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Drosera intermedia in Deutschland (viele Bilder!)


Carsten Paul

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Carsten Paul

Hallo zusammen!

Ich habe meinen heutigen Urlaubstag mal dazu genutzt zwei Standorte von Drosera intermedia aufzusuchen. Einen der beiden Standorte besuche ich nun schon seit einigen Jahren, den anderen habe ich heute zum ersten Mal aufgesucht.

Bei diesem "Erstbesuch" des 2. Standorts fand ich auch eine recht interessante Wuchsform der intermedia, die mir so noch nicht bekannt war (später mehr), hier erst einmal einige Bilder des heutigen Tages:

Standort 1:

zunächst einige Bilder des Standortes selbst, hierbei handelt es sich um die Uferzohne eines Sees:

p7200116qv1.th.jpg p7200117wx2.th.jpg

Im See selbst gibt es einen recht hübschen Seerosenbestand (laut Wanderführer der Ecke Nymphaea candida):

p7200118cw5.th.jpg p7200120hq9.th.jpg

Und hier wuchsen sie nun, Drosera intermedia:

p7200111am1.th.jpg p7200115bw1.th.jpg

Standort 2:

Ebenfalls ein Seeufer, der rendbereich ist dicht mit Sphagnum bewachsen, in diesem konnte ich aber nur kleine Sämlinge entdecken:

p7200137ty6.th.jpg p7200134bu6.th.jpg

aber auch hier fand ich nach kurzer Suche dichte Bestände größerer Pflanzen:

p7200140ph1.th.jpg p7200149hl2.th.jpg

p7200150ee7.th.jpg p7200156gg9.th.jpg

Was für mich aber an dem ersten Standort sehr interessant war, waren Pflanzen, die längere Stämme (bis teilweise 25cm) gebildet haben und an benachbarter Vegetation nach oben wuchsen. Die Wuchsform hat mich sehr stark an D.madagascariensis aus Andreas Fleischmanns Vortrag in Bonn erinnert:

p7200146ht3.th.jpg p7200153qj3.th.jpg

p7200104rw4.th.jpg p7200105wb0.th.jpg

Kennt jemand diese Wuchsform hier in Deutschland, oder beschränkt sich das jetzt auf dieses Gebiet in dem ich heute war?

Grüße

Carsten

edit: beide Standorte liegen in Rheinland Pfalz und sind etwa 6,5km Luftlinie voneinander getrennt. Genaue Ortsangaben werde ich allerdings nicht bekannt geben!

Edited by Guest
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Hallo,

wie eben shcon gesagt wirklich hübsche Bilder!

Wo genau war das denn? Bzw war es in nem öffentlichen Moor?

Hab noch ne Frage an die Drosera spezialisten, weiß einer wie das bei den stämmigen intermedias mit der Winterruhe ist? Bilden sie einfach an der Spitze ein Hibernakel oder stirbt das ganze Ding ab?

Mfg Marcel

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Hallo Carsten,

da hast du ja eine interessante Entdeckung gemacht.

Sie scheinen auch ganz unabhängig von der umgebenden Vegetation in die Länge zu wachsen und teilweise umzufallen, wie D. madagascariensis eben auch.

LG Josef

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Carsten Paul

Hallo jusch Klugscheißer

das es diese Form in anderen Ländern gibt ist mir durchaus bekannt, für Deutschland war mir das aber bisher noch absolut unbekannt.

Wie ich geschrieben hatte wachsen die Pflanzen an einem Seeufer, die Wassergrenze ist aber deutlich entfernt vom Standort der Pflanzen, Anzeichen für eine zeitweilige Überflutung des Standortes konnte ich auch keine entdecken.

An dem 2. Standort den ich heute besucht hatte kommt es über den Winter zu einer Überflutung des Standortes, die bis in den Mai/Juni andauert. An diesem Standorte konnte ich aber selbst in direkter Nähe zum Ufer nur die "normalen" Wuchsfromen entdecken.

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Andreas Langwald

Wo genau war das denn? Bzw war es in nem öffentlichen Moor?

Hallo,

Wo genau sind eigentlich die Standorte in Deutschland?

Gruß Cedrik!

Wenn ihr auf eine genaue Standortangabe hofft werdet ihr wahrscheinlich enttäuchst. Ein Ziel der GFP ist auch der Naturschutz diser einheimischen Carnivoren und da ist es schlecht, wenn man den genauen Standort verrät.

Zitat: Da diese Standorte äußerst empfindlich auf Störungen reagieren - und Fußstapfen von "Naturfreunden" sind heftige Störungen - werden wir hier keine einzelnen Standorte verraten! Wir glauben, daß "Verzicht" ein Teil des Naturschutzes ist; in diesem Fall der Verzicht auf einen Besuch im Naturschutzgebiet.

Ich bin zwar kein Mitglied, aber soviel weiß ich! ;-)

Freundliche Grüße

Andreas Langwald

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Carnivorced1887

Hallo,

Ok, das kann ich verstehen. Aber es gibt ja noch andere Naturstandorte von einheimischen Droseras, wo ich mal zufällig dran vorbei fahren könnte.

Gruß Cedrik!

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Hallo Carsten,

vielen Dank für die interessanten Bilder!

Diese Wuchsform habe ich in der Natur noch gar nicht gefunden. Allerdings lässt sich die Zahl der mir insgesamt bekannten D. intermedia Standorte auch an einer Hand abzählen - und das verteilt sich dann auch noch auf 2 Kontinente...

Viele Grüße

Dieter

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Andreas Fleischmann

Hallo,

Sehr schöne Fotos, Carsten.

Diese Wuchsform tritt bei D. intermedia häufig auf, wenn die Pflanzen längere Zeit submers wachsen.

Anzeichen für eine zeitweilige Überflutung des Standortes konnte ich auch keine entdecken.

Sieh dir mal deine ersten beiden Bilder der etiolierten D. intermedia an: Zwischen den Pflanzen (und den dazwischen wachsenden Binsen) finden sich vertrocknete Reste von Fadenalgen. Das ist ein sehr gutes Anzeichen für eine längere Überflutung des Standortes.

Ich kenne solche "stammbildenden" D. intermedias vor allem aus dem Südosten der USA (wo diese Wuchsform eher typisch ist, auf periodischen Überflutungsflächen, zusammen mit Sarracenia psittacina, Pinguicula planifolia und D. filiformis ssp. tracyi) und aus den Wasserlöchern und Gräben der nördlichen Gran Sabana in Venezuela (dort zusammen mit Genlisea guyanensis und diversen Utricularien). Aber auch in Deutschland habe ich schon D. intermedia mit bis zu 30 cm langen "Stämmchen" gesehen: in den Sphagnum-Schwingrasen am Randbereich verlandender Toteisseen im Chiemgau. Dort wurzeln die Pflanzen allerings stets in der schwimmenden Sphagnumdecke am Wasserrand (häufig zusammen mit Carex pauciflora und Scheuchzeria palustris), die langen Stämme hängen im Wasser, während die Rosetten an der Spitze an der Wasseröberfläche treiben.

weiß einer wie das bei den stämmigen intermedias mit der Winterruhe ist? Bilden sie einfach an der Spitze ein Hibernakel oder stirbt das ganze Ding ab?

Wie auch bei den Pflanzen mit "normaler" Wuchsform werden an der Spitze ein oder mehrere Hibernakel gebildet.

Alles Gute,

Andreas

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Carsten Paul

Hallo Andreas,

vielen Dank für die aufklärenden Worte, ich hätte die vertrockneten Überreste nicht wirklich als Algen erkannt.

Aber zum Glück kann man wie immer auf dein Fachwissen zählen. Da verlasse ich mich um einiges lieber drauf als auf Suchergebnisse mit Google :roll:

Viele Grüße

Carsten

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