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Substrat komplett ausweckseln??


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Hallo,

Ich habe nun ca. 3 Jahre in meinem Nepenthes Terrarium das selbe Substrat: Sand & "hochwertigen" ;-) Hochmoortorf. Ich habe vor etwas längerer Zeit auf verschiedenen Homepages gelesen das man das Substrat nach 2-3 Jahren austauschen sollte/muss. Stimmt das soweit? Oder irre ich mich?

Falls ich bis jetzt richtig liege, dachte ich daran das Substrat komplett auszustauschen und es durch folgende Mischung zu ersetzen: ca. 20% Perlite, ca. 20% 'feiner' Sand, ca. 60% Hochmoortorf. Und genau da ist meine Frage: Weißtorf oder Hochmoortorf? Ich habe im Hinterkopf das Weißtorf besser geeignet sein soll, stimmt das?

Würdet ihr dem Substrat noch etwas hinzufügen oder etwas verändern?

Danke schon mal im vorraus!!! Ihr seid die größten!

Grüße!

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Hi ja das stimmt, dass man das Substrat nach 2-3 Jahren wechseln muss, weil es dann verbraucht ist. Weißtorf ist besser, und die Mischung, die du machen willst ist ok

mfg Nico

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Andreas Melzer

Hi Philipp,

Weißtorf ist ein Hochmoortorf.

Das Substrat solltest Du "ab und zu" wechseln - das stimmt. Mehr als 3 Jahre in Gebrauch sind sicher nicht empfehlenswert, da dann die Zersetzung schon arg im Gange sein dürfte. Und das schadet ja unseren Schwachzehrern.

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Hi Philipp,

Weißtorf ist ein Hochmoortorf.

Hallo!

Komisch - das Zeug das sie bei unserem Baumarkt als "hochwertigen Hochmoortorf" verkaufen sieht aber GANZ anderst aus als der von mir vor langem bei Plantarara bestellte 3-Liter-Weißtorf. Der Weißtorf von Plantarara war irgendwie brauner und viel trockener.

Aber okay, danke euch beiden!

Dann werde ich den Hochmoortorf aus'm Baumarkt nehmen.

Grüße!

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Josef Szoboszlai
Was genau ist hier mit Zersetzung gemeint ?? Was verändert sich im Substrat ???
Hallo,

das was eigentlich immer mit Zersetzung gemeint ist... Kleinstorganismen machen sich über das Substrat her(das machen sie schon ab dem Moment des Todes der Pflanze) und scheiden etwas weiter Zersetztes wieder aus, über das sich dann wieder jemand anderes her macht...

Asseln, Regenwürmer, sonstiges Getier, Schimmel und andere Pilze...

Was sich dran verändert ist eigentlich auch logisch. Zum einen verliert das Substrat seine Formstabilität und sackt immer ein bisschen mehr in sich zusammen(deshalb werden u.a. auch formstabile Bestandteile, wie Sand, Perlite usw. als Beigabe empfohlen), weil es schlicht und ergreifend zerfressen wird... nichts hält ewig. Und durch die Ausscheidungen der "Recycler" wird das Substrat in für Pflanzen wiederverwendbare Stoffe gewandelt, oder zumindest damit angereichert, was für Pflanzen ganz toll is, aber für unsere kleinen Schwachzehrer eben nicht.

LG Josef

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Hey

Da sorgt meines Erachtens absterbendes Sphagnum zur Entstehung von Torf. Das Moor sackt zwar immer weiter etwas zusammen, aber gleichzeitig wird auch neuer Torf gebildet, wodurch es wieder höher wird. Welche der Beiden Vorgänge schneller von statten geht weis ich nicht, daher kann ich auch nicht sagen ob Moore über Jahrhunderte hinweg an Höhe verlieren, gewinnen oder realtiv konstant in der Höhe bleiben.

Grüße

Stefan

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Hallo,

So. Heute morgen sind wir dann trotz Schneechaos zum Baumarkt gefahren. Nachdem es dort keinen (Weiß/Hochmoor-)Torf gab, sind wir noch zu einem anderen Laden gefahren. Dort gab es aber auch keinen Weißtorf, aber als ich bei den Fleischies dort vorbeikam kam mir die Idee: ich muss ja nicht das komplette Substrat auswechseln, sondern kann ja da wo die Pflanzen sind (die zu 90% ohnehin in Töpfen wuchsen) einfach "FLeischfressende Spezialerde" kaufen und sie da einpflanzen. Gesagt getan, 4 Säcke zu je 5€ gekauft ( das wars mir wert ) und ab nach Hause! Dank der kälte war natürlich das Regenwasser zugefroren weswegen ich Schnee schmelzen muss(te). Dann erstmal das alte Sphagnum aus dem Terrarium, die Pflanzen natürlich vorher, und dann gings los: die spezialerde in einen Eimer, dann diese erst mal ordentlich nass machen mit dem geschmolzenen Schnee und dann die Pflanzen enttopfen und neu eintopfen! Das war (bzw. ist) 'ne mordsarbeit aber macht Spaß! Wenn ich dann alle neu eingetopft habe (ich muss noch 4 von 12 machen) werde ich sie in der alten Torfschicht versenken und Sphagnum neu ansiedeln!

So viel zu meiner Terrarium-Rebepflanzungs-Aktion!

Grüße!!!

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Andreas Melzer

Hallo Philipp,

es bringt wenig, nur das Substrat direkt um die Pflanze zu wechseln - damit beseitigst Du nur den kleinsten Teil des in Zersetzung begriffenen Substrates im Terrarium.

Ich schlage einen Komplettaustausch des Terrariums im Frühling/Frühsommer vor, um den von Dir gewollten Effekt zu erzielen.

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Andreas Melzer

Hi Andreas,

wir wechseln in Kultur ja das Substrat, weil durch Zersetzungsprozesse zu viele Nährstoffe freigesetzt werden, die unseren Pflanzen nicht gut tun, und die wir durch den Substratwechsel entfernen.

Im Moor wäscht Regen und die Bewegung unterirdischen Wassers die Zersetzungsprodukte fort. Nur dadurch ist ein Moor per se nährstoffarm.

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Die typischen Forenteilnehmer hier sind doch absolute Fans von Insektiziden, Fungiziden und anderen Produkten der chemischen Industrie, und wahre Fans kippen und sprühen innerhalb von zwei Jahren so viel vom guten Zeugs ihrer Lieblingschemiefirma über ihre Pflanzen und das Substrat drüber, daß sich natürlich auch davon Abbauprodukte als Chemiecocktail im Substrat anreichern, die durch einen Substratwechsel dann gleich mit entfernt werden.

Aha!

Gut zu wissen! Werde dann mal dem mir bisher nicht bekannten Trend folgen und mir sofort ein T-Shirt bedrucken lassen mit der Aufschrift: 1. Fanclub Chemische Industrie, CI for ever! Und ein paar Fähnchen lasse ich auch machen, die verteile ich dann im März auf dem NRW-Treffen. Gut das wir ein Bayer-Werk in der Stadt haben, da kann ich morgen direkt eine Palette Killer-Mittelchen bestellen, werden langsam knapp, meine Lagerhalle ist schon halb leer.

:roll:

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Andreas Melzer

Torsten,

jusch hat nicht ganz Unrecht - auch wenn er es etwas übertrieben beschrieben hat.

Dass man nicht alle hier im Forum über einen Kamm scheren kann, dass weiß der jusch schon, vermute ich ;-)

Aber wir schweifen ab. :-)

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Die typischen Forenteilnehmer hier sind doch absolute Fans von Insektiziden, Fungiziden und anderen Produkten der chemischen Industrie, und wahre Fans kippen und sprühen innerhalb von zwei Jahren so viel vom guten Zeugs ihrer Lieblingschemiefirma über ihre Pflanzen und das Substrat drüber, daß sich natürlich auch davon Abbauprodukte als Chemiecocktail im Substrat anreichern, die durch einen Substratwechsel dann gleich mit entfernt werden.

Nun gut. Aber das wäre auch anders, wenn die IFP-Fan-Forenteilnehmer wüsste, was sie da auf ihre Pflanzen kippen.

Und wenn sie das wüssten, würden die Leute wahrsch. auch nur noch in Bioläden rennen um dort ihr Gemüse und Obst zu kaufen.

Andere Sache: Durch den Zersetzungsprozess entstehen Nährstoffe.

Völlig klar. :-D

Aber kann man da nicht einfach ab und zu reichlich destilliertes Wasser drüber kippen?

Die Nährstoffe werden rausgeschwemmt und alles ist wieder gut.

Problematisch ist nur der Schwund des Substrates, aber das dürfte man eigentlich auch irgendwie umgehen dürfen, oder?

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Andere Sache: Durch den Zersetzungsprozess entstehen Nährstoffe.

Völlig klar. :-D

Aber kann man da nicht einfach ab und zu reichlich destilliertes Wasser drüber kippen?

Die Nährstoffe werden rausgeschwemmt und alles ist wieder gut.

Im Prinzip schon, allerdings bringt die Zersetzung des Substrates auch das Problem mit sich, dass dessen Struktur verloren geht. Idealerweise sollte das Substrat auch grobe Poren und Röhren enthalten, die Wasser schnell ableiten und wieder Gase an die Wurzeln lassen. Nicht alle Pflanzen vertragen dauerhafte Nässe an den Wurzeln, auch nicht alle von unseren Pflanzen. Durch den Verlust der Struktur sinkt der Anteil grober, zumeist mit Gas gefüllter Poren und der Anteil kleiner, dauerhaft mit Wasser gefüllter Poren steigt. Ein langfristig meist sehr schädlicher Zustand für die Pflanze.

Problematisch ist nur der Schwund des Substrates, aber das dürfte man eigentlich auch irgendwie umgehen dürfen, oder?

Immer neues Substrat von oben drauf kippen. Aber nicht die Pflanzen treffen. ;-)

In der Natur wird permanent neues Substrat aufgeschichtet und die Wurzeln haben reichlich Platz sich in Bereiche mit besseren Bedingungen zu verbreiten. Unter den suboptimalen Bedingungen, die wir bieten können, sehe ich da nur wenig Chancen zur Vermeidung gelegentlicher Substrattauschaktionen (außer man heißt R.S. und hat einen Minidschungel im Haus).

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Rolf Zanchettin

Das mit Abstand zum schönste Gewinner-Moorbeet gewählte Moorbeet in diesem Wettbewerb ist nicht das mit dem zuletzt gewechselten Substrat, sondern es hat umgekehrt das älteste Moorbeet mit dem am längsten liegenden Substrat gewonnen, Anlagedatum 2003.

Also das Substrat bloß nicht zu früh wechseln, sonst buddelst Du Dir alle Jahre wieder einen häßlichen Matsch zusammen, ohne daß Deine Anlage ein Alter erreicht, mit dem Du bei guter Pflege einen Schönheitspreis gewinnen könntest!

Hallo,

das Moorbeet wurde nicht wirklich mit großem Abstand zum schönsten Moorbeet gewählt, das erste hatte 32.5, das zweite hatte 31.5 Punkte bekommen, also grad mal ein Pünktchen Unterschied. Und das zweite wurde im Frühling letzten Jahres, also ca. 6 Monate vor der Veröffentllichung der Bilder für den Wettbewerb, angelegt. Ich denke nicht das sich die Qualität oder das Aussehen einer Anlage auf das Alter derselben rückschliessen lässt.

Um wieder zum Thema zu kommen. Unsere Pflanzen sind in großen Tontöpfen gepflanzt, welche in der Substratschicht des Moorbeets versenkt sind. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (S.purpurea, S.oreophila, absolut winterharte Drosera) verbringen alle Pflanzen aus unseren beiden Beeten den Winter in einem beheizten Gewächshaus bei ca 5° Celsius.

Das Substrat wird hier alljährlich in der ersten Januarwoche gewechselt (haben wir am Sonntag gemacht), dabei werden gleich alte Pflanzenteile und Blätter mit entfernt und bei Bedarf Teilstücke abgemacht. Das Substrat der Pflanzen welche im Beet überwintern wird alljährlich im Frühling erneuert.

Das Halten der Pflanzen in Töpfen (auch im Moorbeet) bringt, neben der Möglichkeit problemlos das Substrat zu wechseln oder individuell anzupassen zu können, einige weitere Vorteile mit sich. Erstens können die Pflanzen einfach zur Überwinterung aus dem Beet genommen werden, zweitens kann beispielsweise eine erkrankte, oder von Schädllingen befallene Pflanze ruckzuck aus dem Beet genommen und individuell behandelt werden. Desweiteren kann das Beet bei Bedarf jeden Frühling, wenn die Pflanzen wieder aus dem Gewächshaus kommen, ohne größeren Aufwand umgestaltet und neu eingerichtet werden.

Das Substrat im Moorbeet selbst wird natürlich nie gewechselt, wozu auch?

Übrigens, auch im Hoch- und Tieflandbecken wird bei uns das Substrat im Jahrestakt gewechselt.

Viele Grüße

Rolf

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Hey Rolf

Es ist aber etwas anderes, und das meint jusch sicher so, wenn man ein Beet anlegt und die Pflanzen fest einpflanzt! Dann sieht es meiner Meinung nach erst nach ein, zwei Jahren richtig klasse aus. Aber sicher ist auch diese Ansicht Geschmackssache. Aber ich gehe dabei von der Neuanschaffung der Pflanzen aus und die müssen ja auch erstmal zulegen und das dauert eben. Denn größere voluminösere Pflanzen sehen meiner Meinung besser aus, als wenn so kleine Portionen auf einem überdeminsionierten Platz stehen. Und dieses verwachsen dauert eben.

Jaja, die Topfmethode, mein Beet ist zu klein und meine Überwinterungsbedingungen zu schlecht, als sich das bei mir lohnen würde, ich gebe den Pflanzen da mehr Wurzelplatz. Aber sicher hällt das nicht ewig, nach 10 Jahren sollte man eventuell shconmal ans Substratwechsel denken! ;-) Naja, im Terrarium nutze ich die Topfmethode auch, was meinem aller paar Monaten stark auftretenden Umgestaltungstrieb natürlich unterstützt! :-D Hast du die Begleitvegetation in deinen Beeten und Terrarien auch in Töpfen?

MfG

Stefan

P.s.: Was mich mal interessieren würde, jusch, ist die Tatsache bzw. Begründung für deine vielen theoretischen Annahmen und Aussagen, kultiviert du eigentlich auch Carnivoren (Moorbeet, Terrarium, oder so...?), von deinen Pflanzen sieht man nie Bilder...;-) oder bist du nur Theoretiker?

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das muss ich dann, zugegeben, übersehen haben. Zumindest gab es bisher noch kein Thema von dir im Fotoforum, zumindest hat die Suche nichts ausgespuckt! ;-)

Naja, was zu beanstanden habe ich nicht, keine Angst. ;-) Ich stelle nur immer fest, dass du immer was zu schreiben hast zu den verschiedensten Themen bzw. Links usw. aufzeigst. Dein Einsatz, anderen zu helfen, finde ich klasse, nur kommt es mir manchmal so vor, dass du deine Infos/Aussagen kurz vom posten im www zusammengesucht hast, also es teilweise nicht unbedingt deine eigenen Erfahrungen wiederspiegelt. Wie gesagt, dass kam mir manchmal so vor und da ich kaum was von dir bzw. deiner Kultur weis (eigentlich garnichts) hatte ich schon befürchtungen...^^ heutzutage weis man nie, nichts für ungut^^

Grüße

Stefan

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leider scheint dem so zu sein, aber das sind alte Kamellen, wurde schon oft durchgekaut! Ich meine ja nur: Bei vielen aktiven Forenusern (wenn nicht sogar bei allen) weis ich in etwa was sie kultivieren (Spezialgebiet, etc.), ob sie Anfänger oder Profi sind, bzw. hab schon Bilder gesehen...

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