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"Dekopflanzen" im Carnivoren-Topf.


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Zuerst einmal ein Hallo an die Gemeinde hier :)

Zu meiner Frage, ich hoffe ich bin in diesem Subforum richtig, ich habe letzten Sommer damit begonnen, mir einige Carnivoren zuzulegen, damals mit der Idee, diese vor allem im Freien zu kultivieren. Gesagt getan, hab ich mir nen 150l Topf gekauft, isoliert, 25l Blähton und 140l Torf reingekippt (ja, ich weiss, vom Volumen her sollte das eigentlich nicht aufgehen) und insgesamt 6 Pflanzen darin untergebracht (2 Sarracenia und 4 Dionea), und das sieht auch schon super aus. Das einzige, was mir nicht so ganz passt, ist die Tatsache, dass zwischen den Pflanzen einfach Erde ist, und deshalb suche ich, vor allem aus ästhetischen Gründen, nach Möglichkeiten, diese Bereiche zu bepflanzen. Zuerst dachte ich an den Sonnentau, der sieht hübsch aus und würde passen, dummerweise ist es irgendwie nicht so einfach an eine Art zu gelangen, welche auch nen Winter überleben würde (die Pflanzen im örtlichen Gartencenter sind alles tropische Arten, also eher nicht geeignet für einen Winter mit -10°C...), weshalb ich auf die Idee kam, da evtl etwas wie Moos oder ähnliches anzupflanzen.

Hat hier jemand Erfahrungen damit, oder ist davon abzuraten? Ich denke mir, Moos ist wohl eher ungeeignet, da es die Carnivoren evtl "verdrängen" könnte.

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Hi

Das hört sich ja alles schon gut an, ausser das ich keinen Blähton genommen hätte, sonder Blumentöpfe verkehrt herum reingestellt hätte. Blähton wäre mir vom PH Wert nicht so schön, müsste aber trotzdem gehen.

Ich selbst habe mir einen Kübel selbst gebaut der ca. 1,4m x 0,6m x 0,4m ist.

Du kannst Sphagnum gerne zu den Sarracenien mit reinmachen, diese sollten die wenigsten Probleme haben.

Andere Arten haben etwas Probleme beim Wachstum vom Sphagnum mitzukommen, dafür hält das Moos aber die Feuchtigkeit gut und verdrängt ein wenig das Unkraut.

Zur Begleitvegitation:

Es gibt sehr viele winterharte Karnivoren wie zum Beispiel: Drosera rotundifolia, Drosera intermedia, Drosera anglica (sind alles einheimische Arten) desweiteren gibt es noch Drosera filiformis ssp. filiformis und und und sowie noch viel hybdriden wie Dr. x hybrida und Dr. obovata.

Du kannst auch Fettkräuter im freien kultivieren. Im sauren Torf würde sich zum Beispiel Pinguicula grandiflora wohlfühlen.

Wenn du keine weiteren Karnivoren dazuhaben willst gibt es noch eine Vielzahl an Begleitpflanzen wie Moorlilie oder ähnlichem.

Die Artenvielvalt ist sehr groß und die Entscheidung ist nicht leicht.

Ich zum Beispiel habe als Nichtkarnivore Pflanze Erica tetralix neben meinen Sarracenien.

Du kannst aber auch die Füße hochlegen und abwarten, denn das Unkraut macht selbst vor Nährstoffarmen Torf nicht halt.;-)

Gruß Thomas

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Oliver Groß

Zuerst einmal ein Hallo an die Gemeinde hier :)

Zu meiner Frage, ich hoffe ich bin in diesem Subforum richtig, ich habe letzten Sommer damit begonnen, mir einige Carnivoren zuzulegen, damals mit der Idee, diese vor allem im Freien zu kultivieren. Gesagt getan, hab ich mir nen 150l Topf gekauft, isoliert, 25l Blähton und 140l Torf reingekippt (ja, ich weiss, vom Volumen her sollte das eigentlich nicht aufgehen) und insgesamt 6 Pflanzen darin untergebracht (2 Sarracenia und 4 Dionea), und das sieht auch schon super aus. Das einzige, was mir nicht so ganz passt, ist die Tatsache, dass zwischen den Pflanzen einfach Erde ist, und deshalb suche ich, vor allem aus ästhetischen Gründen, nach Möglichkeiten, diese Bereiche zu bepflanzen. Zuerst dachte ich an den Sonnentau, der sieht hübsch aus und würde passen, dummerweise ist es irgendwie nicht so einfach an eine Art zu gelangen, welche auch nen Winter überleben würde (die Pflanzen im örtlichen Gartencenter sind alles tropische Arten, also eher nicht geeignet für einen Winter mit -10°C...), weshalb ich auf die Idee kam, da evtl etwas wie Moos oder ähnliches anzupflanzen.

Hat hier jemand Erfahrungen damit, oder ist davon abzuraten? Ich denke mir, Moos ist wohl eher ungeeignet, da es die Carnivoren evtl "verdrängen" könnte.

Hallo,

es ist durchaus üblich, die Zwischenräume mit Torfmoos aufzufüllen. Bei den Pflanzen, die Du jetzt eingepflanzt hast, ist das Risiko, dass das Moos die Pflanzen überwuchert, auch nicht sehr groß. Kommt natürlich auf die Größe der Pflanzen an, aber solange Du keine Sämlinge oder sehr kleine Pflanzen eingepflanzt hast, dürften das Moos nicht so schnell überhand nehmen. Evtl. würde ich bei den Dionea von Zeit zu Zeit das Moos etwas runterdrücken.

Dass Du keine winterharten Sonnentaue findest, verwundert mich ehrlich gesagt ein wenig. In den Baumärkten in meiner Umgebung sind jetzt zwar auch mehr die tropischen Arten vertreten, aber ich finde doch des öfteren auch winterarte Arten.

Stelle doch einfach mal bei den Gesuche ein Thread rein, oder schaue dich bei diversen Online-Händlern um. Auch die Pflanzenvermittlung tut hier eigentlich seine Diente, falls Du GFP-Mitglied bist.

Wo ich mir ehrlich gesagt mehr Sorgen mache, ist dass bei deinem Moorbeet zwischen den Blähton-Kugeln sich nicht so viel Wasser ansammeln kann und somit keinen ausreichenden Wasserspeicher hast. Besonders an heißen Tagen im Sommer wird sich dies als Nachteil zeigen. Die meisten Moorbeete haben z.b. umgedrehte Eimer oder Pflanzentöpfe als Wasserspeicher, da kann ich dann viel mehr Wasser ansammeln, was als Wasserspeicher dient.

Hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

edit: Sehe schon, dass Thomas schnell war. :cool:

Edited by Oliver Groß
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Christian Dubb

Hallo,

auf der Internetseite der Firma Plantarara wirst Du sicherlich in eineigen Wochen unterschiedliche einheimische Drosera-Arten bestellen können.

Gruss

Christian

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Zuerst einmal vielen Dank für die sehr ausführlichen Antworten, da ich grad ein wenig unter Zeitmangel leide, nur schnell das wichtigste in Kürze.

Das mit den Winterharten Drosera, ich muss dazu sagen dass ich in der Schweiz wohne, und da wir nicht in der EU sind ist es sehr schwer Pflanzen aus Deutschland bzw aus EU-Ländern zu "importieren". Ich wohne zwar direkt am Dreiländer-Eck zu Deutschland und Frankreich, trotzdem würde ich die Pflanzen lieber aus der Schweiz bestellen, weil es deutlich einfacher ist.

Leider ist auch sonst das Angebot an Carnivoren hier in der Gegend im moment sehr spärlich, das Gartencenter meiner Wahl hatte am Freitag erst die erste Lieferung bekommen, ganze 9 Pflanzen (von denen ich gleich 3 hab mitgehen lassen). Evtl muss ich mich auch einfach noch ein wenig gedulden, auch wenn ich die Pflanzen möglichst früh setzen möchte, damit Sie die Wachstumsphase im Frühling/Sommer optimal nutzen können und so hoffentlich wieder genug gestärkt in den Winter können.

Der Blähton hat mir eigentlich keine grossen Probleme bereitet, ich habe dazwischen auch ein Trennflies gelegt, ausserdem habe ich dank meinem Beruf immer destilliertes Wasser zuhause. Wäre aber mal interessant den pH-Wert des "Grundwassers" zu bestimmen, ich wusste nicht dass der bei Ton nicht optimal ist.

Aber vielen Dank auch für die Tipps alternativer Pflanzen, in demfall ist das relativ Problemlos, und falls das Moos oder Unkraut überhand nimmt kann man ja auch selber Einfluss nehmen, nicht wahr ;)

Achja, hier noch ein paar Bilder vom letzten Sommer

img_5379hmx2.jpg

img_53764nj0.jpg

img_5374ynf2.jpg

Leider musste ich die Pflanzen gerade umtopfen, da der schwarze Topf zu schwer wurde und nicht mehr vom Fleck zu kriegen war, da er aber so wie er stand nicht optimale Lichtverhältnisse bot. Das ist leider eher suboptimal, da es zum Teil die doch sehr tiefen Wurzeln beschädigt hat :/

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Gordon Shumway

Hallo!

Bei uns gibts normalerweise auch nie 'richtig' winterharte Sonnentau-Arten im Baumarkt (Zumindest hab ich in den letzten Jahren nie welche gesehen und ich kenne die 'Baumarktszene' hier ziemlich gut : )

Jedoch ist Drosera binata recht weit verbreitet und manche Variationen davon sollen auch winterhart sein.

Ob meiner winterhart war, muss sich aber erst noch zeigen....

Grüße,

Gordon

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