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Grundsätzliches


Volker S

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Hallo,

nun, nachdem ich mein Moorbeet mit Weißtorf aufgeschüttet habe habe ich noch ein paar Fragen.

1) Wie tief lässt man den Wasserspiegel sinken, bis man wieder nachfüllt?

Da ich noch kein Sphagnum habe (der sich bei Trockenheit wohl heller zeigt), kann ich das überhaupt nicht einschätzen. Kann man den Wasserspiegel auch weit unter den Überlauf (der liegt so ca. 15 - 25 cm unterhalb der Torfoberfläche) fallen lassen?

2) 'Wie lange/wann' 'muss/sollte' man mit einem Vogelnetz die kleinsten Pflanzen (auch Sphagnum) schützen.

Da ich über diesen Vogelschutz leider erst nach meiner Einkaufstour erfahren habe (sonst hätte ich mir kein Moorbeet zugelegt), interessieren mich auch Alternativen/Erfahrungen hinsichtlich diesem leidigen Thema. Bin soweit, dass ich vielleicht ganz auf Sphagnum und Pinguicula verzichte und dem Moorbeet (neben ein paar 'festwachsenden' größeren Pflanzen (Moororchideen, Sarracenien und meinen sowieso schon vorhanden Cranberries) es einfach sich selber überlasse.

Oder ist das mit dem Vogelnetz gar nicht so schlimm, und ich brauche nur zu bestimmten Zeiten (Nestbau) schützen?

-volker-

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Hallo,

1) Wie tief lässt man den Wasserspiegel sinken, bis man wieder nachfüllt?

2) 'Wie lange/wann' 'muss/sollte' man mit einem Vogelnetz die kleinsten Pflanzen (auch Sphagnum) schützen

Zu 1) Ich hab bei meinen Moorbeet noch nie Wasser nachgefüllt, da ich ausreichend Wasserspeicher habe. Durch Regen füllte sich das immer wieder von selbst auf.

Zu 2) Amseln haben eine enorme Umgrabeleistung. Speziell wenn der Nestbau losgeht, werden sie auch aktiv sein. Aber auch sonst kann man vor Vögeln nie ganz sicher sein...

Gruß

Olli

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nun, nachdem ich mein Moorbeet mit Weißtorf aufgeschüttet habe habe ich noch ein paar Fragen.

1) Wie tief lässt man den Wasserspiegel sinken, bis man wieder nachfüllt?

-volker-

1. Wenn der Wasserspiegel einmal das Maximum ereicht hat, muss man eigendlich nie mehr gießen, Ich habe mein Moorbeet nicht mal in den Sommersonnenhitzeheißperioden gießen müssen. (ich habe übrigens gar kein Überlauf eingebaut. Die Pflanzen sind schließlich moorpflanzen und wollen es nass.

Da ich noch kein Sphagnum habe (der sich bei Trockenheit wohl heller zeigt), kann ich das überhaupt nicht einschätzen. Kann man den Wasserspiegel auch weit unter den Überlauf (der liegt so ca. 15 - 25 cm unterhalb der Torfoberfläche) fallen lassen?

-volker-

Dazu kann ich nur sagen, dass bei Trockenheit als aller erstes das Torfmoos eintrocknet.--> und nach dem ersten Regen zu 95% wieder kommt.

2) 'Wie lange/wann' 'muss/sollte' man mit einem Vogelnetz die kleinsten Pflanzen (auch Sphagnum) schützen.

-volker-

Immer! außer im Winter, wenn Schnee drauf liegt.

Leider sieht es nicht mehr so schön aus, doch sind denke ich die Wohlbefinden der Pflanzen wichtiger als das Aussehen und Torfmoos gehöhrt irgendwie dazu(auch wenn man es weglassen kann).

Und die Amseln nehmen sich nicht nur das Torfmoos zum Nestbau, sondern sie Graben auch alles um um ?nach Würmern? zu suchen. Auch habe ich schon erlebt, dass sie einfach mal sich aus den Schläuchen der Sarrancenia bedienen.

Hier noch meine Konstrucktion:

post-2282-1272017953,8119_thumb.jpg

Edited by Sonnentau
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Auch habe ich schon erlebt, dass sie einfach mal sich aus den Schläuchen der Sarrancenia bedienen.

Das reinste Vogelparadies ;D

Wobei ich sagen muss, dass ich noch nie merkliche Probleme mit Amseln und Co hatte. Ich habe zwar kein Moorbeet, aber n relativ grossen Moorkübel, und den lassen sie eigentlich in ruhe. Könnte aber auch daran liegen, dass meine Katze da immer rumtigert ^^

Edited by Shooter
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Hallo!

Zum Thema Schutz gegen Vögel findest zB auch bei der Such nach "Amsel" bzw "Amselschaden" oder ähnliches einige Vorschläge hier im Forum. Nur als Suchilfe, weil ich zB nicht an diese Suchbegriffe gedacht habe, als ich nach Anleitungen für Schutzkonstuktionen gesucht habe.

Und Vögel brüten fast das ganze Jahr über (je nach Art unterschiedlicher Bruttermin), z.T. mehrfach, so dass ein ganzjähriger Schutz bei empfindlichen Pflanzen Sinn macht.

VG

Thorsten

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Hi Thorsten,

ich habe mich auch etwas gewundert, dass ich mit dem Suchbegriff "Vogelschutz" und "Moorbeet" kaum was bei Google finden konnte. Auch hier habe ich natürlich nicht nach "Amsel" gesucht.

Dafür, dass "Moorbeet" eigentlich im gleichen Atemzug mit "Vogelschutz" genannt werden müsste, ist es wirklich traurig recht wenig darüber zu finden.

Wie gesagt - hätte ich das vorher gewusst, wäre das Thema Moorbeet gegessen gewesen.

So werde ich morgen mal auf der Pflanzenraritätenbörse in Essen den Blick nach größere Begleitpflanzen kreisen lassen (Karnivoren nur als sekundäres Thema).

PS: Wie lange dauert es eigentlich, bis sich ein frisch aufgeschüttetes Moorbeet setzt? 14 Tage und vorher sollte man nichts pflanzen?

-volker-

Edited by Volker S
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Marco Ebert

Joah doch kommt hin. Wichtig ist, dass du auch beim Einfüllen genug Wasser mit reinbringst und zwischendurch auch immer wieder mit den Händen durchheben.

Gruß Marco

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Hallo Forenmitglieder,

nun bin ich ein bisschen in der Bedrullie - wie angekündigt war ich in Essen auf der Pflanzenraritätenbörse und habe mir auch etwas mitgebracht.

Die eigentlichen Pflanzen später einzupflanzen (wenn das Moorbeet etwas abgesackt ist) dürfte kein Problem sein. Aber was mache ich mit dem Sphagnum-Moos, welches in einer Tüte eingeschweißt ist (hat ganz winzige Beatmungsporen)?

Kann man das solange - ohne Tüte - in den offenen (mit Torfwasser gefüllten) Kübel legen? Mit dem Teichpflanzeneinsatz liegt das dann in ca. 2cm tiefem Wasser (siehe Foto).

moor_probe.jpg

moor_probe1.jpg

-volker-

Edited by Volker S
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Julian Beier

Hallo,

das Sphagnum kannst du ohne Probleme in deinen Kübel legen, viele züchten Sphagnum sogar ohne Torf in reinem Wasser.

mfg ;-)

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Der "natürliche" Platz ist der Torf und glaube mir, es ist ihm ziemlich egal, ob er schon abgesackt ist oder sich erst unter ihm senkt. Im Gegenteil, durch sein Eigengewicht mit Wasser vollgesogen drückt es schwach, aber permanent nach unten und wirkt verfestigent. Weiterhin kann es so schon weiter wachsen und nimmt dir auch ein späteres erneutes Umsetzen beim Weiterbepflanzen nicht krumm. Noch ein Tipp: hole deine Pflanzen noch mal kurz raus und befreie sie von den eingesenkten Töpfen, so können sich die Wurzeln frei entfalten und sie gedeihen besser. Ganz nebenbei verminderst du so die Gefahr, dass Regenwürmer sich in die Töpfe veirren und dort quasi fest sitzen und dann die Wurzeln gezielt anfressen.

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Hallo Piesl,

wenn ich Dich richtig verstehe, empfiehlst Du mir das Moorbeet schon komplett zu bepflanzen. Evtl. Korrekturarbeiten durch das Nachfüllen von Torf vertragen die Pflanzen locker.

Bei den Topfpflanzen kann ich das ja noch verstehen. Falls ich etwas Torf nachschütten muss, kann ich den Topfballen - mit der umliegende Erde - auch leicht anheben.

Aber mit dem Sphagnum stelle ich mir das eigentlich sehr schwierig vor. Wenn ich in dem vorderen Teil des Moorbeetes Sphagnum einarbeite, ist dieser Teil mehr oder weniger grün. Wie soll ich da dann Torf drauf geben, wenn die Oberfläche absackt?

-volker-

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Hallo Volker,

was hälst Du davon, Sphagnum abzuhebern und nach dem Torfauffüllen dann wieder daraufzusetzen? Aber ein gutes Verdichten beim Anlegen verhindert sicher großes Absacken.

Zum Vogelschutz des Moorbeetes kann ich aus meiner Erfahrung noch nicht viel berichten, außer daß ich zum Herbst/Winter es abgedeckt habe mit Schutznetz und dieses jetzt im Frühjahr wieder entfernt habe. Bisher habe ich keinen Vogelgrabeschaden am Moorbeet/Hochbbeet, was aber noch kommen könnte, wenn die Amseln Nest bauen. Dann würde ich es für diese Zeit wieder abdecken. Ein frisch angelegtes Moorbeet verführt die Amseln sicher leichter zum Umgraben als ein schon gut bewachsenes Beet. Jedenfalls gehen meine Amseln gern an die frisch gelockerten Beete im Garten, aber eben nicht ans Moorbeet, wo auch Sphagnum mit dabei ist. Wir lassen den Amseln auch Teile im Garten (mit Laub unter Büschen z.B.), wo sie ihre Grabelust pflegen können.

Ansonsten sind wir täglich im Garten/auf Terrasse und können alles gut beobachten.

Laß dir man nicht den Spaß und die Freude am Moorbeet nehmen und weiterhin viel Erfolg beim Beetaufbau.

Gruß Hartwig

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Hallo Hartwig,

ich werde das Beet nun doch eher bepflanzen (Sphagnum werde ich aber nur zur Hälfte einsetzen - der Rest bleibt im Wasser) und mir zeitnah dann das verhasste Laubnetz beschaffen. Ich hatte mal 2 ganz billige Netze - finde dies leider nicht mehr. Für diese Zwecke wären sie wirklich gut zu gebrauchen gewesen, da sie mit einem sehr dünnen grünen - fast durchsichtigen Kunststoffgarn - gestrickt wurden. Die schweren dicken Teichnetze sind viel zu 'sichtbar' und stören eher.

(...hat vielleicht jemand einen Tip, wo man diese fast durchsichtigen Netze bekommen könnte?).

Ich werde - nach der Durchwurzelung (wenn man das bei Sphagnum so nennen kann) aber auch mal Alternativen probieren. Eines, für Vögel, beste Nistmaterial ist Schafswolle. Evtl. würde so ein Wollespender in der Nähe des Moorbeetes etwas helfen.

...oder man versucht es mit etwas radikaleren Methoden. Ich denke da z.B. an solargespeiste Kondensatoren, die wiederum ein dünn gespannten Draht (etwas oberhalb des Bodens mit Isolatoren gespannt) unter Strom setzen. Minuspol des Kondensators an den Draht und Pluspol in den Torf. Ob das funktionieren würde steht natürlich auf einem anderen Blatt.

-volker-

Edited by Volker S
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Hallo !

Wenn sich der Torf unter dem Sphagnum setzt, sollte sich das Moos im günstigen Fall "mitsetzen", dann wartest du einfach, bis es wieder gewachsen ist und die "Oberfläche" des Moospolsters die Höhe erreicht hat, die du möchtest. Wenn es sich nicht gut allein "mitsetzt" einfach ab und an mal vorsichtig von oben andrücken, damit der Torfkontakt (und damit die Wasserversorgung)erhlten bleibt.

Mit den fast durchsichtigen Netzen solltest du vorsichtig sein, es kann sein, das die Vögel diese nicht rechtzeitig bemerken und sich dann darin verfangen. Das wäre v.a. sehr schlecht für die Vögel (da sie sterben oder sich verletzen würden), würde aber zB auch Aasfresser (Ratten usw) oder Katzen in dein Beet locken (falls du nicht regelmäßig kontrollieren und die Vögel befreien kannst). Ist ein "worst-case-scenario", kann aber durchaus passieren.

Schau mal, ob du den Beitrag mit dem Bißanzeiger fürs Angeln hier im Forum finden kannst. Da hat jemand dünne Schnüre über seinen Moorkübel gespannt (so, das sich die Vögel nicht drin verfangen). Diese Schnüre haben dann bei Berührung durch Vögel über einen Bißanzeiger fürs Angeln einen Signalton gegeben, welcher die Vögel vetrieben hat. Das war wohl wenig optisch störend aber recht effektiv.

Ich hab mir auch schon überlegt, auf meinem Balkon "Alternativ-Nistmaterial" anzubieten, denke aber, dass das nur noch mehr Vögel anlockt, die dann trotzdem an die Pflanzen gehen(auch wegen der dort gefangenen Insekten).

Ich denke, am wenigsten störend wäre eine Katze (oder zB ein Falkenpäärchen, welches zufällig in der Nähe nistet), die regelmäßig am Beet patroulliert und so Vögel verjagt.

VG

thorsten

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Hallo Volker,

Ich habe mein grünes Netz, zwar fein aber doch für Vögel gut sichtbar, bei Obi und bei Dehner gesehen.

Zusätzlich habe ich es etwas mit Holzstöckchen angehoben und verspannt, sodaß die Vögel nicht direkt an die darunterliegende Schicht des Sphagnums kamen. Man konnte dennoch recht gut durchsehen.

Gruß Hartwig

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Hallo Forengemeinde,

habe heute wieder etwas rumgefriemelt. Da mir der Kübel - nebst umliegendes Torf - zu hoch aus dem Wasser stand, habe ich den nun gekürzt und einen großen Teil vom Torf dann natürlich ebenfalls abgetragen.

Nun ist der Kübelrand in etwa gleich auf mit dem maximalen Wasserstand (welches zur Zeit der Fall ist). Ich habe das mitunter bei anderen User gesehen, dass man teilweise Drosera fast bis zur Wasserlinie setzt.

Ursprünglich war mein Moorbeet mit Substrat deutlich oberhalb der Wasserlinie befüllt. Aber so mit einem sehr feuchten bis nassen Teil an der künstlichen Senke (der Maurerbottich kommt vielleicht auch wieder raus, wenn sich der gesamte Boden verdichtet haben sollte) gefällt mir das schon besser.

Nun stellt sich die Frage, wohin mit dem Gelump? ...und wie sieht es mit einer Überflutungstechnik als Winterschutz aus - dann stehen ja nasse Pflanzen voll in der Eisschicht.

Aber lassen wir diesen Spezialfall des Winterschutzes erst mal außen vor.

Wie feucht/trocken sollten nun Droseras und Co stehen? Ist das egal? Schließlich ist meine dickste Substratstelle immer noch feucht (nicht nass).

...hier mal wieder ein paar Anschauungsbilder:

Gesamtüberblick

moor_g.jpg

Unterschiedliche Substratdicke bei Pflanzung von Sarracenia und Drosera (Wasserspiegel ist hier einigermaßen zu erkennen)

moor_feucht_01.jpg

Der VFF habe ich ein etwas 'trockeneres' Plätzchen angedacht.

moor_feucht_02.jpg

...ich habe zwar schon Angaben zu den Pflanzorten im Netz mitbekommen, jedoch empfinde ich feucht, oder 'eher trocken' zu subjektiv für eine aussagekräftige Pflanzanweisung. Im finde beispielsweise ca-Angaben von/bis in cm über Wasserspiegel recht anschaulich. Wenn das Rhizom einer VFF beispielsweise bis zu 10 cm tief reichen kann, darf diese Pflanze nicht mit 5cm über Wasserspiegel gepflanzt werden. Oder mach ich mir zuviel 'Kopp' darum (bin halt blutiger Anfänger)?

@Thorsten,

das mit dem Bißanzeiger ist eine tolle Idee, aber er hat das doch recht bald wieder demontiert (das war doch der User mit dem Beet im Betonring). Entweder es lag an dem "billigen" Bißanzeiger oder es hat aus anderen Gründen nicht funktioniert. Aber von der Idee - Respekt!

@Hartwig,

danke für die Info - nach Obi wollte ich sowieso - schauen ob die noch eine winterharte Drosera haben (ich hoffe das die Spezi mit auf dem Verkaufsschildchen steht).

-volker-

Edited by Volker S
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