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Feldenberg

Kugelvasenkultur

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Feldenberg

Hallo zusammen,

ich stelle hier einfach mal ein paar aktuelle Fotos meiner Pflanzen und des Settings am Dachfenster ein, das sich seit Ende dieses Winters für mich bewährt hat. Es ist erstaunlich, wieviele Arten man doch am "hellen Fenster" so halten kann. Zwergdrosera färben sich jedenfalls schön aus..

Das Fenster hat eine Ostausrichtung, d.h. es gibt Sonne von Sonnenaufgang bis Mittag (akutell etwa 13.00 Uhr) ich hab einfach ein Brett druntergeschraubt und die Gläser auf einem billigen Schuhregal arrangiert. Sonnenintesive Arten stehen oben und die Queensländer darunter. Sarracenia und Darlingtonia hab ich in Töpfen neben dem Regal (letztere wegen der "Überhitzungsgefahr"). Bei diesen Arten muss ich noch schauen, wie es mit der Ausfärbung wird.

Für Hinweise und Kommentare bin ich immer offen.

Das Setting:

Ein großes 30er Kugelglas mit Drosera, jungen Cephalotus stecklingen und Utricularia

Noch eine Draufsicht aufs Glas (bei Kunstlicht):

Ein mittleres Kugelglas mit Queensländern

Und noch eine kleine Kugelvase, die ich demnächst mal verschenken werde...

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Bastian M.

Hallo,

deine Kugelgläser gefallen mir echt gut, vor allem das 30er Glas mit den Drosera. Was mich mal interessieren würde: Wo bekommt man solche Kugelgläser her und welche Droseraarten hast du in dem Glas?

Gruß Bastian

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Feldenberg

Hallo,

deine Kugelgläser gefallen mir echt gut, vor allem das 30er Glas mit den Drosera. Was mich mal interessieren würde: Wo bekommt man solche Kugelgläser her und welche Droseraarten hast du in dem Glas?

Gruß Bastian

Hi Bastian,

danke für die Rückmeldung! Kugelvasen gibts im Baumarkt (aber meist nur kleinere bis etwa 15 cm) sowie im gut ausgestatten Blumenladen... Online lassen sie sich auch (überteuert v.a. wegen der Versandkosten) auch bestellen - da gibts bis zu 60cm Durchmesser... das ist auch für mich noch ein Zukunftsprojekt ;-)

Im großen Glas halte ich folgende aus Samen/Brutschuppen gezogene Arten (es sind alles noch kleine Pflanzen, ich dünne im Zeitverlauf aus und behalte von den tropischen Drosera nur 1-2 Pflanzen im Ende):

D. capensis (red/white)

D. rotundifolia (aus dem Baumarkt-Sphagnum; hat schon geblüht und ist z.T. in Ruhe)

D. burmannii (red/normal)

D. binata (ein Sämling der bei Utricularia im Substrat war)

D. madagascarensis

D. intermedia roraimae

D. spathulata

D. tokaiensis

D. cuneifolia (noch klein!)

D. indica (kümmern vor sich hin - unerklärlichwerweise...)

D. natalensis / D. nidiformis (treiben grad aus Blattstecklingen aus)

D. auriculata (sind vor ein paar Wochen erst aus Samen getrieben, mal schauen ob's noch was wird)

dann die Zwerge (von allen jew. 5-10 Stk):

D. pulchella (blüht gerade)

D. callistos (blüht hoffentlich noch heuer...)

D. scorpioides

D. lasiantha

D. paleacea ssp. leioblastus

Ausserdem treiben noch ein paar Cephistecklinge und die Utricularia

U. longifolia (wächst gut)

U. calcyfida (tut sich als Sämling schwer im lebenden Sphagnum)

U. sandersonii (wächst super)

U. fulva (wächst eher "untergründig")

im Substrat vor sich hin..

Es ist also eine wilde Mischung und sicher der Alptraum eines jeden "ordentlichen" Kultivators... aber mir (und den meisten Pflanzen) machts bislang Spass...

:-)

Grüsse

Feldi

Edited by Feldenberg

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Sonnentau

Hallo,

Wow echt toll arangiert! deine Kugelgläser, Ich habe bis jetzt immer nur kantige Therarien genutzt, aber wenn ich dann mit den Zwergsonnen irgendwann anfangen sollten, komm ich auf die Kugelgläser zurück.

:thumbsu:

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Bastian M.

Also ich habe heute alle Blumengeschäfte meiner Stadt und den Baumarkt abgeklappert. Keiner hatte sowas oder konnte es bestellen. Kannst du mir sagen, wo man die im Internet bestellen kann?

Hast ja eine ganze Menge Pflanzen da drin, sieht aber echt gut aus. :thumbsup:

Einige Zwergdrosera werde ich mir wohl auch bald zulegen.

Gruß Bastian

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Nicole K.

Kannst du mir sagen, wo man die im Internet bestellen kann?

Hallo Basti,

gib mal bei google Shopping "Kugelvase" ein. Da findest Du eine Menge Angebote. :thumbsup:

LG

Nicole

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Bastian M.

Hallo,

auf die Idee mit dem Shopping bin ich noch nie gekommen. Ist ja echt praktisch. Danke für den Tipp. ;-)

Gruß Bastian

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Feldenberg

@ all,

danke für die netten Rückmeldungen. Letztlich ist die Idee mit der Kugelvase eher aus der Not geboren (Platzmangel) - aber sie hat Vorteile bzgl. des Gießens und der Ästhetik. Im Winter kann man den kleinen Grundkreis des Gefäßes gut mit einer einzigen ESL ausleuchten (ohne dunkle Ecken).

Nachteile liegen natürlich beim "Gärtnern" was prinzipiell nur mit Holzstäbchen, Skalpell & Futterpinzette zu bewerkstelligen ist. Eine künftige Brutschuppenernte dürfte auch eher schwierig werden. Dem Problem mit Schädlingen gehe ich in sofern aus dem Weg als ich alle Pflanzen selbst ziehe und keine Altpflanzen dazufüge.

Man kann in größeren Kugelvasen auch ganz gut gestalten (terrassieren, Sphagnumgürtel abgrenzen usw.) und so unterschiedlichem Wasserbedarf der Pflanzen Rechnung tragen. Zum Abgrenzen der Zonen verwende ich übrigens sehr erfolgreich Plantanen-Rinde (die ja immer reichlich von den Bäumen abblättert) - natürlich aus dem Park und nicht von der Straße ;-). Die Rinde ist schön dünn, leicht und verrottet kaum bzw. schimmelt nicht - ganz ohne Behandlung!

Was ich nicht bedacht hab ist, daß das Sphagnum enorm wuchert - das heißt mittlerweile sind die Höhenunterschiede in der Kugel optisch eingeebnet ... künftig würde ich hier noch stärker modellieren und den Cephalotus z.B. auf eine echte "Anhöhe" pflanzen. Aber bislang hat sich bis auf D.indica noch keine Art über die Bedingungen wirklich "beschwert".

Grüsse

Feldi

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<Jan>

Hallo Bastian,

Es ist auch immer wert in Dekoläden oder Geschänkläden nachzuschauen, da kann man häufig auch Kugelvasen recht günstig bekommen, habe meine 30er für 5 Euro dort bekommen.

Gruß, Jan

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Bastian M.

Danke Jan. Werde mich dort auch mal umschaun, weil im Internet habe ich ein 30er gefunden, dass mit Versand 32 Euro kostet - Das sehe ich nicht ein.

Gruß Bastian

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*Conny*

Hallo,

diese Kugelvasen gefallen mir auch rund um sehr gut :thumbsu:

Ich habe letztens in einem Möbelhaus in der gut sortierten Dekoabteilung schöne Kugelgläser gesehen.

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Shooter

Ich hab auch zwei Drosera in ner Vase, zwar keine Kugelvase, aber normale, breite (Blumen)Vasen gehen natürlich auch, wie hoch man sie füllt ist dann halt eine Frage des persönlichen Geschmacks, ich hab meine relativ hoch mit erde gefüllt damit die Wurzeln auch Platz haben. Denn das Problem ist, wie auch schon angesprochen, dass durch den eingeschränkten Platz den die Wurzeln haben die Pflanzen, im Gegensatz zum Sphagnum, eher ein gehemmtes Wachstum haben wie ich denke.

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Asto

oioi..

5€ für eine 30er Kugel ist ein super Schnäppchen.

Ich habe heute zufällig eine 30er Kugel in einem Dekoladen für 15€ gefunden und hielt das schon für super..

Von Gärtnerein rate ich generell ab. Nach dem Dekoladen zog es mich in ein Gartencenter in dem ich ebenfalls eine 30er Kugel gesehen habe..für 45€! (Und dazu auch noch schlechter verarbeitet)

Da ich nun auch im Besitz der Runden Mini-Terrarien bin, stellt sich mir gleich eine Frage:

Allein vom optischen Standpunkt her überlege ich, ob ich in die Mitte der Kugel eine "Durstkugel" stecken soll.

Das sind diese Bewässerungskugeln.

http://www.hood.de/img/full/1363/13637191.jpg

Ich stell mir das ganze ganz hübsch vor, obwohl es wertvolle Grundfläche weg nimmt und sinnlos ist, da ich regelmäßig gieße und die nächsten Jahre sicher nicht in Urlaub fahre.

Abgesehen vom geschmacklichen, gibt es objektive Gründe die da gegen sprechen?

-Könnte die zusätzliche Reflexion -die das Licht von beiden Seiten kommen lassen würde- meine Pflanzen "verbrennen" oder es einfach zu warm werden lassen?

-Oder wäre die zusätzliche Reflexion sogar förderlich?

-Oder ist sie vollkommen irrelevant?

Was sagt ihr zu generell Durstkugeln... Blödsinnige Platzverschwendung? Gefährdung der Pflanzen? Schicke Optik von Kugel in Kugel?

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Bastian M.

Hallo,

mir gefallen diese Kugeln rein optisch schonmal nicht wirklich. Aber das ist Geschmackssache. Was aber nicht von der Hand zu streiten ist, der wertvolle Platz in einem Kugelglas geht dadurch zum Teil verloren. Also ich persönlich halte es einfach nur für nicht nützlich. Aber ist meine Meinung.

Gruß Bastian

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Feldenberg

Durstkugeln? Was es alles gibt!!! Das kannte ich echt noch nicht! Preiswerter kann man natürlich eine Urlaubsversorgung mittels PVC-2Literflasche und Schlauch realisieren (Konstruktionen dazu gibts hier auch im Forum zu sehen). Ich würde mir allenfalls für einige Topfgewächse so eine "Durstkugel" für den Notfall zulegen. Aber richtig viel Wasser geht da ja nicht rein - dürfte sich kaum lohnen. Und: Aussehen tun sie auch ... naja..

Grüsse

Feldi

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Asto

Das Thema Durstkugel musste ich nun aus Platzgründen abhaken.

Nach einem überraschend erfolgreichen Besuch beim Baumarkt und einigen Stunden Bastelarbeit habe ich nun meine erste Kugel mehr oder weniger fertig.

Im Nachhinein betrachtet war die Zusammenstellung nicht die sinnvollste aber sie hatten so tolle Arten im Angebot... es war ursprünglich irgendwie anders geplant.

Zudem gab es leichte Beschädigung beim Transport in der Straßenbahn.

Bestandsaufnahme:

-Eine wachstumsfreudige und etwas zu große Heliamphora heterodoxa x nudoxa mit kräftigen Wurzeln

-Eine ebenfalls etwas zu große Drosera binata mit sehr üppig ausgeprägten Wurzeln

-Eine sehr wackelige Drosera madagascariensis mit sehr sehr schwachen/wenigen Wurzeln

-Eine kleine, schwächlich wirkende Drosera paradoxa..für ihr Größenverhältnis ist die Wurzel relativ normal.

Zuerst wollte ich die Große H.heterodoxa in die Mitte Pflanzen und die 3 Drosera in dreieckiger Anordnung ( etwa 60° zu einander) drum herum.

Aus Platzgründen musste ich nun etwas improvisieren...

Ich hätte auch nicht gedacht, dass die H.heterodoxa im Vergleich zu dem 30er Glas so groß ist.

Die Spitze eines Kruges guckt schon über den oberen Rand heraus (Das wollte ich wegen meiner Katze auf jedenfall vermeiden)

Nach der Fertigstellung und gründlicher Besprühung

Kugel von Oben

Kugel von der Seite

Morgen mache ich bessere Fotos bei Tageslicht.

Hoffendlich überstehen alle die Umtopfung. Zum Glück ist kein Torf in einen der Krüge gefallen, aber es war unvermeidlich, dass welches an den Klebetentakeln hängen blieb.

das Grobe konnte ich mit der Pinzette abzupfen, aber nicht alles - wird es wohl weggesprühlt wenn ich sie ab und an mit nem Zerstäuber besprühe?

Im Moment sieht ja alles noch recht wüst und dreckig aus.. ich hoffe auch das legt sich noch.

An sonsten bleibt nur ein sehr großes Problem für mich: Woran sehe ich den Wasserstand?

Unten ist eine 2-3cm Blähton-Schicht, darüber ein Flies (Ich will vermeiden, dass feiner, basischer Tonstaub sich im Wasser löst, in das Substrat gerät und den PH-Wert beeinflusst. Dieser Blähton hat ein PH-Wert von 7,5-9 aber das Obi-Personal hat mir gesagt es würde sich nicht mit dem Substrat vermischen und wäre daher auch als Drainage für Sumpfpflanzen geeignet) und etwa 12 cm Substrat.

Nach dem Umtopfen hab ich erstmal gründlich gegoßen... mehr als ich sonst tun würde, da das Substrat relativ trocken und der Blähton vollkommen trocken war.

Also hab ich erstmal ungefähr 2 Liter nach und nach über alle Stellen gegossen, damit sich das Substrat auch etwas setzt.

Man sieht nun, dass die Blähton-Schicht vollkommen unter Wasser ist, allerdings sehe ich beim besten willen keine "Grundwasser-Schicht" also ich sehe nicht bis wo hin das Wasser geht.

Durchgehend sehr feucht sieht es bis oben hin aus.. allerdings sieht man am Rand hier und da größere Lufteinschlüsse die mit Bestimmtheit über dem Grundwasserspiegel stehen. Aber selbst wenn es ganz sicher so wäre, könnte ich nur ganz ganz grob schätzen bis wohin das Wasser steht.

Gibt es eine Möglichkeit um genau zu wissen bis wohin das Wasser steht und wieviel/wann ich gießen muss?

Ps:

Verluste :ak:

Wachsen die abgeknickten/fehlenden Deckelrudimente nach?

Werden die betroffenen Krüge überleben?

Edited by Asto

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Julian Beier

Hallo,

die von dir gewählten Pflanzen passen nicht wirklich ganz gut zusammen:

- D. paradoxa:

Naturstandort

Drosera paradoxa ist im nördlichen Australien bis in den Westen hin verbreitet. Die Pflanzen wachsen unter anderem auch in den Gebirgsregionen des Kimberly.

In Australien dauert der feuchte, warme Sommer von November bis März an. In dieser Zeit herrscht eine relativ hohe Luftfeuchte und die Temperaturen kühlen sich nur nachts etwas ab. Der Winter vom April bis zum Oktober ist dagegen kühler, wobei die Temperaturen kaum unter 5°C abfallen. Regen fällt in dieser Zeit kaum, so dass die Erde vollkommen austrocknet. Drosera paradoxa wächst auf sandigen Böden im freien Feld. Zuweilen werden die Pflanzen durch Felsen oder Bäume schattiert, wodurch sie einen wesentlich größeren, helleren Wuchs zeigen.

Kultur

Allgemeines:

Drosera paradoxa hat hohe Ansprüche an Temperatur, Licht, Luftfeuchte und Substrat. Wie alle Drosera-Arten des Petiolaris-Komplexes benötigt sie im Sommer und im Winter hohe Temperaturen. Im Sommer sind dies 30-45°C, im Winter 10-20°C. Des Weiteren ist eine intensive Sonneneinstrahlung nötig, um die Pflanze erfolgreich zu kultivieren. Bekommt sie genügend Licht, so färbt sie sich im Sommer schön rot aus. Die Luftfeuchte sollte im Sommer hoch sein (60-80%), im Winter sogar sehr hoch (80-90 %). Am besten geeignet ist deshalb die Kultur in einem abgeschlossenen Bereich, z.B. ein abgedecktes Glasbecken. Drosera paradoxa wächst gut auf sehr sandigen Böden, ein Gemisch aus Torf und Sand mindestens mit der Hälfte Sand ist gut geeignet. Die Pflanze kann dann im Sommer im ständigen Anstau und feuchten Substrat gehalten werden. Im Winter, der kühlen und trockenen Jahreszeit in Australien, legen die Pflanzen eine Wachstumspause ein. Dazu ziehen die Pflanzen bei beginnender Austrocknung und Abkühlung ein. Das bedeutet, dass sie wesentlich kürzere, höchstens 0,5 cm lange Fangblätter produzieren, die sich nicht mehr öffnen und damit keine Insekten mehr fangen können. So überdauert die Pflanze die trockene Jahreszeit. Sobald das Substrat wieder feucht wird und die Temperaturen steigen, treibt die Pflanze wieder aus.

- D. madagascariensis:

Heimat / Standort:

Dieser Sonnentau ist vom tropischen Afrika (Guinea, Kamerun, Kongo, Nigeria, Sambesi) bis Südafrika und im Osten der Insel Madagaskar zu finden. Zu finden ist die Pflanze dort an sumpfigen Stellen, oft in der Nähe von Flüssen und Seen. Auch in Sphagnum-Mooren dort zu finden. Die Pflanze ist oft in einer Höhenlage zwischen 1000 und 2000m zu finden.

Kultur:

Die Pflanze braucht sehr viel Licht, daher ist im Winter eine Zusatzbeleuchtung erforderlich. Aufgrund des Naturstandortes mag es die Pflanze ganzjährig warm. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 20°C und 30°C mehr im Hochsommer schadet nicht. Ebenso mag die Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit am Besten zwischen 65% und 80%. Eine Überwinterung an einem hellen Fensterstandort bei normaler Luftfeuchtigkeit ist möglich die Pflanze bleibt jedoch komplett grün. Das Substrat sollte locker und sehr sandig sein.

Eine Vermehrung über Blattstecklinge ist möglich. Die Pflanze lässt sich auch sehr gut über Kopfstecklinge vermehren (oben köpfen und die Spitzen in sehr nassen Weißtorf stecken).

- D. binata:

Heimat / Standort :

D. binata ist mit seinen fremdartigen gegabelten Blättern die einzige Art der Ost-Australien, Tasmanien und Neuseeland beheimateten Sektion der Gattung Drosera. sektion : Phycopsis. In einem beschränkten Areal der Blue Mountains bei Sydney wächst sie mit der Ssp. >>dichotoma<< zusammen ( Clemesha, 1979 & 1974 ). Warscheinlich kommt sie auch an der Südküste vor, wo Labillardiere sie entdeckte.

Standort im Sommer :

Die Kultur ist im Freiland problemlos möglich, die Pflanze verträgt und bevorzugt die pralle Sonne, färbt sich auch dann erst rot, starker Regen wird weniger gut vertragen, da die dünnen Stengel leicht brechen. Die Drosera binata sollte bei voller Sonneneinstrahlung nass stehen, somit ergibt sich für die Luftfeuchtigkeit kein zusätzlicher Aufwand. Die Kultur unter Kunstlicht ist möglich, jedoch erhält man nur grüne schlecht entwickelte, gebrechliche Pflanzen.

Standort im Winter :

Wenn man die Pflanze ohne Winterpause kultivieren will sollte man die Kultur im Winter unbedingt bei voller Sonneneinstrahlung im Südfenster fortgesetzten, da diese Art nicht unbedingt winterhart ist wenn sie nicht vorher daran gewöhnt wurde, die Temperatur sollte über der Heizung ca. 20°C betragen, die Erde sollte lediglich feucht sein. Die Pflanzen wachsen im Winter langsamer aber höher, manche Blätter entwickeln sich kaum und es wachsen nur lange grüne Stengel, die Luftfeuchtigkeit sollte niedrig sein. Wird der Vegetationskegel trocken, so steht die Pflanze zu kalt und zu feucht, hier ist jedoch keine 'Rettung' mehr möglich. Gefahr durch Blattläuse besteht kaum.

Substrat: Ungedüngter reiner Torf, Zusatz von geringen Mengen Sand ist möglich, nur mit kalkfreiem Wasser giessen.

Pflanzgefäss: grosser Topf, da die Wurzeln sowohl schnell in die Tiefe als auch in die Breite wachsen.

- H. heterodoxa x nutans:

Gattung:

Heliamphora

Verbreitung:

Venezuela, Brasilien

Temperatur:

Tagsüber 20°C bis 30°C, nachts sollte es merklich kälter sein. Sommer und Winter ähnlich.

Licht:

Heliamphora brauchen sehr viel und sehr intensives Licht, um sich gut auszufärben und die charakteristischen Schlauchformen auszubilden. Im Winter ist in unseren Breiten starkes Kunstlicht sehr empfehlenswert.

Substrat:

Reiner Torf bzw. Gemische mit Torf. Auch Sphagnum eignet sich.

Wasser:

ganzjährig mäßige Anstaubewässerung bis gut feucht halten. Nicht austrocknen lassen. Hohe Luftfeuchtigkeit.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den Pflanzen das richtige Klima zu bieten. Konkret bedeutet dies ganzjährig sehr viel Licht, ganzjährig warme Tagestemperaturen, ganzjährig relativ kühle Nachttemperaturen, ein saures nährstoffarmes Substrat und ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Bei den Temperaturen erscheinen mir ganzjährig 20-25°C tagsüber und 10-15°C nachts gut geeignet zu sein, wobei hier auch die Meinungen variieren, wo die Grenze zwischen "zuviel zum sterben" und "guter Kultur" zu ziehen sein. Auf alle Fälle sind die extrem niedrigen Nachttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bei manchen Arten in der Kultur nicht notwendig, eine gewisse Temperaturabsenkung um mindestens 5°, besser 10°C unter der Tagestemperatur erscheint aber sehr sinnvoll zu sein. Wer im Sommer mehrere Wochen mit Temperaturen über 20°C hat sollte sich Gedanken über die Kühlung machen. Die Tagestemperaturen sind in der Regel bei der Terrariumkultur kein Problem, da man aufgrund des hohen Bedarfs an (Kunst-)Licht auch dementsprechend viel Wärme ins Terrarium bekommt. Bei weitgehend abgedichteten Terrarien kann es am ehesten zu einer Überhitzung kommen, die Lampen sollten dann besser außen angebracht werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte um die 70% liegen, wobei aber ein recht weiter Bereich toleriert wird. Vorsicht aber mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit bei zu hohen Nachttemperaturen. Heliamphora mag im Gegensatz zu dem meisten Karnivoren gerne übersprüht bzw. von oben gewässert werden, in den (adulten) Schläuchen sollte auch stets Wasser stehen.

Quellen: - Karnivorendatenbank

- Drosophyllum.com

mfg ;-)

Edited by Julian Beier

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Bastian M.

Hallo Asto,

du hattest ja wirklich Glück solche Pflanzen zu finden. Ich war schon in zig Bibermärkten und den Vertretern, aber nie habe ich eine D. paradoxa oder eine Heliamphora gesehen.

Drosera Paradoxa ist der am leichtesten zu kultivierende Vertreter seiner Gattung (Du kannst ihn ganzjährig durchkultivieren). Und du hast ja auch eine Heliamphora Hybride erwischt.

Zur Kultur: Ich würde sagen, sie passen schon einigermaßen zusammen. Da Julian schon so nett war und die Ansprüche der Pflanzen gepostet hat ;-) , sehen wir, dass du die Heliamphora, sowie D. madagascariensis und D. paradoxa durchkultivieren kannst. Beim D. binata musst es halt ausprobieren. Von daher passen sie schon zusammen. Aber um Kunstlicht wirst du leider nicht herumkommen. Das hat aber noch Zeit. ;-)

Um die Nachtabsenkung bei deiner Heliamphora musst du dir auch keine Gedanken machen - ich hatte einmal die selbe Hybride wie du und die Nachtabsenkung war von der Raumtemperatur abhängig. Also nicht besonders groß. Hier hilft aber nur Ausprobieren.

Die Abgeknickten Deckel wachsen nicht mehr nach, auch die Risse werden kaum zuwachsen. Aber die Krüge sterben deswegen nicht ab und die neuen werden dann wieder schön. :thumbsup:

Den Wasserstand kannst du kontrollieren, indem du mit einem Finger auf das Substrat "tupfst" und somit feststellst wie feucht es ist. Den Hauptsache ist ja, dass das Wasser nicht unten in der Drainageschicht 5cm hoch steht, sondern das die Pflanzen und ihre Wurzeln Wasser bekommen. So mache ich das jedenfalls immer.

Gruß Bastian

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Asto

Danke für die aufklärenden Beiträge... dass diese Arten nicht 100% optimal für einander sind, dachte ich mir im Baumarkt schon und habe es später beim nachlesen auch bestätigt bekommen.

Eigentlich wollte ich Arten kaufen mit denen ich schon Erfahrung habe und die etwas robuster sind. ( S. purpurea in die Mitte und 3 kleine D.aliciae oder D.capensis)

Aber mal im Ernst - hättet ihr diese seltenen Exemplare dort stehen lassen und wärt mit 0-8-15-Baumarktpflanzen nach hause gefahren? ;-)

Ich hab, abgesehen von der D.binata, keine dieser Arten jemals im Baumarkt gesehen und dabei suche ich seit meiner Kindheit in jedem Baumarkt sofort die Kanivorenecke auf und gucke.

Das der Heliodoxa Hybride vergleichsweise anspruchslos und robust sein soll habe ich auch gelesen und ich hoffe das rettet mich.

Im Groben und Ganzen werde ich versuchen ein Mittelmaß aller Ansprüche anzustreben... und bisher passt es auch ganz gut.. zumindest was den Standort angeht. Der Boden hätte wohl ruhig ne Nummer sandiger gekonnt aber zu wenig wird es wohl auch nicht sein.

Ich mache mir wie gesagt nur um den Wasserstand sorgen.

Meine Blähton-Drähnschicht, ist ja garkeine Drähnschicht im eigentlichen Sinne... ich Kenne Drähnschichten aus der Bautechnik, wo sie auch kapillarbrechende Schicht genannt wird - Blähton ist hingegen eher kapillarfördernd so dass es einfach nur ein schimmelvorbeugender Wasserspeicher ist.

Also müsste sich die Feuchtigkeit (eigentlich) verteilen, selbst wenn unten nur ein Wasserstand von 5cm besteht.

Naja mal gucken, ich werd hoffentlich mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln.

Bei dem Thema bin ich auch sehr paranoid, denn die meisten anderen (nicht-Sumpf-)Pflanzen ertrinken ja viel schneller als dass sie verdursten - daher bin ich immer etwas ängstlich beim üppigen gießen.

Nun noch zu den Fotos am Tage (da die Kugel so leer und nach frischem Beet aussah und ich das eher unschön finde, hab ich meiner Freundin einige Flusskiesel aus ihrer Dekosammlung stibitzt ;-) )

~Extra etwas verkleinert~

*edit*

Uh ne ganz wichtige Frage hab ich noch vergessen.. passt sicher nicht hier hin aber auch nirgendwo anders rein und wenn ich für jede kleine Frage n Thread öffne wird das Forum bald überquellen.

Meine Ma hat immer gesagt, ich darf Pflanzen (generell) nie bei starker Sonne besprühen oder so gießen, dass Tropfen auf die Blätter gelangen - Verbrennungsgefahr durch Lichtbündelung.

Aber kann ich mir das nicht zu Nutze machen? Die meisten Sumpfarten brauchen ja viel mehr Sonne als Temperatur. Wenn sie nun also voller kleiner Tropfen-Linsen sind erhalten sie doch mehr licht, während die Atmosphäre im Glas die gleiche Temperatur hat wie sonst auch.

Aber generell ist meine Frage: Darf ich diese Kanivoren trotz intensiver Sonnenbestrahlung mit nem Zerstäuber besprühen?

Oder verbrennen sie genau so wie ihre entfernten Verwandten?

post-2299-1271590068,6499_thumb.jpg

post-2299-1271590077,5414_thumb.jpg

Edited by Asto

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Bastian M.

Hallo,

An deiner Stelle hätte ich die D. paradoxa und die Heliamphora heterodoxa x nutans (Keine Heliodoxa :haha:) auch nicht stehen gelassen.

Besprühen kannst du deine Pflanzen auch bei starker Sonneneinstrahlung - das macht ihnen nichts. Allerdings nützt es nicht wirklich viel, denn die Tropfen verdunsten wahrscheinlich so schnell, dass es sich nicht bemerkbar macht. Genauso wie das Besprühen von Nepenthes auf der Fensterbank: Die Tropfen sind viel zu kurz auf den Blättern, sodass sie die Luftfeuchtigkeit kaum erhöhen können und dauerhaft sowieso nicht.

Gruß Bastian

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Abaddon

Meine Blähton-Drähnschicht, ist ja garkeine Drähnschicht im eigentlichen Sinne... ich Kenne Drähnschichten aus der Bautechnik, wo sie auch kapillarbrechende Schicht genannt wird - Blähton ist hingegen eher kapillarfördernd so dass es einfach nur ein schimmelvorbeugender Wasserspeicher ist.

Also müsste sich die Feuchtigkeit (eigentlich) verteilen, selbst wenn unten nur ein Wasserstand von 5cm besteht.

Naja mal gucken, ich werd hoffentlich mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln.

Das hast du völlig richtig erkannt, es ist auch keine Dränschicht, sondern eine Drainage, nur weil es ähnlich klingt, ist es noch lange nicht dasselbe.

Mach dir mal wegen dem Giessen nicht zu viele Gedanken, das bekommst du schon hin, in einer Vase sollte sich die Feuchtigkeit sehr lange halten, also lieber erstmal etwas weniger giessen.

Meine Ma hat immer gesagt, ich darf Pflanzen (generell) nie bei starker Sonne besprühen oder so gießen, dass Tropfen auf die Blätter gelangen - Verbrennungsgefahr durch Lichtbündelung.

Aber kann ich mir das nicht zu Nutze machen? Die meisten Sumpfarten brauchen ja viel mehr Sonne als Temperatur. Wenn sie nun also voller kleiner Tropfen-Linsen sind erhalten sie doch mehr licht, während die Atmosphäre im Glas die gleiche Temperatur hat wie sonst auch.

Aber generell ist meine Frage: Darf ich diese Kanivoren trotz intensiver Sonnenbestrahlung mit nem Zerstäuber besprühen?

Oder verbrennen sie genau so wie ihre entfernten Verwandten?

Eine Linse bündelt Licht, sie vermehrt es nicht auf wundersame Weise, dh die Lichtmenge, die auf die Pflanzen trifft, ist immer noch dieselbe. Und ja, es kann durchaus passieren, dass dir die Pflanzen verbrennen, wenn das Licht ungünstig auf die Tropfen fällt, halt mal deine Hand in den Brennpunkt einer Lupe, dann merkst du das ganz schnell.

Drosera sollte man generell nicht besprühen, zum einen erhöht es die Schimmelgefahr und zum anderen verlieren sie dann meistens ihre Klebetropfen. Es gibt da zwar Ausnahmen, aber zumindest bei binata bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es nicht so sehr mögen wird.

Edit:

@Bastian

Bei Fensterbankpflanzen mag es sein, dass die Tropfen schnell verdunsten, da die Umgebungsluft nicht sehr feucht ist, in einem Kugelglas ist das etwas anderes. Und es ist relativ egal wie schnell sie verdunsten, auch da verweise ich auf das Experiment mit der Lupe, da reichen schon wenige Sekunden...

Edited by Abaddon

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Asto

Wiki hat mich in die Irre geführt, hab nur gesehen dass wiki n Beitrag zu Heliodoxa hat, aber das ist eine Vogelart :laughing:

Beim Besprühen hab ich mich wie immer zu unklar ausgedrückt.

Ich dachte die kleinen Wassertropfen als Lupe um so mehr Lichteinwirkung zu erziehen.

Bei praller Mittagssonne, wo die Tropfen schnell verdampfen, wäre ein Lichtbonus eh nicht so wichtig.. ich dachte eher an einen kleinen Lichtbonus bei leichter bis mäßiger Bewölkung.

Um quasi ein bisschen mehr aus dem geringen Sonnenschein heraus zu kitzeln.

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Julian Beier

Du hast dann aber nur eine Lichtbündelung, keine Lichtverstärkung!

D.h. statt (nennen wir es jetzt mal so) 1 Lichteinheit auf z.B. 3 cm hättest du 1 Lichteinheit auf 0,5 cm.

Langfristig wird es deinen Pflanzen aber nur mit zusätzlichem Kunstlicht gut gehen.

Edited by Julian Beier

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Asto

hmm......Meinst du nicht das pralle Süd-Seiten-Sonne auch reichen könnte?

Das Fenster ist groß und genau Richtung Süden ausgerichtet. Es wird auch keinerlei Schatten geworfen

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Bastian M.

Im Sommer ja - im Winter nein. Kunstlicht wird im Winter unabdinglich sein, da hilft auch kein Südfenster.

Gruß Bastian

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