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Schmieralgen (Blaualgen)


helmutpre

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Hallo,

in meiner Carnivorensammlung finden sich immer wieder mal glibberige, grünlich- durchscheinende Beläge (bis zu einige Millimeter dick) auf dem Substrat, insbesondere dann, wenn er aus reinem Torf besteht. Ich vermute, es handelt sich um Blaualgen ( = Schmieralgen = Cyanobakterien).

Abgesehen davon, dass Blaualgen eine interessante Lebensform darstellen (möglicherweise eine der ersten überhaupt), sind sie lästig bis problematisch, da sie Aussaaten und Jungpflanzen überwuchern und dadurch abtöten.

Meine einzige, halbwegs erfolgreiche Therapie besteht im Abschaben bzw. Umtopfen in frisches Substrat, verziert mit einem trocken-pulverigem "Torfhäubchen". Lebendes Sphagnum scheint den Blaualgen ebenfalls nicht zu schmecken.

Diese Methode ist jedoch sehr arbeitsintensiv und schwierig bei Jungpflanzen.

Forenbeiträge zum Problemfeld "Blaualgen" findet man hauptsächlich auf Aquarianerseiten. Aquarianer sind verständlicherweise auf chemische Keulen nicht gut zu sprechen, möglicherweise gibt es aber für unser Raubgemüse

das eine oder andere Hausmittel.

Gibt es von Euch irgendwelche Erfahrungen (positive wie negative) mit der Bekämpfung von Blaualgen? Möglicherweise helfen ja bereits milde Desinfektionsmittel wie Ethanol usw.? Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße an alle !

Helmut

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orangegestreift

Hallo Helmut,

Ich habe in meinen Aquarien ab und zu Blaualgen (vor allem in dunklen Ecken, wenn die Schwimmpflanzendecke zu dicht geworden ist). Charakteristisch ist der stechend scharfe Geruch dieser Algenbakterien. Bei Carnivorenanzuchten sind sie bei mir bisher immer nur in Tontöpfen aufgetreten, in Plastik nie. Ethanol- oder Alkohollösungen wären vielleicht einen Versuch wert, da das in Aquarien absolut tabu ist, weil schon kleinste Mengen Fische töten. Ich habs aber noch nie versucht, sondern bisher auch immer nur umgetopft, was noch zu retten war.

Gruß

orangegestreift

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Hallo,

diese Cyanobakterien sind die Lieblinge meines ehemaligen Biolehrers...:roll::-?

Sie auszutrocknen bringt leider nichts, da das eine Art Verbreitungsmethode dieser Bakterien ist (die ausgetrockneten Bakterienplättchen werden vom Wind weggetragen!)!

Die Methode mit der Ethanollösung dürfte hinhauen, doch wird es wahrscheinlich auch die Sämlinge angreifen!

MfG

Marc

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Hallo Helmut,

ich bin zwar kein Fan von der chemischen Keule - nur wenns nicht anders geht. Ich verwende bei meinen Sämlingen gerne Euparen von Bayer - eigentlich ein Pilzmittel macht aber auch die meisten Moose und Algen platt...

Meinen Sämlingen hat es noch nie was ausgemacht - aber mit vorbehalt...

Viele Grüße,

Michael

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  • 1 month later...

Hallo Helmut!

Es ist wirklich ein lästiges Problem mit diesen Algen. Als ich das Substrat trockener gehalten habe sind sie verschwunden.

Welche Samen willst Du keimen lassen? Z.Bsp. die meisten (oder vielleicht alle) Drosera-Samen keimen ja des Lichts wegen, bei mir sind sie gut angewachsen, obwohl das Substrat nur mässig feucht war.

Ich stimme aber auch zu, dass sie gerne in etwas "dunklere Ecken" wachsen. Selbst auf reinem Sand gedeihen sie! :evil:

Ich hatte mir die Algen wahrscheinlich mit dem Regenwasser aus der Tonne eingeholt.

Ich hoffe aber, dass Du das Problem in der Zwischenzeit in den Griff bekommen hast ;-)

Gruss Mamu

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