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Sarracenia Freilandkultur in Fichtennadelhumus?


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Hallo zusammen,

ich habe via Forensuche leider keine konkreten Hinweise gefunden aber schon andernorts davon gelesen, daß Sarracenien wohl auch gut auf Nadelbaumhumus (+ Quarzsand) im Freien wachsen würden.

Gibt es hier entsprechende Erfahrungen? Ich würde gern demnächst ein paar größere Rhizome meiner S.leucophylla-Hybride bei meinen Eltern im Garten "vergraben" und möchte dafür aber nicht gleich ein komplettes Moorbeet einrichten (sondern eher einen kleinen Bereich am Randbereich vom vorhandenen Gartenteich abteilen). Also: könnte man es da mit einer Fichtennadeln/Quarzsand 1:1 Mischung und Regenwasser auf Teichfolie versuchen?

Vielen Dank für alle Hinweise im voraus!

Feldi

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Hallo,

warum verwendest du nicht einfach Torf? Da kannst du doch sicher sein, dass es funktioniert.

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Hallo,

warum verwendest du nicht einfach Torf? Da kannst du doch sicher sein, dass es funktioniert.

Hi Tim,

warum nicht Torf? Naja, es ist halt ein Waldgrundstück auf einem sandigen Hügel - da sind die anderen Komponenten "frei Haus" und ich brauch nicht über die Ostertage zum Baumarkt. Ich weiß natürlich, was die Sarracenia erwarten, aber wollte halt einfach mal fragen, ob jemand hier auch mit Alternativen zum Torf bei diesen Pflanzen Erfolge gehabt hat..

viele Grüsse

Feldi

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hallo

Kannst ja mal ein bisschen Fichtennadelhumus in ein Topf legen und eine Sarracenia rien Pflanzen und schauen was passiert.

Gruss Lei und viel erfolg

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ich habe via Forensuche leider keine konkreten Hinweise gefunden aber schon andernorts davon gelesen, daß Sarracenien wohl auch gut auf Nadelbaumhumus (+ Quarzsand) im Freien wachsen würden.

Echt, wo das denn?

Ich kenne nur eine einzige Schüler-Seminararbeit, für die der Schüler nur drei Sarracenien für exakt 6 Monate(!) im Sommerhalbjahr in Nadelbaumhumus gehalten mit, und das mit eher durchwachsenen Ergebnissen.

Also: könnte man es da mit einer Fichtennadeln/Quarzsand 1:1 Mischung und Regenwasser auf Teichfolie versuchen?

Bitte nicht "Fichtennadeln" mit "Fichtennadelhumus" verwechseln! Fichtennadeln enthalten stark wachstumshemmende Stoffe. Erst durch Verrottung, Zersetzung, Kompostierung wird aus Fichtennadeln der als Kultursubstrat verwendbare Nadelhumus, bei dem Bakterien die wachstumshemmenden Stoffe in unschädliche Abbauprodukte umgewandelt haben. Im Nadelwald findest Du den verrotteten Nadelhumus erst unterhalb der Nadelschicht.

Daß Du hier im Forum zu dieser Haltungsweise nichts finden kannst, hängt möglicherweise ja damit zusammen, daß man das als stark experimentelles Gärtnern einstufen muß und daß es sich im Endeffekt nicht bewährt hat.

Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Nadelhumus nur sehr viel weniger Wasser als Torf aufnehmen kann und man mit so einem Beet in regenarmen Zeiten aufgrund der relativ stärkeren Austrocknung einen stark erhöhten Pflegeaufwand hat: häufiger die Feuchte im Substrat prüfen und bei zuwenig Feuchte schnell wieder nachgießen, bevor die Pflanzen vertrocknen.

Sascha Hennecke
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Hallo,

du mußt ja auch nicht gleich ein komplettes Moorbeet anlegen wenn du sie vereinzelt pflanzen willst vergrabe doch einfach Maurerkübel oder Eimer an den stellen wo du sie integrieren willst. Wenn du dann das drumherum liegende umfeld verschönern willst kannst du ju Rindenmulch oder Kies benutzen. Wäre jetzt nur so ne Idee, würde es dann in der nähe von den Nadelbäumen stehen bzw direkt darunter?

Gruß Sascha

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Hallo Feldi

Auch ich rate dir dringends ab diesen Versuch durchzuführen.

Es gibt noch zwei andere Gesichtspunkte anmerken.

1. Ich kann mir nicht vorstellen das der PH Wert der für Sarracenien lebensnotwendig ist genauso sauer ist wie dein Nadelhumus.

2. Im Nadelhumus entstehen Nährstoffe die eher der Pflanze schaden als nützen. Denn Sarracenien kommen nur da vor wo Nährstoffmangel herrscht.

Gruss Thomas

Posted

Hallo Feldi

Auch ich rate dir dringends ab diesen Versuch durchzuführen.

Es gibt noch zwei andere Gesichtspunkte anmerken.

1. Ich kann mir nicht vorstellen das der PH Wert der für Sarracenien lebensnotwendig ist genauso sauer ist wie dein Nadelhumus.

2. Im Nadelhumus entstehen Nährstoffe die eher der Pflanze schaden als nützen. Denn Sarracenien kommen nur da vor wo Nährstoffmangel herrscht.

Gruss Thomas

Hi zusammen,

dankesehr - jetzt gab es doch noch viele zielführende Hinweise. Meine Idee war neben dem Hinweis im Netz, den ich leider vergessen habe, vor allem dadurch gespeist, daß Sarracenien ja auch in lichten Koniferen-Sumpfwäldern in den USA vorkommen. Daraus habe ich mal auf saures Milieu / sumpfiger Waldboden geschlossen - ich wusste aber z.B. nicht, daß Fichtennadelhumus (natürlich Humus und nicht die frisch gefallen Nadeln..) einen stärker sauren PH Wert hat als Torf. Außerdem gilt Nadelwaldboden doch auch als sehr nährstoffarm... Die Bäume stehen übrigens nicht am geplanten Pflanzort - der hat Sonne! However - ich werd's also wohl tatsächlich mit Torf versuchen. Es wär ja schad um die Pflanzen.

Also: Vielen herzlichen Dank an alle Hinweisgeber;-)

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