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Unbekannte Pflanze im Blumentopf bei Nepenthes gefunden


hinterm Deich

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Hallo,

ließ mich gestern im Gartencenter hinreißen, zwei Fleischies zu kaufen.

Meine allererste Nepenthes (ohne nähere Spezifikation) und meine ebenfalls erste Sarracenia (Purpurea stand drauf).

Als ich heute die Nepenthes näher betrachtete, fiel mir ein kleines Pflänzchen "zwischen ihren Füßen" auf, das ziemlich sicher nicht zur Nepenthes gehören kann.

Habe es mal vorsichtig mit ner Gabel rausgehebelt und in ein eigenes Töpfchen verpflanzt.

Kann jemand von Euch mir bitte sagen, worum es sich da handelt? Ganz merkwürdiges Gewächs - habe sowas noch nie gesehen...

Habe es zum Größenvergleich mal mit einer 20-Cent-Münze abgelichtet, wäre schön, wenn Ihr mir sagen könntet, ob das ein Fall für den Kompost ist, oder ein Schädling, der meine Nepenthes bedroht oder ein nettes Fleischfresserchen in den Kinderschuhen?

Die Nepenthes - könnte das eine Alata sein? Zumindest sieht sie den Fotos, die ich im Netz von der Alata gefunden habe, am ähnlichsten. Was mich aber wundert ist die waagrechte "Zeichnung" auf den Kannen. Auf den Fotos sieht man es denke ich gut, was ich meine. Das hab ich auf den Internet-Fotos nirgends entdeckt, was sagt Ihr, scheint die Pflanze ok und ist es eine Alata?

Bezahlt habe ich 9,95€

Die Sarracenia hat 3,95 gekostet und keine Flüssigkeit in den Schläuchen. Beim Googeln habe ich gelernt, daß sich die Geister hier scheiden in Regenwasser-Einfüller und Trocken-Stehenlasser.

Wozu würdet Ihr raten? Sieht sie auf den ersten Blick gesund aus?

Für jede Antwort auf meine vielen Fragen bedanke ich mich schon jetzt sehr herzlich,

Judith

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Hey;

die Nepenthes sieht gesund aus und ist (soweit ich weiss) N. x ventrata, also ein Hybrid von N. alata. Auch der Sarracenia gehts glaubs gut, und wenn du sie nach draussen stellst(Moorbeet), erledigt sich das mit dem Wasser von selbst. Sonst würd ich mal so ein Drittel füllen (Kein Leitungswasser!!!)

Die unbekannt Pflanze ist wahrscheinlich irgend eine Flechte oder ein Farn, was genau, kann ich dir net sagen, aber solch eine Fleischi hab ich noch nie gesehen xD

Liebe Grüsse

Stefan

Bearbeitet von Stefan Kohler
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Hallo Judith,

diese Nepenthes habe ich auch. War übrigens meine erste Nepenthes.

Beim Züchter habe ich sie als N.-alata gekauft, ist aber eine N. x ventrata. Also eine Nepenthes Hybride zwischen N. ventricosa und N. alata.

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Hallo Günter, wenn Du mit ihr schon Deine anfänger-Erfahrungen gemacht hast, darf ich Dich um ein paar Sätze dazu bitten? wie gesagt, auch für mich ist es meine Erste - da bin ich dankbar um jeden Tipp.

Bisher glaube ich verstanden zu haben, daß sie hohe LF liebt und nicht viel kälter als 20 Grad im Winter, hell aber keine pralle Sonne - kommt das hin? Was Wichtiges vergessen?

LG,

Judith

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Im Baumarkt findest du meist N. ventrata, auch weil sie ziemlich robust ist. Schau am besten, dass das Substrat feucht bleibt, aber vermeide wenn möglich Staunässe.

Sonnenlicht ist gut, evtl im Winter mal ne Lampe zuschalten.

Wenn du ein Terra hast, musst du im Sommer schauen, dass die Sonnen die Pflanze net verbrennt...

Wenn keine neuen Kannen mehr kommen, liegt es meist an der LF und ich würd sie aus der Ampel nehmen, hab damit net so gute Erfahrungen gemacht (muss aber net sein, es bildet sich hat einfach net viel LF).

LG Stefan

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Ok, ich versteh. Das mit dem Regenwasser ist klar, das vertragen sie ja alle net und ich hab zum Glück 2 dicke Regenfässer.

Hab die Ampel im Augenblick über 2 großen Kugelvasen stehen, in denen Utris mit Sonnentau und Moos wohnen, da dunstets schön von unten hoch. Bin aber momentan noch auf Ebay am Steigern für nen Zimmerspringbrunnen, dann wirds noch feuchter. Alternativ nen Nebler so 15 mins alle 2 Stunden.

Mal sehen. Augenblicklich sind 65% LF. Mal sehen, ob ihr das genügt...

LG,

Judith

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Hallo Günter, wenn Du mit ihr schon Deine anfänger-Erfahrungen gemacht hast, darf ich Dich um ein paar Sätze dazu bitten? wie gesagt, auch für mich ist es meine Erste - da bin ich dankbar um jeden Tipp.

Bisher glaube ich verstanden zu haben, daß sie hohe LF liebt und nicht viel kälter als 20 Grad im Winter, hell aber keine pralle Sonne - kommt das hin? Was Wichtiges vergessen?

LG, Judith

Hallo Judith,

z.Z. hängt die Ventrata immer noch im Freien, hell aber keine pralle Sonne. Das Substrat immer feucht, aber keine Staunässe. Geht die Temperatur unter 10° C, werde ich die Pflanze wohl herein nehmen. Unter der Nepenthes steht eine große Schale mit Wasser. Die LF liegt im Moment bei 88 %.

Anbei noch ein Foto ca. 2 Monate alt, jetzt hat sie noch mehr Kannen.

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Paul Schoeneberg

Hoi,

N. ventrata kommt mit Temperaturen bis 6 °C gut klar.

Viel Licht ist für die Kultur wichtig, wichtiger als die Luftfeuchte.

Die Luftfeuchte sollte über 50 % sein.

Meine steht gerade noch im unbeheizten Gewächshaus mit Nachttemperaturen von unter 10 °C, wächst fröhlich weiter :thumbsup:

Kein Leitungswasser, aber im Notfall wird sie auch nicht dran sterben :thumbsup:

Das hört man immerwieder gerne als Ausrede:"Die ist gestorben, aber nur weil die Urlaubsvertretung mit Leitungswasser gegossen hat!" :haha: :haha:

Grüße

Paul

Bearbeitet von Paul Schoeneberg
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Hallo Judith,

offenbar hat dich der berüchtigte Fleischi-Virus nun voll erwischt :-)

Eine schöne Sarracenia purpurea hast du dir da angeschafft.

Wie du sicher schon gelesen hast, wird diese Art sehr groß und hat auch ein sehr ausgeprägtes Wurzelsystem. Du solltest ihr einen größeren Topf spendieren, in dem sie ein bischen die Wurzeln ausstrecken kann und die Schläuche sich weiter absenken können.

Die Schläuche mit Wasser zu füllen ist für die Pflanze nicht lebensnotwendig, aber sie bildet (fast) keine eigene Verdauungsflüssigkeit und kann daher auch keine Insekten fangen, wenn sie nicht ab und an befüllt wird. Im Hochsommer bei starker Sonne hilft das Wasser auch die Schläuche vor dem Vertrocknen zu bewahren.

Bearbeitet von Abaddon
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Moin Abadon,

ja da hast Du recht - angelockt hatten mich wohl allein die Utricularia, aber wenn man erstmal seine Aufmerksamkeit auf die Carnivoren zu werfen beginnt, dann ist es wohl rasch um einen geschehen...

Danke für den Tipp mit dem größeren Topf. Sollte ich das Gefäß eher höher, eher breiter oder in der gängigen Blumentopf-Proportion, nur insgesamt größer wählen?

Der jetzige Topf hat 8cm Durchmesser. Da ich denke, es ist für die Pflanze am Besten, sie nicht allzu oft aufzuschrecken, würde ich sie dann doch am Liebsten gleich in einen Topf pflanzen, der ihr eine Weile angenehm sein wird.

Herzlich,

Judith

Bearbeitet von hinterm Deich
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Je nachdem wie viel Platz du hast, zu groß geht nicht ;)

In freier Wildbahn werden die Pflanzen 40-50cm im Durchmesser oder noch größer, aber bis deine so weit ist, hast du ohnehin schon ein Moorbeet :haha:

Ich würde den Topf eher breit als hoch wählen, dann haben die Schläuche auch mehr Platz sich auf den Boden zu senken. Ich denke die Wurzeltiefe ist nicht ganz so wichtig wie das Substratvolumen an sich.

Es gibt Hydroponiktöpfe die ganz gut geeignet sein sollten, so ca 12-15cm hoch würde ich empfehlen.

Wenn du nicht ganz so viel Platz hast, kannst du auch was kleineres nehmen und dann bei Bedarf nochmal umtopfen. S. purupurea ist da nicht so zimperlich und hat sehr kräftige Wurzeln.

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OK, dann überschlaf ich das mal... Sie läßt Dich herzlich grüßen, hat schon Wind davon gekriegt, daß sich was anbahnt zu ihren Gunsten.

Danke für das fürsorgliche Mit-Denken!

Gute Nacht für heute,

Judith

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Danke Thomas, das ist ein guter Hinweis - im Topf mit meiner Nepenthes war der Bursche sicher nicht gut untergebracht. ich werde auch immer mal einen prüfenden Blick werfen, ob er nicht noch Verwandtschaft hinterlassen hat. So Moose können ja durchaus hartnäckig sein...

Das Pflänzchen an sich ist aber sehr hübsch, finde ich. Sieht irgendwie so archaisch und geheimnisvoll aus. Momentan wohnt es noch in seinem eigenen Töpfchen, da kann ich es beobachten und es schädigt höchstens sich selbst, wenn es sein Substrat verdichtet.

Liebe Grüße ins wunderschöne Münnerstadt,

Judith

Bearbeitet von hinterm Deich
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Moin,

ich hab hier grad mal quergelesen.

Im Wiki-Artikel steht, dass das Moos starke fungizide Wirkung hat.

Wär das ne Idee zur Schimmelvorbeugung?

Natürlich nur bei größeren Pflanzen, die das Moss nicht überwachsen kann.

Oder ist die Substratverdichtung so schädlich?

Ist doch nur oberflächlich, oder?

mfg

Tänzer

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In einem meiner Sonnentaue wächst auch Brunnenlebermoos.

Ich hatte mich dazu entschlossen das erstmal drin zu lassen nachdem ich ebenfalls von der Wirkung gegen Pilze gelesen hatte. Außerdem säuern ja Moose prinzipiell den Boden an - oder nicht?

Bis jetzt gedeiht der Sonnentau zumindest noch prächtig :)

Was würdet ihr auf Dauer raten?

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Spielmannsfluch89

Aufjeden fall raus.

Das zeug hat Kraft! Wenn das irgendwie mal dazu kommt dass du ein paar Tage nicht nach deinem Topf sehen kannst, und es grade schöne bedingungen für die Flechte sind, drückt es dir den Sonnentau ganz schnell zusammen. ( Anderen Pflanzen würde das zeug in menge, auch einfach nur die Nährstoffe klauen, gut bei Karnivoren jetzt egal sag ich mal )

An einer LTG Rückwand macht es sich bestimmt super. Anderfalls ist es im Topf einfach Unkraut.

Gruß

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