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P. esseriana - Fragen zur Vermehrung durch Blattstecklinge


Nepenthes alata

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Nepenthes alata

Seid gegrüßt,

habe als Anfänger nun auch ein Anfänger-Fettkraut erworben und will dieses über Blattstecklinge vermehren. Nun weis ich, dass man einfach die Winterblätter ablösen muss und auf feuchtes Substrat legt - und das alles ohne Zudecken.

Nun hab ich noch drei Fragen:

Wie viele Blätter kann ich wegmachen, ohne dass ich meiner Pflanze schade? - Ich dachte so an fünf Blattstecklinge.

In der Literatur habe ich als Substrat sowohl Torf als auch reinen Quarzsand gelesen. Was ist besser geeignet - oder ist das egal?

Ich will als Anzuchtbehältnis eine alte Eiscremedose nehmen. Muss ich das dann auch eine Drainageschicht unten rein machen? - Bewässern wollte ich oberflächlich mit einer Sprühdose.

Ich freu mich über eure Antworten.

Gehabt euch wohl

Johannes

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Ronny Zimmermann

Hallo,

also bei der menge an Blättern kommt es natürlich auf die Größe deiner Pflanzen. 5 Blätter sollten aber kein Problem darstellen.

Als Substrat nutze ich reine Vermiculite, welche für mich das optimalste Substrat darstellen.

Eine Folie drüber für hoche Luftfeuchte und fertig ist die Nachzucht.

Viel Licht und nicht zu kalt stellen.

Gruß Ronny

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Hallo Johannes,

der folgende Artikel gibt eine nahezu perfekte Anleitung zur Vermehrung mexikanischer Pinguicula:

Vegetative reproduction of Mexican Pinguicula

Wichtig dabei ist ein geschlossenes Behältnis (hohe Luftfeuchtigkeit) mit einigen Luftlöchern.

Besonders praktisch sind diese Plastikschalen in denen man Tomaten oder Weintrauben kauft.

Am besten du nimmst die unteren Blätter sofern sie noch gut sind. 5 Stück sollte die Pflanze gut verkraften. Wenn du sie aus der Mitte nimmst, verliert die Rosette oft an Stabilität und kann zerfallen.

Ich würde dir unbedingt zu Vermiculit raten, da es sehr locker ist, nicht schimmelt und die Ablegerpflanzen sich problemlos 'einwurzeln' können.

Darin kannst du sie dann auch noch eine Weile weiterkultivieren.

Edit: Edit: Da war Ronny schneller. Zu viel Licht muss ich allerdings widersprechen.

Ich würde eher einen halbschattigen Standort wählen, da die Blätter teilweise sehr empfindlich sind.

Viel Erfolg!

Markus

Edited by Guest
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Nepenthes alata

Habe im Buch von Thomas Carow (Kosmosverlag) gelesen, dass man das bei Pinguicula nicht zu decken soll, ist sogar mit einem "!" versehen. Bin daher jetzt etwas verwirrt.

Diese Behältnisse - sind die unten offen und stehen in einer Schale, oder sind die zu am Boden geschlossen? Wie sähe es mit einer Drainageschicht aus? - In der Anleitung steht nix darüber, kann ich die dann einfach weglassen?

Ist es jetzt eigentlich noch zu früh dafür?

Edited by Guest
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Nepenthes alata

Ich wollte Sand benutzen, weil ich Vermicutlie nicht hab. Aber das Substrat sollte doch eigentlich recht egal sein. Meinst du bei Sand (Quarzsand) müsste ich ne Drainageschicht haben, obwohl ich von oben wässern will?

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Ronny Zimmermann

Wenn du etwas gröberen Sand nutzt, hast du ja quasi eine Drainageschicht. Da du sowieso nur wässern willst scheint es nicht nötig zu sein. Falls du die Stecklinge unter Folie kultivierst, entsteht sowieso ein geschlossenes System und somit wird wässern nicht nötig sein.

Gruß Ronny

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Teilweise klappte es mit den Blattstecklingen auch ohne Abdeckung. Wenn du es allerdings bei trockener Luft in der Wohnung machst, dann vertrocknen die Blätter garantiert.

Wenn die LF jedoch zu hoch ist, vergammeln sie.

Daher musst du auch vorsichtig sein, wenn du von oben bewässerst, da die Blätter leicht verrotten, wenn sie nass werden.

Ich wollte Sand benutzen, weil ich Vermicutlie nicht hab. Aber das Substrat sollte doch eigentlich recht egal sein. Meinst du bei Sand (Quarzsand) müsste ich ne Drainageschicht haben, obwohl ich von oben wässern will?

So egal ist das gar nicht. Vermiculite hat sehr gute Eigenschaften, da es gut Wasser speichert jedoch nie zu nass ist. Außerdem bilden die Pflanzen ein sehr ausgeprägtes Wurzelsystem im Vermiculite.

Viele Grüße

Markus

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Hi

Eigentlich müsste doch auch eine Heranzucht im Terrarium funktionieren, oder? Jedenfalls gehe ich mit vielen Blattstecklingen so vor (Dionea, Drosera, Pinguicula,...), dass ich sie einfach in das dauerfeuchte grüne Sphagnum in meinem Terrarium stecke und dann entwickeln sich auch langsam kleine Pflanzen. Man muss eben nur aufpassen, dass man die kleinen empfindlichen Wurzeln der Stecklinge beim herausnehmen aus dem Sphagnum/Terrarium nicht beschädigt!

Grüße

Stefan

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Nepenthes alata

So, habe jetzt Sand genommen in einer ehemaligen Tomatenschale. In den Deckel Lüftungslöcher reingemacht und die Winterblätter draufglegt, sechs an der Zahl. Und jetzt mal schauen, was sich tut.

Kann man Vermiculite auch nicht online beziehen - weis da jemand was?

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http://plantarara.com/

Vermiculite

Mittel, Körnung ca. 3-6 mm

Um das Substrat aufzulockern und den ph-Wert zu verbessern.

Gut geeignet als Zugabe für Nepenthes, Pinguicula, Bromelien und Orchideen. Empfohlene Beimischung ca. 5-10%. Bei der Verwendung von härterem Gießwasser ist eine verstärkte Beimischung empfehlenswert.

5 Liter Beutel

EUR 5.00

;)

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Schon klar, danke, was mich aber abschreckt sind die 8 € Versand, weshalb ich mich bisher noch nicht überwinden konnte. Daher meine Frage, ob man es auch "außerhalb des Netzes" bekommt.
Du kannst es dir dort auch abholen. ;-)
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Nepenthes alata

Na ja, dann wären die Versandkosten auch wieder drinnen ;-)

Aber im normalen handel scheints das echt nicht zu geben, habe nach Perlit und Vermiculite gefragt, aber keiner hatte das. Komm wohl ums bestellen nich rum.

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Hallo,

versuchs doch mal in einem Zoofachgeschäft!! Ich bin nach einer Weile fündig geworden...;-)

Grüsse

Marc

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C.Weinberger

Hallo!

Aber im normalen handel scheints das echt nicht zu geben, habe nach Perlit und Vermiculite gefragt, aber keiner hatte das. Komm wohl ums bestellen nich rum.

Die einfachen Mexikaner lassen sich problemlos auch ohne Vermiculite oder Perlite kultivieren. Gerade Pflanzen wie esseriana, jaumavensis und Co.

Misch groben Sand unter und dann steht deinen Plänen nichts mehr im Weg.

Im Übrigen scheint Blattstecklingen das Susbtrat in den ersten Tagen (bis Wochen?) erstmal recht egal zu sein. Beim (natürlichen) Teilen einiger Pinguicula brechen von alleine oft größere Mengen an Blättern ab, die dann auch gerne mal auf den Boden des Plastikuntersetzers fallen. Wenn ich das nicht bemerke, wachsen sie dort erstmal ohne Probleme weiter, so lange sie keine zu hohen Temperaturen oder Trockenheit abbekommen.

So wachsen dann oft kleinere Pflanzen heran, ohne Substrat.

Gruß Christian

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Sonja Schweitzer

Frag´´mal in einem Zoogeschäft mit Terraristikabteilung.Da gibt´s ganz bestimmt Vermiculite.Ich glaube,das wird von Reptilien für die Eiablage benötigt und ist daher in einem solchen Handel zu kaufen.

Perlite bekommst Du z.B. bei Hornbach,allerdings nur in einem Riesensack,was für ein paar Blattstecklinge zuviel sein dürfte.Zur Karnivorenkultur ist nur das Perlite unter dem Namen "Isoself" geeignet.Alle anderen Perlite für´s Baugewerbe enthalten u.A.Bindemittel,sind also Gift für unsere Pflanzen!

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Markus Welge
Die einfachen Mexikaner lassen sich problemlos auch ohne Vermiculite oder Perlite kultivieren. Gerade Pflanzen wie esseriana, jaumavensis und Co.

Misch groben Sand unter und dann steht deinen Plänen nichts mehr im Weg.

Im Übrigen scheint Blattstecklingen das Susbtrat in den ersten Tagen (bis Wochen?) erstmal recht egal zu sein. Beim (natürlichen) Teilen einiger Pinguicula brechen von alleine oft größere Mengen an Blättern ab, die dann auch gerne mal auf den Boden des Plastikuntersetzers fallen. Wenn ich das nicht bemerke, wachsen sie dort erstmal ohne Probleme weiter, so lange sie keine zu hohen Temperaturen oder Trockenheit abbekommen.

So wachsen dann oft kleinere Pflanzen heran, ohne Substrat.

Gruß Christian

Bei mir wachsen die Pings auch auf dem Bewässerungsflies wenn dort mal ein Blatt drauf fällt, daher würde ich aber Filz nicht unbedingt als Bodengrund empfehlen... :roll:

Warum ich hier jedoch Vermicuite empfohlen habe, scheint wohl keiner verstanden zu haben...

Gruß

Markus

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aktualisiert: zwei!:lol::lol:

Meiner Meinung nach sollte jeder seine Erfahrungen selber sammeln!

Klar wachsen die Stecklinge auch auf einem anderen Substrat (oder sogar ohne) an, doch scheint Vermiculit die besten oder zumindest sehr gute Eigenschaften für eine erfolgreiche Stecklingsaufzucht von Pinguicula zu haben!

Man könnte ja auch aus diesem Anlass Versuche mit verschiedenen Substraten starten und dann vergleichen (wenn das hier nicht schon jemand gemacht hat)!!

Schlussendlich lohnt es sich meist Tipps von erfahrenen Züchtern anzunehmen...;-)

Grüsse

Marc

Edited by Guest
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  • 2 months later...
Florian Rochau

Hallo,

was für eine Körnung von Vermiculite empfehlt ihr denn bei Blattstecklingen?

Eher die Feine mit 0-2mm oder eher grob mit 3-6mm Körnung?

Gruß,

Florian

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C.Weinberger

Hallo Florian!

Ich verwende derzeit noch beide Körnungen, bevorzuge jedoch die gröbere. Dadurch wird das Substrat noch etwas lockerer, was ich für vorteilhaft halte.

Gruß Christian

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  • 1 month later...

Hi Leute. Ich habe gestern meine Blattstecklinge der Pings angeguckt und was seltsames festgestellt. Ich habe die Blätter mit der bedrüsten Seite nach oben auf Torf gelegt. Die Jungpflanzen wachsen allerdings auf der Unterseite, also der unbedrüsten Seite, die ja nach unten liegt...

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  • 2 weeks later...

Gutan Abend,

meine P. esserina ist mal etwas angeschimmelt, woraufhin ich das Substrat gründlich abgewaschen, die verschimmelten Blätter abgezupft und die Pflanze in ein luftigeres Substrat mit etwa einem siebtel Kalksplitt gepflanzt habe. Die Blattstecklinge die Vorher nicht gewachsen sind, wachsen jetzt endlich. aber besonders bemerkenswert fand ich, dass die halbverschimmelten Blätter in einem Knochentrockenem Behältnis kleine Pflanzen gebildet haben.

Schönes Wochenende noch,

Harald

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