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Schachblume (Fritillaria meleagris) in's Moorbeet?


Stefan H.

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Hi Leute

Mich würde mal interessieren, ob man die Schach(brett)blume (Fritillaria meleagris) in's Moorbeet setzen kann und ob dort über einen längeren Zeitrum die erfolgreiche Kultur möglich ist? Ich kann mich daran erinnern, das vor einiger Zeit jemand, ich glaube es war Giovanni, diese Pflanze mal angeboten hatte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht eine besondere Form gewesen ist und ob sie überhaupt aus einem Moorbeet stammte. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit dieser Pflanze und kann mir ein paar Zeilen zu ihr schreiben. Die wird nämlich gerade beim örtlichen Blumenladen angeboten. Ich lese nur immer wieder das man sie auch in den Garten pflanzen kann. Und da ist der Boden ja deutlich nährstoffreicher und anders beschaffen als im Moorbeet. Diese Angaben verunsichern mich etwas.

MfG

Stefan

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Im Garten meiner Eltern stehe auch so ein Blümchen, und zwar im Pflanzenbereich des Gartenteiches, also auch sehr feucht. Mehr weiss ich aber leider auch nicht.

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Hi

Danke für eure Antworten! Also entweder sind diese angebotenen Formen für trockenere Verhältniss gezüchtet oder die Tipps, sie in den Garten zu pflanzen, schlichtweg nicht geeignet. Mal sehen, vielelicht probiere ich mal eine im Beet, aber die dauerfeuchte Erde am Gartenteich scheint wohl doch ein besserer Platz zu sein.

Grüße

Stefan

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Hallo Stefan,

Fritillaria meleagris wächst zwar teilweise in zeitweise überschwemmten/feuchten Böden, jedoch immer in neutralen oder auch leicht basischen Böden. Ein pH-Wert von 3-4, wie er in unseren Moorbeeten herrscht, bringt die Pflanze innerhalb kurzer Zeit um. Gerade unter den Moorpflanzen spielt der geeignete pH-Wert eine recht große Rolle.

Fritellaria wächst normalerweise gut im 'normalen' Garten. Unser üblicherweise etwas feuchteres Frühjahr reicht vollkommen aus.

Grüße

Thomas

Edited by Guest
  • Danke 1
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Hi Thomas

Danke für deine Antwort! Jetzt bin ich mir noch sicherer, dass ich doch eher nach einer Moororchidee Ausschau halten sollte und ich diese Schachblume besser neben das Moorbeet pflanze.;-)

Grüße

Stefan

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  • 13 years later...
Heliamphora

Matze hatte aber soweit ich weiß eine schachbrettblume bie den Begleitpflanzen im Angebot

 

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Luca G. H.
vor 23 Stunden schrieb Heliamphora:

Matze hatte aber soweit ich weiß eine schachbrettblume bie den Begleitpflanzen im Angebot

Das ist richtig. Die hat er im Angebot.

Ich habe bis ich den Beitrag eben gelesen habe mit dem Gedanken gespielt eine Schachbrettblume in meinen neuen Moorkübel einzupflanzen.

Hat jemand (neue) Erfahrungen mit der Kultur von Fritillaria meleagris im Moorbeet?

 

Luca

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Mossman

Hallo.

 

Die Pflanzen werden relativ preisgünstig als Zwiebel in Gartenmärkten angeboten.

Sie wachsen bei mir im lehmigen Gartenboden (schattig) und im Kalkmoorbeet (Niedermoor-Container) sehr gut. Im Niedermoor sind sie deutlich beständiger. Dass sie mit den sauren Bedingungen im Torfmoor zurechtkommen, kann ich mir nicht vorstellen.

 

bg MM

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partisanengärtner

Ich habe einige im sauren Moorbeet. Sind winzige Zwiebelchen gewesen aus einem alten Vermehrungsprogramm bei mir.

Kalkfrei soweit nicht ein paar Schneckenhäuser reingeraten sind.

Die Zwiebeln sind seit 2 Jahren drin und nehmen zu. Ich vermute das nächstes Jahr die ersten blühen werden.

Der Originalstandort ist eine feuchte Wiese mit kalkarmen/freiem Lehm. Flußaue des roten Mains.

 

Tiefere Schichten sind saurer Sandstein.

 

Im Bereich von Creußen wo der Main herkommt gibt es ausgedehnte Sphagnummoore. Dort habe ich allerdings noch keine Schachbrettblumen gesehen.

 

Soweit die sich in unterschiedichen Wuchsorten machen bezweifle ich, das die auf Kalk im Boden angewiesen sind.

Das dürfte auf viele Pflanzen zutreffen die eigentlich mit Kalkflachmooren asoziiert sind.

 

Epipactis palustris ist auch so ein Fall. Kennt man eigentlich nur aus Kalkflachmooren.

 

Bei Creussen in einem kleinen Moorgebiet auf saurem Sand inmitten von Sphagnumpolstern ist es vor Jahren eingewandert. Mittlerweile sind die Bestände dort auf einige Tausend Exemplare angewachsen. Vergesellschaftet mit Drosera rotundifolia, die dort schon immer waren.

 

Ich würde es probieren, die Zwiebelchen sind im Herbst günstig zu bekommen. Ich würde sie aber nie im anaeroben Bereich pflanzen. Dauerfeucht macht gar nichts.

Abgesoffene Böden schon, da sind sie im Nu weg.

Also auf Bulten oder schwimmende Inseln. Die Zwiebeln haben keine Schutzhülle und vertrocknen sehr leicht. Braunschrumpelig verfaulen sie nur noch.

Also nicht erst kaufen wenn die Zwiebeln reduziert sind,

  • Danke 2
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