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Hochländer-Suche


Marco Ebert

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(...) Ventricosa und truncata mögen zwar einfach sein, doch denke ich sprengen die schnell mal den Größenrahmen. Ausserdem sind sie im Vergleich zu den anderen doch etwas langweilig. (...)

du findest N. ventricosa und N. truncata langweilig und willst dir eine N. maxima und eine N. singalana holen?

Hoffentlich erwischst du da keinen langweiligen Klon... :wallbash: :haha:

Edited by Stefan H.
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Hallo,

also zunächst mal: Die Geschmäcker sind verschieden; was der eine langweilig findet, ist für den anderen interessant.

Was die Preise angeht, kann ich dir nicht zustimmen. Ich habe gerade mal explizit ein paar Arten verglichen. Gymnamphora ist zB bei Andreas 5,-EUR billiger, veitchii sogar 10,-. Dein Urteil über die Preise ist also pauschal nicht zutreffend.

Die Pflanzen von Christian Klein (der die Pflanzen übrigens nach dem Import für ca. 6 Monate im Gewächshaus abhärtet) und Thomas stammen überwiegend von Borneo Exotics; die von Andreas überwiegend aus eigener Produktion. Wahrscheinlich sind die BE Pflanzen beim Versand allerdings größer als die von Andreas, so daß sich die Preise wieder relativieren.

Die Qualität ist bei allen 3 Anbietern top.

Zu N. lowii: Ich kultiviere 3 Stück davon. Sie wachsen langsam und vertragen sehr viel Licht. Ich finde, die Art ist von der Kultur her eher unproblematisch, wenn ein wenig Nachtabsenkung vorhanden ist. Schon bei kleinen Pflanzen sind die Kannen sehr attraktiv, da sie sich (wenn sie genügend Licht bekommen) fast schwarz färben.

N. eymae ist bis zum Kletterstadium kaum von N.maxima zu unterscheiden. Die charakteristischen Hochkannen werden wohl nur an einigen Clonen ausgebildet.

Hier einige Anmerkungen (meine Meinung) zu deiner Liste:

veitchii

>"must have"; schön & einfach zu kultivieren.

maxima

>oK, da gibt es aber Interessanteres

stenophylla

>auch nicht schlecht; "Klassiker". Es gibt noch Debatten, inwieweit sich fallax, stenophylla und faizaliana unterscheiden bzw. ob es sich jeweils um eine eigene Art handelt.

singalana

>ebenfalls ein Klassiker. Nicht sonderlich spektakulär.

burkei

>Wenn du keine ventricosa willst, würde ich diese Art nicht nehmen. Ventricosa und burkei unterscheiden sich nur in Nuancen.

gymnamphora

>Prima Terrariumpflanze mit Interessanten kannen; würde ich in jedem Fall nehmen.

Ich persönlich würde die Liste wie folgt zusammenstellen:

- veitchii

- stenophylla/fallax oder alternativ fusca (die ist auch schön und dabei noch sehr preiswert)

- lowii

(3 klassische Arten von Borneo)

- gymnamphora (von Sumatra)

- mira (von den Philippinen)

- ramispina (von Malaysia)

Damit hättest du für den Anfang von den größten Verbreitungsgebieten jeweils mindestens eine Art.

Alternativ kommen noch macfarlanei, spectabilis, tentaculata, ventricosa (ich finde sie toll...) oder copelandii in Frage.

Alle genannten sollten in Kellerkultur keine Probleme bereiten und von meiner Seite her für einen Einsteiger uneingeschränkt empfehlenswert.

Gruß

Thomas.

Edited by Thomas G
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Marco Ebert

N. singalana habe ich quasi geschenkt bekommen... das war mal ein Ableger den ich günstig erworben habe. Den habe ich schon länger. Und oke ich bleib mal bei der ventricosa. Ach und N. maxima hat schöne Hochkannen. N. eymae ist nicht verfügbar, zumind. keine 100% verifizierte. Selbst wenn, solang das nicht klar ist bin ich nicht interessiert und gebe mich mit der N. maxima zufrieden. Soviel zum Thema Geschmack.

Die veitchii von Carow ist die mit dem goldenen Peristom, vllt. rechtfertigt das den Preis. Tschuldige ich habe jetzt nicht nochmal extra einen Blick in Christians Liste geworfen wenn ich sie auf Grund der Größe jetzt doch nicht nehme.

Zusammenfassend also noch einmal meine Auswahl:

- N. lowii

- N. ventricosa

- N. maxima

- N. stenophylla

- N. veitchii

- N. gymnamphora

- N. singalana

Ist ne gute Mischung. Zudem habe ich da alles dabei. Ich fände es ziemlich langweilig nur Pflanzen zu haben deren Kannen sich sehr ähneln. Das muss ja auch nicht alles auf einmal sein, schön nacheinander passt auch.

EDIT: WULULULU!!! Das goldene Peristom ist jeden Cent wert:

Nepenthes_veitchii_03_large.jpg

Edited by Marco Ebert
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Das ist ne gute Auswahl; passt alles zusammen.

Aber mach dir keine Hoffnung: bevor die Maxima Hochkannen bildet, hast du sie sicherlich nicht mehr im Terrarium. Das Ding heisst nicht umsonst "maxima" ;-).

Aber die Pflanze ist auch ohne Hochkannen sehr schön.

Die veichii ist schon ok; keiner von den 3 genannten Anbietern ist ZU teuer. Wenn einer teurer ist, kriegst du idR entweder besonders abgehärtete oder grosse Pflanzen als Mehrwert.

Viel Spaß mit den Pflanzen!

Thomas

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Marco Ebert

Hmm muss ich in Sachen Substrat irgendwas beachten oder komme ich da mit 2:1:1 Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch aus? Ich denke das sollte dann ja auch für Heliamphora passen, da ich eigentlich der Einfachheit halber nur zwei Substrate anwenden möchte: Einerseits das oben, andererseits ein 1:1 Torf-Sand-Gemisch für Drosera und meine Pinguicula Hybride. Das Terrarium fülle ich eben mit dem Torf-Sand-Gemisch und setze die Heliamphoras und die Nepenthes in großen Töpfen mit ihrem Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch da rein. Über alles noch Sphagnum. Das dürfte ja passen oder?

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Paul Schoeneberg

Hmm muss ich in Sachen Substrat irgendwas beachten oder komme ich da mit 2:1:1 Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch aus? Ich denke das sollte dann ja auch für Heliamphora passen, da ich eigentlich der Einfachheit halber nur zwei Substrate anwenden möchte: Einerseits das oben, andererseits ein 1:1 Torf-Sand-Gemisch für Drosera und meine Pinguicula Hybride. Das Terrarium fülle ich eben mit dem Torf-Sand-Gemisch und setze die Heliamphoras und die Nepenthes in großen Töpfen mit ihrem Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch da rein. Über alles noch Sphagnum. Das dürfte ja passen oder?

Hi Marco,

ja das dürfte passen.

Ich würde aber kein Substrat in das Terrarium füllen, das nervt dann nur, ich spreche aus erfahrung :thumbsup:

LG Paul

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Marco Ebert

Du willst auf ein "Topf-Terrarium" hinaus? Hmm... okay das Teil kommt zwar in den Keller, das rechtfertigt aber nicht dass es hässlich sein soll. Noch so eine Facette meiner Auffassung von Geschmack. Und dass ich Helis und Neps extra topfe hat ja nicht nur den Substratvorteil, nein, im Notfall kann ich sie da auch schnell wieder rausnehmen. Okay... D. capensis, D. aliciae und P. x tina wird zwar zum Kanonenfutter für Schädlinge und Krankheiten, wenn ich den Rest rette, aber die Lösung finde ich immer noch schöner als ein Topfterrarium. Dazu kommt ja auch noch eine Rückwand, vielleicht aus Kokos. Mal sehen. Ich denke für den Anfang ist ein solches Topfterrarium gut dann kann ich schauen welche Pflanze an welcher Position gut wächst und wie es mit RLF aussieht, aber eine Dauerlösung soll das nicht sein.

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Das Problem ist, wenn du Töpfe ins Substrat stellst wachsen die Wurzeln unten raus und du kannst nach einer Zeit den Topf nicht mehr von der Pflanze lösen.

Edited by Chris H.
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Marco Ebert

Uff... sorry aber ich bezweifle, dass eine Nepenthes nen 13er Topf sooo schnell durchwuchert. Zudem habe ich bei einem Meter Terrahöhe und 25cm Substrat nur 75cm... sagen wir minus 15cm, Strahler kommen auch noch rein, sind wir bei? Jap, 60cm. Aber du hast recht, da gibts ne Lösung aus der meiner Freilandhaltung. Ich habe den Sarras letzten Sommer, als sie noch nicht im Beet waren, immer einen dünnen Fetzen Stoff auf die Topflöcher gelegt bevor ich die Pflanze rein habe. Dann kommt kein Dreck und keine Wurzeln und in den mit Wasser gefüllten Untersetzer.

EDIT: Selbst wenn, dann mach ich das anders rum: Drosera und Pingus in Töpfe, die vertragen das "rausziehen/rausreissen" besser. Nein Scherz, das muss ja nicht sein, da komm ich mit meiner "Lappenlösung" besser weg.

Edited by Marco Ebert
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Also bei meiner 1,10m hohen ventricosa x khasiana sind die Wurzeln schätzungsweise 25cm lang. So als Richtwert. Daher habe ich davon Abstand genommen die Pflanzen in Töpfen zu lassen. Wenn ich sie mal aus dem Terrarium holen muss, dann buddele ich sie mit etwas Erde aus, hat bisher gut funktioniert.

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Marco Ebert

Abgesehen davon, dass meine Neps in dem Terrarium keine 1,10m groß werden, will ich eigentlich nicht riskieren gleich alle Pflanzen zu verlieren, wenn eine Schädlinge oder eine Krankheit hat. Zudem ist Torf in der Anschaffung einfacher als 50 Liter Sphagnum. Ich kann ja nachträglich immer noch auf größere Töpfe umsteigen. Zudem gibt es da ja auch noch diese Töpfe, die eher länglich sind. Andererseits wachsen die Wurzeln nach dem Kürzen oben rum ja weiter. Mal sehen... ich hoffe ich bekomme 40 Liter totes Sphagnum und 10 Liter Lebendes für oben drauf. Dann lässt sich das realisieren. Jedoch hat Paul ja schon auf das Topf-Terrarium angesprochen. Dies würde wiederum für die "Topf-in-die-Erde"-Lösung sprechen. Nun mit 7 Töpfen von 11cm Durchmesser für Kleinere wie N. singalana bis 15cm oder 17cm Durchmesser für die Großen wie N. maxima komme ich doch sehr gut aus.

Ergo: Ich denke die "Töpfe-in-Torf"-Methode hat sich bestimmt schon oft genug bewährt. Schlussendlich werde ich es also so machen.

Edited by Marco Ebert
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Das ist natürlich richtig, dass die Wurzellänge nichts mit der Höhe der Pflanze zutun hat. Ich denke wie du das machen willst kannst das durchaus gut aussehen und zwar dann, wenn das lebende Sphagnum die Töpfe überwuchert und man sie nicht mehr sieht. Mach mal Fotos wenn du fertig bist.

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Marco Ebert

Oh... das kann noch dauern^^ Aber glaub mir... wenn die Topfränder auf einem Niveau mit der Oberfläche sind, dauert es nicht lange bis sich genügen lange Fasern vom Sphagnum da drüber räkeln.

EDIT: Wenn alles steht kommen eh nochmal Fotos.

Edited by Marco Ebert
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Das Problem ist, wenn du Töpfe ins Substrat stellst wachsen die Wurzeln unten raus und du kannst nach einer Zeit den Topf nicht mehr von der Pflanze lösen.

Hallo

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Ich topfe meine Pflanzen in der Regel spätestens nach 2 Jahren um und die einzige Pflanze die mal aus einen Topf heraus gewachsen ist, war eine H. minor, nun hat sie einen höheren Topf. ;-). (ja, ich habe auch diese Topf-in Torf-Methode, die Töpfe sieht man da zumindest bei Heliamphora und Nepenthes nicht mehr, dank dem Sphagnum).

Viele Grüße und viel Erfolg

Stefan

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Marco Ebert

Jo... mal sehen was die Woche bringt... erstmal Freiwild äh Freiländer bestellen morgen. Hast du ein paar Anhaltspunkte was die Nachtabsenkung bei H. minor, H. minor x heterodoxa und H. heterodoxa angeht? In Grad und Zahlen wenn es geht^^

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nein, dazu kann ich nichts genaues sagen (zumindest nicht was optimal wäre). Meine Pflanzen wachsen recht zu Frieden stellend und ich habe tagsüber so im Schnitt 24°C bis 26°C im Becken (wenn nicht geheizt wird in meinem Zimmer, da ich die Woche über fast nie zu Hause bin, kann das in den kühleren Jahreszeiten auch etwas kühler sein, weis aber nicht wie kühl weil ichs noch nicht habe beobachten lassen, im Zimmer sind dann so um die 16-17°C). Im Sommer wenn ich im Zimmer 26°C habe ist auch im Becken die Temperatur eher in Richtung 28°C anzutreffen. ;-) Nachts kühlt es sich eben so ab, wie mein Zimmer, im Sommer kann das an heißen Wochen schonmal nur bis auf 22°C-24°C runter gehen, sonst im Schnitt so auf 16,17 bis 19°C (wieder gilt: je nachdem ob ich da bin oder nicht).

Weil ich wegen Substrat vorhins noch was gelesen hatte: Ich kultiviere seit Jahren alle meine Pflanzen in einem einfachen Torf-Qurazsandgemisch und das funktioniert meiner Meinung nach prima. Man muss halt immer etwas abwägen, bei welchen Pflanzen man die Hokus-Pokus-Sondermischungen unbedingt braucht und bei welchen es auch ohne funktionieren kann. Aber deine Substratbestandteile sehen ja noch recht human aus (was die Anzahl verschiedener Teile betrifft). Es gibt sogar Leute, die Heliamphora und Nepenthes erfolgreich in reinen Torf kultivieren...

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Marco Ebert

Ach ja... Styropor... Orchideensubstrat... und so weiter. Nein man kanns auch übertreiben. Das ist ja noch recht einfach, aber nur Sphagnum und Pinien wäre mir zu blöd, da brauch ich zuviel von den zwei. Daher noch Perlite, die machen sich auch sonst ganz gut.

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Abgesehen davon, dass meine Neps in dem Terrarium keine 1,10m groß werden, will ich eigentlich nicht riskieren gleich alle Pflanzen zu verlieren, wenn eine Schädlinge oder eine Krankheit hat. Zudem ist Torf in der Anschaffung einfacher als 50 Liter Sphagnum. Ich kann ja nachträglich immer noch auf größere Töpfe umsteigen. Zudem gibt es da ja auch noch diese Töpfe, die eher länglich sind. Andererseits wachsen die Wurzeln nach dem Kürzen oben rum ja weiter. Mal sehen... ich hoffe ich bekomme 40 Liter totes Sphagnum und 10 Liter Lebendes für oben drauf. Dann lässt sich das realisieren. Jedoch hat Paul ja schon auf das Topf-Terrarium angesprochen. Dies würde wiederum für die "Topf-in-die-Erde"-Lösung sprechen. Nun mit 7 Töpfen von 11cm Durchmesser für Kleinere wie N. singalana bis 15cm oder 17cm Durchmesser für die Großen wie N. maxima komme ich doch sehr gut aus.

Ergo: Ich denke die "Töpfe-in-Torf"-Methode hat sich bestimmt schon oft genug bewährt. Schlussendlich werde ich es also so machen.

Da muss ich wiedersprechen:

Sie werden auch im Terrarium so groß. Schneller als man denkt :-) Meine N.tenuis ist bald soweit, daß ich sie Köpfen muss. Vor 2 Jahren hatte sie eine Höhe von ca. 15cm.

Das "Töpfe in Torf" Modell hatte ich auch am Anfang. Die totale Katastrophe sage ich dir - bei mir zumindest. Die Pflanzen stehen in durchlässigem Substrat. Heisst: Das überschüssige Wasser läuft unten raus, steht dann unten im Terrarium in der Drainageschicht und feuchtet den Torf schön durch. Folge: Der Torf fängt an zu gammeln und riecht faul. Ein mit nassem, modrigem Torf angefülltes Terrarium dann mal komplett zu säubern (und das muss man hin & wieder) ist kein Spaß.

Bei mir hat es sich gut bewährt, die Töpfe auf ein hochgebocktes Lochblech zu stellen. Das Wasser, das unten drin steht, kann man dann sehr einfach mit einem Schlauch absaugen. Ich habe alle Töpfe mit lebendem Sphagnum abgedeckt. Da meine Töpfe ziemlich dicht stehen, sieht das auch ganz passabel aus.

Was auch gut funktioniert (und etwas hübscher aussieht) ist folgendes: Unten ins Terrarium muss in jedem Fall eine mindestens 2-3cm starke Drainageschicht, in der sich das überschüssige Wasser sammeln kann. Dazu bietet sich grober Blähton für die Hydrokultur an. Nicht vergessen, eine Ecke frei zu lassen, aus der man dann das angesammelte Wasser mit dem Schlauch absaugen kann.

Dann einen schmalen Wall aus Pinienrinde an den Glaswänden aufschichten. Dahinter, auf dem Blähton kann man dann Töpfe und Anstauschalen für die Sonnentaue positionieren (Nepenthes und Helis ja nicht im Anstau halten, gell?!), ohne daß man sie von vorn sofort sieht. Diese Einrichtung ist ein guter Kompromiss und erleichtert Reinigungs-und Umräumarbeiten erheblich. Bei Bedarf kann man dann noch die Topfzwischenräume mit lebendem Sphagnum zuwuchern lassen. Ein bis zwei Hand voll als Startmaterial reicht; das Zeug wächst schnell, wenn es Platz hat und locker gepackt ist.

Noch ein Wort zum Substrat:

Die letztendliche Mischung musst du selbst austesten; hängt sehr von deinen Giegewohnheiten ab. Ich komme zB mit Sphagnum basiertem Substrat (ganz ähnlich wie das, was du oben vorgeschlagen hast) sehr gut klar - ich giesse 1x pro Woche. Ein Freund von mir hingegen überhaupt nicht, da viel weniger giesst und ihm die Pflanzen dann vertrockenen. Er verwendet Torf/Seramis, was bei mir wiederum gar nicht geht.

Wenn du bei Thomas Carow bestellst, würde ich die Pflanzen zunächst mal in den Töpfen lassen, in denen sie ankommen; dann kannst du mal gucken, wie das funktioniert.

Gruß

Thomas.

Edited by Thomas G
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Jo... mal sehen was die Woche bringt... erstmal Freiwild äh Freiländer bestellen morgen. Hast du ein paar Anhaltspunkte was die Nachtabsenkung bei H. minor, H. minor x heterodoxa und H. heterodoxa angeht? In Grad und Zahlen wenn es geht^^

Ich kann dir was zu heterodoxa x nutans sagen. Meine wächst hervorragend bei 22° Nachts, produziert laufend neue Fallen. Eine Nachtabsenkung auf unter 20° scheint also nicht notwendig. Die relative Nachtabsenkung beträgt jedoch um die 10°, dank Beleuchtung im Terrarium.

Edit: Das ist allerdings nicht die, die ich von Stefan habe, sondern eine von OBI von TC. Die von Stefan braucht wohl noch etwas um sich zu akklimatisieren, hat aber auch schon 2 neue fallen gebildet.

Edited by Chris H.
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(...)2) Das "Töpfe in Torf" Modell hatte ich auch am Anfang. Die totale Katastrophe sage ich dir. Die Pflanzen stehen in durchlässigem Substrat. Heisst: Das überschüssige Wasser läuft unten raus, steht dann unten im Terrarium und feuchtet den Torf schön durch. Folge: Der Torf fängt an zu gammeln und riecht faul. (...)

Hallo Thomas

Da muss ich dir nun mal wiedersprechen. ;-) Bei mir ist über Jahre weder etwas gegammelt (macht es im Moorbeet ja auch nicht), noch roch irgend etwas faulig. Im Terrarium hat man nur einen leichten Sphagnumgeruch wahr genommen. Auch Utris wuchsen in dem Torf nicht schlecht. Ich habe jedoch unter den Töpfen eine Schicht aus Blähton (der den ges. Terrarienboden ein paar Zentimeter bedecken sollte). Nachdem ich mit dem Blähton die richtige Topfhöhe eingestellt habe wird der Hohlraum zwischen den Töpfen mit Torf aufgefüllt. Zwischendrin stehen auch Utritöpfe die dirket auf dem Terrarienboden (und damit im Anstau) stehen. Nach dem gießen ist das überschüssige Wasser meist nach 2-3 Wochen weg, dann wird wieder gegossen. Die Utris und das Sphagnum ziehen viel Wasser, auch weil die Lüfter die Luftfeuchte immermal runter schrauben. Das alles funktioniert bei mir seit Jahren sehr gut.

Viele Grüße

Stefan

@ Chris: Die Frage ist eben, wie lange eine solche Pflanze solch hohe Temperaturen mit macht. Nicht das irgendwann mal dieser fieße Welkpilz kommt... daher empfehle ich immer die kühleren Temperaturen (zumindest bei Heliamphora). Und diese Aussagen sind ja nicht frei erfunden sondern beruhen durchaus auf Erfahrungen...;-)

Edited by Stefan H.
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Hallo Thomas

Da muss ich dir nun mal wiedersprechen. ;-) Bei mir ist über Jahre weder etwas gegammelt (macht es im Moorbeet ja auch nicht), noch roch irgend etwas faulig. Im Terrarium hat man nur einen leichten Sphagnumgeruch wahr genommen. Auch Utris wuchsen in dem Torf nicht schlecht. Ich habe jedoch unter den Töpfen eine Schicht aus Blähton (der den ges. Terrarienboden ein paar Zentimeter bedecken sollte). Nachdem ich mit dem Blähton die richtige Topfhöhe eingestellt habe wird der Hohlraum zwischen den Töpfen mit Torf aufgefüllt. Zwischendrin stehen auch Utritöpfe die dirket auf dem Terrarienboden (und damit im Anstau) stehen. Nach dem gießen ist das überschüssige Wasser meist nach 2-3 Wochen weg, dann wird wieder gegossen. Die Utris und das Sphagnum ziehen viel Wasser, auch weil die Lüfter die Luftfeuchte immermal runter schrauben. Das alles funktioniert bei mir seit Jahren sehr gut.

Viele Grüße

Stefan

Ich sage ja auch nicht, daß es allgemein nicht funktioniert. Es hat bei MIR nicht funktioniert (obwohl ich es auch mit der Blähtonunterlage hatte). Könnte ja auch am Torf gelegen haben. Die beiden anderen Konstruktionen (also Lochblech und Blähton) haben sich bei mir besser bewährt; insbesondere in Zusammenhang mit den Nepenthes.

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Marco Ebert

Nun habe ich hier mal ein Lösungsvorschlag:

- 5cm Drainageschicht (Blähton)

- 20cm 1:1 Torf-Sand-Gemisch

- Pinguicula und Drosera direkt einsetzen

- Nepenthes und Heliamphora in 2:1:1 Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch in ausreichend großen Töpfen in den Torf einbuddeln

- ORDENTLICH! Sphagnum über alles

Wenn ich nun also gieße, fließt das überflüssige Wasser in die Drainage und verteilt sich gleichmäßig im Torf. Durch das Sphagnum oben drauf erhöht sich zudem die Verdunstungsfläche drastisch. Dadurch steigt summa summarum auch die RLF, welche ich durch ausreichend Lüften kontrolliere. Ich denke ich sollte es einfach so probieren. Im Zweifelsfall könnte ich auch sowas machen wie es Thomas angedeutet hat, nur etwas weitergedacht: Die Drosera und die Pinguicula ebenfalls in Töpfe und die Zwischenräume mit dem 2:1:1 Sphagnum-Pinienrinde-Perlite-Gemisch füllen. Bei dieser Lösung steht es mir frei die Neps und die Helis einzupflanzen oder im Topf zu lassen.

Was den Welkpilz angeht... Ja mit lockerem Substrat, nicht zu viel Gießen und ausreichend Nachtabsenkung kann ich das Risiko doch stark senken.

EDIT: Ich überlege nochmal, was das Topfterrarium angeht. Immerhin steht es ja im Keller. Aber ich glaube erwähnt zu haben, dass das keine Rechtfertigung für hässlich sein ist oder?

Edited by Marco Ebert
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Hallo Marco

Ich würde eine dünne Gartenflies-Lage zwischen Torfgemisch und Drainageschicht einlegen. Die Wurzeln haben es dann schwerer, in die Drainageschicht vorzustoßen. Geschafft hat's bei mir trotzdem Utricularia Sandersonii, die nach einem Jahr nun einen großen Teil des Terrariums durchwuchert. Das Sphagnum hat sich sehr gut entwickelt und deckt mittlerweile die Oberfläche des Substrates samt Topfrändern gut ab. Ich hab ein 'Topf in Substrat'-Terrarium mit Heliamphora nutans x minor, Heliamphora minor sowie die Dir weniger gefallenden Nepenthes ventricosa und N. sanguinea. Interessanterweise fühlen sich auch eine N. mirabilis und eine N. gracilis, eigentlich Tieflandarten, ebenso recht wohl in diesem Terrarium. Als Deko hab ich Wurzeln, auf denen einige Tillandsien wachsen sowie große Steine eingebracht. Die Rückwand ist eine Xaximplatte, die nach einem Jahr nun endlich beginnt, zu begrünen. Und dann gibt's natürlich die wuchernde U. sandersonii sowie eine U. bisquamata, die sich in diesem einen Jahr leider bisher überhaupt nicht etablieren konnte. Sie lebt still vor sich hin, vermehrt sich allerdings nur sehr zögerlich und hat noch nie geblüht. Dazu noch ein mexikanisches Fettkraut, für das ich sonst keinen Platz gefunden hab und eine Drosera.

Das Gießen erfolgt bei mir über ein zugesägtes Kunststoffrohr direkt in die Drainage, was die Verschlämmung der Drainageschicht auch ein wenig verzögert. Ich besprühe von Zeit zu Zeit das Sphagnum, ansonsten gibt's in meinem Terrarium weder Lüfter noch Beregnungs- oder Nebelanlage. Temperaturabsenkung erfolgt lediglich durchs Abschalten der LSR während der Nacht.

Liebe Grüße

Eve

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Marco Ebert

Nun gute Idee mit der Abtrennung... Wenn ich eh schon was für die Töpfe mache kann ich das auch gleich noch über die Drainage legen. Utricularia kommt mir da nicht rein, wenn dann nur mit einem Topf. Ich habe keine Lust nach ein bis zwei Jahren einen Utricularia-Salat zu haben, den ich nicht los bekomme. Sonst würde ich eigentlich alles so machen wie du^^

EDIT: Hast du nur Xaxim? Mal mit aufrauen und Torf-Latex-Gemisch auftragen versucht?

Edited by Marco Ebert
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Hi,

also ein Topf-Terrarium muss nicht zwingend hässlich sein. Wenn du ordentlich Sphagnum auf die Töpfe legst, und es mit der Zeit alles zugewachsen hat, sieht man nicht mehr ganz so viel von den Töpfen. Und wenn du Tomas sein Terra schon mal gesehen hättest, bin ich mir sicher dass du der gleichen Meinung wärst ;) Außderdem ist man so viel flexibler und es macht deutlich weniger Arbeit..

Gruß, Marius

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