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Hilfe mit Nepenthes


Guest julwinck

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Guest julwinck

Hallo,

ich habe seit kurzem Probleme mit meinen Nepenthes. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt haben die Blätter der N. ventricosa gelbe Blätter bekommen. Dieser Prozess begann ganz allmählich von unten her. Zuerst wurden die Blätter gelb, dann vertrockneten sie. Tierchen oder sonstiges waren nicht zu sehen.

Die x hookeriana hat schon seit längerem diese braunen Flecken (scheinen sie nicht beeinträchtigt haben, denn sie sind schon seit längerem, als das mit den gelben blätter noch nicht war) aber hat jetzt auch 2 oder 3 gelbe Blätter bekommen. Sie treibt zwar nach oben wunderbar aus und bildet Kannen, aber die unteren paar Blätter machen mir Sorgen.

Als ich nun mal ein gelbes Blatt der ventricosa abgeschnitten habe, habe ich ein paar kleine Öffnungen entdeckt, an denen ein ganz, ganz kleiner Tropfen einer klebrigen Substanz klebt.

Meine Parameter sind:

LF: 75%-95%

Temp: 21-24 (Tag)

18-20 (Nacht)

Bel.: 2x18W Lsr

30W Lsr

Ich hoffe ihr könnt mir so schnell wie möglich weiter helfen!

Lieber Gruß

Julian

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Guest julwinck

Was ich noch erwähnen sollte:

-auf dem ersten Bild ist die x hookeriana zu sehen

-auf dem zweiten links ein Blatt der x hookeriana, rechts eines des ventricosa

-auf dem dritten ist ein Blatt der ventricosa

-auf dem vierten die Blattunterseite der ventricosa

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Andreas Melzer

Hi Julian,

wie lange hast Du die beiden Nepenthes schon, und wie lange stehen sie in der jetzigen Umgebung?

Dein Substrat sieht nach reinem Torf aus - ist das korrekt?

Nepenthes mögen luftiges Substrat, wie z.B. Mischungen aus - u.a. - Torf, Perlite, Vermiculite, Kokosfasern und Pinienrinde. Auch reines Sphagnum ist luftig, gleichzeitig aber feucht.

Torf in Reinform neigt zur Verdichtung und ist damit nicht die erste Wahl, da er Wasserstau und damit Fäulnis am Wurzelsystem begünstigt.

Schädlingstechnisch kann ich Dir leider keinen Tipp geben, da habe ich - glücklicherweise - bei meinem Tropensalat noch keine Erfahrungen gemacht.

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Guest julwinck

Hi,

also in diesem Substrat stehen sie jetzt etwa 4-6 Monate. Das ist so ein fertig gemischstes Carnivoren-Substrat aus dem Baumarkt. Drunter ist eine Drainageschicht aus Seramis.

Ich lass mich zwar gerne eines besseren belehren, ich hoffe nur, dass ich die nicht großartig umpflanzen muss, denn meine Pflanzen stehen in einem Paludarium und das würde ein rießen Akt werden! :-(

Ich vermute, dass es daher kommt, dass sie in letzter Zeit ziehmlich im Anstau standen. Das Wasserbecken des Palus war etwas undicht und so sammelte sich einiges Wasser im Pflanzenbereich. Hab das Substrat jetzt ersteinmal wieder etwas antrocknen lassen und bewässere gerade nur mäßig bis gar nicht, da die Erde doch noch Restnässe hat.

Kann es daher kommen und was kann ich tun damit die Pflanzen nich weiter absterben? Reicht es, das Substrat vor der nächsten Bewässerung kurzzeitig durchtrocknen zu lassen?

Gruß Julian

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David Wagner

Hallo julwinck...

Also dein Substrat sieht schon ein wenig matschig aus. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit diesen Fertigmischungen gemacht, gerade für Nepenthes sind diese ungeeignet und ich finde sie auch zu teuer.

In diesem Punkt stimme ich Andreas voll und ganz zu.

Ich mische meine Substrate immer selbst und bestelle die einzelnen bestandteile bei Götz Pflanzenzubehör im Internet.

Bei Plantarara.com findest du eine wunderbare Liste der Substratmischungen für jeden Karnivorentyp.

Klicke da auf shopping, dann auf Zubehör und zuletzt auf Substrate. Wenn du da nach unten scrollst erscheint die Liste.

Wenn du noch lange was von deinen Nepenthes haben willst kommst du wohl um einen Substratwechsel kaum herum.

Und mit Seramis wäre ich auch vorsichtig. Es könnte evtl. dünger oder andere Nährstoffe enthalten. Am besten eignet sich grober Blähton. Der ist Nährstofffrei und in jedem Gartencenter zu erhalten.

Die Punkte mit den Klebetropfen sind ganz normal.

Es handelt sich um Nektardrüsen die auf der ganzen Pflanze verteilt vorkommen. Dadurch werden Inseken angelockt.

Hoffe das hilft dir weiter.

MfG

David

Edited by Guest
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Guest julwinck

Ok, vielen Dank für eure Antworten. Werde jetzt ersteinmal mein Abi ( :cry: ) vorrüber bringen und mich dann an das Substrat machen.

Gruß julian

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Guest julwinck

So, ich war mal eben auf Plantarara.com.

Wie macht ihr das denn dann in der Kultur, weil ich mein ich habe ja mehrere Pflanzen zusammen. Mach ich partiell für jede Pflanze ihr eigene Mischung oder versuch ich zwischen den Mischungen einen Mittelweg zu finden?

Wie oft wechselt ihr denn euer Substrat?

Julian

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Guest julwinck

Also im Moment habe ich:

N. ventricosa x alata

N. ventricosa x truncata

N. x Hookeriana var. red

D. capensis

P. agnata

U. longifolia

U. sandersonii

Was ich mir gerade noch am überlegen bin ist die Anschaffung einer Heliamphora hybride.

Julian

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Andreas Melzer

Hi Julian,

ob die Pflanzenzusammenstellung so richtig günstig ist, will ich mal nicht beurteilen. Aber ich gebe zu Bedenken, dass du die D.capensis sowie die Utricularia specs. im Anstau halten solltest, wohingegen die P.agnata als auch die Nepenthes specs. gern auch mal etwas trockener werden. Du müsstest also entweder verschieden hohe Substratlevel in Deinem Terrarium haben, oder aber die Möglichkeit zur getrennten Bewässerung. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Substrat-Vorlieben Deiner Pflanzen.

Edit: Ganz zu schweigen von der geplanten Heliamphora, deren Bedürfnisse hinsichtlich Klima und Licht dann wohl sämtliche Scheiben Deines Beckens sprengt.

Machbar ist das sicher, aber optimal sicher nicht.

Vielleicht kann Dir dazu aber auch jemand mit mehr Erfahrung in "Mischterrarien" etwas genaueres erklären.

Edited by Guest
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Guest julwinck

Das mit den verschiedenen Bepflanzungsebenen hab ich bereits in meinem Terrarium. Ich weiss jetzt eben nur nicht woran das Problem mit den gelben Blättern liegt. Ich sollte nur schnell handeln, weil sonst brauch ich bald garnichts mehr bezüglich des Mischterrariums überlegen, weil mir dann alle Pflanzen ausser D. capensis eingegangen sind. Der Sonnentau entwickelt sich prächtig, aber die Nepenthes machen mir eben Soregn.

Brauch dringend eure HILFE!!!

Julian

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Guest julwinck

Hallo,

ich bin grad ziehmlich gefrustet was mein Terrarium angeht. Wäre total nett, wenn sich einer mir annehmen könnte (am besten mit icq), dass man detailliert besprechen kann, was die Fakten und Zahlen meines Terras sind, und wo die Probleme herkommen, dass man sie beheben kann. Wäre wirklich total nett, weil ich komm glaub ich so nicht weiter und hab keine Lust das Hobby verkrampft weiter zu führen um dann ständig neue Pflanzen kaufen zu müssen.

Gruß Julian

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Hi,

wenn ich mir Foto 081 ansehe, so besteht das Problem doch wohl hauptsächlich bei den alten Blättern oder? Der neuere Teil der Pflanze sieht eigentlich recht gut aus, was mich angesichts der frostigen Temperaturen im Terrarium etwas wundert. Die Blätter sind zwar klein, sehen jedoch für mich recht gesund aus. Gehe ich recht in der Annahme, dass die großen Lappen aus der Zeit vor dem Einsetzen ins neue Umfeld stammen und die kleinen Blätter aus der Zeit danach?

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Guest julwinck

Ja, deine Annahme ist richtig. Woran kann das liegen? Was kann ich ändern, damit wieder große Blätter wachsen?

Ist die Temperatur in meinem Terra echt zu kalt? Wie warm sollte es denn sein?

Gruß Julian

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ZEIT!

Wenn die Pflanzen wieder große Blätter produzieren soll, dann lass ihr einfach Zeit. Starke Veränderungen stressen Pflanzen mitunter gewaltig, auch eine Umpflanzaktion und drastische Veränderungen bei Beleuchtung und Temperatur. Dann kann das Wachstum stagnieren oder die Pflanze wird sogar weit zurückgeworfen. Die Pflanze bekrabbelt sich schon wieder und irgendwann stehen auch wieder große Blätter an.

N. x hookeriana ist die Hybride zweier extremer Tiefländer, die i.d.R. lieber Temperaturen weit über 20° haben. Die Temperaturen in deinem Setup könnten ruhig 4-5° höher sein. Es geht aber wohl auch ohne (schließlich wächst sie auch so), die Ergebnisse werden allerdings nicht optimal sein.

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Guest julwinck

Ok, danke für die sehr informativen Tipps. Ich habe den Lüfter jetzt etwas gedrosselt und habe nun tagsüber eine konstante Temperatur von etwa 25°C. Das sollte ersteinmal reichen.

Was sagst du denn zu meiner Zusammenstellung der Pflanzen? Ich habe sie ja weiter oben aufgeführt. Soll ich da was verändern? Und wie sieht es mit meiner Beleuchtung und meinem Subtrat aus? (siehe oben)

Würde mir gerne in naher Zukunft eine Heliamphora Hybride zulegen. Welche davon ist zu empfehlen und was sollte ich dann an meinen Parametern ändern?

Viel Dank schonmal im Voraus für die hoffentlich reichlichen Antworten! :-)

Gruß Julian

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Andreas Melzer

Hi Julian,

in Deinem eher auf Tieflandbedingungen ausgelegten Becken würde sich keine Heliamphora wirklich wohl fühlen - und anders herum würde sich die N.x "Hookeriana" nicht über einen Aufenthalt in den Bedingungen einer Heilamphora freuen.

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Guest julwinck

Ok, also sollte ich die Temperatur eher zwischen 25-27°C halten, damit es den derzeitigen Pflanzen entgegen kommt?!

Julian

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  • 2 weeks later...

Hallo Julian :-)

Als Tieflandterrarium würde ich die Temperatur auch erhöhen (Foto 1), vor allem auch dass die Nachtabsenkung 23°C nicht unterschreitet - ideal wären aus eigener Erfahrung so um die 25°C. Meine Nepenthes Alata gedeiht dabei hervorragend und treibt seitlich aus (Foto 2+3).

Sie steht in einem Weisstorf(5)-Sand(0.5)-Kork(1)-Pinienrinde(1)-Kokosfaser(1)-Perlite(2)-Gemisch, nicht zu nass, nicht zu sauer.

Meine N. Ampullaraia hingegen steht in einem Weisstorf(0.5)-Pinienrinde(1)-Kork(1)-Perlite(1)-Vulkangestein(0.5)-Gemisch, im gleichen Terrarium unweit von der N. Alata entfernt. Die "Substrat-Mulde" ist an den Seiten mit einem Weisstorf(1)-Quarzsand(1)-Gemisch abgegrenzt.

Wegen den Flecken, ich habe einmal irgendwo gelesen, dass diese Anzeichen für Wurzelfäulniss sein könnten (Kulturfehler bedingt) -> muss aber nicht unbedingt sein, keine Panik! Bei meiner N. Alata sind auf den älteren Blättern auch kleine rosa bis rote Punkte zu sehen...

Dass die bestehenden Blätter und Kannen beim Umtopfen usw. Schaden nehmen können, ist allgemein bekannt. Normalerweise aber vertrocknen zuerst die Kannen, und dann das Blatt von aussen nach innen... :roll:

Vielleicht hast Du schon was in der Zeit erreicht, somit wäre dieser Beitrag vielleicht überflüssig ;-)

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen Pflanzen und einen guten Start in die neue Woche :-)

Gruss Manuel

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