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sIF

Direkte Sonnenbestrahlung schädlich?

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sIF

Guten Tag zusammen

Seit gut drei Tagen scheint bei uns ununterbrochen die Sonne, bei ca. 30° Celsius.

Ich habe meine kleine Sarracenia nun nach draussen gestellt.

Nun hab ich mich jedoch vage daran errinnert, dass ich einmal gelesen habe, dass die Sarracenia eines Benutzers einen "Sonnenbrand" bekommen hat, was mich natürlich ein wenig stutzig macht.

Darum meine Frage:

Kann ich mein Pflänzchen direkt nach draussen an die Sonne stellen, oder hat sie es lieber im Zimmer? (Leider nur ein Ost-Fenster vorhanden, weshalb die Sonne nur am morgen reinscheint).

Und noch eine andere Frage:

Ich giesse immer im Anstau, fülle also täglich einige cm Wasser in den Unterteller. Ist dies schon richtig so oder? Habe gesehen, dass die spitzen des Dächleins sich ein wenig ins gelbliche verfärben... wisst ihr an was dies liegen könnte und ob ich etwas falsch mache?

Danke und Gruss

sIF

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Dominik P.

Hi,

du solltest die Pflane nicht sofort in die pralle Sonne stellen. Gewöhn sie erstmal daran, dass sie in der prallen Sonne stehen wird.

Das mit dem gießen dürfte schon richtig sein.

LG

Dominik

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Shooter

Die Pflanze unbedingt erst langsam an die Sonne gewöhnen, am besten erst nur Morgen bzw Abendsonne, ansonsten besteht tatsächlich die Gefahr eines Sonnenbrandes (das zählt übrigens für sämtliche Pflanzen, nicht nur für Karnivoren).

Gewisse Pflanzen sind da sehr heikel, wobei es bei Karnivoren (Dioneas vor allem oder S purpurea) nicht so ein grosses Problem ist, da sie sich in der Sonne eher Rot färben als dass sie "verbrennen".

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Markus alias Drosophyllumfan

Sie können durchaus oberflächlich eingehen, dann aber normalerweise wieder neu austreiben, gesehen habe ich das schon bei Dionaea, diversen Drosera, Sarracenia...

Günstig, wäre, wenn du das Wachstumszentrum mit Sphagnum oder einer dünnen Torfschicht (vielleicht zwei bis fünf mm) abdeckst, damit wenn die Blätter absterben, die Pflanze sich zumindest regenerieren und anpassen kann!

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Verena

Du solltest sie auch nicht am Süd-Fenster in der prallen Sonne stehen lassen weil durch das Fenster die Sonne nur noch stärker wird-Das ist zumindest mir passiert das dort meine Pflanzen schnell einen "Sonnenbrand" bekommen haben.

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Matthias93

Du solltest sie auch nicht am Süd-Fenster in der prallen Sonne stehen lassen weil durch das Fenster die Sonne nur noch stärker wird-Das ist zumindest mir passiert das dort meine Pflanzen schnell einen "Sonnenbrand" bekommen haben.

Normale Fensterscheiben sind doch keine Linsen die das Licht auf einen fleck bündeln und mehr Licht als draußen wird man nie drinnen haben können da Glasscheiben zu einem Teil das Licht reflektieren.

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Feldenberg

Mir ist an den vergangenen Tagen auch mein Drosera affinis fast vollständig "verbrannt" - d.h. sämtliche Blätter sind bis auf das je jüngste von den Spitzen her regelrecht vertrocknet. Das ist in sofern erstaunlich, als die Art ja allgemein als besonders lichtliebend gilt (viele andere subtropische Drosera haben das Problem nicht).

Ich hab den Topf jetzt etwas aus der prallen Mittagssonne genommen - sollte die Pflanze wieder austreiben?

Grüsse Feldi

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Asto

Hab das gleiche Problem mit meiner N. alata x ventricosa.

Alles rät mir so viel Licht wie möglich, ich fang schon an zu zweifeln ob mein Südfenster dem Anspruch überhaupt gerecht wird und nun sind 3 von 5 schönen großen Kannen verbrannt und vertrocknen vom Deckel aus.

Was passiert eigentlich mit der Säure bzw dem Inhalt der Kannen?

Die ersten 2 Kannen die vertrocknet sind waren leer, und ich dachte das sei der Grund wieso sie vertocknen.. doch 2 pralle Sonnentage später fing auch eine mit Füllung an zu vertrocknen.

Wie kommt sowas eigentlich? Gerade wenn man eine Hochland-Art hat.. in 2000-3000 Meter Höhe brennt die Sonne doch viel stärker.

Erstaunlich finde ich, das meine Dionaea-Keimlinge, die gerade ihre erste Falle ausgebildet haben (sie avatar :laugh:), die pralle Sonne super wegstecken.

Dionaea ist zwar als Sonnenanbeter bekannt, aber das die frischen Keimlinge das mitmachen wundert mich trotzdem.

Die 2. Fallen die jeder Keimling gerade ausbildet sind schon jetzt purpur-rot

(ist ja auch Typ 'red burgundy')

Edited by Asto

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FrankO

Wenn es keinen entsprechenden Reiz gibt, bildet die Pflanze keinen "Sonnenschutz". Wozu auch, das spärliche Licht, dass man ihr im Winter (oder drinnen) bietet, soll nicht noch der Photosynthese entzogen werden. Da kann die Pflanze noch vom höchsten Punkt der Welt kommen oder in einer Wüste mit 365 Sonnentagen leben. Wenn du ein Kellerbernd bist und nie raus gehst, bist du für gewöhnlich auch nicht braungebrannt (mal von Menschen mit einem durchgängig dunklen Teint abgesehen).

Nach dem Winter legt man sich dann auch nicht direkt für 4 Stunden in die Mittagssonne, oder? Der Körper braucht Zeit, Melanin zu bilden, dass die Zellen schützt. Ähnlich ist es bei Pflanzen, nur haben die vor allem Anthocyane.

Für neugebildete Blätter besteht in dem Masse keine Sonnenbrandgefahr mehr, da die Pflanze diese direkt "sonnengeschützt" ausbildet.

Edited by FrankO

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Asto

Sehr aufschlussreich - Danke.

Kann eine Pflanze eigentlich auch verbrennen? - also sicher kann sie dass, aber ...

Angenommen man hat der Pflanze keine Eingewöhnungsphase gegönnt, sie hat einen Sonnenbrand erlitten und die aktuellen Blätter sind vertrocknet - bildet sie dann neue Blätter aus die sonnengeschützt sind oder braucht sie trotzdem noch eine Eingewöhnungphase - oder kann es sein das sie daran ganz stirbt?

ps:

Kellerbernd?! Hier ist kein Krautchan...

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FrankO
bildet sie dann neue Blätter aus die sonnengeschützt sind oder braucht sie trotzdem noch eine Eingewöhnungphase - oder kann es sein das sie daran ganz stirbt?

Ja, das habe ich bereits beschrieben: "Für neugebildete Blätter besteht in dem Masse keine Sonnenbrandgefahr mehr, da die Pflanze diese direkt "sonnengeschützt" ausbildet." Für gewöhnlich kann eine gesunde Pflanze die paar verbrannten Blätter locker wegstecken. Beispielsweise werden Bonsais manchmal komplett entlaubt, damit die Blätter kleiner nachwachsen. Um jetzt aber nicht in die "Ich habs gemacht wie du gesagt hast und jetzt ist meine Trophäenpflanze aufm Kompost"-Falle zu tappen: Wenn sie lange im Dunkeln standen oder wenn sie durch Schädlinge geschwächt sind kann die Berserkermethode durchaus zu Schäden führen, von denen sich die Pflanze nicht mehr erholt. Allgemein ist ein langsames Eingewöhnen von Zimmerpflanzen immer von Vorteil - denn wenns passiert ist, ist das Geschrei gross.

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Asto

Und wie sieht es aus wenn die Pflanze zuerst viel Sonne gewohnt war, dann in den Laden kommt für....1-2 wochen oder so-.. keine Ahnung wie lange die Pflanzen beim Baumarkt lagern... und dann wieder beim Kunden in der prallen Sonne stehen?

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Sascha Rupp

Und wie sieht es aus wenn die Pflanze zuerst viel Sonne gewohnt war, dann in den Laden kommt für....1-2 wochen oder so-.. keine Ahnung wie lange die Pflanzen beim Baumarkt lagern... und dann wieder beim Kunden in der prallen Sonne stehen?

Morgen,

da die Pflanzen ja recht träge auf solche Veränderungen reagieren würde ich jeder Pflanze eine Eingewöhnungsphase gönnen und sie nicht sofort direktem Sonnenlicht aussetzen. Eine Pflanze die vollsonnig gehalten wurde kann man natürlich wieder in die Sonne stellen. Sollte die Pflanze aber in ihrer "Dunkelphase" beim Händler o.ä. neue Blätter ausgetrieben haben kann es durchaus sein dass diese dann verbrennen.

Wie aber schon gesagt schadet der Verlust ein paar Blätter einer gesunden Pflanze nicht wirklich. Die Verdauungsflüssigkeit wird soweit ich weiß wieder abgebaut wenn die Kanne abstirbt und die Pflanze dazu noch in der Lage ist.

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