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Mein erstes Moorbeet


Andreas A.

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Hallo.

Endlich ist es soweit, ich habe heute mit dem Bau meines Moorbeets begonnen. Die Maße sind 2,40 m x 1,10 m. Die Tiefe ist gut 50 cm. Als Wasserspeicher habe ich 6 Mörtelkästen à 90 l. Über die Mörtelkästen sollen etwa 15 bis 20 cm Substrat.

Zunächst habe ich als Substrat 10 Säcke (60 l) Hochmoortorf H2 bis H5 gekauft (pH 3,5) und hatte noch einen Sack H2 bis H6 hier liegen. Bei dem Torf mit der Angabe H2 bis H6 bin ich erst mal davon ausgegangen, dass der Zersetzungsgrad zu stark sein könnte, da in den FaQs steht, dass nur H2 bis H5 geeignet sei. Nachdem ich 8 Säcke von dem H2 – H5er Torf bereits drin hatte habe ich zur Probe noch den Sack H2 – H6 geöffnet und siehe da, der scheint wesentlich weniger zersetzt zu sein und ist im feuchten Zustand auch deutlich heller. Ich vermute, dass der zunächst in das Moorbeet gefüllte Torf grenzwertig für Drosera und Co sein könnte.

Ich rechne jetzt noch mit einem weiteren Bedarf von etwa 600 l Torf. Mein Plan ist, weniger stark zersetzten Torf oben aufzubringen (wenn wieder genügend Regenwasser zum anfeuchten zur Verfügung steht.

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Die Bepflanzung ist im nächsten Frühjahr geplant. Schwerpunktmäßig sollen heimische Moorpflanzen ins Moorbeet:

Drosera anglica

Drosera intermedia

Drosera rotundifolia

Andromeda polifolia

Erica tetralix

Narthecium ossifragum

Vaccinium oxycoccus

Dacthylorhiza sphagnicola

Utricularia ochroleuca

Da Pinguicula vulgaris anscheinend auch im Moorbeet wächst (obwohl ich die Pflanze bisher nie in Hochmooren gesehen habe) wird die auch ihren Platz dort finden.

Als nicht heimische Arten habe ich noch Sarracenia purpurea und Dionaea muscipula auf dem Wunschzettel.

Eine Gärtnerei, die all diese Pflanzen bis auf D. sphagnicola und U. Ochroleuca führt, habe ich hier bereits in der Nähe gefunden. D. sphagnicola werde ich mir wohl schicken lassen. Für U. ochroleuca kenne ich leider keine Bezugsquelle.

Sehr wichtig sind mir aber auch die heimischen Sphagnen. Ich habe zwar mehrere Arten bereits in Kultur, hätte aber gerne noch die eine oder andere Art zusätzlich. Leider wissen wohl nur die wenigsten, welche Arten sie in Kultur haben und die Spezialgärtnereien machen auch keine Angaben, welche Torfmoosart nun genau verkauft wird.

Falls also jemand weiß, welche Torfmoosarten er besitzt und welche abgeben kann, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

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Hallo Andreas,

das gibt bestimmt ein fantastisches Moorbeet. Auch von den Abmessungen her, ist dann der Pflegeaufwand noch übersichtlich.

Mit deinem Wasserspeicher von über 500 Litern, liegst Du bestimmt auf der sicheren Seite. Bei meinem Moorbeet bin ich bei sonnigem Wetter ständig am Nachfüllen von Regenwasser.

Zu deinem letzten Bild, füllt da dein Vorarbeiter das Becken mit Leitungswasser auf?

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Zu deinem letzten Bild, füllt da dein Vorarbeiter das Becken mit Leitungswasser auf?

Hallo Günter,

das ist mein Lehrling und der weiß bereits, dass Leitungswasser nicht ins Moorbeet gehört.

Mein Nachbar hat mir jetzt sein Regenwasser versprochen, da er eh die Tonnen bald entleert. Da kann ich dann die Vorarbeiten am Wochenende beenden.

Ich hoffe dann nächstes Jahr ein paar Bilder im bepflanzten Zustand liefern zu können.

Gruß Andreas

Edited by Andreas A.
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  • 7 months later...

Guten Morgen!

Da das Moorbeet recht vielversprechend aussieht - wie siehts denn mit den Fortschritten aus?

Viele Grüße,

Friedrich

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Andreas A.

Hallo Friedrich,

das Moorbeet ist jetzt recht sperrlich bepflanzt. Ich bin da eher der Meinung weniger ist mehr. Der Freiraum wird schon von den Pflanzen besetzt, die sich hoffentlich bald vermehren.

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Auf dem zweiten Bild fällt auch besonders auf, dass z. B. die Folie noch irgendwie verdeckt werden muß. Vielleicht mache ich das mit Torfsoden.

Bepflanzt ist das ganze mit etwa 7 verschiedenen Sphagnen, Scheidigem Wollgras, Schmalblättrigem Wollgras (soll aber wieder raus und an meinen Teich, da es die Tendenz zum Wuchern hat, Zwiebel-Binse (Wuchert zwar auch, ist aber sehr klein), Weißem Schnabelried, Moosbeere, Rosmarinheide, Glockenheide, Besenheide, Blaubeere, Arnika, Sumpf-Veilchen und Moorlilie.

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Torfmoos

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Rosmarinheide

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Arnika

An Fleischfressern habe ich erstmal D. rotundifolia, D. intermedia, D. anglica und S. flava drin.

D. rotundifolia und D. intermedia habe ich letztes Jahr bereits gepfplanzt. Während D. rotundifolia bereits recht kräftig aussieht ist D. intermedia nur sehr langsam am Austreiben.

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D. anglica hatte ich im Frühjahr auch gepflanzt und dann später in einen neuen Moorkübel umgesiedelt wo er mit der VFF, S. purpurea und S. leucophylla zusammen steht. An der Stelle wo der D. anglica stand kommen jetzt viele kleine Sonnentaue. Ob das alles D. anglica Keimlinge sind nehme ich an weis es aber nicht. Die gekaufte Pflanze hatte noch einen Blütenstand vom letzten Jahr.

post-2484-0-55045300-1305459859_thumb.jp.

Auf zwei Seiten des Moorbeets will ich außerhalb der Folie Heidegewächse und Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen wie z. B. Arnika anpflanzen. Bisher habe ich Blaubeeren, Preiselbeeren, Bärentraube, Besenheide, Arnika und ein Geflecktes Knabenkraut (schiebt bereits einen Blütenstand) dort bereits stehen. Die Anlage dieser Bepflanzung ist aber noch lange nicht fertig.

post-2484-0-22654800-1305459928_thumb.jp

Preiselbeere

Nun ja, es gibt da noch einiges zu tun. Die Folie muß noch getarnt werden, das Heidebeet richtig angelegt u. s. w.

Leider sind meine Fotos teilweise nicht so besonders, ich muß mich erstmal in die Materie einarbeiten.

Viele Grüße

Andreas

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Andreas A.

Moin,

vielleicht noch ganz interessant. Die letzten Wochen war es ja sehr trocken. Mein Reganwasser war bereits vor Wochen aufgebraucht. Von meinem Nachbarn kann ich mir aber soviel Regenwasser nehmen, wie ich möchte.

Ich habe etwa 5 bis 10 Liter pro Tag nachgefüllt. Während ich das Wasser anfangs noch ins Bewässerungsrohr gefüllt habe bin ich seit 2 Wochen dazu übergegangen das Beet mit Gieskanne und Brause zu bewässern, weil ich mir ein besseres "Anwachsen" der Torfmoose erhoffe. Die befürchtete Erosien des Torfs blieb aus.

Der Torfkörper in meinem Beet scheint recht Formstabil zu sein. Das ist ja anscheinend nicht die Regel. Der Torf der die oberste Schicht bildet war relativ langfaserig. Ich habe den dann noch verdichtet, so dass er relativ fest wurde. Letztlich widerspricht das ja eigentlich den gärtnerischen Grundsätzen, dass das Substrat für Pflanzen möglichst locker sein soll. Allerdings sind die Torfschichten in Mooren ja auch relativ dicht gelagert. Ich hoffe dass die Pflanzen gut drin wachsen werden.

Gruß Andreas

Edited by Andreas A.
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Abend Andreas!

Na, das ging aber schnell.. ;)

Ich bin mir sicher, dass dieses Moorbeet in 1-2 Jahren richtig gut aussieht, auch wenn es etwas länger zum entwickeln braucht.

Die "spärliche" Bepflanzung wird sicher einen sehr natürlichen Eindruck vermitteln, wenn sie soweit ist.

Weiterhin viel Spaß mit dem Beet und lass hin und wieder was von dem Projekt hören ;)

Viele Grüße,

Friedrich

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