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Drosera glanduligera 2010


Siggi_Hartmeyer

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Siggi_Hartmeyer

Dieser kalte Winter sorgte für ideale Bedingungen in unserem Kalthaus, um Drosera glanduligera besser als je zuvor gedeihen zu lassen. Unsere bereits publizierten Kulturbedingungen haben sich erneut bewährt. Wie erwartet keimten die Samen nach der Aussaat im Juni und im Juli alle gleichzeitig innerhalb der ersten zwei Oktoberwochen 2009, nachdem die Temperatur nachts einige Male unter 10 Grad gesunken war. Die Keimlinge benötigen sofort viel Beute, die zuerst aus vorhandenen Springschwänzen bestand, dann musste ich (November/Dezember) mehrmals mit geriebenen Fischfutterflocken nachhelfen, bis sie Mitte Dezember groß genug waren, um Fruchtfliegen zu verdauen. Nicht gefütterte Pflanzen beiben einfach winzig und siechen schnell dahin. Ausgewachsen benötigte eine Pflanze etwa 10-15 Drosophila jede Woche, um dann solche Samenkapseln zu bilden:

post-27-1270820075,7197_thumb.jpg

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Michi Zehnder

Hallo Siggi,

Das sind ja richtig tolle Neuigkeiten. Ich habe in vor einigen Jahren in Basel (oder war es in Bern?) den Vortrag über die Schnelltentakel gesehen, wirklich eine klasse Pflanze (und natürlich auch super Presentation ;-) ).

Gibt es eventuell noch mehr Bilder, vielleicht von einer Blüte? Die sehen nämlich farblich sehr interessant aus.

Viele Grüsse,

Michi

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Siggi_Hartmeyer
Fütterst du alle Winterwachsenden Arten?

Ja, auch die Knollendrosera bekommen Fruchtfliegen. Das Bild aus unserem Kalthaus zeigt die hochwachsenden D. modesta und D. macrantha. Vor dem Fenster blüht D. gigantea, unten rechts D. menziesii. Der Vollständigkeit halber für alle, die es noch nichtgesehen haben, hier sind noch die Links zu unseren Kurzfilmen über D. glanduligera auf Youtube:

post-27-1270893866,4121_thumb.jpg

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  • 8 years later...
Siggi_Hartmeyer

Hier ein kurzer Upgrade zu Drosera glanduligera:

Aus unseren Versuchen 2010 entstanden seither in Zusammenarbeit mit den Biomechanikern der Universität Freiburg mehrere internationale Publikationen und eine Filmdokumentation über diesen größten Beute schleudernden Sonnentau. Gemeinsam mit Dr. Simon Poppinga (unten auf dem Screenshot) und den beteiligten Autoren wurde der zweistufige Fangmechanismus, bestehend aus einer Katapultfunktion (75 ms) mit anschließendem "Lieferbandmodus" (1-2 Minuten), der die Beute ausgelöst durch den Aufprall auf die Leimtentakel in eine sehr ausgeprägte Verdauungskuhle transportiert, bei PLOS ONE (2012) als Katapult-Leimfalle (KLF) publiziert.

 

Die Erstpublikation der KLF bei Plos One (2012, englisch): http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0045735

Wem das Englische nicht liegt, hier ein deutscher Artikel dazu, erschienen im Taublatt (2013): http://www.hartmeyer.de/ArtikelundBerichte/artKatapultTaublatt2013.html

 

Der 20-minütige Dokumentarfilm über die Kultur der "Diva" sowie die Untersuchungen mit Highspeed-Kamera, Rasterelektronenmikroskop, Lichtmikroskop und Gewebeschnitten an der Uni Freiburg ist online auf YouTube:

 

 

  • Danke 1
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