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Frage zu Kopfstecklinge


Percy

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Hallo

Ich hab ne Frage zu den Kopfstecklingen.

Ich hab gelesen, das man einen Kopfsteckling in ein Glas wasser (Natürlich mit Regenwasser) stellen kann, es soll einfach länger dauern bis er Wurzeln bildet.

Geht diese Methode?

Oder gibt es noch andere möglichkeiten, diese nicht kompliziert sind?

MFG

N. Fan

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Ich habe meine Stecklinge bisher alle in eine Portion Sphagnum gesteckt und die haben meist gut Wurzeln gebildet. Man kann dann noch eine Tüte rüberpacken, um eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten aber das ist nicht unbedingt nötig.

Ausserdem kann man Weidenrinde ins Substrat packen. Diese enthält wohl ein natürliches Wurzelhormon und hilft aber das kann auch einfach nur als Hokuspokus abgetan werden. Jedenfalls denke ich, dass die Erfolgschancen höher sind. Allerdings ist das alles Mutmassung ohne jegliche Testreihen. Bei mir hats jedenfalls funktioniert.

Edit:

Weidenrinde gibt es bei Kräuter-Kühne

Bearbeitet von Gast
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Hi N.Fan,

Ich versuche es im Moment mit einem Kopfsteckling N. ventrata. Steht seit einem Monat in einem Weckglas mit Regenwasser und etwas Sphagnum. Deckel drauf und sie hat schon zwei neue Blätter gebildet. Wurzeln sind mit etwas Fantasie auch schon zu erkennen ;) Hab es früher schon einige Male direkt in Torf versucht aber die sind mir immer nach kürzester Zeit eingegangen.

Bei Dioneae funktioniert es ganz gut. Die bilden schon fleißig Wurzeln.

Hoffe ich konnte etwas helfen.

Gruß Matze

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Hallo

Danke für diese Hilfreichen Tipps;-)

Noch eine Frage:

Muss man Spaghnum nehmen oder kann ich auch Torf (Genau wäre bei mir Gärtnertorf)?

Wielange dauert es Durchschnittlich Bei einer N. Alata x Ventricosa?

MFG

N. Fan

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Hi,

Du kannst Nepenthes auch in Torf oder irgendeinem anderen Substrat, das auch der Mutterpflanze gefällt, verstecklingen :-)

Iich persönlich halte das sogar für die bessere Variante - bisher über die letzten 3 Jahre nur 1 Ausfall beim Stecklingsziehen direkt im Substrat. Außerdem entfällt so der Umtopfschock, den Du ja zwangsweise beobachten wirst, wenn Du Stecklinge in Wasser bewurzelst.

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Du kannst Nepenthes auch in Torf oder irgendeinem anderen Substrat, das auch der Mutterpflanze gefällt, verstecklingen :-)

Iich persönlich halte das sogar für die bessere Variante - bisher über die letzten 3 Jahre nur 1 Ausfall beim Stecklingsziehen direkt im Substrat. Außerdem entfällt so der Umtopfschock, den Du ja zwangsweise beobachten wirst, wenn Du Stecklinge in Wasser bewurzelst.

Ich frage mich, ob man Kopfstecklinge bei Nepenthes nicht auch wie bei Gummibäumen durch Abmoosen (Bewurzeln an der Mutterpflanze) bewurzeln kann, so daß man den Kopfsteckling erst dann vollständig abtrennt, wenn er bereits Wurzeln hat. So wie hier unter "Vermehrung" erklärt:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4720058_REF2398,00.html

Hat jemand schon mal das Abmoosen mit Nepenthes ausprobiert?

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Ich frage mich, ob man Kopfstecklinge bei Nepenthes nicht auch wie bei Gummibäumen durch Abmoosen (Bewurzeln an der Mutterpflanze) bewurzeln kann, so daß man den Kopfsteckling erst dann vollständig abtrennt, wenn er bereits Wurzeln hat. So wie hier unter "Vermehrung" erklärt:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4720058_REF2398,00.html

Hat jemand schon mal das Abmoosen mit Nepenthes ausprobiert?

Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Methode auch gut bei Nepenthes funktionieren könnte oder sogar eine bessere bzw. schonendere Alternative ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Kopfstecklinge sehr stark unter der Bewurzelung leiden und erst nach dem 2. oder 3. Blatt anständig weiter wachsen und auch erst dann Kannen anlegen.

Bei N. dubia bin ich bislang immer gescheitert. Hier sind mir die Stecklinge immer eingegangen und einmal ist sogar die Mutterpflanze von der Schnittstelle nach unten hin abgestorben. Daher möchte ich diese Methode bei N. dubia gern mal ausprobieren.

Ich verwende ein spezielles Bewurzelungshormon und würde dies dann in die Schnittstelle einbringen, bevor ich das Sphagnum um den Stamm lege.

Viele Grüße

Markus

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Hallo!

Das funktioniert in der Tat wohl recht gut. Im CPUK Forum gab es dazu mal einen entsprechenden Artikel. Ich finde ihn nicht mehr aber mit dem entsprechenden englischen Fachbegriff sollte das wohl immer noch möglich sein.

DAzu gab es auch ein paar interessante Bilder.

Gruß Christian

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Guten Mittag

Das mir gerade so viele antworten, hätte ich nicht gedacht, danke sehr für eure hilfreichen tipps.

Ich habe nun 3 Stecklinge gemacht.

Sie Stehen in einem 20 mal 20 Topf mit Torf, Sand und Weidenrindenmischung wenn sie anfangen Wurzeln bilden melde ich mich hier.;-)

Noch etwas zu meinen 2 30 CM Neps, sind als ich sie gekauft habe in einem zu kleinen Topf (Mit C.a. 10 anderen kleinen die nach 2 Monaten Enorm gewachsen haben) habe sie heute umgetopft und hoffentlich werdn sie jetzt Kannen bilden, und wenn sie gross genug sind, mach ich neue Stecklinge;-)

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  • 4 Monate später...
Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Methode auch gut bei Nepenthes funktionieren könnte oder sogar eine bessere bzw. schonendere Alternative ist.

Also ich habe das Abmoosen mal mit einer wie Unkraut wachsenden Nepenthes ventricosa x alata (Gartencenter-Hybride) probiert.

28.11.08: Den Haupttrieb mit einem scharfen Messer gut zur Hälfte schräg eingeschnitten. In den Spalt etwas zusammengefaltete Plastikfolie gesteckt, damit der Schnitt nicht wieder zuwächst, ein größeres Stück Plastikfolie unter der Schnittstelle um den Nepenthesstamm wickeln und mit Kabelbinder befestigen, den sich bildenden kleinen Folienbeutel mit etwas Torf füllen, oben noch ein Kabelbinder drum, der alles zusammenhält. Etwas fummeliges Handling. Den Torf dann immer feucht halten, fingerhutweise gießen wenn Austrocknung droht (bei mir ist der Torf während der Bewurzelung wohl teilweise insgesamt etwas feuchter gewesen als man Nepenthes normalerweise hält).

21.01.09: Folie entfernt, Steckling ganz abgetrennt. Fotografiert.

Sind Wurzeln dran. Steckling eintopfen.

Beiliegendes Bild zeigt den frisch abgetrennten Kopfsteckling mit Bewurzelung.

Wenn man genau hinschaut, sieht man noch das Stück zusammengefaltete Folie, das während der Bewurzelung in der Schnittstelle gesteckt hat.

8785_thumb.JPG

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  • 4 Wochen später...

@ jusch

hört sich echt gut bei dir an, aber eine Frage hätte ich da. woher bezieht die pflanze wasser, wenn alles mit plastik abgedichtet wird? über die blätter, benötigt sie eine hohe luftfeuchte? da wäre doch ein zimmergewächshaus ganz geschickt, oder ;) ?

Kann vllt mal jemand ein bild von so einem nepenthes-plastik-paket reinstellen? würd mich interessieren wie das aussieht.

Len

Bearbeitet von Gast
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@ jusch

hört sich echt gut bei dir an, aber eine Frage hätte ich da. woher bezieht die pflanze wasser, wenn alles mit plastik abgedichtet wird? über die blätter, benötigt sie eine hohe luftfeuchte? da wäre doch ein zimmergewächshaus ganz geschickt, oder ;) ?

Kann vllt mal jemand ein bild von so einem nepenthes-plastik-paket reinstellen? würd mich interessieren wie das aussieht.

Len

Hey.

Wasser bekommt sie durch den Schliz, das Folienstück überdeckt sichermal nich alles.

Luftfeuchte, glaub nich, sieht bei mir lagsam auch gut aus.

Ich glaub sogar das ich n paar Wurzeln identifizieren konnte.

Bilder kan ich leider nich machen, da meine Digitalkamera futsch is :-?

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@ N.Fan

wie hast du denn das dann gemacht. Laut der Beschreibung ein paar Antworten über meiner, seht, dass man einen Trieb abschneiden muss, ihn dann schräg einschneiden (oder ihn keilförmig zuschneiden ?????), dann plastikfolie drüber und in feuchtes torf. stimmt alles, oder steckt n denkfehler drin?

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hört sich echt gut bei dir an, aber eine Frage hätte ich da. woher bezieht die pflanze wasser, wenn alles mit plastik abgedichtet wird? über die blätter, benötigt sie eine hohe luftfeuchte? da wäre doch ein zimmergewächshaus ganz geschickt, oder ;) ?

Die Pflanze muß genau so wie immer gehalten werden.

Einfach so, daß sie gut wächst. Je besser die Bedingungen für das Wachstum der Pflanze sind, desto besser für die beabsichtigte Bewurzelung beim Abmoosen.

Der abzumoosende Steckling bekommt die zur Bewurzelung notwendige Feuchtigkeit auf zwei Arten (und das ist ja gerade der Trick):

1. Einen Teil bekommt er weiterhin durch den Stamm der Nepenthes, da dieser nur teilweise und nicht ganz durchschnitten wird.

2. Einen Teil bekommt er über das bischen Substrat im Plastickwickel. Dieses Substrat muß ständig feucht gehalten werden und dann entwickeln sich an der Schnittstelle neue Wurzeln.

Zur Befeuchtung des Substrats im Plastik brauchst Du das Gießwasser einfach nur fingerhutweise oberhab der Abmoosstelle an den Nepenthesstamm gießen, das am Stamm herunterrinnende Wasser trifft dann an der Abmosstelle auf das an den Stamm gebundene Plastik und sickert dort in das Substrat hinein.

Kann vllt mal jemand ein bild von so einem nepenthes-plastik-paket reinstellen? würd mich interessieren wie das aussieht.

Hast Du Dir den von Boris genannten Thread im CPUK-Forum angesehen? Da gehören Bilder dazu. In dem Fall wurde mit Sphagnum als Substrat abgemoost und das Plastik mit einem Drahlt zum Verschließen von Gefrierbeuteln befestigt.

Ich selbst habe als Substrat zum Abmoosen nur Torf verwendet, und die Befestigung mit Kabelbindern gesichert und das sah dann hier so aus (nicht schön, aber selten):

8930_thumb.JPG

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achso, danke. ich hab immer gedacht, dass man den trieb abschneidet und von der mutterpflanze isoloert. klingt gar nicht so schwer. ist hoffentlich egal, ob man da dann plastik oder sphagnum nimmt um den schlitz offen zu halten. ansonsten ist es einleuchtend. hört sich sehr vielversprechend an. werd ich gleich mal am trieb bei meiner N. alata ausprobieren. das einzige problem wird sich dann erweisen wie man das torf/sphagnum im beutel feucht hält wenn man die plastikapperatur oben mit einem kabelbinder schleißt ;)

Danke

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  • 7 Monate später...

Hallo,

kann ich also bei meiner Nepenthes den großen rankenden Trieb mit drei Blättern dran abschneiden und in Karnivorenerde (Fertigmischung von Dehner)stecken, ihn feucht halten und ihn darin bei indirektem Licht stehen lassen?

img0001ng.jpg

Ich habe nur die Fertigmischung und ich wills nicht zu kompliziert halten. Ich würde den Steckling an ein Ostfenster stellen.

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Die Blätter unten würde ich definitiv entfernen, die fangen nur an zu schimmeln.

Und den Stängel unten schräg anschneiden, dann kann sie aufgrund der größeren Schnittfläche mehr Wasser aufnehmen.

Das gilt grundsätzlich für alle Kopf- bzw. Stammstecklinge.

Oft wird auch empfohlen, die Blätter oberhalb des Substrates (zumindest die großen, alten, die sowieso keine Kannen mehr bilden) mit einer Schere halb abzuschneiden, um die Verdunstungsrate herabzusetzen, da Stecklinge natürlich aufgrund mangelnder Wurzeln nur erschwert Wasser aufnehmen können.

Edit: @ jusch: Hat das mit dem Abmoosen eigentlich geklappt?

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