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Zersetzungsgrad beim Torf


Guest hennes17036

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Guest hennes17036

Hallo zusammen

ich habe hier im Forum und auch auf anderen Seiten gelesen das bei der Pflege von Fleischis der Torf idealerweise einem Zersetzungsgrad von H2-H5 haben sollte (ich nenne es mal Zersetzungsgrad-hoffe ihr wißt was ich meine:-))Leider habe ich diese Info zu spät gelesen. Habe mehr darauf geachtet das es ungedüngter Torf sein muß. Nun ist der Zersetzungsgrad bei meinem Torf mit H5-H8 angegeben. Ist das schon zu viel des Guten oder kann ich den auch benutzen (im Verhältnis mit Quarzsand 2:1).

Danke im Vorraus.

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Martin Hingst

Hallo Hennes,

wenn der Torf Weißtorf und ungedüngt ist, ist der erst mal ne Zeitlang OK. Den niedrigen Zersetzungsgrad nimmt man deshalb, weil der Torf dann gröber und damit etwas luftiger ist. Mit dem höher zersetzten musst du wahrscheinlich eher wieder ans umtopfen gehen.

Wenn du ihn aber noch nicht aufgemacht hast, vielleicht doch besser umtauschen.

Viele Grüße

Martin

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Guest hennes17036

Danke, dann werde ich mein Glück mal versuchen. Die haben da auch 125l Säcke gehabt mit H3-H5. Dort steht auch ungedüngt drauf allerdings beträgt der Stickstoffgehalt laut Angabe 1,1%.Ist das ok? Dann hole ich mir diesen Sack auch wenn es mir doch ziemlich viel erscheint.

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Guest Sebastian M.

Hallo Hennes,

Wenn du nur leichte Arten hast kannst deinen Torf auch nutzen, ich hatte auch solchen und meinen Pflanzen geht es auch nach einem Jahr noch prächtig. Anspruchsvolleren Arten solltest du jedoch Substrat gönnen das schön luftig ist. Vor allem bei Nepenthes. Aber auch dort sind Baumarkthybriden sehr widerstandsfähig.

Fazit: Wenn der Sack nicht riesig ist und du noch Anfänger bist kannst du ihn ruhig behalten und den Torf nutzen. Vielleicht etwas mehr Sand dazugeben das es nicht so stark verklebt.

MfG Sebastian

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Thomas Carow

Torfqualitäten

Torf ist kein homogenes Produkt, das sich mit eindeutigen Messmethoden klassifizieren lässt. Torfe können aus unterschiedlichen Pflanzen in den unterschiedlichsten Regionen entstehen.

Es wird deshalb z.B. von Sphagnumtorfen, Wollgrastorfen, Scheuchzeriatorfen (Binse), Seggentorfen, Schilftorfen und holzhaltigen Torfen gesprochen. Ja sogar die für uns wichtigen Sphagnumtorfe werden nach der Ausgangsart unterschieden z.B. Cuspidatatorfe. Dadurch können auch die ph-Werte und die Nährstoffgehalte natürlich extrem schwanken. So werden auch düngerhaltige Torfe aus unteren Schichten abgebaut, über denen jahrzehntelang Landwirtschaft betrieben wurde.

Der Fachmann entscheidet eine Torfqualität weiterhin an der Struktur, dem Geruch, der Färbung und durch mikroskopische Untersuchungen. Selbstverständlich spielt auch die Gewinnung und Lagerung eine große Rolle, sogar die Witterung bei der Gewinnung und Lagerung kann einen großen Einfluss auf die Torfqualität haben.

Der Zersetzungsgrad wird in H-Werten angegeben. 'H' stammt von 'Huminosität', und der Wert nimmt zu je älter der Torf ist. Meist stammt dieser Torf dann auch aus tieferen Regionen. Diese Angabe der H-Werte gibt aber natürlich nur einen Qualitätswert von Torfen wieder und dieser ist auch noch visuell geschätzt. Wenn dann noch Werte H2 – H5 angegeben werden ist die Aussagekraft sehr begrenzt. Die Angabe H2 – H5 wird meist für 'schwach zersetzte Hochmoortorfe' benutzt während H6 – H10 für 'stark zersetzte Hochmoortorfe' benutzt wird.

Neben Ausstrichen auf Objektträgern wird oft die sog. 'Quetschmethode' zur Bestimmung des H-Wertes herangezogen. Dabei wird wassergesättigter Torf in der Hand gedrückt und die Farbe des austretenden Wassers beobachtet. Bei einem Torf mit H1 ist das Wasser klar und farblos während es bei H5 stark trüb und braun ist. Ein Torf mit der Qualität H1 'federt' z.B. auch wieder zurück.

Wie fein oder grob ein Torf ist hat ausschließlich etwas mit der Verarbeitung, nicht mit der Qualität zu tun. So kann in unterschiedlichen Verfahren gefräst, geschnitten oder gesiebt werden. Ein feiner Torf muß nicht der besser sein als grober Torf, es kommt auf die Verwendung an.

Wieder ein ganz anderes Gebiet ist die Unkrautfreiheit von Torfen. Wer einmal Sauerampfer im Moorbeet hatte weiß bescheid.

Der Preis für die unterschiedlichsten Torfe kann erheblich schwanken. So kann der Preis für sehr gute Sphagnumtorfe weit über dem fünffachen 'normaler' Qualitäten liegen insbesondere wenn auch noch weite Transportwege dazu kommen.

Die hier oft getätigte Aussage 'der Torf hat H2 – H8' und ist schön billig besagt also nichts anderes, als dass man eine braune organische Masse mit nicht bekannten Eigenschaften bekommt. Zum Glück sind viele unsere Fleischfresser nicht so wählerisch und kommen mit einem weiten Spektrum von Torfqualitäten zurecht.

Zurzeit ist der 'Torfmarkt' sehr angespannt, da durch die hohen Niederschläge der letzten 8 Monate der Torf nur unter erschwerten Bedingungen oder auch nicht 'geerntet' werden konnte. Die Preise steigen also.

Gruß

Thomas

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Hallo Thomas,

sehr informativ Dein Beitrag über Torf!

Gelegentlich hatte ich Probleme mit Aussaaten in Torf, weil die Substratoberflächen binnen weniger Tage mit einer Algenschicht überwuchert wurden. Möglicherweise war bereits der Torf mit Nährstoffen gut angereichert.

In einem Fall fand ich auch widersprüchliche Angaben auf der Verpackung: Auf der Vorderseite der Verpackung war der Torf deklariert als "Torf ohne Zusatzstoffe", auf der Rückseite, quasi im "Kleingedruckten", wurde Rinderdung als Inhaltsstoff angegeben. Fehlt nur noch der Satz"...kann Spuren von Erdnüssen enthalten..".

Viele Grüße

Helmut

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