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Carnivoren und die große Unsicherheit


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Guest Caramba
Posted

Hallo liebe Forengemeinde!

Seit gestern bin ich stolzer Besitzer zweier Carnivoren: ich habe eine Venusfliegenfalle und eine Schlauchpflanze (ohne nähere Bestimmung) gekauft.

Nun habe ich mich seit Stunden durchs Internet gewühlt, um Informationen bzgl Haltung und Pflege meiner beiden Neuzugänge zu erhalten und dabei zwei Dinge gelernt:

1. Carnivoren als Spontankauf ist keine gute Idee (lässt sich aber jetzt ja nicht mehr ändern)

2. auch nach der Lektüre des N-ten Forums: Fragen/Unsicherheiten bleiben immer

Und darum bin ich hier:-)

Puh, wo fange ich an.... also: obwohl ich mich ja auf etwas Begrünung auf der Fensterbank gefreut hatte, werde ich doch vernünftig sein, und die beiden in die Winterruhe schicken.

Ach ja, das noch vorneweg: soweit ich das bisher verstanden habe, benötigen die VFF und die Schlauchpflanze ähnliche Bedingungen (bitte ggf korrigieren!), daher beziehen sich meine Fragen auch auf beide Pflänzchen.

Also, Thema Winterruhe (bitte vergebt einem blutigen Anfänger die 1000. Frage zum Thema...):

Was ich erkennen kann, ist, dass die Fallen der VFF vollkommen trocken ohne jegliche Spur irgendeines Sekrets sind. In zwei (geöffneten) Fallen liegen vertrocknete (also wahrscheinlich tote...) Insektchen. Oh, und dies noch: sie ist ca 10cm im Durchmesser.

Die Schlauchpflanze ist bereits ca 15-20cm hoch, und hat 3 größere und eine ganze Menge kleinerer Schläuche; unten sind einige kurze (max 4cm) braune, vertrocknete nunja, ich nehme an es sind Schläuche. Desweiteren kann ich noch 3 oder 4 schon etwas längere (10-15cm) Blätter sehen.

Nun zur Frage: darf ich aus meinen Beobachtungen schließen, dass die Pflanzen schon bereit sind für die Winterruhe? (Falls sie's nicht sind, und ich sie trotzdem kaltstelle, wie dramatisch wäre das?)

Und auch zu Temperatur und Lichtverhältnissen hab ich jetzt irgendwie Widersprüchliches gelesen. Daher: ich könnte den beiden einen Windfang als Ruhestätte anbieten. Wie kalt der genau ist, weiß ich leider nicht, aber definitiv weniger als 15°C, und frostfrei ist der auch. Nur das Licht macht mir dort sorgen: die Haustür ist zwar einigermaßen lichtdurchlässig, aber zur Nordseite hin. Darf ich hier davon ausgehen (wie ich auch irgendwo gelesen habe), dass im Winter vor allem die niedrige Temperatur wichtig ist, und ob viel oder wenig Licht nur eine untergeordnete Rolle spielt (weil wir ja winters eh nicht wachsen)?

Hm, vllt sollte ich nebenbei noch erwähnen, dass ich leider nicht weiß, unter welchen Bedingungen die Pflanzen bisher gelebt haben (Freiland, Gewächshaus, oder wo auch immer). Gekauft hab ich sie auf dem Wochenmarkt.

So, und auch auf die Gefahr hin, Nerven und Geduld der werten Leser noch weiter zu strapazieren (entschuldigung hierfür!), noch eine Frage: Die beiden stehen jeweils in einem ca 10cm-Topf. Über die Erde kann ich leider nix weiter sagen, als dass sie für mein ungeübtes Auge wie normale Blumenerde aussieht (bei der Schlauchpflanze steht ein bisschen Moos drauf).

Soll ich sie jetzt also lieber in was Größeres, Weißtorfigeres umtopfen oder mögen sie lieber bis zum Frühjahr in Ruhe gelassen werden?

So, an dieser Stelle unterbreche ich meine Fragewut und warte hoffnungsvoll auf hilfreiche Antworten.

Vielen Dank und euch allen einen schönen Sonntag Abend!

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo und Willkommen

Die Winterruhe kannst du ihnen im grunde schon geben. Die Temperaturen sollten OK sein. Wie es mit dem Licht aussieht, da warte ich lieber noch eine eine weitere Meinung.

Zum Umtopfen: Lieber vorsichtig sein. Gerade in der Winterruhe. Im Frühjahr schadet es nicht Ihnen ein sauberes Substrat zu geben.

Generell kannst du dir auch noch die FAQ durchlesen. Dort findest du nochmals alles wichtige zur Kultur. Gerade für Anfänger zu empfehelen da es nichts wiedersprüchliches ist.

Halt die Pflanzen im Winter leicht Feucht. Nicht zu Nass,das ist wichtig.

Soviel von mir, Lieben Gruß.

Guest Caramba
Posted

Zunächst vielen Dank für die schnelle Antwort!

Also, die FAQ waren das erste, was ich gelesen habe, und anschließend hab ich mich durch dieses, wie auch durch so manches andere Forum geackert, und dabei sind dann eben diverse Widersprüche aufgekommen.

Aber nachdem ich mich nun noch ein paar weitere vergnügliche Stunden im Netz und in der Bibliothek verbracht habe, habe ich für mich entschieden: probieren geht über studieren, und letztendendes hängt wohl ohnehin viel von der jeweiligen Pflanze ab, was sie verkraftet und was nicht...

Aber eine Frage hab ich doch noch: um meinen kleinen Studentengeldbeutel zu schonen, hab ich mir überlegt, auf die Dauer das dest.Wasser mit Leitungswasser zu strecken - kann dazu jemand was sagen?

kinderschokolade
Posted

Warum sammelst du nicht Regewasser? Es gibt doch so viele Möglichkeiten da ran zu kommen: Eimer in Garten stellen, Eimer vor dem Haus aufstellen, Gefäß auf's Fensterbrett stellen oder oder oder

Posted

Aber eine Frage hab ich doch noch: um meinen kleinen Studentengeldbeutel zu schonen, hab ich mir überlegt, auf die Dauer das dest.Wasser mit Leitungswasser zu strecken - kann dazu jemand was sagen?

Das kannst Du im geringen Maße machen (ca. 0,5 Liter bei einem 5 Liter Kanister).

Schöne Grüße

Andy

Posted

Aber eine Frage hab ich doch noch: um meinen kleinen Studentengeldbeutel zu schonen, hab ich mir überlegt, auf die Dauer das dest.Wasser mit Leitungswasser zu strecken - kann dazu jemand was sagen?

Hallo,

Also wenn du sehr weiches Leitungswasser hast kannst du auch damit gießen. Hier im Odenwald kann ich meinen Zimmerbewohnenden Fleischis ohne Probleme Leitungswasser geben. Kommt drauf an wo dein Wasser herkommt.

Gruß, Bombina

Posted

Es gab irgendwann mal hier im Forum Hinweise zur elektrischen Leitfähigkeit von geeignetem Wasser. Ich hab mir den Thread nur nicht gemerkt, aber vielleicht wäre das noch ein guter Indikator um die möglichen Mischungsverhältnisse von Leitungswasser und Dest. Wasser auszutesten. Ich hatte ja unlängst mit dem Abwasser aus unserem Kondenstrockner experimentiert (leider ohne chemische Analysenmöglichkeiten) und hatte den Eindruck, daß das auf Dauer das Substrat doch überdüngt hatte - wohl weil Waschmittelrückstände auch nach dem Spülen an der Kleidung bleiben und beim Trocknen z.T. von den Wassertröpfchen mitgerissen werden - d.h. das "Kondenswasser" eben auch noch Waschpulverreste enthält ;-)

Aber das wäre ggf. theoretisch auch noch eine "Sparmöglichkeit" von der ich aber - vorerst - abgekommen bin...

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