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Kühlungsmaschine für Darlingtonia


robinberlin

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robinberlin

Hallo Forum!

Ich habe mir mal Gedanken zum Bau eines Kühlungsapparates für Darlingtonia gemacht. Ich dachte hier an den Einsatz eines Minikühlschrankes, den es für ein paar Euronen bei Ebay gibt und ein paar Meter dünnen Schlauches, den man aufgerollt in den Kühlschrank gibt und alles an eine Aquarienpumpe anschliesst, die zeitgesteuert an den heissesten Stunden des Tages, die Darlingtoniawurzeln mit kühlem Wasser umspült. Denkbar wären dann beispielsweise auch optisch reizvolle Kulturen auf Fels mit wenig Substrat, wie an Naturstandorten, die dann vom kalten "Quellwasser" durchflossen, ideale Bedingungen schaffen sollten. Was sagt Ihr dazu? Hat das vielleicht sogar schonmal jemand ausprobiert?

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Martin Hingst

Hallo Robert,

diese Minikühlschränke für n paar Euro sind mit kleinen Peltier-Elementen ausgestattet. Eher unterdimensioniert für deine Zwecke, lass dich nicht von den Angaben wie "bis zu 20°C unter Raumtemperatur" täuschen. (wie es mir passiert ist...)

Wenn du den Kühlschrank den ganzen Tag laufen lässt, und wirklich nur ein paar Minuten die Pumpe in Betrieb nimmst, kriegst du das Wasser vielleicht ein paar (wenige) Grad abgekühlt.

Aber eigentlich kriegt man damit noch nicht mal ne Cola-Dose kalt, sondern kann lediglich eine vorgekühlte Dose einigermaßen kühl halten.

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Markus Welge

Ich denke es dauert in einem solchen Kühlschrank locker ein bis zwei Stunden bis eine Cola-Dose kalt ist und dann überleg mal, wieviel Meter Schlauch du im Kühlschrank verlegen musst, damit das Wasser beim Durchlauf abkühlt.

Da brauchst du schon ein anderes Kühlgerät. Ob der Aufwand allerdings lohnt, bezweifle ich...

Viele Grüße

Markus

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Martin Hingst
Ich denke es dauert in einem solchen Kühlschrank locker ein bis zwei Stunden bis eine Cola-Dose kalt ist
sorry Markus - da brauch man nicht viel spekulieren. Habs probiert. Mit einem Gerät, das vermutlich ein mehrfaches der Leistung hatte als das oben abgebildete.

Bei "ein paar Euros" würde ich nix erwarten. Zum Vergleich: meine Kühltruhe hatte ca. 50Watt Stomaufnahme. Und ne dicke Isolierung. Da lief nicht viel mit herunterkühlen. Und man darf die Stomaufnahme nicht mit der manchmal angegeben "Kühlleistung" in Watt verwechseln- die Hersteller sind da in der Auslegung sehr kreativ.

Viele Grüße

Martin

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robinberlin

Tja, das Detail mit der Aufheizung des mühsam heruntergekühlten Wassers durch die Umwälzpumpe hatte ich gänzlich übersehen... auf was man alles achten muss!

Aber es ist doch eine verlockende Vorstellung, einen kleinen Darlingtoniafelsen zu bauen, der mit einem gekühltem Wasserlauf bewässert wird... oder? Auf jeden Fall schöner, als ein vom Ventilator angeblasener Tontopf ;-)

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Carnivorced1887

Hallo,

Meine Darlingtonia ist im Moorbeet und hat schon volle Sonne bis über 34 Grad abbekommen. Und sie wächst wunderbar.

Ich halte den Aufwand mit Kühlschrank etwas übertrieben.

Und wenn deine Darlingtonia nur im Topf steht, dann setzte den Topf in einem anderen Topf und vermeide die heiße Mittagssonne.

Gruß Cedrik!

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robinberlin

Hallo Cedrik, die Standardvarianten sind uns ja alle bekannt. Es ging hier um eine neue, wenn auch technisch etwas anspruchsvollere Variante, die Bedingungen am Naturstandort nachzustellen!

@Jusch: die Temperatursenkung durch die Ventilatorkühlung wird bestimmt gleich wieder durch die Erhöhung, die die Umwälzpumpe generiert, aufgezehrt! Somit eine Nullnummer... man bräuchte eine effektive Kühlung, die günstig und gleichzeitig platzsparend ist.

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Martin Hingst

nein, Robert, da lag jusch schon richtig. Der Effekt durch die Verdunstungskälte ist wesentlich stärker.

Kennst du das nicht - Bierflasche am Strand in nem feuchten Handtuch, selbst bei etwas Wind wird die richtig kühl. Jedenfalls schneller als in ner Peltier-Kühlbox.

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Guest hausdrachen

Mal abgesehenen vom Sinn und der Zweckmäßigkeit habe ich mir auch schon über eine Kühlung via Peltier-Element Gedanken gemacht. Jedoch möchte ich beides, die Kühlung und die Abwärme nutzen. Jedoch habe ich da eher weniger an Peltier-Elemente aus "Kühlschränken" gedacht. Die für die Industrie gedachten Elemente sind zwar um einiges teurer, jedoch ist deren Wirkung um einiges besser.

Ich gebe zu das ich bis jetzt noch nicht berechnet habe wie hoch der Verbrauch, bzw. der Wirkungsgrad, ist. Jedoch bin ich mir von Anfang an bewusst gewesen das dies nicht günstig ist.

Ich sehe eher den Vorteil darin eine Einheit zu haben die kühlen und heizen kann. Die Anschaffungs und Betriebskosten vernachlässige ich zur Zeit.

Ich habe mir zu Anfang eine Zeichnung gemacht und stelle mir das ganze ähnlich einem Blockheizkraftwerk vor in dem die Energie nicht in Elektrizität umgewandelt wird, sondern bis zum Bedarf gespeichert wird und wenn Bedarf besteht abgerufen werden kann.

Mal sehen ob ich bis zum nächsten Jahr einen Prototypen fertig hab. Aber vorher kommt noch das passende Terrarium ;)

BR

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Martin Hingst

Und die Kühlung mit einer Kältemaschine, die mit Peltierelementen arbeitet, wird vom Stromverbrauch her rund viermal so teuer wie eine Kühlung mit einer Kältemaschine, die mit Kompressor arbeitet, weil Peltierlelemente nur einen hundmiserablen kältetechnischen Wirkungsgrad haben.

Naja, so hundsmiserabel ist der Wirkungsgrad nicht. Es gibt da inzwischen schon gute Lösungen.

Und Peltiers haben einen entscheidenden Vorteil, wenn man sie zB für Terrarien in der Wohnung nutzt:

Man kann sich weiterhin unterhalten.

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Guest hausdrachen

Da würde mich noch interessieren ob die Dinger nicht einen mindest durchlauf haben müssen. Ich glaube der Wirkungsgrad könnte vielleicht schon wieder so hoch sein, das man ihn vielleicht garnicht ausnutzen kann. Gut, es denn man hat sein Gewächshaus aufm Dachboden / im Keller ;). Für mein 300l Aquarium wäre der kleinste idial, aber es geht ja nicht wirklich um Fische, sondern um Pflanzen die im Normalfall eine überschaubare Menge Wasser benötigen, selbst wenn es nur, wie ja angedacht, umgewälst wird und über einen Stein läuft muss man bedenken dass vielleicht ein Reservoir benötigt wird.

Kommt mir nen bisschen so vor wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen

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Martin Hingst
Das sind Kompressor-Kühler.

Jusch, was ist heute los mit dir? Du bist doch sonst ganz gut im recherchieren.

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robinberlin

€399 plus Porto ist ein stolzer Preis - auf jeden Fall zuviel für mein kleines Darlingtoniaexperiment. Aber wenn man damit im Hochsommer sein Gewächshaus gut runtergekühlt bekommt, wär das doch mal ne Maßnahme.

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Martin Hingst

Hallo Robert,

klar ist das Ding überdimensioniert für dein Experiment. War ja nur ne Antwort auf juschs Frage nach vernünftigen Peltier-Kühlern.

Aber in zwei Punkten bin ich juschs Meinung:

Für ein kleines Kühlexperiment wie deins ist die Verdampfungskälte ein sinnvoller Weg.

Und bei sehr hohem Leistungsbedarf machen Peltiers irgendwann keinen Sinn mehr. Da ziehen die Kompressoren auf und davon.

Aber es gibt ein Fenster dazwischen, da kann man mit Peltiers schon schöne Sachen machen.

Viele Grüße

Martin

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Martin Hingst

Och jusch, jetzt bin ich aber enttäuscht.

Natürlich sind da in dem ersten Link Fehler drin. Das ist doch fast schon normal. Aber ich hätte nicht gedacht, dass dich das jetzt überfordert. Herstellerfirma? Mit drei gezielten Klicks hättest du die Antwort gefunden.

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Martin Hingst

Und die Kühlung mit einer Kältemaschine' date=' die mit Peltierelementen arbeitet, wird vom Stromverbrauch her rund [b']viermal so teuer wie eine Kühlung mit einer Kältemaschine, die mit Kompressor arbeitet, weil Peltierlelemente nur einen hundmiserablen kältetechnischen Wirkungsgrad haben.

Naja, so hundsmiserabel ist der Wirkungsgrad nicht. Es gibt da inzwischen schon gute Lösungen.

Und Peltiers haben einen entscheidenden Vorteil, wenn man sie zB für Terrarien in der Wohnung nutzt:

Man kann sich weiterhin unterhalten.

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Wie wäres mit einem Bachlauf, der das Substrat naturgetreut bewässert und durch nen Teich gespeist wird. Verbraucht leider auch Strom, ist aber westenlich einfacher, sieht schön aus und von den Kostne könnte es auch hinkommen.

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