Marco Ebert Posted December 6, 2009 Posted December 6, 2009 Halli hallo, jo nach langer Zeit mal wieder was fürs Forum... Also: Hatte so im Oktober auf einmal massig Fruchtfliegen im Zimmer und jetzt immer noch dass Problem, dass wie so kleine Würmer (schätze es sind Larven) auf dem Substrat leben. Die haben sogar schon die bodennahen Blätter meiner Pinguicula angefressen. Was kann ich denn da tun? Vielleciht möglichst nicht die teure Chemie-Bombe. Will da nicht unnötig viel Geld raushauen und am Ende schadets auch noch. Gruß Marco
Thomas Straubmüller Posted December 6, 2009 Posted December 6, 2009 Hallo Marco! Tja, da bist Du nicht zu beneiden. Das sind wohl Trauermückenlarven, die sich gerade über Deine Pflanzen hermachen. Habe auch gerade ein großes Trauermückenproblem. Im Frühstadium kannst Du mit Gelbtafeln entgegenwirken, aber wenn Du schon Larven hast schau mal in der FAQ nach. Da solltest Du Antworten zu Genüge finden! Viel Erfolg beim Töten! Gruß Thomas
jusch Posted December 6, 2009 Posted December 6, 2009 ... auf einmal massig Fruchtfliegen ... Trauermücken (schwarz), keine Fruchtfliegen (rotbraun). Was kann ich denn da tun? Vielleciht möglichst nicht die teure Chemie-Bombe. Will da nicht unnötig viel Geld raushauen und am Ende schadets auch noch. Bei mexikanischen Pinguicula bzw. deren Hybriden wäre die billigste Maßnahme, das Substrat mal gründlich aus- und durchtrocknen zu lassen. Das ist für mexikanische Pinguicula eine artgerechte Haltung während einer kurzen Wachstumspause im Winter und für Trauermückenlarven tödlich. Du kannst aber auch ruhig mal Google befragen oder hier im Forum stöbern, wo es bereits etliche Threads zum Thema "Trauermücken" gibt.
Julian Beier Posted December 7, 2009 Posted December 7, 2009 Hallo, natürliche Feinde der Trauermücken, die SF-Nematoden, kann man über das Internet bestellen oder im Gartencenter kaufen. Die erledigen das Problem gründlicher als die Chemiebombe. mfg
Eve Posted December 7, 2009 Posted December 7, 2009 Hallo Julian, ich seh das genauso, auch wenn ich bisher von Trauermückenlarven verschont bin. Hab bisher erst eine, von der ich annahm, daß es eine sein könnte, gesehen. Und das war in einem meiner Minigewächshäuser und zwar bei einer zum Keimen eingestellten Avocado. GsD noch nirgends bei den Karnivoren was gesichtet. Aber wer weiß, der Teufel schläft ja nicht. Und daher möcht ich eine prinzipielle These in den Raum stellen: Bei Nematoden nehm ich an, daß, wenn sie keine TM-Larven mehr finden, einfach eingehen. Rein theoretisch könnte man also bei jedem neuerlichen Befall einfach wieder Nematoden ins Substrat gießen, ohne daß das Substrat dadurch früher unbrauchbar wird. Bei chemischen Bekämpfungsmitteln ist das nicht so, oder? Wie ist's bei den alternativ zu Nematoden verwendbaren Mitteln, die auf Bakterien basieren? Weiß da wer was Näheres, welche Langzeitwirkung diese Mittel (chemisch bzw. Bakterien) auf das Substrat und damit auch auf die Pflanzen haben? lg only_eh
Julian Beier Posted December 7, 2009 Posted December 7, 2009 Genau, bei Nematoden hast du den Vorteil, dass sie einfach absterben und du bei neuem Befall wieder neue reingeben kannst. Bakterien machen nichts anderes, als ein Gift herzustellen, dass die Nematoden in den meisten Fällen tötet. D.h. vor allem bei einem großen Befall wirken Bakterien bzw. Fraßgifte nicht sicher. Nebenwirkungen auf Pflanzen und Substrat sind mir nicht bekannt. LG Julian
Dieter Posted December 7, 2009 Posted December 7, 2009 So nett die Nematoden auch sein mögen, ich kann hier nur Jusch zustimmen würde dennoch einfach die Pinguicula trocken(er) stellen. Ist die einfachste und sicherlich aus preisgünstigste Variante. Viele Grüße Dieter
Julian Beier Posted December 7, 2009 Posted December 7, 2009 Natürlich, in diesem speziellen Fall ist das Trockenstellen am besten und günstigstem ;-) Geht ja aber leider nicht bei allen Karnivoren. mfg
Marco Ebert Posted December 8, 2009 Author Posted December 8, 2009 Jo... oke Pinguicula kann ich trocken stellen. Aber capensis Sämlinge... die sind in einem großen Topf. Hab da mal gegossen und am nächsten Tag kräftig drüber gepustet. Da fliegen auch schon ordentlich Larven runter. Wie kann man die Sämlinge kurzzeitig trocken genug halten, dass die Schädlinge absterben?
helmutpre Posted December 8, 2009 Posted December 8, 2009 Hallo Marco, einen üblen Trauermückenbefall hatte ich nur einmal vor vielen Jahren, als ich mal Kiwis in einem Blumentopf auf der Fensterbank gehalten hatte. Damals hatte ich mir Leimruten besorgt (solche, die man gegen Stubenfliegen unter die Zimmerlampe hängt und wenig dekorativ aussehen). Diese hatte ich abgerollt, in kleine Stückchen geschnitten und nahezu flächendeckend auf das Substrat gelegt. Problem dabei: Das Zeugs wieder von den Fingern zu lösen, es klebt wie Teufel. Innerhalb kurzer Zeit klebten hunderte der Mücken auf den Leimrutenstückchen. Man muss die Leimruten aber einige Zeit wegen der später schlüfenden Mücken auf dem Substrat belassen. Damals hatte ich das Problem zu 100 Prozent in den Griff bekommen, vielleicht hilft es auch bei Dir. Die Leimruten gibt es für wenig Geld in Drogerien, Supermärkten usw., möglicherweise ist es aber gerade schwierig, welche zu bekommen, da die "Fliegensaison" bereit vorbei ist. Viele Grüße Helmut
Andy Böhnke Posted December 8, 2009 Posted December 8, 2009 Wie kann man die Sämlinge kurzzeitig trocken genug halten, dass die Schädlinge absterben? Gar nicht! Das Substrat müsste richtig trocken sein und das auch über eine längere Zeit. Das würden dir deine Drosera-Sämlinge übel nehmen. Schöne Grüße Andy
Dieter Posted December 9, 2009 Posted December 9, 2009 (edited) Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Eines habe ich aber doch noch: bei kleinen Sämlingen (2-3 mm Durchmesser) würde ich einen neuen Topf mit Substrat füllen und die Kleinen ins frische Substrat umsetzen. Ist ein bisschen Fummelei, sollte aber dennoch recht fix gehen, weil die Sämlinge in dieser Größenordnung kaum Wurzeln haben. Deshalb sind sie auch besonders gefährdet, weil die Maden gerne mal an den Würzelchen knabbern, so dass die Pflanzen letztlich vertrocknen. Mit dem Trockenstellen könntest Du diesen Prozess natürlich beschleunigen. Meiner Erfahrung nach ist es bei den kleinen Sämlingen sinnvoll, schnell zu reagieren, weil die Maden den Schaden anrichten und nicht die Trauermücken. Größere Jungpflanzen, die schon deutlich stabilere Wurzeln ausgebildet haben, sind in aller Regel nicht so anfällig. Wenn Du den Befall schnell loswerden willst, hilft auch hier das Umtopfen (mit vorherigen Abwaschen des befallenen Substrates). Ansonsten bleiben noch die oben beschriebenen Möglichkeiten wie Gelbtafeln, Leimruten, Nematoden oder ähnliches. Bei D. capensis Sämlingen würde ich mir aber überlegen, ob es nicht ggf. billiger wird, neue Samen auszusäen. Viele Grüße Dieter Edited December 9, 2009 by Dieter
Marco Ebert Posted December 10, 2009 Author Posted December 10, 2009 Bei der Pinguicula habe ich das mit dem Substrat wechseln jetzt schon gemacht. Ich denke ich werde morgen oder am Wochenende mal die Sämlinge umsetzen. Hab damals eigentlich nur 50 Samen bestellt. Sind aber irgendwie weitaus mehr, wenn nicht sogar doppelt soviel (Keiner Interesse an ein paar Sämlingen?^^). Gruß Marco
Marco Ebert Posted February 28, 2010 Author Posted February 28, 2010 Hallo zusammen, hab das alte Thema jetzt nochmal rausgegraben. Eigentlich haben die Larven bis jetzt nicht geschadet, habe mich nun aber doch dafür entschieden Nematoden zu kaufen. Ich mein dass ich die erst per Postkarte bei Neudorff bestellen muss(te) ist bei Lebendware kein Wunder. Aber SF-Nematoden sind die Richtigen, oder? Gab da noch HM-Nematoden aber die waren glaube ich für was anderes. Gruß Marco Ach und by the way... hat jemand zufällig ein paar Darlingtonia (wenn möglich keine Sämlinge) übrig? Bräuchte in absehbarer Zeit welche.
mister venus Posted February 28, 2010 Posted February 28, 2010 hallo zusammen wir machen jedes Jahr Fallen in einer Schüssel mit Wasser, Spüli und Essig das Essig lockt die an und Spüli zerstört die Wasseroberfläche und sie ertrinken. :startle:
Dieter Posted February 28, 2010 Posted February 28, 2010 hallo zusammen wir machen jedes Jahr Fallen in einer Schüssel mit Wasser, Spüli und Essig das Essig lockt die an und Spüli zerstört die Wasseroberfläche und sie ertrinken. :startle: Meinst Du Fruchtfliegen oder Trauermücken? Viele Grüße Dieter
Asto Posted April 14, 2010 Posted April 14, 2010 Wahrscheinlich meint er Fruchtfliegen. Mit Trauermücken kenne ich mich (zum Glück) noch nicht aus, aber ich weiß dass Fruchtfliegen von Essig angelockt werden. Für alle, die den Essiggeruch nicht mögen und nicht viel Geld für Mittelchen ausgeben will ist hier noch eine alternative Möglichkeit der Prävention: Marmelade, Früchte, Tomaten, (Erfahrungsgemäß am besten Matschige Bananen) in ein Glas legen sodass der Boden mit einer ca. 3cm dicken Schicht bedeckt ist. Dann etwas von dieser typischen, klaren Frischhalte-Folie abschneiden, großzügig und straff über die Glasöffnung stülpen und mit einem Gummieband fixieren. (Also Gummieband einfach um den oberen Teil des Halses spannen, sodass es die Folie auf Spannung hält) Anschließend, am besten mit einem Zahnstocher oder Rolladen-Spießchen, lauter kleiner Löcher rein pieksen. Die löcher sollten lieber zu klein als zu groß sein und im Durchschnitt ca. 0,5mm betragen. Bei der Anzahl nicht sparsam sein, Hauptsache die Spannung bleibt gegeben. Nur eines bleibt zu beachten: Je mehr Löcher man hinein piekst, desto mehr verteilt sich der Geruch des Inhaltes im Raum. Ich persönlich habe jedoch nie etwas gerochen egal wie viele Löcher es waren. Und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass diese Falle sich sehr gut bewehrt, sie fängt fast komplett alle Obstfliegen im Raum. Wenn man weiß, womit man Trauermücken anlockt (vielleicht Pheromone?)würde sie natürlich genau so gut damit funktionieren... Jedoch sollten dann die Löcher mit einer Kuchengabel gepiekst werden, da die Trauermücke etwas größer ist. Nun hat man eine vollendete Falle mit 2 Vorteilen: 1. Diese Falle kopiert das Fangprinzip der Sarracenia psittacina und ist somit nicht nur bionisch sondern auch ein großes Kompliment an unsere chlorophylllieblinge (Nachahmung ist das größte Kompliment) :thumbsup: 2. Auf diese Weise werden alle Obstfliegen lebend gefangen. Man muss ja nicht immer gleich alles töten was einem gegen den Strich geht. Wer auf der sicheren Seite sein möchte und etwas Paranoid bei dem Gedanken wird, sie im Garten frei zu lassen und 10% von ihnen umgehend wieder im Haus zu haben, der sollte mit dem Glas einfach 2 Minuten Autofahrt in kauf nehmen und sie 1km weiter frei lassen. Und das sollte es doch wert sein, denn schließlich geht es dabei um zig friedliche Lebewesen...
Sonnentau Posted April 14, 2010 Posted April 14, 2010 (edited) HEHEHEH... Zum Glück hatte ich bis jetzt kein Problem mit Trauermücken, dafür aber mit Fruchtfliht begen. ABER hier waren es nicht die Pflanzen die gerettet werden mussten, sondern die die retteten! Für alle, die auch Sommers eine Obstschale voller Fruchtfliegen haben: :thumbsu: Klappt prima :lol: Das in der Schale ist P. Weser @Asto: Sorry aber mit Fliegen kann ich nicht ab. Edited December 15, 2010 by Sonnentau
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