Veannon Posted October 31, 2008 Posted October 31, 2008 Hallo, nachdem mir wohl keiner eine Pinguicula anbieten kann, ich aber dringend 1-2 Pflanzen brauche, werde ich nun bei plantarara bestellen. Allerdings fehlen mir da einige Infos und ich habe keine Zeit mich in das Thema einzulesen. Ich suche: 1-2 (verschiedene) Pinguicula sollten nicht allzu kompliziert sein (Anfängertauglich) und RELATIV groß werden und preislich erschwinglich (muss bei weitem keine Rarität sein)
Veannon Posted October 31, 2008 Author Posted October 31, 2008 Hallo jusch und Danke für deine Antwort, ich hab ja gesehen, wieviele Leute auf die anderen Gesuche geklickt (!) haben und da werden das bei mir wohl nicht sooo viele mehr werden. Und bis jetzt kam eben nichts. Gegen die verdammten Trauermücken habe ich schon soo vieles unternommen. Aktuell hab ich "Stechmückenfrei" von Neudorff im Einsatz und zudem die betroffenen Pflanzen "umhüllt", dass EIGENTLICH keine Mücke raus oder rein kann. Trotzdem schaff ichs nicht die ganz los zu werden. Deswegen wollte ich jetzt eben die Fettkräuter zu Hilfe holen. Dass die eine Winterrossette bilden, hab ich mittlerweile schon mitbekommen. Aber habe hier auch ein Terrarium zur Verfügung und hoffte sie so zum weitergedeihen zu animieren. Ich brauch aber so was "leichtes" wie Pinguicula, weil ich keinen Nerv da genausoviel Engagement zu investieren wie in meine anderen Hobbys. ;-)
Veannon Posted October 31, 2008 Author Posted October 31, 2008 Mit Gießkanne vor ca. 6 Wochen und eine Woche später nochmal. Da sich da nix getan hat, hab ichs dabei belassen. Umgebungstemperatur war über 15° damals noch. Konzentration eigentlich viel zu hoch. 3 Tropfen auf 500ml. Richtig durchnässen die Erde. Sand ist eine gute Idee - werd ich morgen gleich machen. Fettkraut will ich trotzdem für die paar, die sonst rumfliegen und zu gern in meinem Kaffee/O-Saft landen. Gelbtafeln sind auch nicht billiger
dominuki Posted October 31, 2008 Posted October 31, 2008 Hi Veannon! Pinguicula cyclosecta soll angeblich auf Trauermücken spezialisiert sein, aber im Winter ist sie nicht karnivor. Ansonsten ist 'tina' von den Hybriden am größten und sie geht -zumindest bei mir- nicht in Winterruhe.
Veannon Posted October 31, 2008 Author Posted October 31, 2008 Danke für deine Zeit, jusch. Ich habe die betroffenen Pflanzen (Chilis) auf dem Balkon und die müssten eigentlich mindesteins seit ein paar Tagen drin stehen. Werde also morgen noch eine Ladung Neudorff fertig machen, die Kübel zukippen und mit Sand abdichten. Gleiches nochmal in 4 Wochen. Dann hoff ich, dass ich die mal dran krieg die nervigen Dinger. Die hiesigen Baumärkte führen aber keine Karnivoren - hab mich schon umgeschaut. Deswegen bin ich ja auf das Forum angewiesen und hoffe immernoch, dass sich jemand erbarmt und 1-2 Pflänzchen gegen Bezahlung abdrückt. Wenn 'Tina' so toll ist, müsste da ja der ein oder andere Ableger vorhanden sein. ;-)
dominuki Posted November 1, 2008 Posted November 1, 2008 Veannon, ich würde eine oder mehrere 'tina' einfach im Internet bestellen, wenn du sie im Gartencenter nicht findest. Ich habe auch sehr viele Ableger, kann dir welche zusenden. Die sind allerdings noch klein und brauchen ca. 1 Jahr bis sie blühfähig sind. Ich würd also einfach im Internet gleich mehrere bestellen, und evtl. auch ein paar andre Arten, wie cyclosecta oder 'sethos'...
dominuki Posted November 1, 2008 Posted November 1, 2008 Hm... ich hab schon öfters gelesen, dass Pinguicula von Orchideenzüchtern zur Bekämpfung von Trauermücken eingesetzt wird. Und cyclosecta soll ja hauptsächlich Tauermücken erbeuten können, warum auch immer.
Veannon Posted November 1, 2008 Author Posted November 1, 2008 Sind nun 2 Sethos mit 10cm Durchmesser für 15,- inkl. geworden. Ich denke es ist verständlich, wenn es mir lieber ist das 1-unendlich Trauermücken auf der Pflanze und nicht in meinem Getränk landen. Bekämpfen geht damit natürlich nicht, wa? Kann ich die Sethos in Sphagnum halten? Oder brauchen die Erde/Torf?
dominuki Posted November 1, 2008 Posted November 1, 2008 Also ich denke sie werden zumindest deine Trauermückenplage etwas eindämmen können. Reines Spaghnum ist nicht so gut, das ist zu sauer. Pflanz sie doch einfach in ein Gemisch aus 2/3 Quarzsand und 1/3 Torf.
Ru3di Posted November 2, 2008 Posted November 2, 2008 Hi, Mit Pinguicula wirst du es niemals schaffen die Trauermücken loszuwerden. Die adulten Tiere werden zwar teilweise gefangen' date=' bis dahin legen sie aber genug weitere Eier um den Effekt zu egalisieren.[/quote']Das ist meiner Erfahrung nach ein Mengenproblem, mit ausreichend vorhandener und gut verteilter Klebefläche geht's. Bei mir ist P. gigantea ein äußerst effizienter Trauermückenkiller, und außerdem auch im Winter aktiv. Seit ich die im Winter strategisch unter meine Zimmerpflanzen mische (min. 1 Pinguicula auf 4 Pflanzen), habe ich kein Trauermückenproblem mehr. Bei der Haltung macht P. gigantea keine Probleme, ich halte sie in einer Torf/Quarzsand/Perlit/Dolomitkies-Mischung und sorge mit entionisiertem Wasser im Anstauverfahren für Dauerfeuchte im Substrat. Rudi
Dieter Posted November 3, 2008 Posted November 3, 2008 Um auf die anfängliche Frage zurückzukommen: Wenn Du eine große Pinguicula haben willst, versuche es mal mit P. gigantea oder der Hybride P. gigantea x moctezumae. Letztere kann schon mal recht sperrig werden. Die 'Tina' ist aber in der Tat auch nicht zu verachten und blüht obendrein meiner Meinung nach schöner. Viele Grüße Dieter
Veannon Posted January 19, 2009 Author Posted January 19, 2009 Um mal meine alten Thread wieder zu missbrauchen... hier einige Fragen... habe nun zwei Pflanzen über einen Internetversand bekommen - Adresse will ich nicht sagen, bin aber überhaupt nicht zufrieden, abgesehen davon, dass sie viel zu teuer waren... Beide Pflanzen "lagen" nur auf der Erde. Eine davon scheint nun angewachsen zu sein, die zweite nicht - schlimm? Hier nun die Fragen: - beide Pflanzen "werfen" ihre untersten Blätter ab, sie werden braun und ich entferne sie. Die jungen Blätter die aus der Mitte sprießen scheinen aber ganz gut zu gedeihen - sie "stehen" im Wasser. Soll heißen, sie stehen in einem Untersetzer, der immer gefüllt ist. Passt das so oder sollte ich die da lieber rausnehmen? - ich bin Reptilien-Halter und habe daher auch Terrarien. Kann ich die Pflanzen da reinstellen, ohne Angst haben zu müssen, dass es a) den Pflanzen und den Tieren (Schlangen) etwas ausmacht? Paramter: ca. 28°C, 10h Beleuchtung - Luftfeuchte zwischen 50 und 80% Das wars erstmal.
Dieter Posted January 20, 2009 Posted January 20, 2009 Die mexikanischen Pinguicula sind teilweise nicht sehr tief im Substrat verwurzelt. Bei lockerem Substrat haben sie dann recht wenig Halt - deshalb verschicke ich diese Pflanzen in der Regel auch ungetopft ;-) Ich würde aber schon vermuten, dass Du einen kleinen durchwurzelten Substratklumpen finden wirst, wenn Du die Pflanze umdrehst. Bei Ablegern, die erst einmal unter der Mutterpflanze herauswachsen, kommt es auch vor, dass sie kaum oder gar nicht im Boden verwurzelt sind. Das sollte sich aber innerhalb einiger Wochen nach dem Umpflanzen ändern. zu den Fragen: - Es ist normal, dass die alten Blätter absterben und neue nachwachsen - Ich halte mexikanische Pinguicula recht trocken, soll heißen, sie bekommen immer erst Wasser, wenn das Substrat trocken ist (wie mein Substrat aussieht, ist an anderer Stelle hier im Forum diskutiert). Im Anstau stehen die Pflanzen bei mir eher selten. - Was die Kultur im Terrarium betrifft, könnte es durchaus klappen. Ich habe meine deutlich kühler stehen, aber die Pflanzen sind da nicht so wählerisch. Ob es den Pflanzen zu warm ist, vermag ich mangels Erfahrung nicht zu sagen. Ich würde es einfach ausprobieren. Zur Sicherheit kannst Du ja parallel ein paar Blattstecklinge ansetzen, dann hast Du ohnehin ein paar zusätzliche Exemplare für die Austestung von Kulturbedingungen. Viele Grüße Dieter
Stefan H. Posted January 20, 2009 Posted January 20, 2009 Hey Ich könnte mir vorstellen, das beim drüberkriechen der Schlangen über die Pinguicula, jene aus dem Substrat gerissen wird, was auf Dauer natürlich nicht so der Bringer für die Pflanze ist. 8-) Wie Dieter schon schrieb: Die wurzeln relativ flach... MfG Stefan
Dieter Posted January 21, 2009 Posted January 21, 2009 Pinguicula legen normalerweise eine ausgeprägte Winterruhe ein. Warm und feucht im Sommer, dann zeigt die Pflanze als Blattwerk die große Sommerrosette (fast wie ein kleiner grüner Salat) mit den fleischfressenden Blättern. Kühler und trockener im Winter, dann zeigt die Pflanze als Blattwerk die kleine Winterrosette mit den nicht-fleischfressenden sukkulenten Blättern. Nein! Es ist richtig, dass die meisten temperierten Pinguicula (P. grandiflora, P. vulgaris etc) eine Winterruhe einlegen, aber gerade bei den Mexikanern kommt dieses Thema hier nicht zum ersten Mal hoch: Ist es wirklich als Ruhephase zu bezeichnen, wenn die Pflanzen weiter wachsen und auch zum Teil munter vor sich hinblühen? Also, der Klarheit wegen noch einmal: Viele mexikanische Arten und deren Hybriden bilden unterschiedlichen Sommer- und Winterrosetten (Ausnahmen sind zum Beispiel P. emarginata und P. moctezumae), aber keine Art stellt das Wachstum ein. Es werden kontinuierlich neue Blätter gebildet. Zum Thema Feuchtigkeit ist hier noch eine Beschreibung eines Naturstandorts (vollständiger Text und Bilder hier): "P.macrophylla grew mostly on mossy banks in the more inclined parts of the hillside, where oaks leaves tended to slip past and not accumulate (and thus shadow the plants). The soil was surprisingly dry, only barely humid. When I was in Mexico during the winter dry season of 2003-2004, I thought it was natural that the soil at most Pinguicula habitats was dry, but expected it to be wet during the summer. Now I am discovering that even during the wet season the soil is still very dry for most species and that Mexican Pinguicula are grown too wet by most CPers!" Auch immer wieder sehr beeindruckend finde ich die Fotos im nächsten Bericht: P. agnata gleich neben Kakteen und Agaven. Dennoch ist auch eine Kultur ganzjärig nass und gleichzeitig sehr hell möglich. Diesbezüglich hat in den letzten Jahren Joseph Clemens immer wieder mal beeindruckende Beispiele im CPUK-Forum gezeigt. Wenn ich mich nicht irre, hat er aber auch einige Arten trotz langjähriger Kultur nicht zum Blühen bewegen können, und zwar, wenn ich mich richtig erinnere, eben jene, die aus der Winterrosette oder während der Übergangsphase blühen. Insbesondere wenn sie in Winterruhe gehen, also von der Sommerrosette in die Winterrosette wechseln, werden die ganzen alten Blätter braun. Und wenn sie dauernd warm und feucht gehalten werden (also ohne Winterruhe), haben die Blätter auch nur eine begrenzte Lebensdauer und in dem Maße wie neue Blätter treiben, ist es auch normal, daß alte Blätter irgendwann welken werden und eintrocknen. Zum Kulturzustand Deiner Pflanzen hast Du nocht gar nichts geschrieben. Sind die derzeitig in Sommerrosette oder in Winterrosette? Das Absterben alter Blätter ist bei meinen Pflanzen ein kontinuierlicher Prozess, unanhängig davon, ob die Pflanze in Sommer- oder Winterrosette oder in einem Zwischenstadium sind. Es ist allerdings besonders auffällig, wenn die letzten großen Blätter der Sommerrosette absterben und nur noch die oft wesentlich kleinere Winterrosette übrig bleibt. Auch wenn diese Pingucula vergleichsweise (z. B. mit einer Sarracenia) schwaches Wurzelwerk besitzen, können sie sich aber in der obersten Substratschicht sehr gut verankern. Nur ist zumindest mein Substrat so locker, dass ich die Pflanze mit Substratklumpen leicht herausnehmen kann und ein Krater zurückbleibt. @ Veannon: Wenn Du das nächste Mal Bedarf an ein paar Versuchspflanzen hast, schick mir eine Email. Ich habe mit ziemlicher Sicherheit immer ein paar schöne Exemplare übrig. Viele Grüße Dieter
Veannon Posted January 21, 2009 Author Posted January 21, 2009 Hallo Dieter, ich danke dir für das Angebot. Habe für die beiden unten abgebildeten Exemplare, glaube, 20 Euro bezahlt. Auch an alle anderen Antworten ein Dankeschön. Besonders für die ausführliche Version von dir, Jusch. Zur Funktionalität: Ich habe das Mückenproblem auch ohne Hilfe der Pflanzen in den Griff bekommen. Ich bin also nicht deswegen unzufrieden mit den Pflanzen. Auch schaue ich nicht ständig nach den Wurzeln. Mir ist bewusst, dass es sicher kontraproduktiv wäre dies zu tun. Die andere Pflanze hat es ja auch geschafft. Habe sie aber jetzt nochmal angedrückt und lasse sie jetzt einfach so, solange sie "weiterlebt". Hier noch zwei Bilder der Pflanzen. Nr. 1 steht an der Ostseite (Fenster) und gedeiht prächtig. Nr. 2 (übrigens laut Verkäufer die selbe Art) steht auf dem warmen Terrarium, hat kaum Wurzeln. Nr. 1: Nr. 2: Habe nun die Standorte gewechselt. Nr. 2 steht nun am Fenster und Nr. 1 im Boa-Terrarium. Die sind noch klein und hängen lieber in den Ästen rum anstatt über Pflanzen zu kriechen. Außerdem habe ich beide aus dem "Wasserbad" entnommen. Viele Grüße.
Dieter Posted January 21, 2009 Posted January 21, 2009 Nr. 1 sieht aus, wie ich es von einer Pflanze erwarten würde, die sich im Übergang zur Winterrosette befindet. Nr. 2 hingegen sieht mir weniger zufrieden aus. Mangels eigener Vergleiche bin ich mir aber nicht sicher, ob es das Licht ist oder nicht. Womit beleuchtest Du das Terrarium und wieviel bekommt die Pflanze davon ab? Viele Grüße Dieter
Veannon Posted January 21, 2009 Author Posted January 21, 2009 Aber die gleiche Art ist das doch auch nicht, oder? Nr. 2 stand bisher AUF dem Terrarium, hat also nur Wärme abbekommen. Jetzt steht sie da, wo vorher Nr. 1 stand und Nr. 1 steht in einem Terrarium, dass mit einer 40W Birne geheizt und beleuchtet wird. Da komm ich optimal mit hin (für meine Schlangen).
Veannon Posted January 21, 2009 Author Posted January 21, 2009 gut, dann kommen jetzt beide auf die Fensterbank
Dieter Posted January 22, 2009 Posted January 22, 2009 Aber die gleiche Art ist das doch auch nicht, oder?Nr. 2 stand bisher AUF dem Terrarium, hat also nur Wärme abbekommen. Jetzt steht sie da, wo vorher Nr. 1 stand und Nr. 1 steht in einem Terrarium, dass mit einer 40W Birne geheizt und beleuchtet wird. Da komm ich optimal mit hin (für meine Schlangen). Hallo, das lässt sich wesentlich leichter beurteilen, wenn sie unter den gleichen Bedingungen wachsen. Darum hast Du Dich ja schon gekümmert. Die 40W-Birne klingt mir übrigens nach einer für Pflanzen völlig ungeeigneten Beleuchtung (muss aber nicht sein). Da kannst Du Dir aber selber in Ansgars Werk einen Überblick verschaffen: Leuchtmittel - ein Überblick. Viele Grüße Dieter
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