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Mehrere Fragen: Winterknopsen, Verfügbarkeit gewisser Arten, Naturstandorte etc.


Kevin Tonnerre

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Kevin Tonnerre

Hallo,

Nach einer kleineren Pause bin ich wohl wieder da. Werde mich bis Ende meines Studiums auf mexikanische Pings konzentrieren, da diese bei mir schon immer gut auf dem Fensterbrett gedeihten, ebenso wie temperierte Pings, da ich auf dem Balkon ein wenig Platz habe. Für mehr Pflanzen reicht es mir momentan nicht, also abwarten bis ich umziehe nach dem Studium.

Ich schiesse gleich mal mit ein paar Fragen die mir auch beim durchstöbern der Foren ungeklärt blieben:

1. Brauchen Winterknopsen Licht?

Die Frage ist mir eingefallen als ich von solchen "Kühlschrank"-Ideen gelesen habe, was ich natürlich noch nie probiert habe und werde, trotzdem wollte ich es mal wissen, weil ich denke mal gelesen zu haben, dass sie das Licht nutzen (nicht nur um zu "kapieren" wenn ihre Wachstumsperiode wieder anfangen soll), aber ich finde es nicht mehr. Vielleicht auch nur Einbildung.

2. Sind folgende Pflanzen in Kultur:

  • P. leptoceras

  • P. vallis-regiae

  • P. vulgaris ssp anzolei

  • P. vulgaris ssp ernica

  • P. vulgaris ssp vestina

  • P. vulgaris var gypsophila (wenn ja, auf welchem Substrat wird die gehalten? Und hat jemand vielleicht auch Fotos von einer blühenden Pflanze, von vorne? Die Pflanze soll ja angeblich zierlicher und bläulichere Blüten haben als P. vulgaris)

  • P. balcanica var tenuilaciniata (wenn ja, vielleicht auch mit Fotos. Und der Vollständigkeit halber: Die Art die in Kultur ist, also auch die Typen die rote Pflanzen und weisse Blüten bilden sind lediglich Formen von P. balcanica var balcanica, oder?)

3. Kennt jemand genauere Naturstandorte von P. grandiflora (ssp grandiflora, ssp Rosea und f. pallida) und P. leptoceras aus der Schweiz oder Nachbarländer?

Hoffe kriege trotz schwerer Fragen eine Antwort. Danke.

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Kevin Tonnerre

Habe mal im CPUK-Forum den gleichen Thread aufgemacht da mir hier bisher noch keiner geantwortet hat.

Aber falls ihr doch eine Antwort parat habt könnt ihr es natürlich gerne posten. ;)

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Hallo Kevin,

der Dreher mit den Knopsen ist ein Brüller :lol: !

Ich kann dir nur zu 1 antworten, da Pings nicht gerade mein Spezialgebiet sind. Ich glaube nicht daran, dass die Knopsen :haha: Licht brauchen. Erstens habe ich die Kühlschrankmethode bereits mehrfach problemlos angewendet. Zweitens nutzt den Knospen Licht alleine recht wenig, die Temperatur dürfte wohl den Austrieb auslösen (schließlich scheint die Sonne ja auch im Winter, was würde die Wintersportler sonst bräunen?). Drittens sind die Knospen schnell mal überdeckt (Substrat etc.), die dürften dann ja nicht austreiben.

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Kevin Tonnerre

Naja, die Frage war mehr aus purer Neugierde als alles andere. Weil ich dachte es mal irgendwo gelesen zu haben, dass sie zumindest teilweise Photosynthese betreiben. Erscheint mir auch eher seltsam, aber aus irgend einem Grund habe ich es wirklich so in meinem Kopf gespeichert und wollte nochmal endgültig wissen, was es damit auf sich hat.

Dass Licht gar keine Rolle spielt im Einleiten und Aufwachen der Winterruhe wäre ich mir auch nicht so sicher, das hat meines Wissens schon viel mit "kürzeren Tagen" und "innere Uhr" etc. zu tun.

Naja, zumindest ist das bei den meisten Tieren so, die einen Winterschlaf machen.

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Daniel Heinze

Hallo Kevin,

ich habe ja mit Ping's nicht wirklich viel vor, ich kann dir aber gern die HP von Oliver geben, die schwer zu ergoogeln ist:

http://www.gluch.info/

Zu 2. Weiß ich nicht genau, ob die alle in Kultur sind. Bilder von Pi. vulgaris var. gysophila kannst du aber bei Frank Kalberlah erfragen, er hat einen Standort im Südharz besucht und Bilder gemacht. Evtl. werden wir mit unserer Nordherde diesen Standort im kommenden Jahr besuchen.

Zu 3. Frag doch mal bei Ruedi Fürst nach. Es gab auch einige Artikel im Taublatt zu Pingstandorten in der Natur, einfach mal nachgucken.

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Hallo,

Dass Licht gar keine Rolle spielt im Einleiten und Aufwachen der Winterruhe wäre ich mir auch nicht so sicher, das hat meines Wissens schon viel mit "kürzeren Tagen" und "innere Uhr" etc. zu tun.

Ich habe nicht "gesagt", dass die Bestrahlungsdauer bei Pflanzen keine Rolle spielt (die Winterruhe wird ja oft schon bei noch recht angenehmen Bedingungen eingeleitet), die Temperatur dürfte aber trotzdem zumeist der limitierende und damit entscheidende Faktor sein, jedenfalls bei der Aktivierung des Austriebs. Es dürfte auch im Winter in minimalem Maße in den Winterknospen Fotosynthese ablaufen (hattest du ja weiter oben geschrieben), leicht grün sind sie ja (außer die Enzyme werden alle blockiert, Andreas?), aber sie kann nur eine geringe Rolle spielen (kaum Oberfläche + s.u.), die Zellen "veratmen" einfach hauptsächlich die Reservestoffe aus der letzten Wachstumsphase. Würden die Knospen ernsthaft FS betreiben, so hätten sie ein Wasserproblem, denn dabei wird Wasser gespalten, die Protonen werden schließlich für die "Energiegewinnung" gebraucht (Protonengradient über der inneren Chloroplastenmembran) und sollen später im Kohlenhydrat landen (Bitte nicht für diese grobe Vereinfachung schlagen!). Gleichzeitig haben sie aber kaum/keine Wurzeln und das Wasser im Boden ist u.U. auch noch gefroren. Und wie schon gesagt, unter Schnee oder unter einer dünnen Schicht aus Substrat, spät gefallenem Laub, abgestorbener umgebender Vegetation oder ähnlichem ist die Lichteinstrahlung ohnehin gering.

Dass Licht gar keine Rolle spielt im Einleiten und Aufwachen der Winterruhe wäre ich mir auch nicht so sicher, das hat meines Wissens schon viel mit "kürzeren Tagen" und "innere Uhr" etc. zu tun.

Naja, zumindest ist das bei den meisten Tieren so, die einen Winterschlaf machen.

Sorry Kevin, wenn ich nochmals den Klugscheißmodus anschalten muss, aber letzteres kann nicht der Fall sein, denn wenn Tiere ausschließlich über die Tageslänge ihren Winterschlaf/-ruhe steuern würden, dann müssten sie sich, für die Bestimmung des Aufwachzeitpunktes, dem Licht aussetzen und dies hieße sie würden sich auch der Kälte aussetzen. Somit würden sich die Vorteile des Winterschlafes in Nachteile verkehren, die Winterschläfer würden einfach erfrieren oder verhungern (erhöhter Energiebedarf durch erhöhten "Heizbedarf" bei gleichwarmen Tieren). Meines Wissens nach ziehen sich alle winterschlafenden, winterruhenden und kältestarren Tiere unserer Breiten an möglichst geschützte Orte zurück und sind damit zumeist vom Licht abgeschnitten. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie etwa einige Fledermausarten, welche direkt im Höhleneingang überwintern und damit durchaus auch Licht abbekommen. Bei langen oder spät einsetzenden Wintern würden eine reine Stuerung nach der Lang-Kurztag-Geschichte auch unter Umständen zu einem Erwachen führen, bevor den Tieren ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. Erwachen von Winterschläfern (winterruhende Tiere erwachen öfters, legen aber meist auch Wintervorräte an oder knabbern Knospen) vor Einsetzen des klimatischen Frühjahrs sind aber m.W.n. immer reine Notprogramme für den Fall, dass die Tiere sonst verhungern (besser auf etwas Glück setzen, als im Schlaf 100%ig zu verhungern) oder erfrieren würden.

Edited by Torsten Teller
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Kevin Tonnerre

Tiere reagieren sehr wohl aufs Licht, genauso wie wir Menschen das auch tun (Winterdepression z.B.), und ich denke, zumindest was das Einleiten der Winterphase betrifft, hat das sehr wohl mit der verkürzten Dauer vom Tag/Nacht-Rhythmus zu tun. Und wie gesagt auch mit der "inneren Uhr", vor allem beim Erwachen. Was du schreibst ist mir natürlich durchaus bewusst, aber ich habe schliesslich auch nichts über "ausschliesslich über Tageslänge" erwähnt, sehe da also keinen Grund zum "Klugscheissmodus".

Die Antwort die du über die Winterknospen gegeben hast ist jedoch genau die Art von Antwort die ich hören wollte, danke. Ich bescheinige den Winterknospen einfach gewisse Interaktion mit dem Licht und das wollte ich hören, über wie viel und ob dies der entscheidenste Faktor ist stand gar nicht zur Debatte.

Achja, und danke Daniel. Oliver Gluchs Seite kennt man natürlich.

Meine Fragen scheinen mehrheitlich sowieso geklärt, unter anderem auch wegen dem CPUK-Forum. Demnach sind (für die, die es auch intressiert) von P. vallis-regiae und P. vulgaris var gypsophila doch schon einige Pflänzchen in Kultur. Habe leider nach wie vor immernoch keine (guten) Fotos für den direkten Vergleich zu P. vulgaris.

Über die 3 Untertarten von P. vulgaris konnte mir bisher noch keiner was über den Kultur-Status sagen, und P. balcanica var tenuilaciniata soll angeblich auch schon mal in einer Preisliste aufgetaucht sein, wo genau weiss ich jetzt aber leider nicht.

Und was die Naturstandorte anbelangt hab ich mittlerweile auch schon einiges erfahren, aber mehr ist immer besser. :)

Edited by Kevin Tonnerre
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Kevin Tonnerre

Obwohl ich schon in diversen Foren unterwegs war, vermag mich deine besserwisserische und herabschauende Art dennoch zu schockieren. Da merkt man auch wenn man deine Signatur liest, dass du dich für ganz toll hältst.

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Hallo Kevin,

möglich, dass ich völlig falsch liege mit meinen Äußerungen zur Bedeutung des Lichtes, glaube ich aber nicht. Was ich versucht habe zu vermitteln ist eine meiner Meinung nach zumeist höhere Komplexität der Zusammenhänge als eine einfache ein-Faktor-führt-zur-Wirkung-Kette. Du pickst dir einen Teil der Antwort raus und kommentierst mit "und das wollte ich hören". Wie sollte da nicht der Eindruck entstehen, dass dir ohnehin nur an einer Bestätigung einer vor der Frage entwickelten Idee gelegen war. Da habe ich denn doch leicht verschaukelt gefühlt, daher das negative Emoticon.

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  • 5 months later...

Hallo,

P. grandiflora ist in Irland weit verbreitet. Sehr große Bestände gibt es am Connor und Healy Pass.

Außerdem an der Straße von Glendalough nach Hollywood (Wicklow Mountains).

Gruß

Harro

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