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Carsten Schulz

Pilzzucht

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Carsten Schulz

Hallo Welt! Ich wollte euch heute mal meine andere, eher "ungewöhnliche" Leidenschaft vorstellen.

Macht viel Spaß und ist sehr ergiebig. Bei Interesse werde ich den Thread immer aktualisieren, wenn eine andere Art fruchtet. Viel Spaß und guten Appetit.

Hier der Austernseitling auf Pappel:

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Marcus Vieweg

Hallo Carsten,

Pilze im Gerten faszinieren mich auch. Sehr schön wie das bei dir funktioniert!

Kannst du bitte mal etwas mehr beschreiben wie du das machst und was du so für Arten hast?

LG Marcus

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Gordon Shumway

Oho, interessant, noch ein Pilzliebhaber ( :

Woher hast du deine Brut und wann hast du beimpft?

Hast du zufälligerweise noch ein Backup von dem Mycel in Gläsern oder Petrischalen?

Wie lange kannst du von dem Stamm ernten bzw. ist das dein erster Flush?

Züchtest du noch andere Sorten?

Ich versuch mich sozeit mehr oder weniger (eher weniger) erfolgreich im Indoor-Anbau vom Mandelegerling (Agaricus blazei) in Gläsern.

Gefruchtet hats bisher noch nicht, aber heute kommt ein neues Glas in die Fruchtungskammer : )

Vielleicht sollte ich mir doch mal noch einen Sporenabdruck vom Austernseitling organisieren...

Viele Grüße,

Gordon

Edited by Gordon Shumway

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Carni1995

hi ihr :) ich würde mich freuen wenn mir jmd erklären könnte wie man berhaupt pilze züchten kann *rot werd* habe da leider keine ahnung :s aber würde mich schon interessieren

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Sonnentau

Uh uh da hab ich was ganz geiles auf YT gesehen von BBC:

Da sieht man Pilze im Zeitraffer wachsen!.

Ansonsten habe ich auch 2 Pilze an meinem Hackklotz. Die habe ich schon 2 Mal abgesägt, die kommen immer wieder.

LG J

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Carsten Schulz

Also um was zur Pilzzucht zu sagen muss man erstmal die Lebensweise von Pilzen klären.

Was man umgangssprachlich als Pilz bezeichnet ist eigentlich nur der Fruchtkörper eines unterirdischen Mycels, einem Gespinst aus ganz dünnen Pilzfäden(sog. Hyphen). Diese Hyphen dringen in das Substrat ein um es zu zersetzen.

Pilze leben entweder als Parasiten, als Saprophyten oder in einer Mykorhiza. Parasiten ernähren sich von einem lebendem Wirt(natürlich auf dessen Kosten), Saprophyten ernähren sich von totem organischen Material(Laub, Holz, Stroh) und Mykorhizapilze leben mit einer Pflanze(meistens einem Baum) in einer Symbiose. Bei dieser Symbiose umwachsen die Hyphen die Wurzeln der Bäume, welche sie mit Wasser und Nährstoffen versorgen, im Gegenzug aber Nährstoffe erhalten, welche sie nicht selbst produzieren können (ich glaube Zucker, bin aber nicht sicher). Diese Pilze, zu denen z.B. Steinpilze, Pfifferlinge und Trüffel gehören, sind ohne den Mykorhizapartner auf lange Sicht nicht lebensfähig und deshalb(noch) nicht züchtbar.

Für uns interessant sind die Saprophyten. Hierzu zählen alle Seitlinge, Champignons(Egerlinge), der Schopftintling, der Shii-take etc.

Die Saprophyten unterscheiden sich aber stark in Schwierigkeitsgrad und benötigten Nährboden. So lässt sich der Champignon am liebsten heißkompostierten Pferdemist schmecken, während der Austerseitling fast alles frisst(von Holz über Stroh bis hin zu Klopapier- Hauptsache Zellulose).

Außerdem fruchten Pilze in Wellen, das heißt es ist nicht so wie bei Tomaten, dass man jeden Tag ein paar hat, sondern das Mycel sammelt eine bestimmte Zeit lang Nährstoffe und dann kommen ganz viele Fruchtkörper mit einem Mal(seht ihr ja auf dem Bild). Auf den Stämmen kommen so 2-3 Wellen pro Jahr. Interessanterweise fruchten oft verschiedene Stämme fast gleichzeitig.

Ich habe mir im Fruhjahr 2008 Pilzbrut im Internet bestellt(Austernseitling, Limonenseitling, Stockschwämmchen und Kräuterseitling). Ich bekam dann einen Beutel voll mit Mycel durchwachsener Sägespäne oder durchwachsenem Stroh, was schon total pilzig riecht. Wenn man Stämme impfen möchte, kann man sich auch durchwachsene Holzdübel(die aus dem Baumarkt) bestellen. Jetz braucht man noch Holzstämme. Fast alle Pilzarten bevorzugen Laubholz, wobei jeder Pilz mehr oder weniger ein Lieblingsholz hat. Buche oder Pappel dürften aber für fast alle gehen, Eiche jedoch aufgrund der vielen Gerbsäuren nur für Shii-take. Das Holz sollte mindestens 1 Monat liegen vor dem Impfen, um die pilzabwehrenden Stoffe abzubauen, nicht von Fremdpilzen befallen sein, und nicht länger als sechs Monate liegen. Die Stämmstücke sollten so 25-40cm Durchmesser und 40-60 cm in der Länge sein(möglichst mit intakter Rinde).

Im April habe ich dann von den Stämmen eine zehn cm Scheibe abgesägt, ca 1cm Pilzbrut auf den Stamm aufgetragen, die abgesägte Scheibe oben dann wieder drauf gelegt und angenagelt(wie ein Sandwich) und dann den Schlitz mit Paketklebeband abgeklebt damit kein Ungeziefer da rangeht und die Brut rauswühlt. Insgesamt hatte ich dann 10 geimpfte Stämme, 5x Austernseitling, 3x Stockschwämmchen und 2x Limonenseitling. Diese wurden dann an einer schattigen Stelle im Freien so aufgestapelt, dass sie keinen Bodenkontakt haben(also 2 Dachlatten drunter oder so) und dann mit gelochter Folie oder Stroh abgedeckt, welches man ab und zu befeuchtet, um eine konstante Feuchtigkeit zu erreichen. Dann musste das Holz ca. ein halbes Jahr liegen, damit das Mycel das Holz durchwachsen konnte, bevor die Stämme dann im September zu etwa 1/3 an einer schattigen Stelle im Garten(z.B. unter einem Baum) eingegraben wurden. Der Erdkontakt ist wichtig für alle Holzpilze, außer dem Shii-take(soweit ich weiß).

Im Herbst 2008 kam dann schon die erste Welle Austernseitlinge, die anderen kamen dann 2009. Aber von zehn Stämmen fruchteten auch zehn, das heißt Erfolgsquote 100%. Die Durchwachszeit kann je nach Holzart länger dauern, Erntezeit 3-8 Jahre(je nach Holz; Birke ist natürlich schneller durch als Buche) und Ertrag insgesamt ca. 25-30% des Holzgewichtes.

@Gordon: Hast du schon ein bisschen Erfahrung mit der Pilzzucht? Deiner ist nämlich wirklich nicht einfach. Ich wollte sowieso wieder n bisschen Austernmycel herstellen, wenn du willst kriegst du dann was ab.

Für alle, denen das nicht reicht, bei kulturpilz.de gibt's noch viel mehr Infos und Experimente.

Ich hoffe ich hab euch jetzt nicht erschlagen.

Pilzige Grüße, Carsten

Edited by Carsten Schulz
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ThorstenW

Hallo !

Vor ca. 1 Jahr hab ich sogar mal "Dekopilze" in einem Blumeladen gesehen. Sie wuchsen auch aus einem Stammstück und hatten ganz entfernt die Form von kleinen Zunderschwammpilzen. Das Stammstück sollte feucht (Untersetzer mit Wasser) und sonnig stehen, wenn ich mich richtig erinnere. Man kann Pilze also anscheinend nicht nur zum Essen sondern auch zur Deko selbst züchten.

VG

Thorsten

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Maik Rehse

Hi

mein Vater und ich haben vor zwei Jahren auch ein paar Buchenstämme mit Mycel geimpft. Letzes Jahr hatten wir schon einen super Ertrag, dieses Jahr zeigt sich leider noch nichts. Wird aber hoffentlich nicht mehr lange dauern.

Ein wirklich schönes Hobby und gar nich mal so schwer zu realisieren. Allerdings geht nichts über frische Waldpilze ;-)

Gruß, Maik

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Carsten Schulz

Jetzt ist gerade das Stochschwämmchen in Gange. Der hält meiner Meinung nach dem Vergleich mit "Waldpilzen" allemale stand( Obwohl Stockschwämmchen und Austernpilze auch Waldpilze sind). Der hat wirklich ein herrliches Aroma.

Das waren an zwei Stämmen insgesamt 1,6 kg.

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Gordon Shumway

Hallo Carsten!

Stockschwämmchen ist mal echt super!

Leider hab ich mich noch nie getraut, welche zu Sammeln. Ich bin mir nämlich nicht zu 100% sicher bin, dass ich es nicht mit dem Gifthäubling oder anderen, unangenehmen Holzbewohnern verwechsle...

Wenn du davon Mycel oder Sporenspritzen abgeben könntest, hätte ich großes Interesse!

Im Gegenzug kann ich dir das ein oder andere Glas Mandelpilz anbieten.

Und nein, ehrlich gesagt hab ich noch nicht viel Erfahrung im Anbau mit Pilzen. Bin damals eher zufällig an eine Sporenspritze vom Agaricus gekommen und lerne seit dem stetig dazu. Aber ich glaube, bald fruchten meine Bemühungen : )

Viele Grüße,

Gordon

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Carsten Schulz

Hey Gordon!

Champignons brauchen zum Fruchten eigentlich ne Deckerdeschicht, ich glaub dem Mandelegerling gefällt das auch. Ich hab gerade auch noch ein Großprojekt mit Zuchtchampignons laufen, mit Großprojekt meine ich über einen Kubikmeter Substrat. Wenn das klappt werde ich euch auch daran teilhaben lassen. Hab schon nen Sporenabdruck gemacht, ich werde dann demnächst impfen und wenn es klappt kann ich dir natürlich was schicken. An deinem hätte ich schon großes Interesse.

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Carsten Schulz

Hallo Pilz- und Pflanzenfreunde!

Auf den nächsten Bildern seht ihr die Früchte unserer Arbeit, die wir mit den Champignons hatten. Wie schon erwähnt mundet denen heiß kompostierter Pferdemist ganz besonders. Sie sind vom Aroma nicht mit gekauften vergleichbar, am besten sind sie, wenn der Hut offen, aber noch nicht ganz ausgebreitet ist. 4kg wurden bereits geerntet, und die nächsten sind auch bald soweit.

Wenn jemand genau wissen will, was ich mit dem Pferdemist angestellt habe oder allgemein wie ich vorgegangen bin, dann hol ich nochmal ein bischen weiter aus.

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Edited by Carsten Schulz

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MatthiasF

Dann hol mal aus ;)

(Ich fand den vorherigen Bericht über die Pilzzucht schon ziemlich interessant ^^)

Gruss Matthias

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Carsten Schulz

Ok, dann werd ich mal:

Die besagten Saprophyten werden wieder in Primärzersetzer und Sekundärzersetzer unterteilt. Die Primärzersezer gedeihen direkt auf Stroh oder Holz (z.B. Austenpilz oder Stockschwämmchen). Der Champignon dagegen gehört zu den Sekundärzersetzern. Der lässt sich dann also am liebsten "Vorgekautes" schmecken. Das Substrat für die Champis muss einen gewissen Stickstoffgehalt und einen gewissen Anteil an Zellulose haben.

Für die Kultur eignet sich somit nicht allzu strohiger Pferdemist. Allerdings kann der Pilz mit frischem Mist herzlich wenig anfangen. Ob er garnich oder nur schlecht(er) darauf wächst kann ich nicht sagen. Um ihn ertragreich anzubauen, muss sich der Mist einer sogenannten "anaeroben Fermentation" unterziehen.

Dafür habe ich mir eine große Menge möglichst frischen(!!!) Pferdemist besorgt und diesen zu einem Haufen mit den Maßen 1,8m x 2m Grundfläche, 1,8m x 1m Deckfläche bei einer Höhe von etwas über 1,5m in einem Stall aufgestapelt. Diese Größe muss unbedingt sein, da sich der Kern des Haufens durch Bakterienaktivität auf über 60 Grad erhitzen muss. Das ist für diesen Umsetzungsprozess, der auch als "Heißrotte" bezeichnet wird, wirklich nötig und kann nur bei einem entsprchendem Mistvolumen erreicht werden.

Ich habe beim Aufsetzen noch einen Sack Elektrikergips (Kalziumsulfat) untergemischt um den ph-Wert zu stabilisieren. Empfohlen wird auch die Zugabe von Hühnerdung, um den Stickstoffgehalt zu erhöhen; darauf hab ich aber verzichtet. Nun wurde noch angefeuchtet.

Bei der Heißrotte muss man darauf achten, den Haufen regelmäßig (alle paar Tage) umzusetzen um 1. die Bakterien im Inneren mit Sauerstoff zu versorgen, damit diese nicht absterben und 2. damit die außen befindlichen Teile auch mal ins Innere kommen, da die Temperaturen nur im Inneren des Haufens erreicht werden. Dabei wurden dann nur die wirklich trockenen Stellen angefeuchtet.

Ich muss sagen, dass es sich hierbei um eine wirklich unschöne Aufgabe handelt. Man muss sich vorstellen dass einem eine echt unangenehme Wärme bei einem richtig fiesen Ammoniakgeruch entgegenkommt, teilweise hatte ich auch einen Mundschutz auf oder habe den Haufen zum Abkühlen auseinander gepflückt, abdampfen lassen und dann erst wieder neu aufgeschichtet. Dann war es manchmal so neblig, dass man die Hand vor Augen nicht sah. An der Oberfläche sind auch irgendwelche Tintlinge geachsen, die sind dann aber von allein wieder verschwunden.

Der Prozess ist beendet, wenn der (jetzt ist es kein Mist mehr) Kompost süßlich riecht ohne jede Spur von Ammomiak. Die Substanz des Haufens hat sich um einiges verringert, der Kompost war nun "erdiger" und das Stroh braun und weichlich. Ich war echt überrascht, was die Bakterien in ein paar Wochen mit dem Mist anrichteten.

Dann habe ich den Kompost in schwarze Müllsäcke gefüllt und unter Folie ein paar Tage dem heftigsten Sonnenschein des Sommers ausgesetzt, in der Hoffnung, ich würde einigen unerwünschten Organismen den garaus machen.(Üblicherweise pasteurisiert man den Kompost, also mehrstündiges Erhitzen auf (ich glaube) über 60 Grad). Dann wurden die Säcke in den Keller verfrachtet und einige Tage abkühlen lassen. Dabei habe ich gleich versucht, Pakete mit einer Stärke von 25-30cm aus den Säcken zu formen.

Nun konnten die Säcke "gespickt" werden. Hierfür eignet sich wohl am besten Körnerbrut, also auf Getreidekörnern gezüchtetes Myzel, weil es viel Power hat und vermutlich schneller einwachsen würde. Die war aber, wenn überhaupt erhältlich, sündhaft teuer. Also habe ich mir eine sehr große Champignon-Fertigkultur(die, wo nur noch Erde draufkommt und dann zum Fruchten aufgestellt wird) von einem bekannten deutschen Pilzzuchtunternehmen bestellt. Von dem gelieferten durchwachsenen Substratblock wurden dann immer einige etwa faustgroße Stücken abgebrochen und einige cm tief in den Säcken versenkt und etwas(!!!) angedrückt.

Nun brauchten die Säcke einige Wochen zum Durchwachsen. In dieser Zeit ist eine hohe CO2 Konzentration sehr wichtig. Dadurch wächst das Myzel bessser und kommt nicht auf die Idee zu fruchten. Bei mir haben sie aber vermutlich zu viel Sauerstoff gekriegt, sodass sie schon zu fruchten begannen, als gerade mal eben das Substrat in den Säcken durchwachsen war. Für eine vernünftige Fruchtkörperbildung und -qualität ist aber eine Deckerde unabdingbar. In ihr bildet sich die für einen ertragreichen Anbau wichtige Mikrofauna, welche das Myzel verstärkt zur Fruchtkörperbildung anregt. Außerdem dient sie zur Wasserversorgung und zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.

Es musste also schnell eine Deckerde her. Recherchen zufolge wird dabei hauptsächlich Schwarztorf verwendet. Da der aber 1. kaum verfügbar und 2. wirklich rar ist, hab ich versucht mir eine Deckerde zu zaubern, die weniger seltene und kostbare Bestandteile enthält. Jedoch wurde in jeder Erwähnung von Deckerde auch der Begriff Torf gebraucht, sodass ich ohne Torf wohl nicht ausgekommen wäre. Die Anforderungen an die Deckerde sind nämlich: 1. sie muss locker sein, 2. sie muss gut Wasser halten können, 3. sie sollte nicht zu nährstoffreich sein und 4. sie muss atmungsaktiv sein. Ums kurz zu machen: Ich habe dann einen Sack Torf mit drei Karren sandiger Gartenerde und etwas Gips vermischt und gut angefeuchtet etwa 5cm dick auf die Substratoberfläche in den Säcken aufgetragen. Außer auf einem, um zu sehen, wie die Pilze ohne Deckerde wachsen. Das Ergebnis: schlecht; sie wachsen langsam und bleiben bei einer bestimmten Größe stehen. Mittlerweile hat der auch ne Deckschicht.

Jetzt muss ich die Säcke bloß noch zwei bis dreimal pro Woche befeuchten und ernten, ernten, ernten. Wichtig ist jetzt eine ausreichend hohe Frischluftzufuhr und kühlen Temperaturen( ich glaub ideal ist 16-18, ich hab aber bischen weniger). Da die Luftfeuchtigkeit im Keller nicht sonderlich hoch ist, sind die Pilze äußerst fest, geben bei Druck kaum bis garnicht nach und lassen beim Braten kaum Wasser aus. Geerntet wurden bis jetzt 6,7 kg. Mal sehen wie viele es noch werden.

So jetzt hab ich aber wirklich wieder weit ausgeholt ;)

Ich hoffe aber, es war trotzdem interessant.

LG, Carsten

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Piesl

Hi Carsten! Ist zwar ein richter Sch... Job den du da durch machst und die Zahl deiner Nachbarn wird sich wohl auf einen Reiterhof begrenzen :cool: , aber ganz toller Bericht und Klasse Ergebnisse bei deiner Zucht!

Da neidet dich der DoPi Esser (Dosenpilz). Gerne mehr davon (schon aus nicht ganz uneigennützigem Grund, wenn ich mal wieder bei Gordon bin und dann gibt's lecker Pilzgerichte ... :laugh: )

Peter

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MatthiasF

Wow, das ist ja um einiges aufwändiger als ich gedacht hätte :huh:

Danke für den (interessanten) Bericht

Gruss Matthias

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Carsten Schulz

So, hier mal ein kleines Update. Mittlerweile sind es tatsächlich schon fast 30kg Champis, die geerntet wurden. Aber bei den Außentemperaturen ist es auch im Keller sehr kalt, sodass das Pilzwachstum nahezu stillsteht.

Was uns bleibt ist der Blick auf vergangene, ertragreichere Tage, an denen man noch 4kg auf einmal ernten konnte: post-2142-0-45406100-1292882840_thumb.jp

Verschneite Grüße, Carsten

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KeyD

Wow!

Absolut beeindruckend. Aber was für ein Arbeitsaufwand. Meinen Respekt dass du das durchgezogen hast.

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Marius M.

Falls dir dein Wachstum zu langsam geht guck doch mal hier vorbei ;)

Absoult beeindruckend, kann mich da nur anschließen!!

Schmecken sie eigentlich auch =)?

Gruß, Marius

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Piesl
Schmecken sie eigentlich auch =)?

Bei 30 kg und NUR Champignons, muss man wohl eher fragen "Schmecken sie noch?" :thumbsup:

Aber alle Achtung, da hat sich das Ausmisten ja echt gelohnt!

Gruß und bon appétit!

Edited by Piesl

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Carsten Schulz

Hallo und danke euch Dreien. Klar schmecken die. Im Gegensatz zu gekauften sind sie sehr schön fest und lassen kaum Wasser aus. Das ganze findet ja im Keller meiner Schwiegereltern statt und die konnten zwischendurch wirklich keine mehr sehen. :-) Mich kann man mit Pilzen nicht ärgern, ich suche auch sehr gern und zu jeder Jahreszeit. Außerdem kann man mit Champignons ja alles Mögliche anstellen. Auf dem Bild seht ihr ja, wie schön groß die geworden sind, eignen sich also auch prächtig zum Füllen.

Ich habe aber festgestellt, dass es noch einiges zu optimieren gibt, vor allem in Sachen Feuchtigkeits- bzw Sauerstoffregulierung. Aber bin trotzdem sehr zufrieden, 30kg ist schon recht ordentlich. Zur Not kann man sie ja auch konservieren.

@KeyD: Ich musste das durchziehen, hab auch bischen Geld reingesteckt. Und kneifen gilt nicht.

Und wenn jetzt jemand kommt und sagt:"Du kannst auch nicht aus Sch***e Bonbons machen", dann antworte ich kühl"Nein, aber Champis" :cool:

@Marius: Danke für den Link, super interessant.

@Piesl: Sehr zur Nachahmung empfohlen :thumbsu: Wenn man bedenkt, dass man dafür 75 400g Packungen aus dem Laden tragen und bezahlen muss, dann ist der Aufwand garnich mehr soo groß.

Edited by Carsten Schulz

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Carsten Schulz

Hallo!

An den Stämmen tut sich wieder was. Hier der Limonenseitling:

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Und hier am zweiten Stamm Minis:

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Ich hoffe, euch läuft schon das Wasser im Mund zusammen ;)

LG, Carsten

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Frank S.

Hallo Carsten,

schmeckt der Limonenseitling vom Aroma her auch etwas nach Limone/Zitrone oder hatt er seine Bezeichnung nur wegen der Farbe bekommen?

Gruß,

Frank

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Carsten Schulz

Der duftet ganz intensiv. Nur wonach ist schwer zu beschreiben. Frisch riecht er schon fruchtig irgendwie, zitronig aber nicht unbedingt. In der Pfanne dann ganz angenehm, ich würde das aus meiner subjektiven Empfindung heraus am ehesten mit Vanille vergleichen. Den Namen hat er vermutlich der Farbe wegen.

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Carsten Schulz

Hallo euch!

Hier gibt's wieder was Neues zu berichten.

Da ich vor einiger Zeit zum semi-professionellen Pilzzüchter aufgestiegen bin und nun zumindest in einigen Schritten steril (ok das ist die Wunschvorstellung, sehr keimarm trifft es wohl eher) arbeite, eröffnen sich mir neue mögliche Pilzarten.

Ich habe vor geraumer Zeit einen Shii-take aus dem Supermarkt auf Nährboden geklont, auf Körnerbrut gebracht und, als diese besiedelt war, auf Buchenspäne (die aus dem Zoohandel) übertragen. Dieser Pilz (das Mycel) braucht oft mehrere Monate zur Reife. Erst wenn der Block aus der weißen äußeren Mycelschicht eine feste, braune Schutzhülle gebildet hat, bringt er vernünftige Wellen. Zudem schützt die Hülle vor Austrocknung, Kontaminationen und Schädlingen. Es gibt auch Ausnahmen, bei denen der Pilz auf weißen Blöcken fruchtet. Hier mal Bilder eines kleinen Blockes bei der ersten Welle.

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Liebe Grüße, Carsten

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