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Laubfrösche und Beleuchtung


schilfkolben

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Hallo.

Während des Studiums habe ich mich mit der Ökologie von Hyla arborea beschäftigt und der Wunsch wuchs, einen Laubfrosch zu halten. Nun ist es nicht einfach, dem Mitteleuropäischen Laubfrosch optimale Bedingungen ohne Garten zu schaffen (Überwinterung) und die Herkunft oft zweifelhaft, auch wenn die Papiere vorliegen. Nun habe ich im Zoo- Kölle einen kleinen Hyla spec. erworben, der, so sagte mir das Fachpersonal, eine tropische Art ist. Unserem ist er bis auf wenige (äussere) Merkmale ähnlich. Gegen eine ganzjährige Haltung im Terrarium ist nichts einzuwenden. Und da sitzt er nun. Nach einigen Stunden Internetrecherche bin ich mir sicher, dass es sich um Hyla chinesis handelt, auch bunter Laubfrosch genannt. Wichtig bei Amphibien und Reptilien ist ja eine UV- Beleuchtung. Mit meinen 2 70 Watt HQI kann ich auch eigentlich dafür sorgen.

Aber: Der Verkäufer gab den Hinweis, eine Scheibe würde den UV- Anteil filtern. Deshalb die Strahler so ausrichten, dass sie durch die Gaze der Deckenscheibe beleuchten. Nun, das hat mein Terraium nicht. Ich hatte damals beim Bau darauf verzichtet, um den Nepenthes eine hohe Luftfeuchte zu bieten. Jedoch befinden sich auch Schutzscheiben direkt vor den Leuchtmitteln an den Strahlern, die sich aber ohne Probleme entfernen liessen. Am Terrarium ist das im Nachhinein schon aufwendiger, wenn es überhaupt möglich ist.

Stellt die Scheibe jetzt ein Problem dar? Über Hyla chinensis ist sehr wenig zu finden, aber als Anfägerart soll sie geeignet sein. Weiss irgendjemand mehr hierzu? Und kann mir ein gutes und hochfrequentiertes Frosch-Forum nennen? Gern auch ein englisch- sprachiges. Dem Frosch geht super. Er frisst viel und ist qicklebendig.

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Hallo Sebastian,

zu Deinem Frosch kann ich leider nichts sagen, aber die Schutzscheibe von dem HQI- Strahler zu entfernen ist nicht ganz ohne Risiko. Der eigentliche Strahler wird sehr heiß, bei Kontakt mit Spritzwasser wird er sofort platzen und Quecksilber freisetzen. Vermutlich passiert das auch gelegentlich einfach so, ohne "Fremdeinwirkung". Wenn das Leuchtmittel selbst über eine UV- Sperre verfügt, wird sich der UV-Anteil im Spektrum durch Entfernen der Schutzscheibe nicht wesentlich erhöhen.

Zum UV-Bedarf dieser Laubfrösche kann Dir ansonsten ggfs. das Forum der DGHT weiterhelfen (einfach mal googlen!).

Hast Du den Frosch eigentlich zusammen mit Nepenthes im Terrarium? Das wäre schon interessant!

Viele Grüße

Helmut

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Gast Bastian Mörtl

Uui, ist der süß. :-D

ich besitze auch 2 Frösche und denke, dass dein Frosch keine Probleme mit der Lampe haben wird, wenn du es lässt wie es ist. Vor 5 Jahren, als ich meinen ersten Frosch hielt, lebte er in einem recht kleinen Terrarium, das mit einer Schreibtischlampe beleuchtet wurde :oops:. Natürlich war das nicht gerade optimal, sondern ausgesprochen schlecht, aber er hatte anscheinend keine Probleme damit. Nach einigen Jahren ist er dann (wahrscheinlich) an Altersschwäche gestorben.

Ich will dich ja nicht nerven, aber du hast mein Interesse geweckt: Mach doch mal Fotos von deinem ganzen Terrarium. :-)

Ach und nochwas: Kennst du einen Züchter der den Grauen Laubfrosch vermehrt?

mfG Bastian M.

[Tut mir leid, dass ich so vom Thema abweiche.]

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Dass HQIs eine UV-Sperre haben können, wusste ich nicht. Ich war davon ausgegangen, tageslichtähnlich produzierende Leuchtmittel gäben einen UV- Anteil mit auf den Weg. Alle Lichtquellen befinden sich übrigens ausserhalb des Terrariums, da keine wirklich für Feuchträume ausgelegt ist. An der Frage über die Notwendigkeit, Fröschen Uv-Strahlung anzubieten, scheiden sich ja allem Anschein nach die Geister. Würde man es wollen, wären die UV- Terrarienlampen wohl erste Wahl. Wie sinnvoll der Aufwand bei nachtaktiven Tieren ist, kann ich grad noch nicht beurteilen.

Ich habe drüber nachgedacht, meine verbliebenen Nepenthes (Grosse truncata und noch kleine alata 'boschiana') mit ins Becken zu geben. Ich schätze die Gefahr aber zu gross ein. Zudem produziert die truncata Unmengen dieser zuckrigen Flüssigkeit, die ich dem Frosch nicht zumuten möchte. Vielleicht würde er auch sofort die Entwicklung zum Kommensalen schaffen. Einheimische Tiere können das ja sehr schnell an 'fremden' Sarracenien und Nepenthes. Und es gibt Hylas in Sarracenien (cinerea). Auch Fotos von Hyla arborea auf bzw. in S. flava in Kultur habe ich schon gesehen. Aber ich möchte nicht bewust das Risiko eingehen.

Dem von euch genannten Forum konnte ich ein paar Suchergebnisse mehr entlocken. Aber keine wirklich brauchbaren Informationen. Demnach wird H. chinensis überwiegend importiert und so sind auch im Fachhandel angebotene Tiere leider oft Wildfänge. Sollte das stimmen, kann ich also jeden vom Kauf dieser Art nur abraten. Auch da ein Wildfang höchstwahrscheinlich wenig Aussicht hat, gut durchzukommen und die Haltung sehr erwschwert. Die Gefahr, Parasiten mit ins Terrarium zu bringen, ist wahrscheinlich auch sehr hoch.

Ich kenne mich in der Terrarienszene nicht aus. Daher sind mir Züchter auch unbekannt. Die Hylas interessieren mich aber auch sehr. Nur bin ich im Moment verunsichert, wo viele Tiere denn nun wirklich herkommen. Für einen Wildfang von H. arborea Papiere zu erhalten, soll wohl nicht sehr schwer sein.

Meinem geht es übrigens bestens.

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