Yashimud Posted September 3, 2010 Posted September 3, 2010 Hallo Fleischifreunde, Währe es ( Wort aus Titel einfügen ) wenn ich ein paar von meinen Aldrovandis in einem gut geeigneten See in meiner Nähe aussetzen würde. Aldrovanda ist früher ja auch in Deutschland vorgekommen. Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf eure hoffentlich zahlreichen Antworten. Danke schonmal, Bombina
Yashimud Posted September 3, 2010 Author Posted September 3, 2010 (edited) Nur wieso? Edited September 3, 2010 by Bombina
Tim Beier Posted September 3, 2010 Posted September 3, 2010 Hallo, Mach sowas bitte nicht. In 90% der Fälle hat es negative Auswirkungen wenn der Mensch der Natur ins Handwerk "pfuscht".
Jakob J. Posted October 9, 2010 Posted October 9, 2010 Hallo, ich verstehe nich allzu viel davon, aber ich denke dass das nur dann Sinn macht wenn du einen Klon aus einem Umkreis von ein paar Kilometern hast. Und den wird es wohl nicht geben, ansonsten wäre das wie schon gesagt Florenverfälschung, selbst wenn es dieselbe Art oder sogar Unterart ist. Die Pflanzen unterscheiden sich selbst regional trotzdem. Grüße, Jakob
Piesl Posted October 9, 2010 Posted October 9, 2010 Prinzipiell find ich die Idee nicht schlecht und löblich wegen der privaten Bereitschaft quasi ehrenamtlich eine Wiederansiedlung zu starten. Eine sogenannte Renaturalisierung ist ja auch nichts anderes. Aber auf jeden Fall nicht einfach drauf los auswildern, zum Einen gilt es zu klären ob es dort früher natürliche Ansiedlungen gab und zum Anderen, ob es überhaupt gestattet bzw. dein Einsatz gewünscht wird. Um dies zu klären kannst du dich an die zuständige untere Naturschutzbehörde (Forstamt) wenden. Je nach dem wie die dort Beschäftigten drauf sind werden sie dir die entsprechenden Auskünfte geben. Würde mich für dich freuen, wenn du positiven Bescheid bekämst. Stell doch gerne deine Resonanzen hier wieder ein. Peter
Yashimud Posted October 16, 2010 Author Posted October 16, 2010 (edited) Hallo, ich verstehe nich allzu viel davon, aber ich denke dass das nur dann Sinn macht wenn du einen Klon aus einem Umkreis von ein paar Kilometern hast. Und den wird es wohl nicht geben, ansonsten wäre das wie schon gesagt Florenverfälschung, selbst wenn es dieselbe Art oder sogar Unterart ist. Die Pflanzen unterscheiden sich selbst regional trotzdem. Grüße, Jakob Hallo, Also wenn jetzt zum Beispiel eine Ente, bei der zufällig Samen oder Turionen im Gefieder hängen geblieben sind, dafür sorgt, dass sich Aldrovanda in einem hundert Kilometer entfernten Weiher ansiedelt ist es also auch Florenverfälschung. Hab ich das richtig verstanden? Edited October 16, 2010 by Bombina
Kai Becker Posted October 16, 2010 Posted October 16, 2010 Hallo, @ Jakon: Das Beispiel mit deiner Ente ist Natur, die kann ja nicht im Forum Nachlesen das sie da Florenverfälschung betreibt :thumbsup: . Ich selbst muss mich aber fragen ob solche Diskusionen überhaupt noch Sinn machen da eigendlich jeder die Florenverfälschung unterstützt, schaut doch einfach mal aus dem Fenster wenn ihr in den Urlaub fliegt, da sind keine Wälder und Wiesen mit glücklichen Bambis drauf sondern gigantische Feldflächen mit Monokulturen fürs Frühstücksbrötchen und Pommes. Flüsse und Seen wurden zum beginn den Industriezeitalters von einigen Tierchen wie Flusskrebs befreit und damit man sagen kann man ist Umweltbewust werden Solarparks und Windkraftwerke in der Gegend aufgestellt die ja grünen Strom liefern aber auch Lebensraum besetzen. Zu guter letzt hätten wir dann noch die Forstwirtschaft die fein Säuberlich den Wald von Totholz befreit damits ordendlich aussieht. Da fragt man sich doch warum eine kleine Aldrovanda die ja auch mal im Tümpel um die Ecke gelebt hat nicht wieder einziehen darf ? Ist nur mal meine Persöhnliche Meinung zu dem Thema und soll natürlich nicht heißen das jetz jeder irgend welche Pflanzen aussetz. Grüße Kai
Yashimud Posted October 16, 2010 Author Posted October 16, 2010 schaut doch einfach mal aus dem Fenster wenn ihr in den Urlaub fliegt, da sind keine Wälder und Wiesen mit glücklichen Bambis drauf sondern gigantische Feldflächen mit Monokulturen fürs Frühstücksbrötchen und Pommes. Flüsse und Seen wurden zum beginn den Industriezeitalters von einigen Tierchen wie Flusskrebs befreit und damit man sagen kann man ist Umweltbewust werden Solarparks und Windkraftwerke in der Gegend aufgestellt die ja grünen Strom liefern aber auch Lebensraum besetzen. Zu guter letzt hätten wir dann noch die Forstwirtschaft die fein Säuberlich den Wald von Totholz befreit damits ordendlich aussieht. Deswegen regt mich die Tetrapakwerbung auch jedesmal so sehr auf.
Feldenberg Posted October 16, 2010 Posted October 16, 2010 Hi Bombina, naja, ich hab vor vielen Jahren (als Kiddy) gerne mal "Biotope" angelegt und pflanzliche Urlaubsmitbringsel "naturnah" angesiedelt ohne mir Gedanken über die "Folgen" zu machen. Es gab an den fraglichen Stellen zum "Glück" bisher keinen Öko-Gau; die "fremden" Pflanzen sind nach ein paar Jahren einfach auf natürlichem Wege wieder verschwunden (das Habitat hatte dann auf Dauer doch nicht gepasst). Naürlich: Die allseits bekannten Geschichten vom Riesenknöterich, dem Drüsigen Springkraut und dem Riesenbärenklau (toller Name übrigens) sind natürlich klare Hinweise in der Richtung, die hier Deine Kritiker mit dem Vorwurf der "Forenverfälschung" weisen. Aber mir persönlich fehlt wirklich die Phantasie, analoge Problemlagen im Hinblick auf die Wasserfalle zu sehen - gerade weil die ja auch nicht aus Übersee stammt... Ich kann mir lediglich vorstellen, daß die aus Deiner Sicht vielleicht geegneten Gewässer es aus 1000 Gründen dann für die Pflanze DOCH nicht passend wären und die Art einfach wieder verschwindet (sie ist ja durchaus anspruchsvoll). Falls es klappen sollte: Ich hab noch nie etwas von einer "Invasion" der Wasserfallen irgendwo auf der Welt gehört - das ist ja auch keine kanadische Wasserpest! Bevor etwa die Wasserfalle ein Gewässer zum "umkippen" bringen würde müsste die Sonne schon im Westen aufgehen. Allein die Kombination: Nährstoffarmes / saures Gewässer, Kleinstlebewesen als Beute (die ja in Massen auch nur in überdüngten Teichen auftreten) und nicht gerade das Extremste Wachstumspotential ... das sollte echte unabschätzbare Katastrophen im Falle einer "erfolgreichen" Ansiedelung sowieso ausschließen. Also ich würd Dir aus juristischen Gründen sicher davon abraten irgendwelche Floren zu verfälschen (bzw. gegen das Reinheitsgebot der "Deutschen Natur" zu verstoßen) aber letztlich wandern Pflanzen ja immer schon mit dem Menschen. Warum heißt der Breitwegerich bei den Natives in USA eigentlich "Spur des weißen Mannes" ;-) Grüsse Feldi
Kevin Tonnerre Posted October 17, 2010 Posted October 17, 2010 Ich beschäftige mich auch des öfteren mit diesem Thema und muss dazu einfach sagen, dass der Mensch genau so Teil der Natur ist wie das Beispiel Ente und somit ist auch nicht immer gleich alles schlecht, das ist für mich die falsche Einstellung. Ich würde dennoch von einer künstlichen Ansiedlung abraten, da sowas einfach unnötig ist. Es gibt genug Bestände in botanischen Gärten, die man nutzen könnte, wenn denn der Wunsch bestehen würde, sie wieder anzusiedeln. Beispielsweise könnten die schweizer Populationen ziemlich wichtig sein für Deutschland, da es sich auch ursprünglich um Pflanzen aus der Bodenseeregion handelt. Wobei man auch sagen muss, dass das vielleicht gar nicht mal so drauf an kommen würde, da die genetischen Unterschiede über Distanzen bei Wasserpflanzen geringer sind als bei Landpflanzen, insbesondere bei solchen die sich praktisch nur vegetativ vermehren, wie Aldrovanda in unseren Breitengraden. Obwohl Aldrovanda nicht unbedingt auf saure und nährstoffarme Gewässer angewiesen ist, wie hier von jemandem behauptet wurde, ist die Chance dass sich eine stabile Population bilden würde sowieso ziemlich gering, aber 99% halte ich dann doch für etwas übertrieben. Zu tiefe Temperaturen und Überdüngte Gewässer sind meistens das Problem. Aber so schwer ist es allgemein auch wieder nicht, Karnivoren anzusiedeln. Es gibt etliche Beispiele, wo sowas geklappt hat: S. purpurea die an verschiedenen Standorten in Europa, wie Frankreich, Dänemark und Schweiz, D. californica ist ebenfalls mehrfach angesiedelt. Auch sind Beispiele von P. reichenbachiana in Frankreich, P. hirtiflora in der Schweiz, P. grandiflora in Deutschland etc bekannt. Aldrovanda in der Schweiz und in Holland. Auch trockenere Zeiten können als Samen überdauert werden, so gibt es ja auch manche Beispiele von Droseras, die jahrzehntelang natürlich nicht mehr vorkamen, sich aber trotzdem aus Samen erholen konnten. Dass Aldrovanda nicht wuchert, wie ebenfalls hier behauptet wurde, würde ich so auch nicht unterschreiben. Bei geeigneten Bedingungen teilen sich die Pflanzen den Sommer über stark, auch in kleineren Teichen, auf über mehrere Tausend Pflanzen. Die Verluste im Winter sind jedoch gross und das wirkt da entgegen. Dennoch würde ich so eine Pflanze natürlich nicht als einen invasiven Neophyten betrachten. Zerstörung von natürlichem Lebensraum ist immernoch das grössere Problem. Ich finde wenn mal was eingeschleppt wurde und sich die Art nicht negativ auf die Flora und Fauna auswirkt, kann man sowas ja ruhig stehen lassen, aber wenn jeder seine Lieblingspflanze aussetzt... Hier zwei Bilder aus angesiedelten Pflanzen in der Schweiz:
Yashimud Posted October 17, 2010 Author Posted October 17, 2010 Also der See oder eher Weiher den ich meine ist schon stark am verlanden. Laichkraut wächst schon in der Mitte des Gewässers und die Verlandung von Außen wird nicht etwa von Schilf oder Binsen vorangetrieben, sondern von Torfmoos das sich als große Schwingrasen weit ins innere der Wasserfläche erstreckt. Und auf eben diesen Torfmoospolstern habe ich auch den Rundblättrigen Sonnentau entdeckt. Eine Stelle dort scheint mir besonders gut geeignet wo Schilf und Wollgrasbewachsene Torfmoosbülte aus dem Wasser wachsen und wo eine Wassertiefe von 30-40 Zentimetern vorherrscht. Der Boden besteht aus vielen Schichten verrottender Pflanzenteile. Dort ist es schön sonnig sodass ich mir gut vorstellen kann, dass es zu Wassertemperaturen um die dreißig Grad kommen kann. Alles in Allem stelle ich mir so einen richtig guten Aldrovandastandort vor.
Andreas A. Posted October 28, 2010 Posted October 28, 2010 Hallo, ich habe hier eine Veröffentlichung zum Thema gefunden, die ich sehr lesenswert fand: http://ag-geobotanik.ahaco.de/Kieler_Notizen/KN36_09/KN36RomahnArnika_im_Kaefig.pdf. Es werden auch mehrere Fallbeispiele zum Thema aus Schleswig-Holstein geschildert. Gruß Andreas
Eva91 Posted October 28, 2010 Posted October 28, 2010 Hallo, ich habe hier eine Veröffentlichung zum Thema gefunden, die ich sehr lesenswert fand: http://ag-geobotanik.ahaco.de/Kieler_Notizen/KN36_09/KN36RomahnArnika_im_Kaefig.pdf. Es werden auch mehrere Fallbeispiele zum Thema aus Schleswig-Holstein geschildert. Gruß Andreas Error 404 - Not found Die angegebene Seite konnte nicht gefunden werden. Irgendtwas scheint an dem link falsch zu sein... Lg, Eva
Andreas A. Posted October 28, 2010 Posted October 28, 2010 Error 404 - Not found Die angegebene Seite konnte nicht gefunden werden. Irgendtwas scheint an dem link falsch zu sein... Lg, Eva Hi, das muß ich jetzt auch feststellen. Die Seite gibt es aber noch, keine Ahnung wie ich die sauber verlinken kann. Gruß Andreas
Andreas A. Posted October 28, 2010 Posted October 28, 2010 Hi, meintet ihr diesen LINK? Ja! Besten dank! Ich muß mich wohl mal mehr mit der Technik auseinandersetzen.
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