Michael Z Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Hallo, ich überwinter meine Sarracenias in Keller und Speicher bei 0-10°C. Da die Pflanzen während des Winters keinerlei Aktivität zeigen müsste ich sie doch auch dunkel im Keller überwintern können, oder? Mir gehen langsam die "Fensterplätze" aus. Viele Grüße, Michael
olli71 Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Nein, das ist absolutes Gift. Helle Überwinterung ist notwendig. Sonst werden sie schwächlich und anfällig für Krankheiten.
Michael Z Posted November 28, 2008 Author Posted November 28, 2008 Hallo Olli, meine Pflanzen haben den Winter über keine Blätter, weil ich die im Herbst komplett abschneide. Wenn die Pflanzen eh nicht mitbekommen dass es hell da draußen ist, was soll Ihnen dann das Licht bringen? Michael
Dieter Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Hallo Michael, bei meinen Eltern stehen nun schon seit längerer Zeit Sarracenien, die ab Frühling auf dem Balkon stehen, aber eben ab dem späten Herbst darunter (und damit recht dunkel) oder bei Dauerfrost im Keller und damit nun völlig im Dunkeln. Das funktioniert wunderbar und es ist mit Sicherheit nicht das einzige Beispiel dieser Art. Viele Grüße Dieter
olli71 Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Warum schneidest Du sie denn komplett ab? Ich halte das für falsch. Meine Sarracenien verbringen den Winter komplett im Freien. Und die Blätter bzw. Schläuche sind dann immer noch grün. Trotz niedriger Temperaturen und Frost. Also muß dann ja noch minimale Aktivität stattfinden, sonst wären ja die Schläuche nicht noch grün. Aber es ist deine Entscheidung.... Mach, wie Du denkst.
Thomas Carow Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 (edited) Hallo, Sarracenien und Dionaea können im Winter dunkel überwintert werden. Wichtig ist ein gesundes Rhizom, dass sich bei fallenden Temperaturen auf die Ruhezeit eingestellt hat. Die Temperaturen sollten zwischen -5°C und +5° C liegen. Gemüsefach im Kühlschrank geht also auch einwandfrei. (Blätter und Wurzeln abschneiden und leicht feucht in Plastikbeutel) Liegen die Temperaturen längere Zeit über 5°C fängt das Rhizom an zu wachsen und benötigt dann natürlich Licht. Thomas Edited November 28, 2008 by Guest 1 1
helmutpre Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Hallo, bislang habe ich an meinen Sarracenien nie Schläuche abgeschnitten. Neulich ist mir aber aufgefallen, dass die in den Schläuchen gefangenen Insekten inzwischen recht übel riechen. Nun fürchte ich, dass dieser Matsch aus tierischer Biomasse das Substrat überdüngt und ggfs. zur Schimmelbildung führt. Das spricht meiner Meinung nach für das Abschneiden der Schläuche. Viele Grüße Helmut
Dieter Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Warum schneidest Du sie denn komplett ab? Ich halte das für falsch. Meine Sarracenien verbringen den Winter komplett im Freien. Und die Blätter bzw. Schläuche sind dann immer noch grün. Trotz niedriger Temperaturen und Frost. Also muß dann ja noch minimale Aktivität stattfinden, sonst wären ja die Schläuche nicht noch grün. Aber es ist deine Entscheidung.... Mach, wie Du denkst. Ich habe meine Pflanzen in den letzten Jahren während der Teilung zurückgeschnitten. Je nach dem, wann ich dafür Zeit hatte, war das irgendwann zwischen Anfang Januar und März. Dieses Jahr habe ich es weitgehend jetzt schon gemacht, und zwar aus dem Grund, dass die Pflanzen eng im Wintergarten mit nicht allzu viel Luftbewegung stehen. Wenn die Pflanzen dann noch das gesamte Blattwerk der vergangenen Saison besitzen, kommt es gelegentlich dazu, dass sich Botrytis einnistet. Bei einer Überwinterung draußen sind die Bedingungen völlig andere. Meine Kübel, die jetzt noch draußen stehen, werden wohl auch den Rest des Winters dort verbringen. Die Pflanzen draußen werde ich auch erst zu Beginn der Saison zurückschneiden. In jedem Fall werden die Pflanzen durch diese Behandlung nicht schwächlich, zumindest bekomme ich bei meinen Exemplaren nicht gerade diesen Eindruck. Viele Grüße Dieter
Dieter Posted November 28, 2008 Posted November 28, 2008 Da war der Helmut wieder schneller... Neulich ist mir aber aufgefallen, dass die in den Schläuchen gefangenen Insekten inzwischen recht übel riechen. Nun fürchte ich, dass dieser Matsch aus tierischer Biomasse das Substrat überdüngt und ggfs. zur Schimmelbildung führt. Das spricht meiner Meinung nach für das Abschneiden der Schläuche. Yep, ich hätte bei meinem Text vielleicht noch ergänzen sollen, dass meine Pflanzen kaum einen intakten Schlauch haben, weil sie fleißig Beute fangen und dann die Schläuche leider irgendwann teilweise absterben. Der Geruch hält sich noch in Grenzen, wenn man die Schläuche nicht gerade auskippt (S. purpurea kann da besonders unerfreulich sein). Das Herausschneiden einzelner Schläuche habe ich auch schon versucht, ist aber eine Frage der Zeit, die mir dafür zur Verfügung steht, denn es muss regelmäßig wiederholt werden. Aus diesem Grund war ich in den letzten 2 Wochen recht radikal. Da ich die nächste große Sarracenienumpflanz- und Teilaktion für Anfang Januar geplant habe, sind es ohnehin nur noch etwa 5 Wochen bis es den Schläuchen der betroffenen Pflanzen endgültig an den Kragen gegangen wäre. Viele Grüße Dieter
Michael Z Posted November 28, 2008 Author Posted November 28, 2008 Ich hab auch schon verschiedene Erfahrungen gemacht - mit und ohne Schläuche überwintern. Da ich aber keine Unterschiede beim Neuaustrieb feststellen konnte schneide ich die Schläuche im Herbst recht radikal ab. Hauptsächlich wegen Ungeziefer und den verfaulenden Beuteresten. Dann wage ich dies Jahr die Überwinterung im Regal einfach mal. Michael
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