichtig.

Meine eigentliche Frage ist:

Da ich ja vor habe meine Pflanzen morgen rauszugeben, wollte ich wissen ob damit die Parasiten weggehen oder ob dadurch die Pflanze, weil sie ja durch die Schädlinge geschwächt ist, unter Umständen eingeht?

MfG

christian

Posted (edited)

Hi Chris,

ich finde den Zeitpunkt, die Pflanzen nach draußen stellen zu wollen, etwas "unglücklich". Lass sie lieber über Winter im Keller und im nächsten Jahr einfach ab Herbst draußen lassen. Ich weiß nicht ob die Pflanzen den plötzlichen Temperaturunterschied so leicht verkraften.

Wie sehen denn die Schädlinge aus? Schnapp Dir doch mal eine Lupe und schau nach, ob sie noch leben.

Gruß

Viktor

Edited by Guest

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