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Drosera fault von unten


Tänzer

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Moin,

mir ist schon vor ein paar Wochen das erste mal aufgefallen, dass meine Drosera binata merkwürdigerweise von unten welkt.

Hab dem zuerst keine große Bedeutung beigemessen, kein Blatt lebt ewig. Aber inzwischen wird das ziemlich viel und ich mach mir ernstlich Sorgen.

Die Blattstiele werden direkt unten am Wurzelansatz braun und welkig, der ganze obere Teil bleibt grün, sogar die Fangtropfen bleiben noch feucht. Allerdings knickt das Blatt so ab, und irgendwann fällts einfach ab.

Die binata steht im Terrarium bei 12h Licht, und ca 22°. Luftfeuchte konstant 75%. Substrat ist Weißtorf mit Sand und Perlite. Leichter Moosbewuchs, aber kein Sphagnum.

Jemand ne Idee?

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Mir hat man immer gesagt keine Winterruhe. Habs auch einmal mit einer probiert. Die hats nicht überlebt.

Außerdem kommt die binata doch u.a. aus Australien. Hats da Winterruhe?

Ist jetzt das erste mal, dassich höre, binata bräuchte Winterruhe.

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Jetzt nur noch die Frage wo genau in Australien die wächst.

Ich hab die binata jetzt seit 4 Jahren, und bei mir hatte die nie Winterruhe.

Im Sommer steht sie immer draußen im Gewächshaus, im Winter kommt sie rein ins Terrarium; und wächst da eig auch fröhlich weiter, bis auf dieses jahr.

Wenn ich die jetzt kühl stelle, kann ich die einfach rausstellen? Dürfte dann wohl was plötzlich sein, im mom sind draußen 11° und nachts wirds bestimmt n ganz Stück kälter.

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Hallo,

Drosera binata braucht definitiv eine Winterruhe!!! Bei mir ziehen die Pflanzen komplett ein (Gewächshaus min 5-6°C)

Es ist möglich D.binata mehr oder weniger erfolgreich ohne Winterruhe zu kultivieren, wobei ich dies weder für natürlich noch gesund für die Pflanze halte. Ich bin der Meinung das eine Winterruhe für gutes Wachstum unbedingt zu empfehlen ist.

Anbei kann ich euch mal zeigen was ich mit komplett meine

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Edited by Tim Beier
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Christian Dietz

Hallo,

ihr solltet bei der Winterruhendiskussion die Herkunft Eurer Pflanzen beachten. Es gibt Drosera binata in Natur nicht nur an winterkalten Orten. Als Faustregel kann man wohl sagen: je weniger Gabelungen umso mehr wird eine Winterruhe benötigt.

Christian

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Hallo Christian,

das mag richtig sein was du sagst, keine frage! Allerdings ist es bei mir so, dass dieses Jahr wirklich alle Varietäten die ich mitlerweile kultiviere eingezogen sind. Darunter befinden sich auch junge D.binata var.mulifida "extrema". Entweder die Pflanzen sind falsch bestimmt, was ich nicht vermute, oder sie ziehen halt troztdem ein?!

Natürlich hast du aber recht und es kommt auf die Varietät und somit auch auf den Naturstandort an.

Welche Erfahrungen zu den diversen Varietäten hast du sammeln können?

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Ich hab die binata jetzt seit 4 Jahren

Hey, und jetzt verrate mal, was für Licht Du den Pflanzen gibst und wann Du die Leuchtmittel zuletzt ausgetauscht hast!

Leuchtstoffröhren verlieren im laufenden Betrieb beispielsweise recht viel von Ihrer Leuchtkraft, ohne daß der schleichende Lichtverlust dem menschlichen Auge groß auffällt. Nach 10.000 Brennstunden können 30% der ursprünglichen Lichtstärke verschwunden sein.

Dein Problem kann nicht zufällig etwas mit zu alten Leuchtstoffröhren zu tun haben?

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Woher meine genau kommt weiß ich nicht, hab die damals glaub ich von plantarara gekauft. Es ist eine "reine" binata, kein Hybrid. Sie gabelt sich auch nur einmal.

Wie geb ich die denn jetzt noch am besten in Winterruhe? Einfach rausstellen ist doch bestimmt zu plötzlich? Oder soll ichs dieses Jahr einfach noch mal ohne versuchen?

@Jusch

Ich benutze eine HQL De Luxe und eine Natriumdampfhochdrucklampe. Die HQL ist 1 1/2 die andere etwa 1 Jahr alt.

Leuchtstoffröhren verlieren im laufenden Betrieb beispielsweise recht viel von Ihrer Leuchtkraft, ohne daß der schleichende Lichtverlust dem menschlichen Auge groß auffällt. Nach 10.000 Brennstunden können 30% der ursprünglichen Lichtstärke verschwunden sein.

Genau aus diesem Grund nutze ich keine Leuchtstoffröhren

Aber an zu geringer Lichtintensität kanns eigentlich nicht liegen, die anderen Pflanzen im Terrarium wachsen alle ohne die geringsten "Lichtmangelerscheinungen"

Edited by Tänzer
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Christian Dietz

Hallo,

meine Erfahrungen mit den diversen D. binata gehen dahin, daß alle Pflanzen, die nur einfach gegabelt (die sog. T-Form) bei mir zu winterbeginn gnadenlos einziehen. Die Formen mit vielen Gabelungen (multifida bzw. multifida extrema) ziehen bei mir nie wirklich ein. Da sind immer ein paar aktive Blätter dran. Ich überwintere aber trotzdem alle Formen kalt, was bisher nicht geschadet hat. Die Formen, die nicht einziehen kann man sicher auch problemlos warm (vielleicht wäre das sogar besser) über den Winter bringen. Ich habe allerdings dafür keinen Platz um das mal zu testen.

Christian

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@ Andreas

Ich hab die Pflanze möglichst unbeeinflusst wachsen lassen, sie hat in den Jahren natürlich Ableger gebildet, aber die stehen alle zusammen in einem großen Topf. Ich hab einmal versucht ein paar davon abzutrennen, aber das ist am völlig verwuselten Wurzelwerk gescheitert. Ohne größeren Schaden sind die nicht zu trennen.

Aber wenn die diesen Winter überlebt werd ich das auf jedenfall für nächstes Jahr machen und dann mehrere Formen probieren. Aber das hilft mir leider jetzt nicht :sad:

Die Pflanze steht dauerfeucht, aber nicht im Anstau. Gewässert wird mit Regenwasser. Ab und zu, wenn grad keins da ist auch mit Leitungswasser, das hat der aber die letzten Jahre auch nie geschadet.

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Substratwechsel war vor etwa einem Monat. mach ich immer, wenn ich Pflanzen von draußen ins Terrarium hol, damit ich mir nichts einschleppe.

Keine Schädlinge soweit ich feststellen konnte, kein Schimmel. Einige abgestorbene Wurzeln sind mir aufgefallen, hab mir aber damals nichts gedacht, weil sie ja da noch prima gewachsen ist.

Dann werde ich se mal um ein paar Wurzeln erleichtern, damit ich wenigstens neue Pflanzen bekomme, falls die mir eingeht.

Soll ich die dann direkt einsezten oder denen auch irgendwie ne Art Winterruhe gönnen?

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  • 2 weeks later...

Huhu,

da bin ich wieder. Ich hab jetzt endlich die Ursache für diese merkwürdige Fäulniserscheinung gefunden.

Ich hab ein paar Wurzelstecklinge von der Binata gemacht und eingesetzt. 2 Davon hab ich einfach in ein Glas Wasser gestellt. Die sind auch schon nach ein paar Tagen ausgekeimt O.o

Aber sogar diese neuen Stecklinge hatten genau die gleichen Symptome. Der erste Trieb wurde schon braun bevor er 4mm groß war...

Daraufhin hab ich mir die Stecklinge mal ganz genau angesehen, hab irgend nen Pilz vermutet.

Gefunden hab ich dann winzig kleine Würmchen. Weiß mit nem schwarzen Punkt am Kopf (Oder ende). Aber so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Deswegen hab ich die wohl auch weder beim Umtopfen noch beim Wurzelschneiden gesehen.

Hat einer ne Ahnung was das sein könnte? Sieht eig aus wie Trauermückenlarven, Aber die sind doch großer, oder? Die, die ich hab, sind höchstens 2mm lang und weniger als einen breit.

Hab jetzt versucht die von den Wurzeln zu entfernen, die ich geschnitten hab. Bei der Pflanze dürfte das wohl unmöglich sein die abzusammeln. :sad:

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Trauermücken hab ich keine einzige.

Jedenfalls hab ich keine gesehen.

Die Würmer haben ganz eindeutig die Wurzel von dem Steckling aufgefressen. Waren zum Glück nur an einer Seite, aber da fehlen jetzt 2cm.

Kann ein Mittel gegen Trauermücken der Pflanze schaden? Wenn nicht, würd ichs einfach mal prophylaktisch drauftun.

Edited by Tänzer
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Ich hatte auch das Schädlingsfrei Calypso von Bayer. Hier von meinem Thread.. Das Mittel hat den Sämlingen aber schon ganz schön zugesetzt. Den großen Pflanzen hat es nichts geschadet. Die Trauermücken waren aber sofort alle restlos vernichtet und ich hatte bis heute keine Trauermücken mehr =)

@ Julian

Auf dem Mittel selber steht auch für Trauermückenlarven (sogar mit Bild) ;)

Gruß, Marius

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Also bei Amazon stands mit dabei. Ich habs mal dran gegeben, mal gucken obs was bringt.

Sieht man ja erst nach ein paar Tagen, wenn nichts mehr braun wird.

Danke jedenfalls schon mal für die Hilfe

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