Hermann Posted November 19, 2009 Posted November 19, 2009 Hallo, versuche seit längerem Pinguicula Hybriden über Blattstecklinge zu vermehren. Die Erfolgsquote liegt leider nur bei etwa 10 Prozent: Bei einem Durchmesser von 4-6cm werden die neuen inneren Triebe schwarz und die Pflanzen sterben ab. Kultur: verschiedene Substrate mäßig feucht Zusatzbeleuchtung im Winter 18-22°Grad Hat jemand eine Erklärung? Gruß Hermann
Dieter Posted November 19, 2009 Posted November 19, 2009 Hallo Hermann, ich verstehe nicht ganz, was Du mit diesem Satz meinst: Bei einem Durchmesser von 4-6cm werden die neuen inneren Triebe schwarz und die Pflanzen sterben ab. Oft reicht es, ein oder mehr Blättchen vorsicht abzuzupfen und einfach noch unter der Pflanze liegen zu lassen (letzteres hilft in den Fällen, wenn die Blätter auf dem Substrat austrocknen) oder neben die Pflanze zu legen. Später dann die Ableger unter der Pflanze hervorholen und daneben einpflanzen. Etwas mehr Aufwand, dafür aber auch im größeren Maßstab einsetzbar ist folgendes: Verschließbare Tüte mit etwas feuchtem Sphagnum und den abgezupften Blättern füllen. Verscließen, dann hell, aber nicht sonnig stellen. Nach ca. 4 Wochen sind erste Ableger zu sehen. Zum Bewurzeln lege ich sie noch auf einem Topf mit lebendem Sphagnum (z. B. ein Heliamphora-Topf). Dort lasse ich die Pflanzen ihre erste Rosette bilden. Wenn ich sie dann in ihr endgültiges Substrat setze, habe sie sehr starke Wurzeln und sind ausreichend abgehärtet. Der Schritt direkt aus der Tüte auf Pinguicula-Substrat ist bei mir mit Verlusten verbunden, weil der Unterschied bei der Luftfeuchtigkeit manchmal zu drastisch ist (zumindest unter meinen Bedingungen). Für die Vermehrung verwende ich bevorzugt die nicht-karnivoren Winterblätter. Viele Grüße Dieter
Hermann Posted November 20, 2009 Author Posted November 20, 2009 Hallo Dieter, vielen Dank für Deine Tipps. Der Fehler lag dann wahrscheinlich daran, dass ich zu ungeduldig war und sie mit zu kleinen Wurzeln ins endgültige Substrat setzte. (mit 4-6cm meinte ich den Durchmesser der Pflänzchen). Viele Grüße Hermann
Dieter Posted November 20, 2009 Posted November 20, 2009 Hallo Hermann, 4-6 cm klingt aber schon nach recht robusten, etablierten Exemplaren. Meine haben eher 1 cm Durchmesser, wenn sie ins endgültige Substrat kommen. In der von Dir genannten Größe solltest Du sie auch ohne Wurzeln auf Substrat setzen können, ohne das die Pflanzen absterben. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Problem nicht mit der Nachzucht bzw. der Vermehrungsmethode an sich zu tun hat. Könnte es sein, dass Du es mit der "Browning heart disease" zu tun hast? Viele Grüße Dieter
Hermann Posted November 20, 2009 Author Posted November 20, 2009 Hallo Dieter, das mit der "browning heart disease" ist mit Sicherheit zutreffend: es sind exakt dieselben Symptome! Etwas verstehe ich aber nicht: junge und alte Pflanzen haben die gleichen Kulturbedingungen, dasselbe Substrat, stehen nebeneinander in einzelnen Töpfen und doch sind nur die jungen betroffen. Es ist einfach ärgerlich die Pflänzchen über Wochen und Monate zu hegen und zu pflegen und dann sterben sie plötzlich ab. Werde in Zukunft wohl nur noch ältere Pflanzen kaufen um meine Nerven zu schonen! Viele Grüße Hermann
Dieter Posted November 21, 2009 Posted November 21, 2009 Hallo Hermann, ich würde Dir eher empfehlen, alle noch lebenden Exemplare aus dem betroffenen Topf/Schale herauszunehmen, Substratreste abzuspülen und die Pflanzen in frischen Substrat zu setzen. Ansonsten breitet sich das immer weiter aus, unabhängig vom Alter und der Größe der Pflanzen. Viel Erfolg Dieter
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