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Hartmeyer bei Youtube


Paul Schoeneberg

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Siggi_Hartmeyer

Hartmeyers Vulkantour 1980

 

Auch wenn es diesmal nicht um Karnivoren geht, verlinke ich den Film der "Upload-Vollständigkeit" halber auch hier für alle Freunde im Forum, die unsere nostalgischen Reisefilme mögen: 1980 trafen wir uns mit Siggis Eltern im Südwesten Siziliens und verbrachten ein paar Wochen  in einem Bungalowdorf direkt am Strand bei Marina di Modica. Natürlich gab es dort  unterhaltsame Anekdoten, Tiere und Pflanzen, die wir mit unserer Beaulieu 4800 (Super 8, Zelluloid) einfingen. Auch für diesen überarbeiteten Film  haben wir neue ohrgängige Musik bei SmartSound (lizenzfrei) eingekauft, um die jeweiligen Ambiente passend zu untermalen.

Von Catania aus erklommen die vier Hartmeyers gemeinsam Europas größten aktiven Vulkan, den Ätna. Glücklicherweise war der laut seiner Überwachungsstation zu dem Zeitpunkt friedlich genug, dass wir tatsächlich zu Fuß bis auf 3000 Meter Höhe an die oberen Nebenkrater gelangten, wo uns ein eiskalter Wind um die Ohren pfiff.

Am selben Abend noch nahmen wir die Autofähre von Messina zum italienischen Festland und fuhren nach einer kurzen Rast Richtung Norden nach Neapel, wo wir durch das im Jahr 79 durch einen großen Vulkanausbruch zerstörte Pompeji spazierten. Natürlich stiegen wir anschließend auf den Vesuv, der vom oberen Kraterrand aus sehr imposant wirkt, obwohl er seit dem letzten größeren Ausbruch 1944 nur leicht vor sich hindampft. Ein erneuter Ausbruch ist jederzeit möglich. Gute Unterhaltung bei dieser etwas anderen Hunting Veggies Produktion.

 

 

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  • 1 month later...
Siggi_Hartmeyer

Ein Blick hinter die Kulissen unseres neuen Filmprojekts für den Welt-Karnivorentag der ICPS:

May the 4th: Be with you!

Greenscreen-Wohnzimmer_160122.thumb.jpg.c1f20d5309c9a076e41bbdc1e9c94450.jpg

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  • 3 months later...
Siggi_Hartmeyer

Nepenthes & Triphyophyllum

 

Zu Beginn der Saison 2022 werfen wir erst einen Blick auf unserer Kannenpflanzen, die den Winter im Gewächshaus gut überstanden haben. Besonders die hier entstandene Kreuzung Nepenthes veitchii x edwardsiana - leider unverkäuflich - erfreut sich bei unseren Zuschauern großer Beliebtheit, aber auch ihre Mutti, N. veitchii sowie die N. ventricosa „Porcelain“ brauchen sich nicht zu verstecken. Wir zeigen einige weitere Arten und Hybriden, um dann  zu einer Attraktion zu kommen, die sich, wenn auch noch sehr klein, seit letztem Sommer in unserer Sammlung befindet: Die größte Fleischfressende Pflanze der Welt: Triphyophyllum peltatum. Diese Liane kann über 70 m lang werden und wir zeigen Aufnahmen ihrer Blüten und flugfähigen Samen im Botanischen Garten Würzburg. Für die einzigartigen Fotos, Auszüge aus unserem Film „Triphyophyllum peltatum“, danken wir Dr. Heiko Rischer, Dr. Jan Schlauer und Stewart McPherson.

 

Am Schluss folgt noch ein Hinweis auf den World Carnivorous Plant Day 2022 der Internationalen Karnivorengesellschaft ICPS am 4. Mai. Die Organisatoren und Mitwirkenden haben sich viel Mühe gegeben, um an diesem Tag im Internet spannende Vorträge und Filme zu zeigen. Auch wir wurden eingeladen einen Filmbeitrag dafür zu produzieren, weshalb wir unser Wohnzimmer in eine „grüne Hölle“ verwandelten. Mehr wird noch nicht verraten, alles Weitere am 4. Mai im Internet bei der ICPS (www.carnivorousplants.org).

 

 

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  • 2 weeks later...
Siggi_Hartmeyer

Fröhlichen Weltkarnivorentag!

Hier ist unser Film zum WCPD der internationalen Karnivorengesellschaft ICPS. Aus diesem Grund diesmal auf dem ICPS YouTube-Kanal. Irmgard und ich wünschen Euch auch im Namen von Simon Poppinga, Claus Rodemer, Jan Schlauer und Stephen Williams viel Vergnügen!

Kapitel 1: Raffinierte Dionaea (I. & S. Hartmeyer und Dr. Stephen Williams). Deutsch mit englischen Untertiteln.

Kapitel 2: Verblüffende Chemie (PD Dr. Jan Schlauer und Carl Schlauer). Englisch mit deutschen Untertiteln.

Kapitel 3: Geniale Fallen (PD Dr. Simon Poppinga). Englisch mit deutschen Untertiteln.

Sonnentau-Zeitraffer: Claus Rodemer (YouTube Claus' Carnivores) mit Spezialeffekten von Siggi Hartmeyer.

 

 

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  • 1 month later...
Siggi_Hartmeyer

Proboscidea und Dicyphus: Mutualismus mit Weichwanzen (Miridae).

Eine Population der Weichwanze (Miridae) Dicyphus errans, einer in Europa vorkommenden Art, besiedelte mehrere insektenfangende Proboscidea louisianica (Martyniaceae, USA), in unserem Garten. Mehr als 20 Individuen dieser räuberischen Wanzen leben und bewegen sich frei auf den klebrigen Pflanzen und ernähren sich von anklebenden Opfern, während Gartenameisen (Lasiusarten), die versuchen Blattläuse für den "Honigtauanbau" zu platzieren, zusammen mit ihrem "Nutzvieh" gefangen werden, genau wie kleine Fliegen und Bienen. Sowohl Proboscidea als auch die Wanzenpflanze Roridula produzieren keine Verdauungsenzyme, so dass sie nicht direkt von ihrer vielfältigen Beute profitieren können. Sobald aber räuberische Wanzen die Pflanzen besiedeln, um sich von der dort haftenden Beute zu ernähren, liefern ihre Ausscheidungen einen idealen Dünger, der von den Spaltöffnungen der Blätter absorbiert wird. Ein perfekter Mutualismus, der aus einem Insektenfänger eine Fleischfressende Pflanze macht.

Barry Rice berichtete 2008 im CPN über kalifornische Miriden auf Ibicella. Ich möchte fast wetten, dass die bei uns beobachtete Besiedlung von Proboscidea durch einheimische Blind- oder Weichwanzen kein Einzelfall ist. Schaut doch bitte mal nach, die Dicyphus sehen auf den ersten blick aus wie Mücken ... die jedoch nicht festkleben.
 

 

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Siggi_Hartmeyer

Nur eine knappe Stunde nach dem Upload kam die erste Bestätigung mit Foto: Dicyphus errans auch in NRW auf Proboscidea. Heute morgen kam die zweite Bestätigung mit Foto aus Nordfrankreich. Schaut bitte weiter, der Mutualismus könnte wesentlich häufiger sein als vermutet. Die Rückmeldungen, gern auch mit Namen, werden wir für einen Artikel verwenden, der bereits eingereicht und im Peer-Review ist.

 

Ergänzung: Bis heute (18.6.) kamen zudem Meldungen aus Slowenien mit Dicyphus auf Proboscidea sowie mit verwandten Miriden aus Kalifornien auf Proboscidea und Ibicella. Allmählich wird Musik draus ?. Zudem habe ich gestern Dicyphus auch auf unseren Königskerzen im Garten gefunden.

Edited by Siggi_Hartmeyer
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Ronny K.

Hallo,

da Dicyphus errans auf verschiedenen Arten mit klebrigen Drüsen lebt, müsste man folglich all diese Arten, den fleischfressenden Pflanzen zuordnen. Vobei hier sicherlich eine eigene Gruppierung sinnvoller wäre, da sie die Insekten ja nicht direkt verdauen. Interessant wäre aber sicherlich zu wissen, ob all diese insektenfangenden Arten, und nicht nur Proboscidea, tatsächlich die Nährstoffe aus den Ausscheidungen direkt aufnehmen. Denn sonst ist es kein Mutualismus.

 

Auf jeden Fall ist es eine sehr interessante Beobachtung, welche nahe legt, dass der Mutualismus wie er bei Roridula vorkommt, wesentlich weiter verbreitet ist.

 

Grüße

Ronny

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partisanengärtner

Ich habe hier im Forum schon mal nachgefragt ob bei Drosophyllum so etwas schon beobachtet wurde.

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Insectivorophilia
vor 3 Stunden schrieb Ronny K.:

Hallo,

da Dicyphus errans auf verschiedenen Arten mit klebrigen Drüsen lebt, müsste man folglich all diese Arten, den fleischfressenden Pflanzen zuordnen. Vobei hier sicherlich eine eigene Gruppierung sinnvoller wäre, da sie die Insekten ja nicht direkt verdauen.

 

Hallo Ronny,

sind solche Pflanzen - damit meine ich jetzt nicht Königskerzen, die weiter oben ebenfalls genannt sind - nicht bereits als Präkarnivoren bezeichnet und zugeordnet, weil sie die Insekten nicht selbständig verdauen können bzw. Insekten nicht aktiv anlocken?

 

In diesem Zusammenhang ein Zitat, allerdings in Bezug auf Triantha occidentalis:

"Andreas Fleischmann, Botaniker bei der Botanischen Staatssammlung, einem Zentrum für Biodiversitätsforschung im Bereich der Pflanzen und Pilze in München, warnt, dass bei der simplen Einordnung einer Pflanze in die Kategorie ‚fleischfressend‘ möglicherweise einige wichtige Qualifikationen außer Acht gelassen werden könnten. Ihm zufolge sollte man die karnivore Eigenschaft von Triantha occidentalis eher als „tödlichen Abwehrmechanismus“ interpretieren, da die klebrigen Tentakel offenbar auch die Funktion haben, Insekten, die keine Bestäuber sind, von der Blüte fernzuhalten. Das Hauptkriterium bei der Einordnung einer fleischfressenden Pflanze ist meiner Meinung nach nicht, dass sie Insekten frisst, sondern in erste Linie, dass sie Beute aktiv anlockt“, sagt Fleischmann, der an der Studie nicht mitgewirkt hat. Er bezweifelt, dass die klebrigen Tentakel von Triantha occidentalis diesen Zweck erfüllen."

(Quelle: Douglas Main: Neuer Evolutionszweig: Fleischfressende Pflanze ernährt sich auf besondere Weise von Insekten.Botaniker haben herausgefunden, dass eine Art der Pflanzengattung Triantha in den Sümpfen im Nordwesten Amerikas Nährstoffe auf karnivore Weise gewinnt, in: www.nationalgeographic.de, Direktlink: https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2021/08/neuer-evolutionszweig-fleischfressende-pflanze-ernaehrt-sich-auf-besondere-weise-von-insekten


Viele Grüße

 

Insectivorophilia

Edited by Insectivorophilia
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partisanengärtner

Sicher interessant ist sicher auch Solanum berthaultii lähmt die "Beute" und verklebt die Tracheen. Außerdem eine atraktive Wildkartoffel mit schönen hellblauen Blüten.

An der überlebt kein Insekt. Nur die Büten sind safe. Allerdings hatte ich nie Samenansatz, vermutlich weil dazu ein anderer Klon notwendig wäre.

Leider ist sie nicht eßbar, wird aber für Resistenzzüchtungen verwendet.

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Ronny K.

Hallo,

der Ausdruck Präkarnivor ist unsinnig. Er impliziert, dass die Pflanzen in einem Vorstadium zur Karnivorie sind. Es kann aber niemand in die Zukunft schauen und sagen, dass die Pflanzen irgendwann Verdauungsenzyme abgeben und die Nährstoffe aktiv aufnehmen. Was bei Roridula schwer vorstellbar ist. Es müsste ein neuer Begriff für solche mutualistischen Beziehungen eingeführt werden. Wobei man hier auch noch zwischen obligat (z.B. Roridula) und fakultativ (Proboscidea) unterscheiden müsste. Weiterhin gibt es auch noch beides gleichzeitig oder Karnivorie und Parasitismus (z.B. Wanzen auf Drosera).

 

Das Kriterium der Anlockung finde ich schwer nachvollziehbar. Man kann sich schlecht in die Lage eines Insektes versetzen, um zu wissen, was es anlockt. Sicherlich kann man es bei einigen mit Sicherheit sagen, z.B. das Aasgeruch bestimmte Fliegen anlockt, aber bei einigen liegt es völlig im Dunkeln. Viel wichtiger finde ich das Kriterium, ob Stickstoff aus den gefangenen Insekten in der Pflanze landet und zu wieviel Prozent. Für Triantha wurde dies von den Autoren nachgewiesen und soweit ich weiß, war das Zitat von Fleischmann vor der Veröffentlichung dieser Arbeit. Ich wüsste auch nicht, was Triantha mit den wenig kelbrigen Tentakeln abwehren sollte, die hindern nicht mal Blattläuse. Aber letztendes sind solche Definitionssachen immer Streitthemen und geben nie die Realität exakt wieder.

 

Grüße

Ronny

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Siggi_Hartmeyer

Hallo miteinander!
Das Thema diskutiere ich nicht selten bereits seit etwa Mitte der 1980er, schon weil unsere Filme und Artikel über die Symbiosen und Mutualismen in den 1990ern selbst ohne Internet viel internationales Feedback brachten. Ein Fazit: Den Begriff Karnivorie vorbehaltlos auf alles anzuwenden, wo eine  Pflanze die Abbauprodukte tierischen Proteins verwertet, ist sinnlos.

 

Wenn Maden eine tote Maus auf der Wiese zerlegen und dabei in den Boden gelangende Nährstoffe von Graswurzeln aufgenommen werden, ergibt das weder karnivores Gras noch Maden als Symbionten. Sonst wären fast alle Pflanzen karnivor. Außerdem gehören zwei Partner dazu. Viele Miriden sind Opportinisten die aufgrund ihrer erstaunlichen Adaption an klebrige Pflanzenteile auch alle solchen Pflanzen temporär besuchen. Da sie umherwandern aber nicht auf den Pflanzen leben, machen selbst wenige zufällige Hinterlassenschaften die besuchten Pflanzen nicht zu Karnivoren. Hier kommen wir einem Mutualismus aber schon näher, als bei den Maden.

 

Es wird Musik draus, wenn ganze Populationen der gleichen Miridenart eine bestimmte Pflanze besiedeln und wochen- oder monatelang darauf leben. Das deutet darauf hin, dass diese Pflanze für diese Art besonders attraktiv ist, sie also anlockt. Die Wanzen bleiben, weil die Pflanze ihnen ideale Voraussetzungen bietet. Das Feedback auf unseren Film oben zeigt, dass die eindeutige Besiedlung der amerikanischen Proboscidea durch die europäischen Dicyphus errans zwar spontan ist, aber bei weitem so nicht nur in unserem Garten im Südwestzipfel Deutschlands stattgefunden hat, sondern auf vergleichbare Weise auch in NRW, in Nordfrankreich und in Slowenien. Dort erschien 2019 sogar ein Buch, wo explizit Dicyphus errans in dem Zusammenhang erwähnt wird. Ich halte es für verantwortbar hier von einem spontanen Mutualismus zu sprechen. Mal schauen, was die Peer-Reviewer unseres bereits eingereichten Artikels dazu meinen ?. Ob es "nur" ein spontaner Mutualismus zwischen zwei Partnern ist, die offensichtlich gut zusammenpassen, oder eine spontane echte Symbiose, muss sich erst noch zeigen.

 

Bei Roridula gehe ich soweit von einer echten Symbiose zu sprechen. Wir hatten viele Jahre große Pflanzen mit Hunderten Wanzen darauf im Wohnzimmer. Einzelne Tiere machten mal einen kurzen Ausflug, aber wie es inzwischen viele von Euch kennen: Die Pameridea leben fast vollständig auf ihren Pflanzen. Sie legen ihre Eier dort ab, die Nymphen leben mit ihnen und selbst die Bestäubung können sie übernehmen. Da passen zwei nicht nur gut zusammen, sondern sie verbringen das Leben gemeinsam.

 

Wer für alle derartigen Wechselbeziehungen nach passgenauen Definitionen verlangt, der sollte sich vor Augen halten, dass die Natur nicht mit Schubladen arbeitet. Es wird daher auch zukünftig immer Formen von Mutualismus/Symbiose geben, über die es sich trefflich diskutieren und fachlich streiten lässt. Und das ist doch gut so ?. Wir haben jedenfalls viel Spaß mit unserer neuen "Wanzenpflanze" und werden weiter darüber berichten ... spätestens wenn wir Nymphen von Dicyphus errans finden.

Edited by Siggi_Hartmeyer
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Matze Maier
Am 17.6.2022 um 12:50 schrieb Siggi_Hartmeyer:

Nur eine knappe Stunde nach dem Upload kam die erste Bestätigung mit Foto: Dicyphus errans auch in NRW auf Proboscidea. Heute morgen kam die zweite Bestätigung mit Foto aus Nordfrankreich. Schaut bitte weiter, der Mutualismus könnte wesentlich häufiger sein als vermutet. Die Rückmeldungen, gern auch mit Namen, werden wir für einen Artikel verwenden, der bereits eingereicht und im Peer-Review ist.

 

Ergänzung: Bis heute (18.6.) kamen zudem Meldungen aus Slowenien mit Dicyphus auf Proboscidea sowie mit verwandten Miriden aus Kalifornien auf Proboscidea und Ibicella. Allmählich wird Musik draus ?. Zudem habe ich gestern Dicyphus auch auf unseren Königskerzen im Garten gefunden.

Also bei mir sitzen auch jedes Jahr Wanzen auf den Pflsnzen drauf, diese sind mir schon vor gut 5 Jahren aufgefallen als ich Proboscidea und Ibicella im größeren Stil angebaut habe. Man findet sie eigentlich jedes Jahr?

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Siggi_Hartmeyer
Zitat

Also bei mir sitzen auch jedes Jahr Wanzen auf den Pflsnzen drauf, diese sind mir schon vor gut 5 Jahren aufgefallen als ich Proboscidea und Ibicella im größeren Stil angebaut habe. Man findet sie eigentlich jedes Jahr

Vielen Dank Matze, das passt prima in die bis jetzt eingegangene Datenlage: Wenn Du in Europa Proboscidea in den Garten stellst, zieht wenig später eine Dicyphus errans Familie ein. In unserem Garten leben auch einige auf Königskerzen, aber die meisten auf der Proboscidea. Wir sammeln weiter Daten ...

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Siggi_Hartmeyer

Hurra wir haben Nachwuchs. Gestern fanden wir die ersten ungeflügelten Nymphen von Dicyphus errans auf unseren Proboscidea. Die Symbiosewanzen jagen also nicht nur auf den Pflanzen, sondern legen dort auch Eier und die Nymphen wachsen auf wie bei Pameridea auf Roridula. Die Anzahl erwachsener Tiere bleibt größenordnungsmäßig konstant. Es könnte also ein zweiter Filmteil mit dem Titel "Familienglück" folgen.


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Siggi_Hartmeyer

>2 Millionen YouTube-Aufrufe!

 

Am Wochenende teilte uns YouTube mit, dass unser Kanal die zwei Millionen Aufrufe überschritten hat. Die Statistik wird das erst im Juli zeigen, da die Zahlen für einen Zeitraum zu niedrig ermittelt worden waren. Wir freuen uns sehr über den Erfolg und danken allen Zuschauern für das Interesse an unseren Filmen sowie das vielfältige Feedback. Wir bleiben dran und natürlich ist das nächste Projekt schon in Arbeit ... wir remastern "Beautiful & Hungry: Auf Karnivorentour in Australien 1990/91".

Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße an alle Freunde und YouTube-Fans, Siggi & Irmgard.

 

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  • 1 month later...
Siggi_Hartmeyer

Beautiful & Hungry: Karnivorentour in Australien 1990/91. Unter Mitwirkung von Allen Lowrie:

 

Dieser Film zeigt unsere Abenteuer auf der Suche nach Karnivoren in Australien 1990/91. Schon in Singapur werden wir völlig überraschend mit einem Roten Teppich empfangen und Siggi erscheint sogar kurz im TV. Wir finden Nepenthes auf Sentosa Island und weitere im Royal Botanic Gardens in Sydney. Mit einem Leihwagen fahren wir entlang der Ostküste nordwärts, wobei wir erste Sonnentau finden und später in Townsville die sympatische Marilyn Minon und ihre Nepenthes-Sammlung besuchen.

 

Wir fahren bis Port Douglas, dem Stützpunkt der berühmten Quicksilver-Flotte für Ausflüge zum Barrier Reef. Dort starten wir außerdem mit Wolfgang Kleins Flugzeug sowie einem Geländewagen in die Umgebung des Daintree Regenwalds. Als ein tropischer Wirbelsturm naht, ziehen wir in ein Betonhotel nach Cairns um und entkommen Cyclone Joy mit einem der letzten Flugzeuge das noch starten darf nach Darwin. Heiligabend geht es von da aus zum berühmten Kakadu-Nationalpark, wo wir auf reichlich Krokodile treffen.

 

Danach fliegen wir nach Alice Springs und besuchen das Red Center mit dem berühmten Uluru (früher Ayer's Rock) und den Olgas. Wir setzen den Flug fort nach Perth, um Allen Lowrie und seine Frau Pauline zu treffen. Mit Allens Geländewagen machen wir mehrere Touren in die Umgebung von Perth. Dort filmen wir viele Zwergsonnentau und Byblis gigantea. Schließlich fahren wir gemeinsam die rund 400 km in den Süden nach Albany mit einem Halt auf dem Porongurup, wo Allen uns die damals neu entdeckte Drosera spec. Porongurup (D. lasiantha) zeigt. In einem von Braunschlangen bewohnten Gebiet an der Küste finden wir dann auch den berühmten Australischen Zwergkrug, Cephalotus follicularis. Nach der Rückkehr in Perth gibt Allen Lowrie uns noch ein Interview, in dem er Fragen nach der neuen Drosera, einer ominösen Sonnentaunamen-Konfusion und dem neuesten Stand zum Druck seiner Karnivorenbücher beantwortet.

 

Der Film ist mit einer knappen Stunde länger als üblich. Wer jedoch bereit ist, sich auf die abwechsungsreichen Abenteuer einzulassen, erlebt spannende Unterhaltung mit viel australischem Ambiente. Viel Vergnügen!
 

 

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Sehr cool! Diesen Film hatte ich damals auf VHS von euch erhalten. Ich glaube es war ein Geburtstagsgeschenk meiner Eltern.

Mittlerweile ist das ja nicht mehr ein so gängiges Format ?

 

Lg Carsten

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Siggi_Hartmeyer
Zitat

Mittlerweile ist das ja nicht mehr ein so gängiges Format 

 

Hallo Carsten,

schön, dass Dir das Remake gefällt. Tatsächlich bieten wir damit allen Käufern des VHS-Films in den 90ern einen kostenlosen Upgrade. Das O-Material war immerhin bereits in analoger S-VHS-Qualität, aber ohne die "Videoreinigungssoftware" Neat Video in Kombination mit Edius X wäre einiges deutlich schlechter geworden. Ich staune immer wieder über die Resultate, wenn ich verrauschte Super-8 Zelluloidszenen oder auch die alten Analogvideos mit der Software bearbeitet habe. Der Nachteil ist eine leichte Unschärfe, die sich nicht ganz korrigieren lässt, aber ohne dieses Werkzeug könnte man das Material kaum guten Gewissens für YouTube brauchen.

Danke für Dein Feedback und viele Grüße vom Oberrhein,

Siggi

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  • 3 weeks later...
Siggi_Hartmeyer

 

 

Bananen, Hagel, Mimose & Karnivoren.

Diesmal zeigen wir, wie unsere Japanischen Faserbananen (Musa basjoo) die Winter im Freien überstehen und was wenige Minuten Hagel bei ihnen und einer Nepenthes bicalcarata anrichteten. Dazu eine clevere Mimose (Mimosa pudica) am Umluftventilator sowie Bilder aus dem Kalthaus im Frühjahr. Diese Saison erreichten nur drei große Katapult-Leimfallen (Drosera glanduligera) die notwendige Größe um Samen anzusetzen. Die Nächte im Winter waren teils viel zu warm, weshalb einige leider zu früh zu blühen begannen und dann nicht mehr zu retten waren. Dafür blühte die D. cistiflora dieses Jahr schöner als zuvor. Nach einem Blick auf die großen D. planchonii schließen wir mit einer Empfehlung für unseren Film "Geniale Fallen" für den ICPS Weltkarnivorentag (4. Mai 2022), aus dem wir einige mit Effekten versehene Zeitraffervideos von Claus Rodemer (YouTube-Kanal: Claus' Carnivores) übernommen haben. Irmgard und ich wünschen gute Unterhaltung!

 

 

 

Edited by Siggi_Hartmeyer
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  • 4 weeks later...
Siggi_Hartmeyer

Amanogarnelen gegen Fadenalgen.

Zwar ist zu Beginn ein Poster mit Nepenthes von Chien Lee im Bild, aber diesmal geht es nicht um Karnivoren, sondern um einen Beitrag für die Aquarianer unter Euch. Japanische Amanogarnelen (Caridina multidentata) lieben Fadenalgen. Sie leben bei uns zusammen mit einem Schwarm Guppys und einer 50-jährigen Rotwange. Wir zeigen in einem mehrtägigen Versuch, wie effektiv die Garnelen im Aquarium einen stark veralgten Dekorstein putzen. Diese munteren Gesellen leben nur ausgewachsen im Süßwasser, denn ihr Nachwuchs benötigt Brack- oder Meerwasser, um heranzuwachsen. Gute Unterhaltung!

 

 

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Hallo,

leider ist meine Aquaristikzeit schon vorbei, aber ich erinnere mich noch gut an diese Art. Das waren meine ersten Garnelen. Ich hatte sie damals auch gezüchtet und an den Zoohandel verkauft.

Bei einem offenen Becken hätte ich aber Angst, dass sie rausklettern. Das tun sie nämlich gerne und dann findet man sie getrocknet in irgendeiner Ecke.

 

Grüße 

Ronny

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Insectivorophilia

Hallo Siggi,

 

wie fütterst du die Amano- bzw. Yamatonuma-Garnelen (Caridina multidentata) sonst? Waren es adulte oder halbwüchsige Caridina multidentata, die die Fadenalgen verzehrt haben? Hattest du während der Verweildauer des Fadenalgensteins die sonstige Fütterung (auch mit Fischfutter) beibehalten oder eingestellt?

 

Grüße

 

Insectivorophilia

 

 

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Siggi_Hartmeyer

@Ronny K.: Über dem Wasserpegel sind noch 15-20 cm Glas, damit unsere Schildkröte nicht rausklettern kann. Das reicht offensichtlich, denn wir haben in rund einem Jahr noch keine Ausreißer gefunden. Mit rund 750 l Wasser im Teich haben die auch viel Bewegungsfreiheit. Eine Trennscheibe darin überwinden sie aber tatsächlich recht problemlos.

 

@Insectivorophilia Die sind ja Allesfresser, kommen sogar mit Detritus klar. Alle 2-3 Wochen bekommen sie zusätzlich lebende Fadenalgen, die im abgeteilten Becken wachsen und zwischendurch spezielles Garnelenfutter: Dr. Bassleer Bio-Fishfood vom Kölle Zoo. Die Guppys konnte ich natürlich nicht zwei Wochen lang hungern lassen, da stauben die Amanos zwar auch ab, aber wenn es Fadenalgen gibt stürzen sie sich drauf. Im Winter verzehren Guppys, Garnelen und Schnecken die Hinterlassenschaften der Schildkröte problemlos, schmeckt ihnen offensichtlich. Die Garnelen habe ich vor etwa einem Jahr gekauft und sie waren bereits ausgewachsen. Es scheinen noch fast alle übrig zu sein, aber es ist schwer sie zu zählen, da sie oft im Inneren hohler Ameisenholzstücke sitzen.

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Insectivorophilia

Hallo Siggi,

 

danke sehr für die Antworten! Meiner Erfahrung nach können die Amanos recht alt werden, sodass du wohl noch längere Zeit (jahrelang!) Freude an ihnen haben wirst, auch wenn du sie als Adulti erhalten hast. Ich habe sie auch sehr gerne, zudem halte ich derzeit Neocaridina davidi (eine schwarz-blaue Farbform). Das mit den Fadenalgen ist ja super und auch die Gruppenhaltung der Amanos, dabei scheinen sie sich viel sicherer zu fühlen. Dass die Lebensgemeinschaft im Winter die Hinterlassenschaften der Schildkröte so problemlos abbaut ist ja super, wirklich ein großartiges Gleichgewicht. 🙂

 

Hier ein aktueller, gerade entstandener Schnappschuss einer dieser Neocaridina davidi "Blue Diamond" am Aquarienthermometer, von oben...

 

Neocaridina_davidi_Blue_Diamond_1_20220915_DSC_4054.jpg.2e9bd159784b2a509cdcd518e90e21d8.jpg

 

Herzliche Grüße und weiterhin viel Freude an dieser ausgewogenen, putzmunteren und beobachtenswerten Lebensgemeinschaft!

 

Insectivorophilia

 

Edited by Insectivorophilia
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