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Gibt es giftige Karnivoren?


Oliver Groß

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Oliver Groß

Hallo,

meine Frau hat auf ihrer Arbeit zur Zeit ein Art Projekt mit Kleinkindern. Ihnen soll die Pflanzenwelt näher gebracht werden. Daher hat die Gruppe verschiedene Pflanzen ausgesäht, damit die Kinder die Entwicklung vom Samen bis zur Pflanzen beobachten können.

Jetzt hat sie mich gefragt, ob ich ein paar Karnivoren (Pflanzen) übrig hätte, die sie zur Arbeit mitnehmen kann. Damit die Kinder an dieser auch beobachten können.

Für mich, und für sie natürlich auch, stellte sich dann aber die Frage, ob es auch giftige Pflanzen unter den Karnivoren gibt.

Die Kinder kommen zwar nicht direkt mit den Pflanzen in Kontakt, da sie für die Kleinen zu hoch stehen, aber trotzdem wäre es wichtig zu wissen, ob die es giftige Pflanzen gibt. Schnell hat mal ein Kinder bei den Beobachtungen mit den Erziehern einen Finger auf der Pflanze und schneller als man Nein sagen kann ist dieser auch im Mund.

Da kann es schon un Uhruhen kommen, wenn man nicht weiß ob dies nun schädlich ist oder nicht.

Edited by Guest
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Oliver Groß
Meine Meinung ist übrigens: Für das Vorhaben sind Samen fleischfressender Pflanzen völlig ungeeignet! Die Samen fleischfressener Pflanzen haben die längste Keimdauern und die langsamsten Wachstumsraten. Bis eine Venusfliegenfalle sich vom Samenkorn zur blühenden Pflanze entwickelt hat, ist jedes Kind schon lange wieder raus aus dem Kindergarten!

Ich meinte natürlich Pflanzen, habe es im Ursprungsbeitrag nun korrigiert. Das es bei Samen zu viel Zeit vergeht ist mir auch klar. 8-)

Wenn Du Kindergartenkindern was von der Pflanzenkeimung zeigen möchtest, nimm lieber etwas schnellkeimendes und schnellwachsendes. Z.B. Kressesamen: Fünf Tage vom Samenkorn bis man ernten und sich das abgeschnittene Grünzeugs aufs Butterbrot streuen kann.

Wenn es einen Außenbereich mit geeigneter Beetfläche gibt, könnte man vielleicht ein paar Sonnenblumenkerne in die Erde stecken.

Also ich würde mich für das Projekt auf schnellkeimende und schnellwüchsige Saisonpflanzen beschränken.

Solche Pflanzen bzw. Blumen haben sie ja schon ausgesäht. Ich dachte, dies konnte man aus meiner Frage oben erlesen. Es ging aber meiner Frau draum, dass sie z.b. den Fangvorgang o. ä. evtl. beobachten könnten. Und das lässt sich schlecht bei Pflanzen, die keine Karnivoren sind. :-D

Oder auf wie viele Jahre ist das Projekt angelegt und wie viele Jahre ist die Betreuung der Pflanzen im Kindergarten durch Deine Frau sichergestellt?

Also ich hoffe mal, dass meine Frau schon so 10 - 20 Jahren dort ihre Betreuung ausübt. Immerhin hat sie lang genug dafür studiert. Und wenn diese Projekt erfolgreich war, kann ich mir gut vorstellen, dass dies mit den darauffolgenden Kinder wieder gemacht haben. Immerhin bleiben die Kinder so um die 3 Jahre in der Einrichtung.

Also uns schwebten als Pflanzen evtl. Fettkraut und Sonnentau vor.

Jetzt weiß ich zumindest schon mal, dass Dionaea nicht so ideal wäre. Aber wie sieht es mit Fettkraut und Sonnentau aus?

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Oliver Groß

Hallo,

es ging mir in diesem Thread hauptsächlich um die Giftigkeit und nicht um die Kulturfähigkeit im Kindergarten. :-)

Die meisten fleischfressenden Pflanzen benötigen eine gleichmäßige und hohe Bodenfeuchtigkeit. Wie soll die gewährleistet werden? An Wochenenden? An verlängerten Wochenenden? Wenn Deine Frau mal krank sein sollte? Wenn der Kindergarten in den Sommerferien für einige Wochen schließt?

Also ich sehe hier nicht so das Problem. Selbst meine Pflanzen haben noch am Montag genug Feuchtigkeit, auch wenn ich sie am Freitag das letzte Mal gegossen habe. Teilweise haben sie auch schon mehrere Tage (verlängertes Wochenende) überstanden, ohne dass ich sie jeden Tag gegossen habe.

Wenn meine Frau krank ist, ist im Schnitt noch mindestens 1 weitere erwachsene Person dort, die mal die Pflanzen gießen können. Und die Einrichtung ist über die Ferien nicht geschlossen. Also wäre evtl. gesetzliche Feiertage zu überbrücken.

Bei der Dauerhaltung fleischfressender Pflanzen in einem Kindergarten sehe ich extreme Probleme, da auf Dauer gleichmäßige Haltungsbedingungen zu gewährleisten. Ein vollautomatisiertes Terrarium, wo von der automatischen Belüftungs- und Temperatursteuerung, über automatische Beleuchtung bis hin zur automatischen Bewässerung alles für eine wochenlange Autonomie automatisiert ist, ist ja wohl nicht geplant, oder?

Selbst bei mir stehen bis auf Kannenpflanzen und Sumfkrüge keine Pflanzen im Terrarium. Und um solche Pflanzen, die ein Terrarium benötigen würden, geht es hier gar nicht.

Es geht hier um Pflanzen, die auf der Fensterbank ohne Probleme gehalten werden können. Also sehe ich auch keinen Sinn in einer Automation von Belüftungs-, Temperatur-, Beleuchtung- und Bewässerungssteuerung.

Geplant wäre Pflanzen wie Drosera aliciae, Drosera capensis, Pinguicula agnata oder ein Pinguicula Hybride. Diese Pflanzen benötigen meiner Meinung kein vollautomatisiertes Terrarium oder ähnliches.

Wenn ich mich richtig erinnere, werden sogar auch einigen Drosera-Arten Tee und Likör hergestellt, und Pinguicula wurde früher sogar für die Butter- oder Quarkherstellung genutzt. Also müsste man auch davon ausgehen können, dass diese Pflanzen nicht giftig sind.

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Hi Oli,

Geplant wäre Pflanzen wie Drosera aliciae, Drosera capensis, Pinguicula agnata oder ein Pinguicula Hybride. Diese Pflanzen benötigen meiner Meinung kein vollautomatisiertes Terrarium oder ähnliches.

Ich würde es auf Drosera beschränken. Die Klebetröpfchen sind größer und spektakulärer und da die Kinder warscheinlich alles anfassen werden, auch wesentlich robuster.

Vielleicht könntest Du auch für einen Tag eine VFF mitnehmen und Ihnen an ein oder zwei Fallen das schließen der Falle vorführen.

Gruß

Viktor

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Martin Brunner

Hallo,

ich möchte bei Drosera zu bedenken geben, dass es durchaus Wirkstoffe in den Pflanzen gibt. Das sieht man zum Einen daran, dass es einen Drosera-Hustensaft gibt (sehr niedrige Dosis) und zum Anderen Drosera rotundifolia den Volksnamen "Widdertod" (hohe Dosis) trägt.

Die Frage ist, was man den Kindern zeigen will. Dionaea ist sicher nicht ganz so robust, wenn man mit den Fallen spielt, jedoch kann man direkt was zeigen und die Geduld wird nicht mit minutenlangem Warten strapaziert bis die Drosera sich regt.

Grüße

Martin

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Oliver Groß

Hallo,

vielleicht wäre als Alternative zu Dionaea eine Drosera burmanni eine Lösung. Hier läuft die Bewegung noch relativ schnell ab.

So wie ich meine Frau verstanden habe, wären die Pflanzen sowieo für die Kinder nicht erreichbar. Sie würden dann für die Beobachtungen auf einen Tisch runter gestellt. Hier könnte dann auch darauf geachtet werden, dass die Kinder die Pflanze nicht in den Mund oder so nehmen.

Eine Giftigkeit allein durch den Kontakt der Pflanze kann man wohl ausschliesen.

Im Augenblick ist dies ja auch nur aus einer Idee entstanden. Sie muss ja noch die Leiterin fragen. Ich sollte nur schon mal mich vorher informieren, um evtl. Gefahren im Voraus zu erkennen.

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Hi Oli,

man könnte aber auch ein Gurkenglas drüberstülpen. Dann kann man die Pflanze beobachten und ist Ihr ganz nahe :wub:

Gruß

Viktor

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Oliver Groß

Hi Viktor,

die Idee ist doch gar nicht mal so schlecht. Drosera burmanni benötigt doch sowieso eine etwas höhere LF. Dann kann man ja gleich ein kleines Terrarium nehmen, Folie drüber und gut. :-)

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  • 7 months later...
Guest Katharsis
[Pflanzen im Kindergarten sind aber ohnehin eine Sache für sich: Üblicherweise überleben es nur die allerhärtesten Pflanzenarten länger als vier Wochen in einem Kindergarten. In dunklen Ecken schafft es ggf. http://de.wikipedia.org/wiki/Zamioculcas_zamiifolia zu überleben. An helleren Standorten http://de.wikipedia.org/wiki/Sansevieria

Achtung die Zamioculcas soll auch giftig sein....

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?giftdb/pflanzen/0190_tox.htm?inhalt_c.htm

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