Jump to content

Recommended Posts

Posted

Hallo,

ich beschäftige mich derzeit mit Wasserwerten um die Probleme im Aquarium in den Griff zu bekommen. Dabei habe ich auch mal die Werte des mir zur Verfügung stehenden Regen- und Leitungswasser gemessen. Da ich im hauptsächlich im Winter und in den Sommermonaten ohne Regen Probleme mit der Gießwasserbeschaffung habe werde ich in Zukunft diese Defizite mit einer Osmoseanlage ausgleichen.

Dabei habe ich jetzt allerdings einige Fragen:

Welche Wasserwerte sind zum Gießen unserer Karnivoren als optimal zu bezeichnen, im Bezug auf Nährsalze und Spurenelementen.

Durch meine Aqua Test box und mein Leitfähigkeitsmesser kann ich folgende Werte erfassen:

pH , gH, kH, NH4, NH3, NO2, NO3, PO4, Fe, Cu,

Leitfähigkeit: EC, CF und TDS

Ist es richtig, das ich das Wasser das ich aus meiner Osmoseanlage erhalte über Dünger anreichern sollte bzw. muss? Ich gehe zumindest mal davon aus, dass das Wasser aus der Osmoseanlage ziemlich „tot“ ist.

Manche haben ja gute Erfahrung mit stark verdünntem Orchideendünger gemacht. Bei meinem Orchideendünger handelt es sich um eine Organisch-mineralische NKP Düngerlösung mit S 3+4+5(+0,9), mit Spurennährstoff

Wasser ist ja nicht gleich Wasser und Regenwasser ist ja auch nicht gleich Regenwasser.

Es sollte ja möglich sein das Gießwasser entsprechend „einzustellen“

Wo liegen bei den Karnivoren das Minimum und das Maximum?

Es wäre nett wenn mir jemand sein Wissen und seine Erfahrungen näher bringen würde.

MFG Tim Beier

Martin Hingst
Posted

Hallo Tim,

exakte Min/Max-Werte gibt es nicht. In der Natur sind die Bedingungen auch sehr standortabhängig. Ich würde also da nicht zu viel Aufwand investieren.

Du kannst dir natürlich einen Standort raussuchen, dessen Bedingungen du kopieren willst.

Ich verschneide mein RO-Wasser mit Leitungswasser. Das enthält die wichtigsten Ionen in einem natürlichen Verhältnis, und ist am einfachsten.

Als grobe Richtung kannst du die Gesamthärte deines Wassers nehmen. Näherungsweise kannst du das RO-Wasser mit 0°dH rechnen, und dein Leitungswasser soweit verdünnen, bis du auf ein, zwei Härtegrade kommst. Dann passen die wesentlichen anderen Werte in der Regel auch.

Es gibt kaum noch Leitungswasser mit extremen Nitrat- und Phosphat-Werten (das sind die wichtigsten - und problematischsten - "Dünger" im Wasser). Bei einem typischen Verdünnungsverhältnis von 10% bis 15% Leitungswasser wirst du bei Nitrat im einstelligen mg/l-Bereich landen, und unterhalb 0.1 mg/l Phosphat. Das passt dann schon. Kannst ja zur Sicherheit mal bei deinem Wasserwerk nachfragen.

Wenn du noch mehr Aufwand möchtest: Einige wichtige Spurenelemente sind im Leitungswasser rar - Eisen z.B., zumindest in pflanzenverfügbarer Form. Wenn du dir einen Aquariendünger zulegst, kannst du damit diese Spurenelemente zufügen, ohne den Nitrat- und Phosphatwert weiter hochzutreiben.

Viele Grüße

Martin

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.