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Substrat womit künstlich säuern?


Hardy

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Der Torf meiner D. capensis wurde im Gartenmarkt offenbar mit Leitungswasser gewässert, denn er ist leicht alkalisch! Der orangene Teststreifen färbt sich leicht grün, während er bei meinem Test-Ansatz mit Blumenerde neutral bleibt.

Substratwechsel kommt nicht in Frage, ich möchte - auch als Experiment - bewußt nachsäuern.

Ist es relevant, was man dafür nimmt? Also müßte es z.B. Humin- und Gerbsäure sein, oder ist für die Pflanzen nur der pH-Wert an sich interessant? Dann würde ich nämlich etwas Zitronensäure zum destillierten Gießwasser geben, damit der Kalk bzw. andere alkalische Ursachen neutralisiert werden.

Ist es vielleicht sogar speziell der bei nicht ausreichend saurem Substrat vorhandene Kalk, der den Pflanzen Probleme bereitet?

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Thomas Carow

Hallo,

Du kannst ein Substrat nicht mit Flüssigkeiten künstlich säuern, bzw nicht wenn Pflanzen darin stehen.

Gruß

Thomas

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Hm, also der Vergleich mit der versalzenen Suppe bzw. dem Kalk hinkt zumindest dahingehend, daß Kalk und Säure zu Wasser und CO2 reagiert.

Die Mineralansammlung an der Oberfläche ist aber eine gute Erklärung für das Meßergebnis, da ich die Probe von dort abgenommen habe und der Torf weiter unten möglicherweise saurer ist.

Das Durchspülen klingt gut und einfach. Ich beobachte die Situation mal weiter. Bei meiner Neusaat von Sonnentau auf Blumenerde habe ich das mit der Säure aber mal versucht, weil man Blumenerde vielleicht nicht so gut zur Entsalzung spülen kann und die Wurzeln der kleinen Pflänzchen eh nur ganz oben sind.

Es ist also der Gehalt an Mineralsalzen, der den Pflanzen Probleme bereitet? Wißt ihr vielleicht einen Link zu Infos, was da in den Pflanzen passiert? Immerhin wachsen sie ja auch in salzreichen Substraten, nur eben nicht so gut.

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Ahso, also liegt der Kern des Probleme bei der beschränkten Fähigkeit von Moorpflanzen, Salze in ihre Zellen aufzunehmen bzw. mit ihnen dann klarzukommen. (?)

Wenn der Sonnentau so langsamer wächst bzw. kümmert, muß der Stoffwechsel gestört sein. Da der Sonnentau eigentlich auch Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen müßte, um ohne Fang (wie im Haus) trotzdem Pflanzenmasse aufzubauen, würde ich jetzt annehmen, daß es irgendwann einfach zu viel des Guten ist.

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C.Weinberger

Hallo!

Du solltest bedenken, dass wenn du mit einer Säure neutralisieren (und später ansäuern) willst dann erhöht das deine Salzkonzentration:

2C6H8O7 + 3CaCO3 --> 3H2O + 3CO2 + Ca3(C6H5O7)2

Das letzte ist das Salz. Das Neutralisieren sollte dir also nicht viel bringen?!

Also umtopfen und das Problem ist erledigt.

Gruß Christian

Edited by Guest
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Hallo,

bei allen geschilderten Beispielen sollte man die Salzbildung und das Umsetzen von Ca-Verbindungen nur chematisch betrachten.

Es handelt sich doch meistens um Gleichgewichtsreaktionen, die stark vom jeweiligen pH-Wert abhängig sind.

Der pH-Wert wiederum ist das Resultat aus den abgelaufenen hydrolytischen Reaktionen.

Als hilfreichen Hinweis möchte ich auch die abhängigen Reaktionen der Carbonat-/Hydrogencarbonathärten anführen und die dabei auftretenden Bindungen von freier Kohlensäure (CO2).

Die weitere Erläuterung würde hier wohl den Rahmen sprengen.

Jusch hat doch in seinem Erläuterungsbeispiel das Ganze gut erklärt:

[Zitat]

Eine höhere Salzkonzentration im Boden hemmt die Wasseraufnahme der Pflanze. Sie kann über ihre Wurzeln nur dann Wasser aufnehmen, wenn die Salzkonzentration im Pflanzeninneren höher ist als im Bodenwasser. Die „durstige“ Pflanze will den Konzentrationsunterschied ausgleichen und nimmt Wasser auf. Ist die Salzkonzentration im Bodenwasser höher als in der Pflanze, funktioniert die Wasseraufnahme nicht mehr: Die Pflanze verwelkt.

[/Zitat]

Bei der Wasseraufnahme der Pflanzen ist das letztlich mit der Osmose daher gut zu erklären:

Der Lösungsdruck von Ionenärmeren Wasser ist dann die "saugende Kraft" , die das Wasser zur Verdünnung einzieht. Wenn nun aber das Wasser außerhalb der Pflanze schon viel Salz enthält, kann die Pflanze ihren Wasser-/Salzhaushalt nicht durch Einziehen von Wasser ausgleichen bzw. Verdünnen.

Da durch Verdunstung und Tröpfchenbildung aber schon eine Aufkonzentration stattfindet, die wiederum durch Einziehen von Salzkonzentrations ärmerem Wasser ausgeglichen werden sollte, versagt dieses osmotische Prinzip bei zu hoher Salzkonzentration im Substrat.

Also Ansäuern allein genügt nicht, wenn nicht gleichzeitig die Salze herausgespült werden.

Gruß Hartwig

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Hallo,

Beitrag gelöscht, weil doppelt

Gruß Hartwig

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