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Terrariumkultur: Pflanzen wachsen nicht wirklich


Guest General_Hunter

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Guest General_Hunter

Hallo Leute!

Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, also bitte nicht hauen ;-)

Also, ich habe folgende Frage:

Ich besitze seit drei oder vier Wochen ein "Tropen"-Terrarium für meine Carnivoren. D.h. ich war schon länger in besitzt einer Nepenthes, die aber auf der Fensterbank irgendwie nie richtig glücklich aussah und auch kaum Kannen gebildet hatte.

Dazu habe mir dann etwas Fettkraut (Pinguicula weser) und eine weitere Nepenthes geholt (Nepenthes alata, also als Hochlandart eher weniger geeignet für ein Tropenterrarium, wie ich später im Internet nachgelesen habe)

Zusätzlich habe ich mir dann noch ein paar Mimosen-Samen Mimosa pudica) und einige Samen des Australischen Feurradbaumes (Stenocarpus sinuatis) geholt.

Die Mimosen keimten sehr schnell, der Feurradbaum keimt mitlerweile auch.

Was mich nur immer noch etwas irritiert ist, dass sowohl das Fettkraut als auch beide Kannenpflanzen immer noch nicht wirklich "gut" aussehen. Die alata hat fast alle ihre Kannen verloren (vertrocknet). Die einzige Kanne, die meine vorherige Nepenthes hatte, ist nun auch vertrocknet. Das Fettkraut sieht noch am gesündesten aus, bekommt aber auch kaum neue Blätter, während die, die am Boden "liegen" schon verrottet sind. Wobei alle Pflanzen durchaus stabile und grüne Blätter haben, diese also nicht hängen lassen.

Jetzt wollte ich einfach mal nachfragen, ob ich vielleicht einfach zu ungeduldig bin, oder ob sonst etwas nicht stimmt mit dem Terrarium.

Hier einige Daten:

Licht: 10-12 Stunden künstliches Licht

Temperatur: ca. 30 nachts nicht wirklich viel kühler

Luftfeuchte: 80-90%

Substrat: "Urwaldboden" (aus dem Terrarienfachhandel) durchmischt mit Spahgnum

Also meines Erachtens sind das nicht wirklich schlechte Bedingungen und die Mimosen und der Feuerradbaum wachsen ja. Also, was mache ich falsch?

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Hallo und herzlich willkommen hier ;)

Wenn ich so lese Substrat: "Urwaldboden" dannfrag ich mich was dadrin ist. Ich denke dadran liegt es.

Karnivoren brauchen saures Substrat, welches fast imemr aus Torf besteht mit irgendwelchen anderen Zusätzen...

Das kann ein Grund sein.

Außerdem, giesst du mit Regenwasser oder destiliertem Wasser?

Und, mit was beleuchtest du?

Greez,

Marco

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Hallo General,

zunächst ist es schön, dass es Dir mit 208 Jahren noch so gut geht und Du dich in deinem hohen Alter noch für unser Hobby begeistern kannst (laut Profil bis Du 1800 geboren) ;-).

Das Kannen-Problem kann an mehreren Ursachen liegen. Zunächst das Lieblingsthema Beleuchtung, nicht nur die Dauer ist wichtig, sondern auch die Intensität und die "Art" des Lichtes. Also welche Art Lichtquelle, welches Leuchtmittel, welche Stärke (Watt oder Lumen).

Unter dem diffusen Begriff Urwaldboden kann man alles verstehen. Eine Mischung aus Torf und auflockernden Materialien (Sand, Torfmoos, Tongranulat, Perlit etc.) ist wohl am besten geeignet. Viele andere Substrate enthalten zu viele Nährstoffe für Carnivoren.

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Guest General_Hunter

Also es handelt sich um ganz normale weiße Leuchtstoffröhren. 2 Stück an der Zahl mit je 15W.

Dieser "Urwaldboden" ist genau das, was du sagtest: Torf mit Sand. Ich habe dann einfach noch etwas Sphagnum "untergemischt".

Nährstoffarm ist der Boden wohl auch (wurde mir zumindest so verkauft)

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Normale weisse Leuchtstoffröhren ist nicht sehr aussagekräftig ;)

Es gibt "Lichtfarben" :

http://www.hereinspaziert.de/colors.htm

Schau doch bite mal auf deinen Lampen nach, welche Farbe deine haben bzw. wieviel Kelvin.

Und wie sieht es mit dem Wasser aus? Du giesst mitRegen/Destilliertemwasser?

Greez,

Marco

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Ich bin ja nun nicht gerade als Nepenthes-Kenner bekannt, aber zweimal 15 W klingt mir recht wenig, ganz egal wie die Lichtfarbe sein mag. Für die Pinguicula mag das reichen, da die sich eher an den Temperaturen stören dürften als am Lichtmangel. Naja, etwas mehr Licht wäre denen auch sicherlich recht.

Wie groß ist das Becken bzw. der ausgeleuchtete Bereich denn?

Viele Grüße

Dieter

Edit: die meisten meiner Pinguicula stehen in einem Regal (dieses Standard-Modell eine bekannten schwedischen Möbelhauses) und bekommen das Licht von zwei T5 Röhren (39 Watt) auf einer Fläche von etwa 40 x 80 cm. Unter den Lichtbedingungen entwickeln sich die Pflanzen sehr gut und zeigen auch schon mal etwas Farbe.

Edited by Guest
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Guest General_Hunter

Also das Terrarium hat ne Grundfläche von ca. 60x35cm.

Die Lampen hängen ca. 25-30cm über dem Substrat.

Welche Farbe das jetzt ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann die Lampen, aber auch mal bei gelegenheit rausschrauben. Also dann müsste ich wohl mehr Lampen dazu bzw. hellere Lampen kaufen, oder wie sieht es aus?

EDIT: Vor allem bräuchte ich dann auch Tipps, wo ich das ganze unterbringen kann bzw. wie ich mir da was zusammenbasteln kann, weil der Deckel am Terrarium fasst nur zwei Röhren...

Edited by Guest
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Du solltest erstmal Beleuchtung mit der richtigen Lichtfarbe kaufen (840 und 865).

dann wäre nen Foto nicht schlecht, damit man sich das mal anschauen kann ;)

Dann kann man dir auch evtl helfen bei deiner Fragewie man das unterbringen kann.

Wie groß/lang dürfen die Leuchtstoffröhren denn sein?

Greez,

Marco

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Guest Bastian Mörtl

Hey,

ich glaube das die Beleuchtung sogar ausreichen könnte. Bei mir wächst eine Heliamphora heterodoxa x nutans in einem Terrarium, das mit einer 8 Watt Lampe beleuchtet wird. Der Heli geht es aber gut, jedenfalls wächst sie und bildet adulte Krüge aus. Meine Kannenpflanze steht auf dem Terrarium und bekommt fast nie direkte Sonne ab (Kunstlicht hat sie aber auch nicht...) , sie gedeiht super und hat an 7 von 11 Blättern eine Kanne.

mfg Bastian M.

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Guest Bastian Mörtl

Das ist eine kleine Leuchtstoffröhre aus dem Baumarkt meines Vertrauens :-) , es steht drauf, dass die 8 Watt hat.

Ein Bild von der Pflanze...

...wenn meine Digitalkamera nicht so sau schlecht wäre, dann würde ich ein Bild posten.

Ich probier es einfach mal. Bild kommt bald.

mfG Bastian M.

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Guest Bastian Mörtl

Das Bild ist um 30 Kilobyte zu groß. :evil:

Jetzt müsste ich erst nach einem Programm suchen, mit dem ich das Bild verkleinern könnte, und dann die Qualität, da erkennt man nichts.

mfG Bastian M.

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Guest Jenny

Photobucket?? Da kann man Bilder aller Größen hochladen und in Foren stellen..

oder Bilder-hochladen.net

oder abload.de

da gibt es soooo viele Provider mittlerweile

Edited by Guest
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Guest Bastian Mörtl

Die Qualität ist zu schlecht, deswegen hab ich die Pflanze jetzt mit der Kamera meines Vaters fotografiert, das ist aber keine digitale, also muss das Foto erst entwickelt und dann eingescannt werden. :-?

PS: Die Pflanze ist sehr nah an der Lampe, nur 25 cm und eine Glasscheibe trennen Heli und Lampe.

mfg Bastian M.

Edited by Guest
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Guest General_Hunter

Also, ich habe das jetzt mal nachgeschaut, es handelt sich um Osram L 15W/640 also das Standard-Standard-Weiß.

Ob das jetzt allein daran liegt, weiß ich jetzt natürlich nicht. Laut "hereinspaziert" sind diese Lampen ja nicht wirklich optimal :lol:

PS: Foto kommt noch...

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Hm, ich bin weiterhin davon überzeugt, dass das Licht nicht gerade üppig bemessen ist.

Das Alter der Leuchtstoffröhren bzw. deren Nutzungsdauer ist auch nicht unwichtig, weil T8-Röhren mit der Zeit deutlich an Leistung verlieren.

Für meine Becken habe ich immer irgendwelchen Konstruktionen gebastelt, die als Reflektor und Abdeckung herhalten dürfen. Dadurch habe ich natürlich mehr Flexibilität, was deren Aussattung angeht. Ein Reflektor mit zwei 23 W oder gar 30 W Energiesparlampen ist leicht zusammengebastelt und schafft schon einmal eine gute Basis. Es reicht allemal, um so ein Becken zumindest für viele Arten tauglich zu machen. Allzu Licht-hungrige Drosera sind da vielleicht nicht so gut aufgehoben, aber die Queenslandarten sind zufrieden. N. ampullaria übrigens genauso wie so manches Exemplar der Gattungen Utricularia und Pinguicula auch.

Viele Grüße

Dieter

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Guest General_Hunter

Also, um wie viel sollte die Temperatur denn nachts sinken? und sind die 30C übertags ok?

Habe jetzt auch mal mit dem Luxmeter nachgemessen, sind ca. 175 Lux, also so gut, wie garnichts. Deshalb werde ich mich dann wohl ans Einkaufen machen morgen. Die Hochland-Nepenthes wird nämlich auch immer vertrockneter.

Danke schonmal für die zahlreichen Antworten

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Eike Matthias Wacker

Hi,

bei Tiefländern sollte die Temperatur in der Nacht schon eine kleine Absenkung haben, können dann nur 25°C sein, spielt aber eigentlich keine Rolle.

Bei Hochländern sollte die Temperatur am Tage über 20°C sein (bei mir 25°C) und in der Nacht unter 18°C oder weniger Grad.

Gruß

Eike

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Guest General_Hunter

@ jusch: Was meinst du jetzt damit? Die 175 Lux sind ja bei den alten Lampen (am Boden) gemessen worden. Mit Reflektoren und anderen Lampen wäre da doch deutlich mehr Lux drin, oder?

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Guest General_Hunter

Also hab jetzt nochmal nachgemessen, je nachdem, wie man das Ding dreht komme ich auch auf 500 Lux. Das lag wohl vorher zu seitlich zur Lichtquelle und die Blätter drehen sich ja zur Quelle. Zudem besteht die Möglichkeit, dass ich das Terrarium auch noch ans Fenster stelle...

Wie wäre es denn dann? 1200 Lux wären ja schon was...

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Naja ^^

Les dir doch das hier mal durch:

http://www.drosophyllum.com/deutsch/kultur.htm

Zitat:

An einem wolkenlosen Sommertag treffen in Deutschland ca. 50.000 - 100.000 Lux auf dem Erdboden auf, selbst an einem trüben Wintertag sind es noch 3.000 - 4.000 Lux. Anspruchslose Karnivoren wachsen bei durchschnittlich 5.000 Lux, intensive Rotfärbung tritt aber meist erst bei rund 10.000 Lux und darüber auf.

Greez,

Marco

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Guest General_Hunter

hmmm, das ist natürlich weit entfernt von dem, was ich habe... Wie "haltet" ihr denn eure Pflanzen, bzw. woher kommt das Licht? Vom Fenster, oder von seeehr vielen Lampen?

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Guest General_Hunter

Also das Terrarium steht z.Zt. bei mir in einer eher dunklen Ecke, aber die Lichter kann ich natürlich auch länger anlassen, das ist gar kein Problem. Die Frage ist nur, ob es sich jetzt lohnt in neue Lampen+ Reflektor zu investieren und mein Zimmer umzuräumen, damit die Pflanzen am Fenster stehen können, weil wenn die Chancen nahe null sind, dann wäre das ja nur fehl investierte(s) Zeit und Geld

EDIT: Also habe jetzt die Beleuchtungsdauer auf 16h pro Tag umgestellt. Außerdem habe ich mir solche Reflektoren besorgt.

Nun wollte ich mir dann halt auch noch die Lampen kaufen. Also, so wie ich das verstanden habe, brauche ich eine 840er und eine 865er... Jetzt habe ich hier auch zwei gefunden, aber die Passen meines Erachtens von der Länge nicht, kann das sein? Ich benötige 18", auf den Verpackungen stand bisher entweder 45 oder 46cm, aber die hier haben ja nur 43...

http://www.amazon.de/Osram-L-15W-865-FLH1/dp/B00147CMUY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1218572078&sr=8-1

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000UXHAVO/ref=ord_cart_shr?_encoding=UTF8&m=APWL65GS9ONIJ

Edited by Guest
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Guest General_Hunter

Also, ich wollte mich nur noch einmal melden...

Ich habe mir jetzt die Lampen mit Reflektoren besorgt und das ganze vor's Fenster (Süd-Ost-Fenster) gestellt.

Das jetzt schon seit 2 Tagen. Natürlich lässt sich jetzt noch nicht viel sagen, ob die Pflanzen besser wachsen, aber ich bin noch rel. skeptisch, da ich (zumindest nach meinem Messgerät) auch bei vollem Sonnenschein nicht deutlich über 3000 Lux komme.

Wollte jetzt aber noch einmal nachfragen, wie das jetzt genau mit der Temperatur und Luftfeuchtigkeit für das Fettkraut und die Nepenthes alata aussieht?

Also, wie viel tagsüber und wie viel nachts? Da ich ja gar nicht so genau weiß, ob es sich bei meiner größeren Nepenthes wirklich um eine Tiefland-Nepenthes handelt, wäre es ja evtl. besser sich dann auf die Hochländer einzustellen. Zumal das mir auch irgendwie realisierbarer erscheint. Mein Problem ist halt nur, dass ich aus verschiedenen Quellen ständig neue Daten bekomme. habe jetzt z.B. von max. 60% Luftfeuchte gelesen... Da wären meine 80-90% ja viel zu viel.

z.Zt. weiß ich aber noch nicht, wie ich die Luftfeuchte konstant hoch halten soll, denn sobald ich das Terrarium öffne, geht diese relativ schnell verloren, wobei die Temperatur aber meist nur leicht absinkt....

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